Blumenkohl-Brokkoli-Linsen

Blumenkohl-Brokkoli-Linsen
17. August 2026

Kann mit Nudeln oder Reis serviert werden. Funktioniert aber auch pur.

Heute gibt es bei mir einen schön scharfen Gemüseeintopf mit gelben Linsen quasi als Nudelsauce auf Spirellis, die ich noch hatte.

Der Eintopf basiert auf kleingeschnittenen Blumenkohl, Brokkoli und Möhren, die zunächst in Öl mit Zwiebeln etwas angebraten werden. Dann kommt Wasser mit Gemüsebrühepulver hinzu. Das Ganze dann ca. 10 bis 12 Minuten köcheln lassen.

In dieser Zeit die gelben Linsen in einem separaten Topf aufkochen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben. Schließlich die Linsen zum Gemüse geben und ordentlich würzen mit Salz, Pfeffer, Curry, Paprikapulver und etwas Chili, wenn es scharf sein darf. Schmeckt wunderbar gemüsig.

( Michael Tischer )

Durch die Null gegangen

Durch die Null gegangen
Neuss/Düsseldorf, 16. August 2026

Blick in den Medienhafen Düsseldorf

Gestern Abend 23:00 ist der Rheinpegel Düsseldorf erstmals durch die Null gegangen und heute Nacht gegen 5:00 ins Negative gerutscht. Das gab es in der Geschichte der Düseldorfer Pegelmessung seit 1763 noch nie.

Schon letzte Woche hatte ich berichtet, wie der niedrige Wasserstand im Düsseldorfer Medienhafen und im Neusser Hafenbecken markant sichtbar wurde (Link). Und seitdem sind die Pegel noch einmal um 20 cm gefallen.

Im Düsseldorf Medienhafen liegen nun mehrere Sandbänke an der Wasseroberfläche, um die sich die Sportbootkapitäne mühsam herum navigieren müssen. Und im Neusser Hafenbecken direkt unterhalb des Münsters sind die freiliegenden Flächen noch größer geworden. Erstmals fällt nun die Obererft regelrecht in das Hafenbecken hinab. Wahnsinn!

( Michael Tischer )

Das Glücksschweinchen wirkt schon

Das Glücksschweinchen wirkt schon
Büttgen, 15. August 2026

So ein süßes Strickschweinchen. Dem darf niemand wehtun!

In zehn Tagen schreibe ich zum Semesterende zwei Klausuren in Allgemeiner Psychologie: M3a und M3b. Ich bin noch fleißig am Pauken, insbesondere in den Bereichen Psychoneuroendokrinologie und Psychoneuroimmunologie. Aber das Glücksschwein wirkt bereits: Gerade habe ich eine anspruchsvolle Probeklausur in M3b mit 97 von 100 möglichen Punkten abgeschlossen. Das sieht doch schon einmal nicht schlecht aus. Danke liebes Glücksschwein!

( Michael Tischer )

Straßburger Auflauf vegetarisch

Straßburger Auflauf vegetarisch
Büttgen, 14. August 2026

Nach dem Überbacken

Ein beliebtes Gericht der französischen Küche ist Straßburger Auflauf mit Nudeln, Hackfleisch und Gewürzen, das wir heute zum ersten Mal zubereitet haben.

Man kocht zunächst Bandnudeln oder Spirelli in Salzwasser und brät parallel dazu Hackfleisch in Öl mit gehackten Zwiebeln an. Wir haben dabei veganem Hackfleischersatz den Vorzug gegeben, was sich nicht nachteilig auf den Geschmack ausgewirkt hat.

Dann gibt man einige Esslöffel Tomatenmark dazu, fügt Salz, Pfeffer und Thymian nach Geschmack bei und mischt die Nudeln unter. Das Ganze nun in eine gefettete Auflaufform geben, wo man einen Becher Schlagsahne darüber verteilt und hernach alles mit geriebenen Käse abdeckt.

Anschließend das Gericht im Ofen bei 200 Grad ca. 25 Minuten überbacken, bis der Käse eine goldbraune Färbung angenommen hat, et voilà: Fertig ist der köstliche Straßburger Auflauf, den man beispielsweise wunderbar mit einem frischen Tomatensalat kombinieren kann.

Straßburger Auflauf vegetarisch

Schmeckt köstlich

( Michael Tischer )

Maxhaus und Maxkirche

Maxhaus und Maxkirche
Düsseldorf, 13. August 2026

Blick in die barocke Maxkirche, früher Teil des Franziskanerklosters

Das Maxhaus ist eine katholische Begegnungs- und Veranstaltungsstätte im Stadtteil Carlstadt am Rande der Düsseldorfer Altstadt. Es ist nach der benachbarten Maxkirche benannt, mit der es einen Gebäudekomplex bildet. Neben religiösen Veranstaltungen wird im Maxhaus ein gastronomisches, künstlerisches und musikalisches Programm angeboten.

Das Haus befindet sich in den umgebauten Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters Düsseldorf. Der architektonische gelungene und mit zahlreichen Architekturpreisen gewürdigte Umbau wurde im Jahr 2006 eingeweiht.

Im Keller des Gebäudes residiert die Dauerausstellung „Das verborgene Kloster“, in der die Baugeschichte des Klosters und die Geschichte der Franziskaner in Düsseldorf dargestellt werden. Dort war der Startpunkt einer hochinteressanten Führung durch die Geschichte des Klosters und der Maxkirche, die ich am vergangenen Wochenende besucht habe.

Die Anlage wurde ursprünglich innerhalb der Zitadelle Düsseldorf, einer im 16. Jahrhundert erbauten Bastion errichtet und 1661 fertiggestellt. Das Grundstück, auf dem zuvor das Anwesen des Festungsgouverneurs von Norprath lag, war den Franziskanern von Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg geschenkt worden, nachdem er ihnen 1651 die Erlaubnis zur Ansiedlung in Düsseldorf erteilt hatte.

Maxhaus und Maxkirche

Niemand wurde in der Kirchengeschichte schneller heiliggesprochen: Franziskanermönch Antonius von Padua mit Jesuskind

Die Maßnahme des zum katholischen Glauben konvertierten Landesherrn zielte darauf ab, in seiner Hauptstadt der Herzogtümer Jülich-Berg, die Rekatholisierung zu fördern.

Im Rahmen der französischen Besetzung des Rheinlands und der unter Napoleon energisch betriebenen Säkularisation verlor das Gebäude 1803 seine Funktion als Kloster. Es wurde in ein Lyzeum umgewandelt, das in den Jahren 1807 bis 1814 auch von Heinrich Heine besucht wurde.

Der überdachte, hell durchleuchtete Innenhof des heutigen Maxhaus wird vom historischen Kreuzgang des Klosters umschlossen, in dem sich noch einige Relikte aus der Klosterzeit erhalten haben. Dazu zählt auch die prächtige Stuckdecke im Antoniussaal, die u.a. das Wappen der Franziskaner und Szenen aus dem Leben des Franziskanerheiligen Antonius von Padua zeigt.

( Michael Tischer )

Sonnenfinsternis über Europa

Sonnenfinsternis über Europa
Büttgen, 12. August 2026

Der Mond schiebt sich vor die Sonne

Großes Himmelsschauspiel am heutigen Abend von Island bis zu den Balearen: Zum ersten Mal seit 1999 erlebt das europäische Festland eine Sonnenfinsternis, weil sich der Mond vor die Sonne schiebt.

Sonnenfinsternis über EuropaÜber Island und Spanien war es sogar eine „Totalität“, d.h. die Sonne wurde zu 100 % verdeckt, wodurch der spektakuläre „Tag-zu-Nacht“-Effekt eintrat – plötzlich wurde es tagsüber richtiggehend dunkel und nach einer Weile wieder hell. Über Mallorca sogar unmittelbar vor dem Sonnenuntergang über dem Meer, was hunderttausende von Besuchern anzog.

Bei uns und in anderen Teilen Europas war zwischen 19:20 und 20:30 eine partielle Sonnenfinsternis mit einer Abdeckung von knapp 90 % in der Spitze zu erleben, wodurch es am Himmel und über Land etwas dunkler wurde.

Die entsprechenden Brillen mit Lichtschutz zur Beobachtung des Spektakels waren hierzulande schon seit Tagen ausverkauft, so groß das Interesse an diesem lange erwarteten astronomischen Ereignis.

Wir waren zu spät dran für den Brillenkauf und deshalb ohne Sichtschutz auf Abendrunde im Feld unterwegs, wo man die Lichtveränderung aber auch ohne direkten Sonnenblick auf den abgemähten Kornfeldern sehr gut wahrnehmen konnte. Auf der sonst menschenleeren Runde saßen und standen nun alle paar hundert Meter Menschen mit Brillen, die gebannt auf die Sonne starrten.

Sonnenfinsternis über EuropaAuch uns wurde ein Blick durch eine solche Brille angeboten. Ohne die darin verbauten dunklen Folien wäre das viel zu gefährlich für die Netzhaut gewesen, wie im Vorfeld vielerorts berichtet wurde.

Doch nicht jeder wollte auf die Warnungen hören. Allein in Berlin wurden an diesem Abend mehr als zwanzig Menschen in Augenkliniken eingeliefert, weil sie ungeschützt in die Sonne geblickt hatten.

Spannend auch: In Europa wurden im Zeitraum der Verdunkelung fast 10 Gigawatt (10.000 Megawatt) weniger Solarenergie aus Photovoltaik produziert und in die Netze eingespeist. Hätten die Netzbetreiber nicht viele Jahre Zeit gehabt, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten und den zusätzlichen Betrieb von Gas- und Kohlekraftwerken für diesen Moment entsprechend zu disponieren, es wäre in Europa sicher zu Netzausfällen gekommen.

( Michael Tischer )