Ungewöhnlich früh und stark hat bei uns im Westen Deutschlands die Haselblüte begonnen. Auf meiner großen Feldrunde heute konnte ich den Abflug der Pollenaus den gelben Kätzchen bereits an mehreren Stellen beobachten. Tatsächlich warnt der Deutsche Wetterdienst für Nordrhein-Westfalen, das Rhein-Main-Gebiet und den Oberrhein bereits vor mittelstarkem Pollenflug.
Jetzt, Mitte Januar, sind in den besonders betroffenen Regionen nach Aussagen des DWD schon mehr als die Hälfte der Haselsträucher in Blüte. Das ist außergewöhnlich früh. Im Osten Deutschlands sind die Frühblüher dagegen noch nicht so weit. Dort haben kühlere Luftmassen die Entwicklung der Haselsträucher gebremst.
Im Dezember habe ich gefastet und musste deshalb die Finger von den beiden hübschen Adventskalendern lassen, die mir der Nikolaus freundlicherweise beschert hat. Aber jetzt im Januar sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Und deshalb öffnen sich nun jeden Morgen für mich verheißungsvoll zwei Türchen. Dahinter verbirgt sich einmal köstlicher Marzipan in verschiedensten Variationen und einmal ein feines kleines Lindt-Pralinchen mit weißer oder dunkler Schokolade. So lecker … da könnte der Januar doch gerne noch etwas länger währen …
Blick von den Ahrhöhen hinunter zur Ahrschleife in Schuld. Die leeren Flächen am Fluss waren vor der Flut komplett bebaut.
Nach zwei frostigen Wochen mit Schnee in ganz Deutschland bekommen wir an diesem Wochenende einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling. Volle Sonne, acht Grad, das fühlt sich doch schon ganz anders an, als Schneeschaufeln bei Minustemperaturen im Wintersturm.
Ich nutze das einladende Wetter für meinen Wanderauftakt 2026, heuer im hinteren Teil der Ahreifel zwischen Schuld, Winnerath und Insul. Hier sieht man den Orten die Beschädigungen durch die Flut von 2021 noch an. Die meisten Häuser sind längst abgerissen oder wieder aufgebaut, auch ganz nah am Fluss. Doch einige Brücken und Uferbefestigungen wurden immer noch nicht vollständig wiederhergestellt.
Der wunderschöne Schuld-Panoramaweg No 6 führt mich auf einer Länge von 12 km erst von Schuld entlang des Ahrsteigs steil hinauf auf die Ahrhöhen in Richtung Winnerath. Auf den Feldern zwischen Winnerath und Insul kann ich die einladenden Strahlen der Wintersonne und weite Fernblicke in die Ahreifel und genießen. Bis auf die Schüsse der Jäger und das Gebell ihrer Hunde in der Ferne ist es hier oben ganz still. Nur ab und zu hört man die ersten Vöglein zwitschern.
Vor Insul geht es auf einem schmalen Kammweg von den Höhen wieder hinunter zur Ahr. Dann laufe ich von Insul über den Ahrtalweg zurück nach Schuld. Die Häuser auf dem Bergsporn in der Dorfmitte von Schuld sind von der Flutkatastrophe verschont geblieben, doch unten im Tal, wo die Ahr eine doppelte Schleife schlägt, haben die Wassermassen brutal gewütet. Teile des Dorfes, das sich jahrhundertelang eng an den Fluss anschmiegte, werden wohl für immer unbewohnt bleiben.
Blick vom Schulder Bergsporn hinunter zur Ahr
Jede Menge Wanderwege ab Schuld
Blick auf den Höhen Richtung Insul
Blick zum Ahremberg
Schön restaurierter Hof in Winnerath
Kapelle in Winnerath
Schmaler Kammweg beim Abstieg nach Insul
Blick auf Insul
Historischer Mühlengraben parallel zur Ahr in Insul
Historischer Hof in Insul
Wiederaufbau nach der Flut: Ahrgastronomie in Insul
Das erste Jazz-Konzert für Heike und mich in diesem Jahr war gleich ein echter Hit. Das Clemens Orth Trio mit Hendrik Smock an den Drums, Bruno Müller an der Gitarre und Clemens Orth an der Orgel hat in der Jazz-Schmiede in bester Hammond-Jazz-Tradition der 50er- und 60er-Jahre vortrefflich aufgespielt: dynamisch, energetisch, mitreißend und virtuos, jeder auf seinem Instrument.
Clemens Orth, Bruno Müller und Hendrik Smock v.l.n.r
Dabei konnte sich die Kölner Formation einer wunderbar restaurierten Original Hammond-Orgel bedienen, die die Jazz-Schmiede regelmäßig leihweise von einem Sammler zur Verfügung gestellt bekommt. Das Instrument muss klanglich eine solche Perle sein, dass es Orgel-Virtuosen von nah und fern zum Aufspielen in die Jazz-Schmiede lockt.
Die Musiker des Clemens Orth Trios kennen sich seit ihrem Studium an der Musikhochschule Köln und waren schon auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland zu hören. Ihr Repertoire ist geprägt von Ikonen wie Jimmy Smith, Les Strand, Jack McDuff oder Shirley Scott. An diesem Abend waren es aber auch Songs von Earth, Wind & Fire und zeitlose Soul- und RnB-Themen, die die Zuschauer von den Stühlen gerissen haben. Ein tolles Konzert in kleiner Besetzung.
Bitte kräftig zubeißen: Chester beim Schutzdienst in seinen Blütejahren. Jetzt ist er mit 14 verstorben.
Wenn man als Züchter 30 Hunde hervorgebracht hat, dann heißt es im Lauf der Zeit auch, dreißigmal Abschied nehmen. Als Kommerzzüchter fällt einem das vermutlich nicht so schwer, aber wenn man die Zucht aus Liebe zur Rasse und zu den Tieren betreibt, wird einem da immer wieder aufs Neue ein wenig schwer ums Herz.
Jetzt ist leider der feine Chester aus unserem C-Wurf im Alter von 14 Jahren verstorben. Wir hatten viele Jahre regelmäßigen Kontakt, weil er mit seinem Frauchen Heike intensiv im Hundesport aktiv war. Zwischen 2015 und 2019 hat er die Begleithundeprüfung, die SPR1 und die FPR1 und sogar die äußerst anspruchsvolle SD IDP-3 erfolgreich abgelegt (Link). Das volle Programm quasi, was nicht viele Hovawarte mit ihren Besitzern fertigbringen.
Chester war der Sohn unserer Bellis und ein prächtiger Blonder, genau wie seine Mutter. Wir sind sicher, er hat bei Heike ein wunderbares Leben gehabt, wie es schöner und abwechslungsreicher für einen Hund kaum sein kann. Lieber Chester, solange dieser Blog besteht, wirst du uns auch hier in fester Erinnerung bleiben. Wir wünschen dir einen guten Weg in die ewigen Jagdgründe, da wo die Leckerchen niemals aus gehen.
Kleines Bühnenbild, aber maximal viel herausgeholt
Lange schon war ich nicht mehr im Theater, doch am Sonntag flatterte mir eine spannende Werbung des Rheinischen Landestheaters Neuss ins E-Mail-Postfach, die sich nach etwas Besonderem anhörte. Da habe ich spontan zugegriffen.
„Alaaf Rock ’n’ Roll“ ist ein rasantes, humorvolles und musikalisches Theatererlebnis mitten aus dem Rheinland. Das flott inszenierte und abwechslungsreiche Stück verbindet Karneval, Rockmusik und rheinische Lebenslust zu einer mitreißenden Geschichte über Freundschaft, Identität und die Frage, was Tradition heute bedeuten kann. Bekannte Karnevalshits treffen auf rockige Sounds, Wortwitz auf Herz – laut, bunt und mit veel Jeföhl, wie man hierzulande sagt.
„Ein Abend zum Lachen, Mitsingen und Mitfeiern – auch für alle, die sonst nicht jeck sind!“ verhieß die Ankündigung und das war nicht zu viel versprochen. Sehr schön anzuschauen und anzuhören, was die beiden Protagonisten abseits aller Karnevalsklischees an witzigem, überraschendem und nachdenklichem aus dem Thema rausgeholt haben. Jede Menge Konfetti eingeschlossen. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt.
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