Im wilden Osten von Düsseldorf

Im wilden Osten von Düsseldorf
Erkrath, 20. Oktober 2019

Total vermatschte Wege im Rotthäuser Bachtal

Auf einer herbstlich-bunten und nassen Wanderung war ich heue mit Doxi im wilden Osten von Düsseldorf zwischen Gerresheim, Erkrath und Mettmann unterwegs. Los ging es am am Nordrand von Erkrath beim Morper Park mit der Villa Grillo, dem früheren Morper Forsthaus. Am Ende des Parks unterqueren wir die Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Mettmann und laufen hinab ins Hubbelrather-Bachtal.

Dort folgen wir dem Hubbelrather Bach und umrunden dabei auf schmalen, feuchten und zugewachsenen Pfaden die Zentraldeponie Hubbelrath bis zum Gut Mydlinghoven.

Der Ritter Wilhelm von Haus zu Haus in Ratingen ließ die ehemalige Wassmühle im Jahr 1460 zu einer Wasserburg ausbauen. 1915 wurde sie in ein Gestüt und Erholungshof für Grubenpferde umgewandelt. Heute beherbergt das frühere Gut Mydlinghoven Wohnungen einer Genossenschaft, die dort Cohousing als moderne Wohnform betreibt.

Hinter dem Gut beginnt unser Abstieg in das romantische Rotthäuser Bachtal, das bereits an Düsseldorf-Gerresheim grenzt. Leider sind die wassernahen Wege nach dem vielen Regen der letzten Zeit total vermatscht. Gut, dass ich meine Wandergamaschen angezogen habe.

Während wir dem Rotthäuser Bach in Richtung Erkrath folgen, beginnt es heftig zu regnen. Wir haben zwar nur noch vier Kilometer bis zu unserem Start- und Zielpunkt am Morper Park. Doch als wir endlich wieder das Auto nach knapp drei Stunden erreichen, sind Doxi und ich total durchnässt.

Macht aber nichts, denn das war trotzdem äüßerst interessante Tour durch ein wildromantisches und mir bis dahin weitgehend unbekanntes Gebiet im Düsseldorferr Osten.

( MITI )

Herbst im Siebengebirge

Herbst im Siebengebirge
Rhöndorf, 19. Oktober 2019

Weinberge unterhalb des Drachenfels bei Rhöndorf

Gar nicht einfach im Moment, eine Wanderung bei uns im Rheinland ganz ohne Regen zu absolvieren. Heute ist mir das mit meiner Wanderfreundin Gabi gelungen: Um 10:30 sind wir am Fuße des Drachenfelsens gestartet, um 14:00 Uhr waren wir wieder am Auto und erst just in diesem Moment begann es, heftig zu regnen. Perfektes Timing also auf dieser 12 km langen Runde zwischen Rhöndorf, Löwenburg und Margarethenhöhe.

( MITI )

Wieder im Sengbachtal

Wieder im Sengbachtal
Solingen-Glüder, 18. Oktober 2019

Blick von den Höhen über dem Sengbachtal zur Talsperre

Nach rund eineinhalb Jahren bin ich wieder einmal mit Doxi im schönen Sengbachtal an der gleichnamigen Talsperre südlich von Solingen unterwegs. Heute ist mein Freund Bernd mit dabei.

Wir parken am Campingplatz Glüder in unmittelbarer Nähe der Wupper und laufen nach wenigen Schritten in den Wald hinein, der gerade beginnt, sich herbstlich einzufärben. Mit jedem Wanderkilometer geht es ein Stück weiter hinauf auf die Höhen über dem Sengbachtal.

Bald erreichen wir die Staumauer der 1903 errichteten Sengbachtalsperre, die zu den ältesten Trinkwasserspeichern in Deutschland gehört. Der zwischen Wäldern gelegene Wasserspeicher unweit der Wupper versorgt die Bewohner der Stadt Solingen mit Trinkwasser.

Von der Gründungssohle erreicht die Mauer des Hauptbeckens eine Höhe von 43 m. Ihre Krone hat eine Länge von fast 180 Metern. Die Dicke der mächtigen Staumauer beträgt an der Sohle 36 m und an der Krone 5 m.

Wir steigen auf die Höhen am südlichen Rand der Talsperre auf und laufen bis zum Zufluss des Sengbachs am östlichen Rand, wo auch die Autobahn A1 den Talgrund berührt. Dort haben wir die Hälfte der 14 km langen Wanderung absolviert. Eigentlich soll es weiter in Richtung Burg mit dem imposanten Schloss der Grafen von Berg gehen.

Doch wir werden von einem Starkregengebiet mit Sturm, Hagel und Blitzen überrascht. In Ermangelung einer Schutzhütte suchen wir hinter einem meterhohen Stapel mit gefällten Baumstämmen Schutz. Doch auch der kann nicht verhindern, dass wir ordentlich nass werden. Zudem donnert und blitzt es um uns herum, und das macht doch ein wenig Angst.

Als der Regen nachlässt, beschließen wir deshalb, den Schlenker über Burg auszulassen und auf kürzestem Weg zu unserem Startpunkt zurückzukehren. Dennoch werden es am Ende 12 Wanderkilometer bei 280 Höhenmetern auf dieser schönen Herbsttour.

( MITI )

Traumwetter auf der Sophienhöhe

Traumwetter auf der Sophienhöhe
Jülich, 13. Oktober 2019

Doxi beim Aufstieg zur Spitze der Sophienhöhe

Es ist bereits Mitte Oktober, doch an diesem Sonntagnachmittag herrscht bei uns im Rheinland noch einmal Spätsommerwetter mit voller Sonne und 25 Grad.

Mit Doxi steige ich bei herrlicher Fernsicht zur Spitze der Sophienhöhe bei Jülich auf. Alle Wanderer, denen wir unterwegs begegnen, tragen T-Shirts. Und auch ich halte es nicht lange in meinem dicken Oberteil aus – einfach zu warm heute.

Die Höhe ist aus dem Abraum des angrenzenden Hambacher Tagebaus entstanden. Sie enthält das Erdreich, das abgetragen werden musste, um an die begehrte Bruankohle zu gelangen, und umfasst immerhin eine Fläche von 13 km².

Die Seitenhänge der Höhe und die verschiedenen Plateaus sind mit Mischwald bedeckt, der sich gerade herbstlich bunt einfärbt. Doch das Gelände ganz oben an unserem Zielpunkt beim “Höller Horn” erinnert eher an eine Dünenlandschaft.

Zwischen großen Sandhügeln und spärlicher Vegetation kann man von dort oben bei guter Fernsicht bis nach Düsseldorf im Osten, zur Eifel im Westen und bis nach Köln im Süden blicken.

Jenseits der zahlreichen Windräder am Fuße der Höhe erkenne ich deutlich die Kraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Oberaußem bei Grevenbroich bzw. Bergheim. Bei solchen strahlenden Aussichten lasse ich mir den Herbst gefallen.

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Schloss Eller

Schloss Eller
Düsseldorf, 11. Oktober 2019

Das 2010 komplett sanierte Schloss Eller befindet sich heute im städtischen Besitz

Ein Schloss mitten in Düsseldorf, das ich noch nicht kenne, ja gibt’s das denn? Mit Doxi war ich heute im schönen Schlosspark Eller unterwegs. Eller liegt im Südosten Düsseldorfs und war bis 1909 eine eigenständige Gemeinde. Durch den Stadtteil fließt der südliche Arm der Düssel, der der Stadt ihren Namen verliehen hat.

Schloss Eller ist ein 1826 an Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg errichtetes Herrenhaus im klassizistischen Stil.

Das Schloss wird von einigen mittelalterlich anmutenden Wirtschaftsgebäuden umgeben, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im historisierenden gotischen Stil errichtet wurden. Die Obergeschosse sind als sichtbares Fachwerk konstruiert und mit Türmen und Erkern ausgestaltet.

Die einstige Burg war Keimzelle des Dorfes Eller, das früher weit vor den Toren Düsseldorfs in ländlich geprägter Umgebung lag. Heute bildet das Areal eine grüne Insel inmitten großstädtischer Bebauung.

Die Schlossanalge wird von einem großen Weiher umgeben, an dem sich der Schlosspark Eller anschließt. Der englische Landschaftspark bildet eine der größten Parkanlagen in Düsseldorf und ist ideal geeignet, um meiner Doxi mal richtig Stöckchen zu schmeißen. Hier waren wir nun zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal unterwegs.

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Bei den Rindernschen Kolken

Bei den Rindernschen Kolken
Rindern, 7. Oktober 2019

Blick in einen der unter Naturschutz stehenden Kolke bei Rindern

Auf der Suche nach ein wenig Sonne war ich heute mit Doxi am oberen Niederrhein bei Kleve unterwegs. Am Naturschutzgebiet Salmorth beim Dorf Schenkenschanz bildet der Rhein über mehrere Kilometer die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. Bei Rheinhochwassern werden diese Flächen regelmäßig überflutet, wodurch das umdeichte Dorf zu einer Insel wird, die nur noch per Boot erreichbar ist.

Wir starten im kleinen Ort Wardhausen an der Schleuse des Spoykanals. Der künstliche 8,5 km lange Kanal verbindet Kleve seit dem Mittelalter mit dem angrenzenden Griethauser Altrhein, der einen Zugang zu dem nur zwei Kilometer entfernten Rhein schafft.

Wir laufen auf dem Deich am Rande des Naturschutzgebietes in nördlicher Richtung bis zum Dorf Düffelhard. Von dort geht es weiter in westlicher Richtung weg vom Rhein und hinein in das Naturschutzgebiet “Düffel-Kellener Altrhein und Flussmarschen”.

Durch die fruchtbaren und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen laufen wir in Richtung des Ortes Rindern mit seinen sogenannten “Rindernschen Kolken”.  Als eine Folge kleiner Seen, die nach Deichdurchbrüchen des Rheins im Mittelalter entstanden sind, ziehen sich diese Kolke wie ein Finger durch das südliche Deichhinterland von Salmorth.

Das Landschaftsbild wird von Kopfweiden und lang gezogenen Hecken geprägt. Die Grünflächen zwischen den Kolken werden von weißen Charolaisrindern und Pferden beweidet. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein betreut dieses artenreiche Gebiet und setzt sich u.a. für die Pflege der Kopfbäume und Hecken, die Entschlammung einzelner Kolke und eine Extensivierung des Grünlandes ein.

Als wir nach dreieinhalb Stunden und 14 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt am Spoykanal erreichen, hat sich die Sonne leider immer noch nicht eingestellt. Doch dafür haben wir eine sehr interessante Landschaft kennen gelernt.

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An der Wurm bei Übach-Palenberg

An der Wurm bei Übach-Palenberg
Übach-Palenberg, 5. Oktober 2019

Die Wurm als Grenzfluss: Links Deutschland, rechts die Niederlande

Heute war ich mit Doxi auf einer interessanten Wanderung im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden nördlich von Aachen unterwegs. Zwischen Landgraaf und Übach-Palenberg bildet die Wurm die Grenze zwischen den beiden Ländern.

Wir starten im Ortsteil Windhausen von Übach-Palenberg am schönen Willy-Dohmen-Park. Die großzügige und öffentlich frei zugänglichen Parkanlage ist aus der ersten Kiesgrube des Gründers der Dohmen-Gruppe (Tiefbau und Straßenbau) hervorgegangen.

Dahinter führt die markant gestaltete Klangbrücke hinüber in die Wurmtalauen. Leider ist die im Rahmen der Euregio 2008 errichtete Brücke mittlerweile geschlossen, nachdem sich Metalldiebe daran zu schaffen gemacht haben.

Entlang der Wurm geht es vorbei an Schloss Zweibrüggen, einer ehemaligen Wasserburg, die sich heute im Besitz der Stadt Übach-Palenberg befindet. In der repräsentativen zweistöckigen Eingangshalle finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt. Außerdem ist das Standesamt in einem Seitenflügel untergebracht.

Kurz darauf erreichen wir das Naherholungsgebiet der Stadt. Die großen Wasserflächen werden aus dem Übach gespeist, der dort in die Wurm mündet. Der Park liegt an der alten Römerstraße Via Belgica und beinhaltet auch die Reste eines antiken Römerbades.

Wir laufen weiter in südlicher Richtung an der sich sanft durch die Landschaft schlängelnden Wurm entlang. Links ist deutsches Staatsgebiet, rechts niederländisches. Auf deutscher Seite liegt das Wasserschloss Rimburg, eine wehrhafte Anlage, die zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert errichtet wurde. Bereits zuvor in römischer Zeit gab es dort einen befestigten Posten am Übergang der Via Belgica über die Wurm.

Angrenzend befindet sich eine kleine Brücke, die die Staatsgrenze überquert und das Schloss mit dem zugehörigen Dorf Rimburg verbindet. Dort wurde im Rahmen des Euregio-Projekts 2008 zwei markante Schildkröten-Skulpturen aus Metall aufgestellt. Sie sollen symbolisieren, wie sich die Länder langsam aufeinander zu bewegen.

Wir wechseln auf die niederländische Seite und laufen weiter durch das Wurmtal bis kurz vor Landgraaf, wo es auf die Höhen oberhalb des Flusses geht. Dann drehen wir in nördliche Richtung ab und laufen zum markanten alten Wasserturm von Rimburg.

Dahinter geht es über mehrere Kilometer durch Feldflächen oberhalb des Wurmtals zurück zu unserem Startpunkt am Willy-Dohmen-Park, den wir nach 13 Wanderkilometern und etwas mehr als drei Stunden wieder erreichen.

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An der Schleuse Hünxe

An der Schleuse Hünxe
Hünxe, 3. Oktober 2019

Das talseitige Senktor der großen Schleusenkammer ist geschlossen. Von bergwärts nähert sich ein Schiff. Es ist die Christina, die gleich talwärts in Richtung Rheinmündung geschleust wird.

Im Anschluss an unsere Wanderung bei Dinslaken fahre ich mit Doxi in nordöstlicher Richtung weiter zum Wesel-Datteln-Kanal. Der 60 km lange Kanal verbindet den Rheinstrom bei Wesel mit dem Dortmund-Ems-Kanal am Wasserstraßenkreuz Datteln. Er verläuft südlich der parallel  fließenden Lippe zumeist in deren unmittelbarer Nähe.

Der Kanal ermöglicht den Warentransport zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet über den Rhein mit den Seehäfen Rotterdam, Antwerpen und Amsterdam. Die am Kanal ansässige Großindustrie hat nahezu ihre gesamte Logistik auf diese Verbindung ausgerichtet. Nach dem Rhein ist der Wesel-Datteln-Kanal dadurch die meistbefahrene Wasserstraße Deutschlands.

Mit insgesamt sechs Kanalstufen wird je nach Rheinwasserstand ein Höhenunterschied von maximal 44 Metern überwunden. Wir parken am Kanal in der Nähe von Hünxe und laufen einige Kilometer am Kanal entlang bis zu Schleuse Hünxe, wo wir einen parallelen Schleusenvorgang in der großen und der kleinen Schleuse beobachten können.

Die Schleusengruppe hat eine Fallhöhe von 5,50 Meter. Die große Schleuse ist 222 Meter lang, 11,80 Meter breit und hat an beiden Enden Hubtore. Sie wurde 1923 erbaut. Die kleine Schleuse ist 112 Meter lang, 11,60 Meter breit und wurde 1967 eingeweiht. Sie hat am Oberwasser ein Hubsenktor und am Unterwasser ein Schiebetor mit Torbrücke. Beide Schleusen sind für einen Tiefgang der Schiffe von maximal 2,80 Metern ausgelegt.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die großen Frachtschiffe in die Schleusenkammer einfahren, sich die mächtigen Schleusentoren absenken und dann unter großem Tosen das Abfließen des Wassers aus der Schleusenkammer beginnt. Keine drei Minuten später hat sich das Wasser in der Schleuse um fast sechs Meter gesenkt und das vordere Schleusentor wird hochgezogen, damit das Schiff seine Fahrt talwärts in Richtung Rhein fortsetzen kann.

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Zwischen Rotbach, Emschermündung und Rhein

Zwischen Rotbach, Emschermündung und Rhein
Dinslaken, 3. Oktober 2019

Doxi an der Mündung der Emscher in den Rhein bei Dinslaken

Heute, am 29. Jahrestag der deutschen Einheit, war ich mit Doxi auf einer wasserreichen Wanderung in Dinslaken, im Nordwesten des Ruhrgebietes, unterwegs. Wir starten an der Bezirkssportanlage etwas abseits des historischen Ortszentrums und befinden uns sogleich am Rotbach, den wir über mehrere Kilometer bis zu seiner Mündung in den Rhein folgen.

Am westlichen Ortsrand von Dinslaken kommen wir dabei durch den Wohnungswald, einem beliebten Freizeit- und Erholungsgebiet. Am Waldrand stehen wir unmittelbar vor den riesigen Schloten des Steinkohlekraftwerks Voerde, das im März 2017 stillgelegt wurde. Direkt daneben mündet der Rotbach in den Rhein. Dem großen Strom folgen wir nun mehrere Kilometer stromabwärts in Richtung Duisburg.

Bald erreichen wir die Emschermündung, an dem sich der einstmals dreckigste Fluss Europas in den Rhein ergießt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Fluss durch industrielle Abwässer und das Grubenwasser zahlreicher Bergwerke im Ruhrgebiet extrem belastet.

Davon ist heute nichts mehr zu spüren. Auffällig ist jedoch die starke Kanalisierung, die auf die Begradigung und Tieferlegung des Flussbettes durch den Emscherverband ab dem Jahre 1900 zurückgeht. Die Flußmündung wurde in dieser Zeit zweimal verlegt: 1910 von Duisburg-Alsum nach Duisburg-Walsum und 1949 hierher nach Dinslaken.

Wir folgen dem Emscherdamm in Richtung des Zentrums von Dinslaken. Am Ortsrand verlassen wir den Fluss und steuern die Altstadt mit der ehemaligen Burg Dinslaken an. Die früher als “Kastell Dinslaken” bekannte Anlage bildet die Keimzelle der Stadt.

Auf einer Erhebung im ehemaligen Sumpfgebiet zwischen Rhein, Rotbach, Emscher und Lippe wahrscheinlich als Motte errichtet, war sie im Mittelalter eine der wichtigsten klevischen Landesburgen. Heute beherbergt sie das Rathaus der Stadt und ist vom Stadtpark umgeben.

An ihrem Fuße fließt der Rotbach vorbei, dem wir nun zurück zur Bezirkssportanlage folgen. Nach knapp drei Stunden erreichen wir wieder unseren Startpunkt, ein wenig durchgefroren, aber auch begeistert von dieser wassereichen Tour.

( MITI )

In Schwaben und am Bodensee

Blick ins obere Donautal bei Beuron

Wieder daheim nach einer zweiwöchigen Womo-Tour durch Schwaben, die Bodenseeregion und ein wenig Ostallgäu. Wir hatten wirklich unheimlich Glück mit dem Wetter: Nicht ein einziges Mal hat es geregnet. Jeden Tag gab es einen blauen Himmel und unheimlich viel Sonne bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Schöner geht es eigentlich nicht.

Mir war die Region zwischen Stuttgart im Norden und dem Bodensee im Süden bislang weitgehend unbekannt. Nun kenne ich mich ein wenig aus auf der schwäbischen Alb, im oberen Donautal und am Nordufer des Bodensees. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Streuobstwiesen und Obstplantagen gesehen.

Mehr als 260 Kilometer sind wir in den 14 Tagen gewandert, und fast immer gab es am Wegesrand einen leckeren Apfel für mich, frisch vom Baum. Und manchmal sogar Pflaumen oder Zwetschgen, wie man in Süddeutschland sagt. Herrlich war das.

In Schwaben haben wir folgende Orte besucht: Reutlingen, Eningen, Nehren, Hechingen, Gammertingen, Sigmaringen, Beuron, Tuttlingen, Ravensburg, Bad Waldsee und Bad Wurzach.

Weiter ging es am Bodensee mit den Orten: Konstanz, Insel Mainau, Insel Reichenau, Friedrichshafen, Überlingen und Lindau. Und zum Schluss haben wir noch einen Abstecher ins Allgäu gemacht und dort die Orte Memmingen, Kaufbeuren und das Kloster Irsee besucht.

Es war mal wieder ein ziemlich reichhaltiges Programm, das wir da abgespult haben. Jeden Tag zwei Mal wandern, dazwischen Ortswechsel, Reiseorganisation, bloggen und täglich eine Stunde Yoga. Aber dafür haben wir auch wieder sehr viel gesehen von einem Flecken Deutschland, den ich bis dahin nicht kannte. Und das hat sich wirklich gelohnt.

Alle Fotos und Beiträge von dieser ereignisreichen Tour gibt es hier.

 

Hier haben wir haben bei dieser Tour mit dem Wohnmobil gestanden:
OrtBezeichnungAnfahrtPreisSt
Bad Waldsee
Großer Stellplatz auf Asphalt neben der Therme. V/E vorhanden. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Preis zzgl. Kurtaxe, 2€ pro Person.
Stellplatz bei der Waldsee-ThermeUnterurbacher Weg
88339 Bad Waldsee
6 €Strom verfügbar
Beuron
Stellplatz auf Rasengittersteinen unterhalb des Klosters Beuron. V/E vorhanden. Teilweise Schatten durch Bäume. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Fahrradtouren im oberen Donautal.
Stellplatz am Kloster BeuronAbteistraße 2
88631 Beuron
5 €Strom verfügbar
Friedrichshafen
Stellplatz auf Asphalt zwischen Jugendherberge und einem Camping-Platz an einer vielbefahrenen Ausfallstraße. Nicht schön und auch nicht unbedingt leise. 200 Meter bis zum Seeufer, 1000 Meter bis zum Hafen.
Stellplatz an der JugendherbergeLindauer Straße 2
88046 Friedrichshafen
13,2 €Strom verfügbar
Gammertingen
Kostenloser Stellplatz 1km außerhalb des Ortes im Tal der Flaucher an einem kleinen Park und Naherholungsgebiet. Hunde sind in diesem Park unerwünscht, werden auf dem Stellplatz vor dem Park aber toleriert. Relativ laute und viel befahrene Straße im Hintergrund.
Stellplatz an der LauchertReutlinger Straße
72501 Gammertingen
0€Strom verfügbar
Kaufbeuren
Netter kleiner Stellplatz auf Schotter direkt an der Wertach und am Kletterpark des DAV. V/E vorhanden. Fünfzehn Fußminuten zur Innenstadt.
Stellplatz am KletterzentrumBuronstraße 99
87600 Kaufbeuren
0€Strom verfügbar
Konstanz
Eigentlich kein Stellplatz, sondern einfach ein etwas breiterer Parkstreifen für maximal 6 Wohnmobile an einer ansteigenden Straße ohne jegliche Infrastruktur. Dafür direkt an der wunderschönen Bodensee Therme und nur wenige Schritte vom Uferweg entfernt.
Stellplatz an der Bodensee Therme KonstanzZur Torkel 8
78464 Konstanz
6 €
Memmingen
Kleiner Stellplatz auf Asphalt am ehemaligen Gelände der Landesgartenschau. Nur wenige Gehminuten bis zur historisdhen Innenstadt. V/E vorhanden.
Stellplatz am LGS-GeländeColmarer Straße
87700 Memmingen
7 €Strom verfügbar
Nehren
Schöner kleiner, naturnaher und kostenloser Stellplatz in der Nähe der B27. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Felder, Streuobstwiesen und Wälder rund um Nehren.
Wohnmobilstellplatz in den Steinlach-AuenSteinlach 1
72147 Nehren
0€Strom verfügbar
Ravensburg
Stellplatz auf Schotter und Asphalt am Rande der Innenstadt neben einer im Berufsverkehr vielbefahrenen Einfallsstraße. V/E vorhanden. Nur 1.100 Meter zur historischen Altstadt von Ravensburg.
Stellplatz MühlbruckstraßeMühlbruckstraße 12
88212 Ravensburg
8,5 €Strom verfügbar
Reichenau / Niederzell
Hübscher kleiner Stellplatz auf Asphalt neben einem großen Campingplatz. Nur wenige hundert Meter vom See entfernt. V/E vorhanden.
Stellplatz ReichenauZum Sandseele
78479 Reichenau
12 €Strom verfügbar
Reutlingen
Stellplatz für 10 Mobile auf Schotter am Ortsrand. V/E vorhanden. Zufahrt durch Schranke gesichert. 2,5 km bis zur Innenstadt.,
Wohnmobilstellplatz am Freibad MarkwasenHermann-Hesse-Straße
72764 Reutlingen
8 €Strom verfügbar
Sigmaringen
Stellplatz auf Schotter zwischen der Stadthalle und einem Campingplatz. Nur wenige Gehminuten ins Zentrum, zum Schloss und zur Donau. Entsorgungsmöglichkeit vorhanden.
Stellplatz an der StadthalleGeorg-Zimmerer-Straße 6
72488 Sigmaringen
8 €Strom verfügbar
Tuttlingen
Schöner kostenloser Stellplatz direkt an der Donau und am Donaupark. Nur wenige Schritte zur Innenstadt.
Stellplatz am Festplatz DonauspitzStuttgarter Straße
78532 Tuttlingen
0€

( MITI )

Eselwanderung mit Sokrates

Eselwanderung mit Sokrates
Goch, 6. September 2019

Sokrates bei einer kleinen Futterpause im Wald

Heute habe ich den Eselbauern Frank Noppert in der Nähe von Goch besucht, um mit Doxi und dem Esel Sokrates zwei Stunden entlang der Niers und durch den Reichswald zu wandern.

Sokrates ist ein ganz lieber und folgsamer Esel, der sich sehr gut führen lässt. Von Zeit zu Zeit braucht er eine klare Ansage, aber dann läuft er schön brav mit, wenn auch in seinem gemächlichen Esel-Tempo.

Sokrates war sehr an Doxi interessant, was meiner Hundedame zunächst aber nicht so ganz geheuer war.

Außerdem musste sie bei der Wanderung aufpassen, nicht hinter Sokrates zu geraten, weil der Esel dann gerne mit den Hinterläufen austritt. Allerdings nicht ohne vorher zu warnen, und so hat Doxi diese Spielregel schnell verstanden.

Es war meine erste Eselwanderung, und sie hat mir richtig gut gefallen. Ich wollte das immer schon einmal machen. Gut, dass ich an diesem Thema dran gelieben bin.

Am liebsten würde ich ja auch so einen süßen Sokrates halten, aber man kann bekanntlich nicht alles im Leben haben. Ist auch nicht schlimm. www.dereselbauer.de

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Brombeerwochenende in der Nordeifel

Klein, süß und deutlich später reif, als bei uns im Rheinland: Die wilden Brombeeren in der Eifel.

Nach längerer Wander- und Womopause wegen eines Miniskusschadens bin ich an diesem Wochenende zum ersten Mal wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Es geht nach Gemünd in den Nationalpark Eifel, wo ich zuletzt im April des vergangenen Jahres Station gemacht habe.

Das Wetter an diesem Wochenende zwischen Spätsommer und Frühherbst präsentiert sich noch einmal von seiner schönsten Seite, und so ist der beliebte Womo-Stellplatz am Kurpark ab dem Freitagabend komplett gefüllt. Wir sind jedoch früh genug vor Ort, um noch einen der begehrten Schattenplätze mit direktem Blick in den Park zu ergattern.

Das Wandern mit meinem frisch operierten Knie erweist sich als weniger problematisch, als angenommen. Ich laufe etwas langsamer als sonst und gehe insbesondere die Abstiege sehr vorsichtig an. Außerdem lege ich unterwegs immer wieder Pausen ein, um am Wegesrand Brombeeren zu naschen.

Denn während die wilden Brombeeren bei uns zuhause auf Rheinniveau bereits überreif und verfault sind, läuft der Reifeprozess hier in den Hochlagen der Eifel noch. Die reifen Beeren sind zwar auffallend klein, aber äußerst süß und schmackhaft.

Auf manchen Strecken stoßen wir alle paar hundert Meter auf ausgedehnte Brombeersträuchern. Sogar Doxi hat Geschmack an den süßen Beeren gefunden. Einmal will sie selbst an einem Strauch ernten, schreckt aber sehr schnell vor den spitzen Dornen zurück. Und so versorge ich sie regelmäßig mit Brombeeren, auf denen sie genüsslich herumkaut. Herrlich ist das.

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Doxi ist wieder heiß

Doxi ist wieder heiß
Büttgen, 8. August 2019

Upps, was ist das denn?

Wir warten schon eine ganze Weile darauf, nun ist Doxi wieder heiß. Hat sich ganz schön Zeit gelassen, die Gute. Aber man konnte schon merken, wie sich die Hitze langsam aufbaut: Das vermehrte Schnuppern an Hauswänden und anderen Stellen, wo Rüden gerne ihr Urin hinterlassen. Und das Gequietsche, wenn wir bei einigen Rüden am Gartenzaun vorbeikamen. Jetzt müssen wir 14 Tage gut aufpassen, bis sich die Hysterie wieder gelegt hat.

  1. Hitze: 15. Juni 2014
  2. Hitze: 16. Februar 2015 (246 Tage Abstand)
  3. Hitze: 30. Dezember 2015 (317 Tage Abstand)
  4. Hitze: 28. September 2016 (273 Tage Abstand)
  5. Hitze: 08. August 2017 (314 Tage Abstand)
  6. Hitze: 17. März 2018 (221 Tage Abstand)
  7. Hitze: 6. Dezember 2018 (264 Tage Abstand)
  8. Hitze: 8. August 2019 (245 Tage Abstand)
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In den Maasdünen bei Arcen

In den Maasdünen bei Arcen
Arcen, 6. August 2019

Seefläche in den Massdünen. Die Heide beginnt bereits zu blühen.

Mit meiner Wanderfreundin Gabi bin ich heute eine ganz schöne Runde durch den Nationalpark Maasduinen bei Arcen gelaufen. Die 16 km lange Tour wird mir vermutlich noch eine Weile in Erinnerung bleiben, weil ich dabei nicht nur meine geliebte Sonnenbrille verloren, sondern mir auf halber Strecke auch noch das linke Knie verletzt habe.

Und dann hat sich Doxi am Ufer der Maas, in einem von Ur-Rindern beweideteten Abschnitt (Barbara’s Weerd), auch noch mehr als 120 Minikletten eingefangen, die wir ihr mühsam aus dem langen Fell puhlen mussten. Also, eine ganz schön aufregende Wanderung! Aber dafür haben wir uns im gut besuchten Ortskern von Arcen auch ein leckeres Eis gegönnt.

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Im oberen Felderbachtal

Im oberen Felderbachtal
Elfringhauser Schweiz, 4. August 2019

Wiesen, Hügel, Wälder: Malerisch ist es in der Elfringhauser Schweiz

Nach der intensiven Hitze der letzten zwei Wochen war ich heute zum ersten Mal wieder mit Doxi wandern. Fast zwei Jahre ist es her, dass wir zuletzt in der schönen Elfringhauser Schweiz im Städtedreieck zwischen Velbert, Wuppertal und Hattingen unterwegs waren. Heute sind wir durch das obere Felderbachtal gewandert.

Bei unserem Start am frühen Morgen waren wir noch die Ersten auf dem Wanderparkplatz. Als wir am Mittag zurückkehrten, war der Platz komplett gefüllt. Anscheinend haben nicht nur wir darauf gewandert, endlich wieder wandern zu können.

( MITI )