Drei-Seen-Runde Dussi

Drei-Seen-Runde Dussi
Düsseldorf-Unterbach, 25. November 2020

Blick vom Aussichtsturm auf den Elbsee

Im Südosten von Düsseldorf an der Stadtgrenze zu Erkrath und Hilden liegen mit dem Unterbacher See und dem Elbsee zwei wichtige Naherholungsgebiete für den Großraum Düsseldorf. Dort war ich heute mit Heike und Doxi auf einer 12 km langen Wanderung unterwegs, die uns fast ausschließlich am Wasser entlang führte.

Wir starten am Unterbacher See, ein durch Auskiesung entstandener Baggersee, der ausschließlich aus Grundwasser gespeist wird. Am See gibt es zwei Freibäder, Campingplätze, Gastronomie und einen Hochseilgarten.

Am Südwestlichen Seerand unterqueren wir die Autobahn A46, die den Unterbacher See vom etwa gleich großen Elbsee trennt.

Auch dieser See ist durch Auskiesung entstanden und dient heute vor allem dem Wassersport. Große Teile des Seeufers sind offiziell nicht zugänglich und ermöglichen damit eine artenreiche Flora und Fauna.

Angrenzend an den See befinden sich weitere Wasserflächen, darunter der Dreiecksweiher und der Menzelsee. Im Winter sind die Seen ein bedeutender Lebensraum für durchziehende, rastende und überwinternde Vogelarten. Mehr als 70 davon, darunter seltene und gefährdete Arten, wurden beobachtet.

Wir umrunden den Elbsee, bis wir wieder zur Autobahn gelangen, und laufen dann am Rande des Autobahnzubringes unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm wieder hinüber zum Unterbacher See. Obwohl man die Autobahn am südlichen Seeufer immer deutlich vernimmt, ist hier zu jeder Jahreszeit eine Menge los. Denn so viele vergleichbare Naherholungsgebiete gibt es im Osten von Düsseldorf einfach nicht …

( MITI )

Wanderziel 2020 erreicht

Wanderziel 2020 erreicht
Kapellen, 24. November 2020

“Kaiserstuhl” auf der Museumsinsel Hombroich an der Erft zwischen Holzheim und Kapellen

Hurra: Mit meiner heutigen 22 km-Wanderung zur Insel Hombroich an der Erft habe ich die 2.000 Kilometer-Marke auch in diesem Jahr wieder überschritten. Und das, obwohl es im Sommer gar nicht so aussah, dass ich dieses Ziel heuer erreichen könnte.

Denn in den ersten acht Monaten des Jahres waren gerade einmal 1.300 km zusammen gekommen. Einfach weil wir Corona-bedingt so wenig mit dem Wohnmobil unterwegs waren.

Doch als klar wurde, dass sich die Pandemie-Situation in diesem Jahr nicht mehr entscheidend ändern würde, habe ich mir ein Herz gefasst und bin regelmäßig von zu Hause aus losgelaufen. Im September, Oktober und November habe ich dadurch rund 700 Kilometer zurück gelegt. Und das Jahr ist ja noch nicht vorüber.

Weil kulturell und mit Freunden in der aktuellen Situtation gerade nicht viel geht, verspüre ich einen besonderen Drang, draußen in der Natur unterwegs zu sein. Vor allem, wenn die Sonne scheint, so wie in diesem goldenen November.

Und vielleicht bringt uns ja auch Dezember noch einige schöne Tage. Dann werden die Wanderschuhe wieder hervor geholt. Mal sehen …

( MITI )

Wieder in der Teverener Heide

Wieder in der Teverener Heide
Teveren, 23. November 2020

Sonnenaufgang über den verwelkenden Farnen im Wald am Rande der Heide

Wunderbare Herbststimmung heute in der Teverener Heide im Süden des Kreises Heinsberg. Vor drei Jahren war ich zum letzten Mal hier.

Heute laufe ich mit Heike und Doxi die zehn Kilometer lange “Gelbe Route”, die einmal rund um das Naturschutzgebeit an der deutsch-niederländischen Grenze führt.

Gemeinsam mit den nahegelegenen Naturschutzgebieten Rodebach und der Brunssumer Heide bildet die Teverener Heide den “Heidenaturpark”.

Auf deutscher Seite grenzen die Städte Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Gangelt an das Gebiet. Auf niederländischer Seite liegt die Stadt Brunssum.

Neben den von Kiefern und Birken durchsetzten Heidflächen tragen zahlreiche kleinen Seen zu einem abwechslungsreichen Landschaftsbild bei.

Die Wasserflächen sind größtenteils durch den Abbau von Kies, Sand und Ton im 20. Jahrhundert entstanden.

Am nördlichen Rand der Teverener Heide befindet sich die NATO-Airbase Geilenkirchen, der Heimatflugplatz des NATO-E-3A-Verbandes mit dem Frühwarnsystem AWACS.

Die AWACS-Flugzeuge mit ihrem charakteristischen Radarpilz (“Radom”) auf dem Rücken hört man bereits aus großer Entfernung. Mehrfach heben die riesigen Maschinen während unserer Wanderung laut dröhnend vom Flugplatz ab. Ein krasser Kontrast zur Stille der naturbelassenen Heidelandschaft.

( MITI )

Durch den Elmpter Schwalmbruch

Durch den Elmpter Schwalmbruch
Brüggen, 18. November 2020

Wasserfläche im Elmpter Schwalmbruch

Mit Heike und Doxi war ich heute im wunderschönen Naturschutzgebiet “Elmpter Schwalmbruch” an der Deutsch-Niederländischen Grenze zwischen Brüggen und Swalmen unterwegs.

Die Schwalm durchzieht das von Heide- und Waldflächen geprägte Gebiet und speist dabei zahlreiche Teiche und Tümpel.

Auf deutscher Seite ist der kleine, 45 km lange Fluß seit den 1930er Jahren begradigt, auf niederländischer Seite mäandert er ungestört in zahlreichen Schleifen durch die Landschaft. Dabei strömt er, von Deutschland kommend, der Maas entgegen.

Die Gegend wird von mehreren grenzüberschreitenden Wanderwegen erschlossen, darunter der beliebte “Premium Wanderweg 1 – Schwalmbruch”. Diesem sind wir auf einer Länge von 14 km gefolgt, und das bei herrlichem goldenen Novemberwetter.

Exakt vor einem Jahr war ich zum letzten Mal hier. Damals waren die Bäume noch etwas mehr belaubt als jetzt. Dafür war das Wetter damals nicht ganz so perfekt.  Ja, irgendwas ist immer, aber zu Meckern gab es heute wirklich nichts. Einfach ein perfekter Tag 🙂

( MITI )

Die Türen von Neuss

Die Türen von Neuss
Neuss, 15. November 2020

Halländisch wirkendes Portal am Stadtpark

In so vielen deutschen Städten habe ich schon Ausschau nach schönen und historischen Haustüren und Portalen gehalten – aber noch nicht in der Stadt vor meiner Haustür, in Neuss.

Das habe ich heute nachgeholt, bei einer sonntäglichen Fahrradttour durch die noch schlafende Quirinusstadt am Rhein. Dabei bin ich auf eine überraschende Vielfalt verschiedener Stile gestoßen.

Und wo ich schon einmal unterwegs war, konnte ich es nicht lassen, und habe auch gleich einige schöne Streetart-Motive fotografiert. Hier also meine Ausbeute einer dreistündigen Tour durch Neuss:

( MITI )

Doxi macht in Kunst

Doxi macht in Kunst
Hombroich, 10. November 2020

Doxi vor dem Eingang der Langen Foundation

Mit Doxi habe ich heute die Raketenstaion Hombroich auf den Kapellener Höhen zwischen Neuss-Holzheim und Kapellen besucht. Dort, vor den Toren von Düsseldorf, befindet sich das international anerkannte Museum “Langen Foundation”, das derzeit wg. des Corona-Lockdowns geschlossen ist.

Aber das große Freigelände der Raketenstation mit seinen Ateliers und Künstlerhäusern ist zugänglich.

Es ist Teil des visionären Projektes des Sammlers Karl-Heinrich Müller (1936 – 2007), auf einem „vernachlässigten Fleckchen Erde“ in Nordrhein-Westfalen Kunst und Natur zu einer einmaligen Synthese zusammenzubringen.

Jahrzehntelang diente das auf keiner Landkarte verzeichnete Gelände in den Erftauen bei Neuss der NATO zu Abwehrzwecken und zur Lagerung von Spreng-Köpfen für Cruise Missiles und Pershing-Raketen.

1992/93 wurde die Einrichtung im Zuge der Abrüstungsabkommen zwischen den NATO-Staaten und der ehemaligen UdSSR stillgelegt.

1994 erwarb Karl-Heinrich Müller die 13 Hektar große Fläche und entwickelte gemeinsam mit Erwin Heerich, Oliver Kruse und Katsuhito Nishikawa ein einmaliges Kultur- und Kunstraumprojekt.

1994 besuchte der Star-Architekt Tadao Ando die Raketenstation und sah diese in ihrem Urzustand. Begeistert von Müllers Plänen entwickelte Ando ein Architekturmodell, das 1996 auf der Biennale in Venedig vorgestellt und bis heute in wesentlichen Teilen umgesetzt wurde.

Die Architektur ist ein Meisterwerk aus Glas, Beton und Stahl, in dem die Besucher ein faszinierendes Spiel von Innen und Außen, Kunst und Natur, Licht und Schatten erleben. Ein wirklich einzigartiger Ort, der sich bei unserem Besuch heute durch die kräftige Herbstsonne in all seiner Strahlkraft präsentieren konnte.

( MITI )