Von Simmerath ins Tiefenbachtal

Von Simmerath ins Tiefenbachtal
Simmerath, 15. Januar 2022

Vereiste Landschaft im Tiefenbachtal

Noch einmal Sonne in der Nordeifel. Heute wandern Heike und ich auf einer 11 km langen Tour von Simmerath zunächst durch eine noch halb schneebedeckte Landschaft in den Nachbarort Huppenbroich. Dahinter steigen wir in das Brombachtal hinab, wo der Brombach auf das Rurtal trifft und in die noch junge Rur mündet.

Am Talgrund wechseln wir ins malerische Tiefenbachtal und folgen nun dem lieblich rauschenden Tiefenbach durch den eisigen Talgrund stromaufwärts wieder zurück hinauf nach Simmerath.

Die Tour ist ein krasses Wechselspiel der Farben: Auf der Nordseite der Täler liegt noch Schnee. Reif kleidet die Pflanzen und Sträucher in ein weißes Gewand. Die Wege sind stellenweise rutschig und vereist.

Auf der Südseite taucht die Sonne die Landschaft hingegen in ein rotwarmes Licht. Von Schnee und Eis keine Spur. Fast möchte man meinen, der Frühling stünde vor der Tür.

Wir lassen uns viel Zeit und genießen die Sonne auf unseren Gesichtern. Für uns ist es der erste Schnee in diesem Jahr, und auch Doxi hat wie immer unheimlich viel Spaß, sich auf dem weißen Untergrund abzurollen. So macht das Winterwandern richtig Freude.

( MITI )

Einmal um die Gileppe-Talsperre

Einmal um die Gileppe-Talsperre
Ostbelgien, 14. Januar 2022

Der Belgische Löwe auf dem Dammkrone der Staumauer, dahinter der Aussichtsturm

Während der Niederrhein im Nebelgrau versinkt, strahlt über der Nordeifel die Sonne. Deshalb bin ich mit Doxi zur Gileppe-Talsperre bei Eupen gefahren. Hier, im äußersten Osten von Belgien, rund 25 km hinter Aachen, zeigt sich der Winter gerade von seiner besten Seite.

Auf bequemen Wegen umrunden wir auf einer Strecke von 14 km die Talsperre, die 1878 eingeweiht wurde. Seinerzeit war sie dazu gedacht, die bedeutende Textilindustrie im Tal der Weser zuverflässig mit Brauchwasser zu versorgen.

Die ursprüngliche Staumauer war Europas älteste Beton-Staumauer. Ende der 1960er Jahre wurde sie noch einmal um 15 m erhöht, um die Kapazität der Talsperre zu steigern. Heute versorgt der See die Region zwischen Eupen und Verviers mit Trinkwasser.

Das Wahrzeichen der Talsperre ist ein 13 m hoher Sandsteinlöwe auf der Dammkrone, der in Richtung Eupen zur ehemaligen preußischen Grenze (bis 1918) blickt. Daneben überragt ein 77 m hoher Aussichtsturm mit Panorama-Restaurant die Landschaft.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt genieße ich es, unter einem strahlendblauen Himmel unterwegs zu sein. Auf den Uferwegen begegnen uns nur wenige Wanderer und bei kurzen Abstechern in die angrenzenden Waldflächen sind wir ganz allein auf weiter Flur unterwegs. Ach, hätten wir doch auch bis uns zuhause mal wieder so schöne Sonne …

( MITI )

Riesen-Sauerei, sowas

Riesen-Sauerei, sowas
Rhein-Kreis Neuss, 10. Januar 2022

Altreifenentsorgung auf die günstige Art – ein echtes Unding

Endlich mal wieder Sonne im Rhein-Kreis-Neuss. Das nutze ich für eine 15 km Wanderung mit Doxi. Herrlich ist das, nach so vielen Wochen des Dauer-Graus.

Wenige Kilometer von zu Hause entfernt, zwischen der Skihalle Neuss und dem Museum Langen Foundation, stoße ich auf eine Riesen-Sauerei: Hier hat jemand drei Dutzend Alt-Reifen auf einem wenig genutzten Feldweg einfach so in die Natur gekippt. Echte Arsch****!

Leider ist dies nicht das erste Mal, dass mir so etwas begegnet. Bauschutt, Autobatterien, Hausmüll und die unsäglichen Mc-D-Verpackungen – alles schon da gewesen. Und es kommt immer wieder. Teilweise sogar an der gleichen Stelle. Wie dreist die Leute manchmal sind.

Tatsächlich habe ich den Eindruck, es wird in den letzten Jahren immer mehr Müll illegal entsorgt. Deshalb werde ich solche Entdeckungen von nun an dokumentieren. Ich bin gespannt, was dabei im Laufe der Zeit zusammen kommt …

( MITI )

Rückblick 2021

Rückblick 2021
Büttgen, 30. Dezember 2021

Corona und kein Ende

Noch ein Corona-Jahr mit vielen Einschränkungen geht zu Ende, das zweite schon. Irgendwie hatte man ja gedacht, wenn erst einmal die Impfstoffe verfügbar sind, geht der Spuk bald vorüber. Aber weit gefehlt.

Rückblick 2021

Die Masken werden uns wohl noch erhalten bleiben

Ein Teil der Bevölkerung will sich nicht impfen lassen und neue aggressive Varianten (Omikron) stehen bereits vor der Tür. Zudem verstärkt Corona die kulturelle und politische Kluft in unserer Gesellschaft. Echt ätzend!

Für mich war es trotz der Pandemie ein schönes Jahr, obwohl ich so wenig mit dem Wohnmobil unterwegs war, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Aber es sind doch fünf wunderbare Womo-Touren zusammen gekommen, die ich teils mit Heike, teils alleine mit Doxi unternommen habe. Trotz Corona.

Tief im Westen – hier waren wir 2021 unterwegs

3.000 Wanderkilometer habe ich in 2021 hinter mir gelassen, 260 Mal Yoga praktiziert und auch sonst eine Menge Projekte umgesetzt. Knapp 300 Blog-Beiträge sind dabei entstanden. Einfach das Beste aus der Situation machen, lautete das Motto.

Zweimal habe ich gefastet, drei Mal wurde ich geimpft, und an der frischen Luft war ich auch ganz viel. Doch ob das alles ausreicht, um kommenden Corona-Varianten zu begegnen, wird sich erst noch zeigen.

Rückblick 2021

Bellis vom Niederrhein 2007-2021

Erneut sind in diesem Jahr Hunde aus unserer Zucht verstorben. Darunter leider auch die feine Bellis, Mutter unseres C- und D-Wurfes und Claudias ganzer Schatz für mehr als 14 Jahre. Wenige Monate vor ihrem Tod hatten wir sie noch einmal für einige Wochen bei uns, und das war sehr schön.

Auch unsere geliebte Doxi, Tochter von Bellis, hatte heuer in ihrem achten Lebensjahr ihre erste ernste Gesundheitskrise.

Ein Tumor am Gesäuge musste operativ entfernt werden. Glücklicherweise hatte der Krebs noch nicht gestreut und noch wir dürfen hoffen, dass sie ein normales Hundealter erreicht. Auf jeden Fall sind zunächst einmal keine Beeinträchtigungen zurück geblieben.

Und dann haben wir im Herbst auch noch eine neue Regierung bekommen, die erste Ampel, wie fein. Nach 16 Jahren unter Angela Merkel. Demokratie braucht den Wechsel –  ich hoffe, dass damit auch ein ökologischer Aufbruch verbunden sein wird. 

Zum Jahresabschluss geht von dieser Stelle ein Gruß an die Welt und ein dicker Schmatz an meinen geliebten Schatz Heike. Und an die Doxi und an meine Mom natürlich auch, die im kommenden Jahr ihren achtzigsten Geburtstag feiert.

Und hier meine Bilder des Jahres 2021

( MITI )

Adventszeit ist Fastenzeit

Fast jeder kennt die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Osterfreitag. Doch der Advent als Fastenzeit ist hierzulande ein wenig in Vergessenheit geraten.

Dabei wurde über viele Jahrhunderte in den verschiedensten Regionen Europas regelmäßig in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest gefastet. Und in den Ostkirchen ist dies noch heute üblich.

Auch ich habe in diesem Jahr von Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten gefastet. 19 Tage habe ich nichts gegessen und nur Tee, Wasser und Gemüsebrühe zu mir genommen.

Es war mein zweites Fasten in diesem Jahr, doch irgendwie war es diesmal viel schwerer, als die vielen Male zuvor, zumindest in die ersten acht bis zehn Tagen. Vielleicht, weil ich mich in diesem Herbst doch ganz schön mit Lebkuchen und Schokolade vollgestopft hatte. Da braucht es eine Weile, bis sich der Körper wieder von all dem Ballast befreit hat.

Aber in der zweiten Hälfte war das Fasten dann wieder ganz leicht, obwohl ich täglich gewandert bin und Yoga praktiziert habe und auch sonst sehr aktiv war. Das finde ich so schön am Fasten, dass es viele Energien freisetzt. Und man bekommt wieder ein anderes Verhältnis zum Essen.

Nach meiner Erfahrung wird es jetzt wieder eine Weile dauern, bis ich erneut ungehemmt zu Süßem greife. Außerdem habe ich ganz viel Lust auf gesunde Ernährung. Mal sehen, wie lange das anhält. Am liebsten bis zum nächsten Fasten 🙂

Fastenbrechen nach 19 Tagen mit Möhre, Apfel und einem leckeren Vollkornbrot

( MITI )

Wanderziel 2021 erreicht

Verdiente Pause – für dieses Jahr ist jetzt erst einmal genug mit Wandern

Mit einer Zehn-Kilometer-Wanderung habe ich heute die 3.000 Wanderkilometer in diesem Jahr voll gemacht.

Ich bin selbst ein wenig überrascht, aber dies entspricht tatsächlich mehr als drei Mal dee Strecke von Flensburg nach Oberstdorf quer durch die gesamte Republik.

So viel bin ich in einem Jahr noch nie gewandert, und diese neue Bestmarke ist ganz sicher auch der Corona-Krise geschuldet. Viele Heimatrunden waren dabei, aber auch zahllose Strecken auf den vier Womo-Wander-Touren, die wir in diesem Jahr unternommen haben.

Rund vierzig Gedichte habe ich unterwegs auswendig gelernt und viel schöne Landschaften an mir vorüber ziehen lassen. Nicht jede Strecke war neu für mich, aber doch ganz viele. Doxi ist fast immer fein mitgelaufen und auch sie freut sich, neue Gegenden mit bislang fremden Hundegerüchen kennen zu lernen.

Auch wenn es im nächsten Jahr nicht erneut so viele Kilometer werden müssen – ich freue mich schon jetzt auf neue Strecken, neue Landschaften und neue Eindrücke. Das Wanderjahr 2022 kann kommen.

Hier meine schönsten Wanderungen des Jahres im Überblick …

( MITI )