Abendtour durch Verviers

Abendtour durch Verviers
Verviers, 1. Juli 2022

Die königliche Gesellschaft für Harmonie

Nach meiner Wanderung rund im Limbourg fahre ich weiter in das zehn Kilometer entfernte Verviers.

Die Stadt im Tal der belgischen Weser (frz. Vesdre) war im 19. und frühen 20. Jahrhundert weltweit bekannt als Zentrum des Wollhandels und der Textilindustrie.

Danach setzte ein spürbarer wirtschaftlicher Niedergang ein, der auch im Stadtbild nicht ohne Folgen blieb.

In den letzten Jahren wurde die wallonische Metropole häufig im Zusammenhang mit ihrer bedeutenden Islamisten-Szene genannt, aus der mehrere Terroristen hervor gingen.

Auch abseits der Probelemviertel wird bei meinem Stadtbummel schnell deutlich: Dies ist eine multikulturelle Stadt, in der viele Menschen mit arabischem und afrikanischem Hintergrund leben.

Im historischen Zentrum stehen viele Geschäfte leer, Häuser verfallen. Daneben gibt es sehenswerte Straßenzüge, in denen sich pittoreske Häuse aus der Epoche des Historismus aneinander reihen. Ein weitgespannter Mix, den ich so noch nirgendwo gesehen habe.

( MITI )

Limbourg an der Weser

Häuser am Alten Markt von Limbourg

Auf einer sehr schönen und abwechslungsreichen 12 km-Wanderung war ich heute in den nördlichen Ardennen rund um Limbourg an der belgischen Weser (frz. Vesdre) unterwegs.

Die kleine Stadt liegt rund 30 km von Aachen entfernt und war im Mittelalter die Keimzelle des historischen Herzogtums Limburg. Auch wenn das Herzogtum längst Geschichte ist, hat sich sein Name in der niederländischen und belgischen Provinz Limburg erhalten.

Besonders sehenswerst ist die historische Siedlung auf dem ehemaligen Festungsberg mit der Kirche Saint Georges und dem weitläufigen Marktplatz.

Dort reihen sich die Häuser in der typischen ostbelgischen Massivsteinbauweise aneinander. Hübsch sieht das aus. Kein Wunder, dass der Ort insbesondere an Wochenenden ein Besuchermagnet ist.

Seit dem Jahr 1020 stand oben auf dem Berg die Burg der Grafen und späteren Herzöge von Limburg, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer großen Festung ausgebaut wurde. Burg und Festung wurden jedoch im Jahre 1781 nach zahlreichen Kriegen und Wirrungen der Geschichte geschleift. Heute ist davon nichts mehr zu sehen.

Die Wanderung führt mich vom historischen Zentrum durch das hügelige, mit Weiden und Wäldern bewachsene Land nach Halloux, Hevremont, Goe und wieder zurück nach Limbourg. Immer wieder ist in der Ferne der Kirchturm von Saint Georges zu sehen, den ich nach rund drei Stunden wieder erreiche.

( MITI )

Paddeln auf dem Rursee

Paddeln auf dem Rursee
Rurberg, 22. Juni 2022

Eingebettet in den tiefgrünen Kermeter: Der 8 km² große Rurses

Heute bin ich in die Nordeifel gefahren, um auf dem Rursee zu paddeln, der die Rur auf einer Länge von rund 10 km zwischen Rurberg und Schwammenauel aufstaut.

Der See ist ein beliebtes Wassersportrevier und nach dem Bleilochstausee in Thüringen der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands. Er befindet sich westlich des Kermeters, einem ausgedehnten Waldgebiet im Herzen des Nationalparks Eifel.

Fast viereinhalb Stunden war ich bei herrlichem Sommerwetter auf dem See unterwegs, um von Rurberg zur Staumauer bei Schwammenauel und zürück zu paddeln.

Immer wieder zogen an mir die beiden Ausflugsdampfer „Aachen“ und „Stella Maris“ vorbei, die in der Touristensaison auf dem See verkehren.

Dann gab es ein klein wenig Wellen (sehr willkommen), auf dem ansonsten ruhigen See. Dazwischen viele Segelboote, Angelboote und Paddler, so wie ich.

Als mir auf dem Rückweg nach Rurberg die Arme schwer wurden, habe ich für einen kurzen Moment damit geliebäugelt, mich mitsamt meinem Faltboot von einem der beiden Schiffe mitnehmen zu lassen. Aber das gilt natürlich nicht 🙂 Also habe ich durchgehalten.

( MITI )

Paddeln auf dem Unterbacher

Paddeln auf dem Unterbacher
Düsseldorf, 19. Juni 2022

Hier hat jemand das gemietete Tretboot am Ufer zurück gelassen – einen Wasser-Ferrari

Erneut sitze ich im Faltboot und bin auf einem der beliebten Bade- und Wassersportreviere im Rheinland unterwegs – heute auf dem Unterbacher See im Süden von Düsseldorf an der Stadtgrenze zu Hilden.

Der 84 ha große See ist zwischen 1926 und 1973 durch die Ausbaggerung von Sand und Kies entstanden. Er wird ausschließlich durch Grundwasser gespeist.

Seit den 1950er Jahren wird der See als Naherholungsgebiet genutzt. Heute gibt es dort zwei Strandbäder, zwei Campingplätze, eine Marina, Bootsverleih, Gastronomie, Surfschule und Kletterpark.

Eigentlich wollte ich schon gestern auf den See, doch bei Temperaturen von fast 35 Grad war auf und rund um den See die Hölle los.

Am Morgen danach liegt der See bei nur noch 25 Grad ruhig und beinahe menschenleer da. Ich genieße es, zwei Stunden auf dem See zu paddeln.

Rund um den See leben viele Wasservögel, die sich von der reichlich sprießenden Unterwasservegetation ernähren. Dort wächst so viel, dass ein spezielles Ernteschiff, die Seekuh („SeeQ 2.0“), im Sommer regelmäßig damit beschäftigt ist, die obersten Schichten der Vegetation abzuweiden.

( MITI )

Paddeln auf dem Töpper

Paddeln auf dem Töpper
Duisburg, 16.06.2022

Weißer Schwan beim Gründeln vor dem kleinen Strandbad

Vergangene Woche habe ich bei meiner Stadtwanderung in Duisburg den Töppersee zwischen den Stadtteilen Bergheim und Rheinhausen umrundet.

Heute bin ich paddelnd auf dem See unterwegs – mit meinem Faltboot und bei herrlichem Sommerwetter.

Und mit mir jede Menge kleine Ausflugsboote, die man hier stundenweise mieten kann, Standup-Paddler auf ihren Boards und sogar einige Segelschiffe, die mit aufgeblasenen Segeln pfeilschnell an mir vorüberziehen.

Der See ist nur 30 km von meinem Zuhause entfernt, und die Parkplätze liegen praktischerweise ganz in der Nähe des Seezugangs.

Da muss man das schwere Faltboot samt Zubehör nicht so weit schleppen. Wunderbar ist das. Hier komme ich bestimmt mit meinem Schatz im Laufe des Sommers wieder hin.

( MITI )

Parkrunde Duisburg

Parkrunde Duisburg
Duisburg, 12. Juni 2022

Am neuen Rheinpark Duisburg: Industrie trifft Naherholung

Ich liebe es, tief in der Natur unterwegs zu sein, wo man kaum jemanden trifft. Aber ich liebe auch Stadtwanderungen – gerne Sonntagmorgens, wenn die Straßen noch leer und leise sind. Dann kann man sich die Häuser, Gärten und Plätze ganz in Ruhe anschauen.

Auf einer solchen Tour war ich heute in Duisburg unterwegs. Die 18 km lange Wanderung versucht, möglichst viele Parkanlagen links und rechts des Rheins zu verbinden.

Ausnahmesweise einmal bin ich ohne meine geliebte Doxi unterwegs. Ich starte in Rheinhausen und laufe durch die Grünanlagen zwischen den Häuserreihen zur alten Eisenbahnbrücke über den Rhein.

Am gegenüberliegenden Ufer erwartet mich der neue gestaltete Rheinpark, der sich bis zur Rheinhausener Rheinbrücke zieht.

Auf dieser „Brücke der Solidarität“ kommen mir viele Läufer entgegen, die hier den Kilometer 26 ihres heutigen Duisburg-Marathons hinter sich bringen.

Dahinter geht es auf dem Rheindeich bis zur renaturierten Halde Rockelsberg. Von deren Spitze hat man einen schönen Blick über den Rhein und die Industrieanlagen bis in die Innenstadt von Duisburg.

Anschließend führt mich der Weg durch Hochemmerich in den Park Rheinhausen und weiter bis zum schönen Töppersee, den ich auf der Westseite umrunde. Danach geht es durch eine alte (Berg-) Arbeitersiedlung und dann ein ganz langes Stück durch die Grünanlagen zwischen Wohnblocks zurück zum Startpunkt, den ich nach vier Stunden wieder erreiche.

Das war eine interessante Tour bei herrlichem Sommerwetter. Nicht unbedingt reich an schöner Architektur und Bausubstanz, aber viel grüner als man das der Stadt Duisburg aus der Ferne vielleicht zuschreiben würde.

( MITI )