Rote Linsen Curry mit Spaghetti

Rote Linsen Curry mit Spaghetti
Büttgen, 25. Februar 2024

Ich freue mich über jedes Gericht, das auch ohne Fleisch schmeckt. Und dies hier ist ein wunderbarer Ersatz für Spaghetti Bolognese. Nicht nur geschmacklich, sondern auch im Hinblick auf den Reichtum an Proteinen.

Im Mittelpunkt stehen die Roten Linsen. Dafür zunächst zwei große Zwiebeln plus zwei oder drei Konblauchzehen kleinhacken und in der Pfanne mit gutem Pflanzenöl anbraten. Darauf kommen dann 2 EL Tomatenmark und 2 bis 3 TL Curry-Pulver, je nach gewünschter Schärfe.

Nun 200 g Linsen hinzugeben und das Ganze mit 500 ml Gemüsebrühe ablöschen, bevor es bei starker Hitze aufgekocht wird. Danach sofort bei kleiner Hitze unter geschlossenem Deckel für 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, je nachdem, wie bissfest man die Linsen haben möchte.

Wer es besonders indisch mag, gibt noch zwei TL Garam Marsala hinzu. Und um dem Ganzen noch eine bissfeste Note zu verleihen, füge ich kurz vor dem Garwerden noch eine kleine Handvoll steirischer Kürbiskerne hinzu.

Parallel dazu die Spaghetti nach Vorgabe kochen und anschließend beides zusammen servieren. Ich liebe es!

( MITI )

Künstlerfürst trifft Kommissar

Künstlerfürst trifft Kommissar
Duisburg-Ruhrort, 25. Februar 2024

Willkommen in Duisburg-Ruhrort an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Am größten Binnenhafen Europas trifft der kernige Ruhrpottkommissar Schimanski auf den Künstlerfürsten Lüpertz.

Dem legendären Duisburger Ermittler, verkörpert von Götz George, ist am Drehort zahlreicher Tatort-Folgen heute eine kleine Straße gewidmet: die Horst-Schimanski-Gasse, mit einer Büste des Kommissars.

Keine zweihundert Meter entfernt blickt die imposante Poseidon-Figur des Künstlers Markus Lüpertz von der Spitze Mercatorinsel auf den Rhein.

Ich bin mit Doxi auf einer 16 km langen Wanderung durch den Duisburger-Hafen. Wir laufen die Tour nicht zum ersten Mal, allerdings heute bei sehr bescheidenem Wetter. Es sind gerade einmal 8 Grad, der Himmel ist bedeckt und es pfeift ein ordentlicher Wind.

Die dreieinhalb-stündige Tour bietet einen spannenden Mix aus Natur, Hafenkulisse und moderner Architektur. Das macht ihren Reiz aus.

Unter der Woche ist es entlang der Route aufgrund des Güterumschlags sehr laut, aber heute, an einem Sonntag, ruhen fast alle Aktivitäten im Hafen. Einzig ein endlos langes Flusskreuzfahrtschiff im Hafenbecken Ruhrort wird gerade mit Unmengen von Proviant beladen. Doch das stört die Ruhe nicht.

( MITI )

Verkehrte Welten

Verkehrte Welten
Düsseldorf, 24. Februar 2024

Hoppla, wer hat denn da die Heike geschrumpft?

Bei unseren jüngsten Museumsbesuchen sind einige lustige Aufnahmen entstanden, auf denen wir mit Kunstwerken interagieren: Verzerrte Räume, irre Spiegelungen, Video-Installationen zum Hineinspringen … da sind wir immer gerne dabei 😉

( MITI )

Rund um den Büttger Wald

Rund um den Büttger Wald
Kaarst, 24. Februar 2024

Feuchte Niederung am Rande des Büttger Walds

Heute haben wir eine schöne neue Heimatrunde ausprobiert, mit einem Startpunkt, keine 10 Autominuten von unserem Zuhause entfernt. Verschiedene Teilstrecken der Runde sind wir in der Vergangenheit schon mit dem Fahrrad abgefahren, doch als Wanderstrecke ist diese Tour für uns neu.

Es geht rund um den Büttger Wald und dem angrenzenden Pferdebroich entlang mehrerer Baggerseen, in denen Sand und Kies aus dem Ur-Rhein gefördert werden.

Nach dem nassen Herbst und Winter steht das Grundwasser hoch. Das sieht man sowohl in den Baggerseen als auch in den angrenzenden Waldflächen, die teilweise leicht unter Wasser stehen.

Heute ist es kalt und windig, doch die Vegetation verrät, dass der Frühling naht. So öffnen sich an den Weidenkätzchen im Wald bereits die ersten Knospen, und eine rosa Zierkirsche entlang unseres Weges hat bereits zu blühen begonnen.

Sonne und Wolken wechseln sich ab. Einmal überrascht uns ein kurzer Hagelschauer, aber wir haben den Sturmschirm dabei, von daher kein Problem.

( MITI )

Auf die GTS kommt es an

Auf die GTS kommt es an
Büttgen, 23. Februar 2024

Korkusse benöitgen eine sehr geringe GTS und zählen deshalb zu den Pflanzen, die als erste im Jahr blühen

Der Januar und der Februar in diesem Jahr waren in ganz Mitteleuropa rekordverdächtig arm an Sonnenstunden. Trotzdem spürt man allenthalben, dass die Natur wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Wie kann das sein, habe ich mich gefragt, und ein wenig recherchiert.

Und, Überraschung, auf die Sonnenstunden kommt es gar nicht an. Was zählt, sind die Tagesmittelwerte, also die Temperatur, die zur sogenannten Grünlandtemperatursumme GTS akkumuliert werden.

Man startet im Januar und addiert jeweils die Tagesmittelwerte, wobei Temperaturen unter Null Grad unberücksichtigt bleiben. Die so erhaltene Summe mulipliziert man im Januar mit dem Faktor 0,5, im Februar mit 0,75 und in allen Folgemonaten mit 1.  Hört sich kompliziert an, aber funktioniert.

Sobald der GTS einen Wert von 200 erreicht, kann der Boden wieder Stickstoff abgeben und damit beginnt erneut das Pflanzenwachstum. Erst dann macht auch das Düngen wieder Sinn. Jeder Bauer weiß das, aber wenn man nicht gerade in der Landwirtschaft oder in der Meteorologie arbeitet, hat man davon vermutlich noch nie gehört.

Auf die GTS kommt es an

Mai 2022: Blühende Obstwiesen über Gemünden am Main

Es lässt sich sogar vorhersagen, bei welchen GTS-Werten die verschiedenen Pflanzenarten loslegen. Dies gilt insbesondere für Bäume, Sträucher und Gräser:

Bei 200 Grad beginnen Forsythien und Narzissen zu blühen, bei 400 Grad startet die Vorblüte der Birke, bei 500 Grad setzt die Kirschblüte ein und bei 700 Grad beginnen Apfelbäume und der Löwenzahn zu blühen. Dann ist es aber in der Regel schon Mai.

Und da die GTS je nach Höhenlage und regionalen Besonderheiten sehr unterschiedlich ausfällt, erklärt das z. B., warum bei uns im flachen Rheinland jetzt bereits die Narzissen blühen, während in der deutlich höhergelegenen Eifel erst in einigen Wochen damit zu rechnen ist.

Und es erklärt auch, warum sich mit den steigenden Temperaturen in Folge des Klimawandels das Pflanzenwachstum immer weiter nach vorne verschiebt. Sehr spannend finde ich das.

( MITI )

Tony Cragg – Please Touch

Tony Cragg – Please Touch
Kunstpalast Düsseldorf, 22.02.2024

Early Form, Bronze, 2003

Eine große Kunstausstellung, bei der wir zu den ersten Besuchern gehören, das gibt es nicht oft. Noch seltener ist, dass wir die Exponate ausdrücklich anfassen dürfen, wie bei der neuen Ausstellung von Tony Cragg im Düsseldorfer Kunstpalast.

„Please Touch“, heißt es hier, und das ist wirklich etwas Besonderes, denn Cragg’s Skulpturen aus Metall, Holz oder Plastik laden mit ihren bionischen Formen geradezu ein, berührt zu werden.

Im physischen Kontakt entsteht eine Dinglichkeit und Nähe zu den Werken, die man sonst nicht hat. Das schafft ein ganz berührendes Kunsterlebnis, im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders die Arbeiten aus Holz und poliertem Marmor fühlen sich toll an, finde ich.

Vor wenigen Monaten haben wir noch Cragg’s Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal besucht. Dort wären wir aus Ehrfurcht gar nicht auf die Idee gekommen, die Plastiken anzufassen. Aber hier, da möchte man sich an so manchen Augen- und Handschmeichler gleich rankuscheln 😉 Eine tolle Ausstellung!

( MITI )