Archiv der Kategorie: Unterwegs

Info: Unterwegs mit Hund

Die folgenden Beiträge aus der Rubrik “Unterwegs” dokumentieren unsere Aktivitäten mit den Hunden, seien es Tagesausflüge zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Reisen mit dem Wohnmobil. Mindestens ein Hund ist immer dabei, denn sonst haben wir ja gar keinen, der uns durch die Gegend zerrt  😉

( MITI )

Rund um Rühstädt

Rund um Rühstädt
Rühstädt, 2. Juli 2020

Regenbogen über unserem Stellplatz am Abend

Rund um das Storchenforf Rühstädt kann man schön wandern: entlang der Elbe, aber auch durch die Felder im Hinterland.

Wie überall in der dünn besiedelten Prignitz ist es sehr ruhig. Wir genießen das nach den vielen Tagen “on-the-road” und begegnen bei unseren Spaziergängen Rehen, Füchsen, riesigen Langohren und ganz vielen Schmetterlingen.

Auf den Feldern weiden Kühe und Pferde, die sich über ein wenig menschlichen Kontakt freuen. Richtig entspannt ist es hier.  So können wir die Tour schön ausklingen lassen.

( MITI )

Die Störche von Rühstädt

Die Störche von Rühstädt
Rühstädt, 1.07.2020

In allen fünf Nestern auf dem Bild gibt es Nachwuchs

Die letzten zwei Tage unserer vierwöchigen Womo-Tour durch Mecklenburg-Vorpommern verbringen wir in Rühstädt (Brandenburg). In dem kleinen Dorf an der Elbe brüten jährlich rund 20 Storchenpaare, zumeist auf vorbereiteten Nistplätzen auf Scheunendächern.

Vor vier Jahren war ich schon einmal hier, da kam ich aber genau eine Woche zu spät: Alle Störche waren bereits ausgeflogen in Richtung ihrer Winterquartiere in Afrika und Asien.

Aber diesmal passt es: Fast alle Nester sind wieder belegt und der Nachwuchs – oft zwei oder drei Jungstörche – bereits so groß wie ihre Eltern.

Teilweise haben sie sich sogar schon mehr Gewicht angefuttert als ihre Alten, weil sie den ganzen Tag im Nest verbringen und nicht auf Futtersuche gehen.

Die Alten füttern ihren Nachwuchs zwar noch fleißig, verbringen aber bereits viel Zeit mit etwas Abstand zu ihren Nestern und schauen sich das Treiben des Nachwuchses aus einigen Metern Entfernung vom Dachfirst aus an.

Die jungen Störche fliegen noch nicht, breiten aber immer wieder ihre Schwingen aus und simulieren das Fliegen. Mitunter heben sie dabei bereits für einige Zentimeter aus ihren Nesten senkrecht nach oben ab, um gleich wieder zu landen. Putzig sieht das aus.

Bald werden sie das Fliegen lernen und dann im August bereits rund zwei Wochen vor ihren Eltern zu ihrer ersten großen Reise aufbrechen. Dies und noch viel mehr erfahfren wir bei einem Besuch im NABU-Informationszentrum in Rühstädt. Prädikat: Sehr empfehlenswert.

Leider kann man die Störche aus der Entfernung mit dem Handy nicht so gut fotografieren. In meiner Verzweiflung halte ich mein Fernglas vor das Handy, aber das funktioniert auch nicht so richtig. Dennoch hier meine besten Aufnahmen von den Störchen in Rühstädt 2020.

( MITI )

Die Türen von Parchim

Die Türen von Parchim
Parchim, 1. Juli 2020

Prächtige Fassade der Sparkasse am Moltkeplatz im ehemaligen Wallhotel

Keine Stadt in Mecklenburg ohne prächtige historische Haustüren und Eingangsportale. Hier meine “Ausbeute” aus Parchim.

( MITI )

Stadtbummel durch Parchim

Stadtbummel durch Parchim
Parchim, 30. Juni 2020

Ehemaliges Kaiserliches Postamt am Schuhmarkt

Eigentlich wollten wir nach unserem Besuch in Plau am See das ehemalige Kloster Dobbertin besichtigen, bis 1918 eines der größten Landgüter und Wirtschaftsbetriebe in Mecklenburg.

Doch als wir nach einer halbstündigen Autofahrt in Dobbertin eintreffen, werden wir noch an der Zufahrt freundlich, aber bestimmt abgewiesen: Die gesamte Anlage, auf der heute psychisch-kranke und hilfebedürftige Menschen durch die Diakonie betreut werden, steht unter Corona-Quarantäne.

Spontan entschließen wir uns, nach Parchim weiter zu fahren, rund 30 km weiter südwestlich. Parchim ist die Kreisstadt des Landkreises Ludwigslust-Parchim und liegt am Südrand der Sternberger Seenlandschaft.

Die Stadt war das Siedlungsgebiet des westslawischen Stammes der Smeldinger. Durch die Stadt fließt die Elde, der sich hier in mehrere Flußarme aufteilt und Inseln gebildet hat.

Das erweiterte Stadtrecht erhielt Parchim 1226. In den darauf folgenden Jahrezehnten wurde eine massive Stadtmauer mit einer Höhe von bis zu 6 Metern errichtet. Auf einer Länge von rund 3 km ist diese Mauer noch heute erhalten.

Schon um 1530 fand in Parchim die Reformation statt. Im Dreißigjährigen Krieg, durch die Pest und mehrere große Brände, wurde die Stadt im ausgehenden Mittelalter stark in Mitleidenschaft gezogen. Von einstmals mehr als 5.000 Einwohnern überlebten kaum mehr als 1.200.

Wie auch andere Städte der Region, wurde die Parchim 1806 durch napoleonische Truppen geplündert. Erst nach 1815 erholte sich die Stadt allmählich und kam durch die einsetzende Industrialisierung zu Wohlstand.

Nach der Wiedervereinigung wurde die historische Altstadt im Rahmen der Städtebauförderung und des Programmes Städtebaulicher Denkmalschutz grundlegend saniert. Rund um das Rathaus und den Marktplatz findet man dadurch heute viele schöne Häuser, die wir uns auf einem Spaziergang durch die Altstadt anschauen. Anschließend geht es für uns weiter in Richtung Elbe zum Storchendorf Rühstädt.

( MITI )

In Plau am See

In Plau am See
Plau am See, 30. Juni 2020

Blick über die Elde zur Altstadt von Plau am See

Bevor wir den schönen Plauer See verlassen, besuchen wir noch die namensgebende Stadt an der Mündung der Elde in den See. Über die Müritz-Elde-Wasserstraße ist Plau am See mit den jeweils rund 250 km entfernt liegenden Städten Hamburg und Berlin verbunden.

Bis 1994 trug die Stadt lediglich ihren ursprünglichen Namen Plau, der dann ergänzt wurde, um Verwechselungen mit Plaue, Plauen und Plaue (Brandenburg an der Havel) zu vermeiden.

Die Stadt ist im 13. Jahrhundert aus einer slawischen Siedlung von Fischern und Flößern hervor gegangen.

Die nördlich gelegene slawische Burg und Siedlung Quetzin bildete ein kulturelles Zentrum des slawischen Stammes der Warnower.

Im Mittelalter hatte die Stadt unter der Pest, dem Dreißigjährigen Krieg und mehreren verheerenden Stadtbränden zu leiden, bei denen wiederholt ein großer Teil von Plau zerstört wurde.

Im November 1806 plünderten die französiche Revolutionsarmee mit 18.000 Mann drei Tage lang die Stadt und verursachten enorme Schäden. Erst danach begann der wirtschaftliche Aufschwung, u.a. durch eine große Tuch- und Maschinenfabrik.

Heute, 30 Jahre nach der Deutsch-deutschen-Wiedervereinigung, präsentieren sich viele der historischen Häuser im Stadtkern fein renoviert und mit hübscher Fassade. Die Lage an der Elde und am Plauer See verleihen der Stadt ein maritimes Flair. Richtig gut gefällt es uns hier. Schön, dass wir diesen Abstecher unternommen haben, bevor es weiter an die Elbe geht.