Als Abendspaziergang laufe ich mit Doxi von meinem Stellplatz in Weida raus zur Aumatalsperre.
Die idyllisch im Wald gelegene Talsperre wurde 1936 für den Hochwasserschutz und zur Energieerzeugung gebaut. Sie staut die Auma auf, einen Nebenfluss der Weida.
Heute dient sie auch der Freizeit und Erholung. Außerdem wird Brauchwasser entnommen. An der Talsperre gibt es einen beliebten Rundwanderweg und einen Campingplatz.
Nach der Umrundung des Nordufers folge ich mit Doxi der Auma auf schmalen Pfaden durch den Wald. Im Flussbett liegen viele Steine. Man kann erahnen, dass der Fluss sonst viel mehr Wasser führt.
Als es nicht mehr weiter geht, erklimmen wir den steilen Talhang und laufen auf dem Plateau zurück nach Weida. Danke an mein Wandernavi, dass es mir den Weg oberhalb des Tales gezeigt hat. Ich hätte ihn sonst sicher nicht gefunden.
Der Eisenhammer an der Auma, der älteste noch erhaltene und funktionstüchtige in Thüringen
Alte Steinbrücke am Eisenhammer über die Auma
Doxi testet die Wasserqualität der Auma
Staumauer und Abfluss der Auma
Blick auf die Insel in der Mitte des Stausees
Am Rundwanderweg um die Talsperre
Dieser vor langer Zeit umgeknickte Baum lebt offensichtlich weiter
Die Auma führt sonst viel mehr Wasser
Blick vom Hang oberhalb der Talsperre zum Campingplatz
Innenhof der Osterburg mit dem 54 Meter hohen Bergfried
Weida, 27. August 2020
Fragt man, woher das Vogtland seinen Namen trägt, dann findet man die Antwort hier, auf der Osterburg in Weida. Dort residierten die Vögte von Widaa (Weida) bis 1427, weshalb die Stadt und die Burg als „Wiege des Vogtlandes“ bezeichnet wird.
Über dem Zusammenfluss von Weida und Auma errichtete Vogt Heinrich I. in den Jahren 1163 bis 1193die Burg und kontrollierte von dort den Flussübergang der Straßen.
Von den Vögten von Weida spalteten sich später die Vögte von Gera und die Vögte von Plauen und schließlich das Fürstenhaus Reuß ab.
Der frisch sanierte 54 m hohe Bergfried ist der dritthöchste und einer der ältesten erhaltenen Bergfriede in Deutschland.
Oberhalb seines zweiten Zinnenkranzes befindet sich die Türmerstube, welche bis 1917 von einem Türmer bewohnt wurde.
Von der Burg hat man einen tollen Blick über Weida. Nach unserer langen Wanderung rund um Weida legen wir hier eine Pause und genießen die schöne Aussicht.
Nils und Micha vor der Osterburg
Blick von der Weida hinauf zur Burg
Aufgang zur Burg mit der Schlosswache
Bergfried mit Ausstellung „Turm im Turm“ und Türmerstube in der Spitze
Blick von der Altstadt von Weida hinauf zur Osterburg
Weida, 27. August 2020
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Parkplatz am Sportplatz (kein offizieller SP)
Ort:
Weida
Adresse:
Grochwitzer Weg 57
07570 Weida
Preis pro Nacht:
kostenlos / Strom verfügbar (Daten vom 27.08.2020)
Zusatzinfo:
Parkplätze auf Schotter am Fußballstadion. Keine Infrastruktur.
Unsere nächste Station im Vogtland ist Weida, die älteste Stadt der Region – auch als „Wiege des Vogtlands“ bekannt. Mein Freund Nils und seine Frau Yeong haben mich nach Weida begleitet. Gemeinsam laufen wir am Mittag eine 15 km lange Runde, die zunächst dem Lutherweg und später dem Elsterperlenweg folgt.
Bevor wir Weida in nordöstlicher Richtung verlassen, passieren wir zunächst das imposante Oschütztal-Viadukt, eine Eisenbahn-Stahlbrücke, die 1884 errichtet wurde.
Kurz hinter Weida erreichen wir die riesige 800 Jahre alte Schwedeneiche mit einem Stammumfang von mehr als sieben Meter.
Bald stoßen wir auf die Weida und folgen dieser zunächst zum ehemaligen Kloster Mildenfurth, das von außen wie eine Burg wirkt. Leider dürfen wir das Gelände nicht betreten, weil dort umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten im Gang sind.
Am Ortsrand von Wünschenburg, am Zusammenfluss von Weida und Weißer Elster, drehen wir in südlicher Richtung ab. Nun steigen wir durch die Hänge oberhalb des Elstertals bis zum Silberberg auf.
Dort schlagen wir eine westliche Richtung ein und laufen auf der Hochfläche durch Felder über das Dorf Zscharte wieder in Richtung Weida. Unterwegs begegnen uns immer wieder Brombeersträucher, an denen wir fleißig die süßen Früchte pflücken. Zwei prallvolle Tüten sind unsere Ausbeute.
Am Orstrand von Weida geht der Blick zur Osterburg, die den Ort weithin sichtbar überragt. An der Ruine der Widenkirche, der ursprünglichen Altstadtkirche von Weida, gibt es extra einen Schaurahmen, durch den man sich vor der Kulisse der Osterburg fotografieren kann.
In der Altstadt von Weida passieren wir wieder den gleichnamigen Fluss und steigen anschließend zur Osterburg auf. Danach laufen wir zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach gut viereinhalb Stunden wieder erreichen. Als Belohnung für die lange Tour gibt es jetzt erst einmal eine große Partition Vanilleeis mit den gepflückten Brombeeren. Köstlich!
Karte des Vogtlands
Das Bunte Haus von Weida
Das Oschütztal-Viadukt
Nils und Yeong vor der 800 Jahre alten Schwedeneiche
Was für ein imposanter Baum
Am Kloster Mildenfurth
Kein Zugang: Hier wird gerade umfangreich saniert
Rückseite des Klosters
Hübsche Pflanze in einer Trockensteinmauer
Das Pfarrhaus in Cronschwitz – ehemaliges Gästehaus des Dominikanerinnen-Klosters
Doxi an der Weißen Elster
Wir erreichen den Elsterperlenweg
Aufstieg zum Silberberg oberhalb des Tals der Weißen Elster
Ruine der Widenkirche in Weida
Tordurchgang in der Altstadt von Weida
Belohnung für die lange Wanderung
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