Parkplatz Nord am Toeppersee (kein offizieller SP)
Ort:
Duisburg-Rumeln
Geo-Koordinate:
51.40492, 6.66952
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 12.04.2026)
Zusatzinfo:
PKW-Parkplatz direkt am See und der Wakeboard-Anlage. Womos werden dort geduldet. Keine Infrastruktur.
Hier wollte ich immer schon einmal mit dem Wohnmobil stehen: Auf dem kostenlosen Besucherparkplatz am nördlichen Toeppersee, zwischen Duisburg-Rumeln und Rheinhausen gelegen, hat man nicht nur einen wunderbaren Blick in die Natur, sondern auch eine viel genutzte Wakeboard-Anlage direkt vor der Nase. Im Sekundentakt rasen die Wakeboarder durchs Wasser und vollziehen teils akrobatische Sprünge. Ein wunderbarer Ort, gerade einmal 30 km von meinem zu Hause entfernt.
Stahl hält hundert Jahre, Kirschblüten nicht einmal zehn Tage
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Wohnmobil-Stellplatz am Landschaftspark
Ort:
Duisburg-Meiderich
Geo-Koordinate:
51.482244, 6.78627
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 12.04.2026)
Zusatzinfo:
Mehrere große Parkplätze auf Schotter unmittelbar am Landschaftspark Nord. Mitbenutzung der Womos erlaubt. Keine Infrastruktur.
Immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel: Der Landschaftspark Nord rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisbug-Meiderich. Bei der Umgestaltung in den 1990-er Jahren hat man auf den Freiflächen zwischen den Schloten und Kraftwerksanlagen unter anderem japanische Zierkirschen gepflanzt.
Wenn diese wie jetzt im Frühjahr blühen, ergibt das ein ganz bezauberndes Bild. Es ist der Kontrast aus perfekt weißen, zerbrechlichen Blüten und den vor sich hin rostenden Stahlungetümen, der sofort ins Auge springt. Schön sieht das aus.
Eingang zur Ausstellung im Museum Küppersmühle, Duisburg
In einer frisch eröffneten Wechselaustellung präsentiert das Museum Küppersmühle rund 80 Arbeiten aus dem umfassenden Schaffenswerk von Gerhard Hoehme (1920-1989) , Künstler und Kunstprofessor an den Universitäten Düsseldorf und Gießen.
Hoehme zählt zu den richtungsweisenden Künstlern der Abstraktion und des Informel in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Er hat ein facettenreiches, experimentelles Werk am Übergang zwischen Malerei und Objektkunst geschaffen. Seine frühen Bilder sind tachistisch-lyrisch, und ab 1957 begann er, das konventionelle Bildformat zu verlassen und verschiedene plastisch-malerische Erscheinungsformen von Farbe zu erproben.
Ab 1965 entstanden erste Raumobjekte und -installationen mit Schnüren und Schläuchen aus Kunststoff. Die aus dem Bild heraus weisende Schnur wird zu einem essenziellen Ausdrucksmittel. Hoehme sah seine Werke als Energiefelder, die unmittelbare Verbindungen zwischen Raum und Betrachter herstellen. Seine poetischen, assoziativen Bildtitel steigern die Vielschichtigkeit seiner Arbeiten und verweisen auf den intensiven Austausch mit Literatur und Musik.
Hoehme in seinem Atelier
Gerhard Hoehme setzte sich mit Geschichte, Politik und Mythos auseinander. Er war ein artiste engagé, dessen Einfluss weit über die rein formalen Aspekte seines Werkes hinausreichte. Als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf prägte er jüngere Künstler wie Sigmar Polke oder Chris Reinecke.
Zur Zeit der Studentenunruhen 1968 und der revolutionären Lehransätze von Joseph Beuys überdachte Gerhard Hoehme an der Kunstakademie Düsseldorf in zahlreichen Texten die Situation der Akademie und entwickelte Gedanken zu Reformen.
Das früheste Bild der Schau stammt von 1951, das späteste entstand 1988, ein Jahr vor Hoehmes Tod an seinem Wohnort Neuss. Die Schau ist auf besonderen Wunsch des MM-Stifterehepaars Sylvia und Ulrich Ströher zustande gekommen, wobei Ulrich Ströher im Herbst 2025 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.
Ausstellungsplakat
Hoehme-Zitat
Hohme malend, Pollock-Style
Gerhard Hoehme, Lebensraum, 1960
Gerhard Hoehme, Ökotop, 1957
Gerhard Hoehme, Hymne an Heraklit, 1959
Gerhard Hoehme, die Ableitung zur Abmessung, 1981
Gerhard Hoehme, der Lauscher (Lauscher auf die Schwingungen des Raums), 1969
Gerhard Hoehme, rrr . sss . ttt = 3 Systeme, 1975
Gerhard Hoehme, Zazzaruto-Billy, 1970
Gerhard Hoehme, Ohne Titel, 1972
Gerhard Hoehme, an der Schwelle zu Heliopolis – an jedem Ufer ein anderes Bild, 1988
Gerhard Hoehme, Spuren im Kosmos paroxistische Spuer, 1953
Das sehr schöne Lehmbruck Museum war ursprünglich exklusiv dem Lebenswerk des aus Duisburg-Meiderich stammenden Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) gewidmet.
Es verfügt über mehr als 1.000 Werke aus Lehmbruck’s Nachlass, darunter Skulpturen, Gemälde und Werke auf Papier. Dazu gesellt sich heute eine hochkarätige Sammlung internationaler Plastiken der Moderne, die ab den 1950er Jahren aufgebaut wurde.
Das Museum wurde von Manfred Lehmbruck entworfen. Der zweite Sohn Wilhelm Lehmbrucks hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Architekt für Museumsneubauten einen Namen gemacht hat.
Die große Glashalle und der Lehmbruck-Trakt entstanden in den frühen 1960er Jahren. In den 1980er Jahren kam ein Erweiterungsbau hinzu, der 1987 eröffnet wurde.
Der junge Wilhelm Lehmbruck besuchte ab 1899 die Kunstgewerbeschule Düsseldorf und wechselte 1901 zur Düsseldorfer Kunstakademie, wo er Meisterschüler bei Karl Janssen wurde. In dem gläsernen Anbau des Lehmbruck Museums, der sich tief in die Erde gräbt, werden seine Werke auf eindrucksvolle Weise präsentiert.
Das bildhauerische Werk Lehmbrucks beschäftigt sich hauptsächlich mit dem menschlichen Körper. Es ist sowohl vom Naturalismus als auch vom Expressionismus beeinflusst. Viele von Lehmbrucks Skulpturen drücken Leid und Elend aus und sind anonymisiert.
Das Museum ist eingebettet in den städtischen Immanuel-Kant-Park und wird von einem öffentlich zugänglichen Skulpturengarten mit über 40 Freiluftskulpturen umrahmt. Wer sich für moderne Plastik interessiert, kommt an dieser einzigartigen Sammlung nicht vorbei.
Antony Gormley, Sublimate XIII, 2007
Max Bill, Viereckflächei im Raum, 1952
Werk von Günter Uecker
Antoine Pevsner, Raumkonstruktion in der dritten und vierten Dimension, 1961
Tony Cragg, Es ist, es ist nicht, 2010
Constant Anton von Niewenhuys, Leiterlabyrinth, 1967
Constantin Brancusi, Die blonde Schwarze, 1926
Naum Gabo, Lineare Raumkonstruktion No. 2
Max Bill, Konstruktion aus drei Kreisscheiben, 1946
Erwin Wurm, Kuss, 2013
Hans Arp, Menschliche Konkretion auf ovaler Schale, 1935
Alexander Calder, Tischmobile mit S, 1940
Robert Rauschenberg, Schleudern, beleuchtet, Nr. 6, 1985
Frank Stella, Dawidgrodek, 1971
Max Ernst, Ein emsiger Freund, 1944
Hans Arp, Konstellation weißer Formen auf grauem Grund, 1929
Willkommen in Duisburg-Ruhrort an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Am größten Binnenhafen Europas trifft der kernige Ruhrpottkommissar Schimanski auf den Künstlerfürsten Lüpertz.
Dem legendären Duisburger Ermittler, verkörpert von Götz George, ist am Drehort zahlreicher Tatort-Folgen heute eine kleine Straße gewidmet: die Horst-Schimanski-Gasse, mit einer Büste des Kommissars.
Keine zweihundert Meter entfernt blickt die imposante Poseidon-Figur des Künstlers Markus Lüpertz von der Spitze Mercatorinsel auf den Rhein.
Ich bin mit Doxi auf einer 16 km langen Wanderung durch den Duisburger-Hafen. Wir laufen die Tour nicht zum ersten Mal, allerdings heute bei sehr bescheidenem Wetter. Es sind gerade einmal 8 Grad, der Himmel ist bedeckt und es pfeift ein ordentlicher Wind.
Die dreieinhalb-stündige Tour bietet einen spannenden Mix aus Natur, Hafenkulisse und moderner Architektur. Das macht ihren Reiz aus.
Unter der Woche ist es entlang der Route aufgrund des Güterumschlags sehr laut, aber heute, an einem Sonntag, ruhen fast alle Aktivitäten im Hafen. Einzig ein endlos langes Flusskreuzfahrtschiff im Hafenbecken Ruhrort wird gerade mit Unmengen von Proviant beladen. Doch das stört die Ruhe nicht.
Wanderkarte unserer Tour
Der Homberger Hafen auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Ruhrot
Blick von der Friedrich-Ebert-Brücke zur Ruhrmündung (Bildmitte)
Poseidon vor der Kulisse von Ruhrort
Ruhr-Akropolis auf der Mercatorinsel
Ruhrorter Hafenbecken
Endlos langes Flusskreuzfahrtschiff vor Ruhrort
Doxi testet die Wasserqualität der Ruhr
Letzte Ruhrschleuse vor der Mündung in den Rhein
Tauchglockenschiff zur Inspektion des Flussgrunds
Schleuse zwischen Ruhr und Binnenhafen
Streetart unter der Autobahnbrücke am Innenhafen
Blick in den Innenhafen mit dem Kunstmuseum Küppersmühle
Früher Kornsilos, heute Teil des Kunstmuseums
Moderne Architektur im Innenhafen
Moderne Architektur im Innenhafen
Moderne Architektur im Innenhafen
Markante Schleuse an der Zufahrt zum Innenhafen
Als Kunst erhaltene Restbauten vor der modernen Synagoge
Alte Kräne im Binnenhafen
Die Horst-Schimanski-Gasse in Ruhrort
Büste des legendären Duisburger Kommissars
Historischer Brückenturm an der Friedrich-Ebert-Brücke
Panoramablick von der Friedrich-Ebert-Brücke zur Ruhrmündung
Jeden Mittwoch gibt es in meinem Lieblings-Kunstmuseum eine öffentliche Führung durch die aktuelle Wechselausstellung.
Heute waren Heike und ich auch dabei, um eine Werkschau mit rund 80 Gemälden des in Berlin und in Orvieto/Umbrien lebenden Künstlers Christoph M. Gais (*1951) zu erleben.
Gais‘ hat in seiner Heimatstadt Stuttgart und in Berlin studiert. Seine Werke sind nicht ganz einfach zu packen, Sie wirken zeitlos und zeugen von einer hohen malerischen Kultur, die vom Informel mitgeprägt wurde. Dennoch haben sie nichts Liebliches an sich und wollen vielleicht auch gar nicht unbedingt gefallen.
Es ist eine Malerei, die ihren Fokus auf die Materialität der Farbe legt und immer wieder das Dreidimensionale im Zweidimensionalen betont.
Besonders seine großformatigen Werke werden häufig von ornamental gegliederten Oberflächen in Naturtönen bestimmt. Diese werden von figurativen, dreidimensional wirkenden Elementen überlagert. Häufig sind es Masken und Gesichter, aber auch andere, zumeist geometrische Figuren.
Gais selbst spricht von den „durchwühlten Oberflächen“ seiner Bilder und versteht sie als Vorhänge vor Wänden, als Fantasieauslöser und Kultobjekte. In meinen Augen nichts, was ich mir unbedingt an die Wand hängen würde, aber ein konsequenter Weg der Ausarbeitung eines künstlerischen Themas.
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