Entlang der Göhl bei Kelmis

Entlang der Göhl bei Kelmis
Kelmis (B), 18. Februar 2019

Unterwegs in der wasserreichen Landschaft rund um Kelmis

Volle Sonne , 17 Grad – und das Mitte Februar. Eben hatten wir noch tiefsten Winter, jetzt möchte man am liebsten im T-Shirt herumlaufen. Das stimmt doch was nicht! Ich nutze das schöne Wetter, um mit Doxi eine Runde im Grenzgebiet von Deutschland, Belgien und den Niederlanden südwestlich von Aachen zu drehen.

Bei Kelmis laufen wir auf belgischem Gebiet 15 Kilometer durch schöne Wald- und Wiesenlandschaften entlang der Göhl, einem Nebenfluss der Maas.

In der Region wurde seit dem Mittelalter intensiv Erzbergbau betrieben. Teilweise reichten die Erzadern bis an die Oberfläche heran. Zahlreiche versperrte Stolleneingänge entlang unserer Wanderstrecke zeugen von dieser Vergangenheit.

Im Mittleren Teil der Wanderung laufen wir quer durch zahlreiche Grasflächen, die in der warmen Jahreszeit von Kühen, Schafen und Eseln beweidet werden. Spezielle Durchlässe für Wanderer ermöglichen den Übergang von einer Fläche zur nächsten. Die Weidetiere sind menschliche Begegnungen gewöhnt, nur bei Kühen mit Kälbern muss man sich vorsichtig verhalten. Doch jetzt im Winter sind alle Weiden verwaist, so dass wir die großen Wiesenflächen völlig ungestört passieren können.

Immer wieder begegnen uns auf dieser Wanderung Bauernhöfe und Chalets in der für diese Region typischen Natursteinbauweise. Viele davon wurden in der Zwischenzeit liebevoll restauriert und werden heute als Wochenendhäuser genutzt. Eingebettet in die kontrastreiche, leicht wellige Landschaft, sieht das teilweise ganz bezaubernd aus.

Kurz bevor wir wieder Kelmis erreichen, passieren wir Burg Eyneburg, die im Mittelalter zum Herzogtum Limburg gehörte. Die Burg dominiert das linke Ufer des Flusses Göhl und wurde als eine von wenigen Befestigungen in dieser Region auf einer Anhöhe errichtet, weshalb sie keinen Wassergraben benötigte. Erstmals wurde die Eyneburg im Jahre 1260 erwähnt. Zu dieser Zeit befand sich die Burg als ehemaliges Lehen des Aachener Marienstiftes im Besitz des Rittergeschlechts von Eyneberghe. Leider können wir die Burg heute nicht nicht von innen besichtigen. Aber auch von außen macht die Anlage einen imposanten Eindruck.

( MITI )

Jetzt bin ich Yogalehrer

Jetzt bin ich Yogalehrer
Bad Meinberg, 17. Februar 2019

Zwei glückliche, frisch zertifizierte Yogalehrer: Nils (links) und Micha

Gerade bin ich vom letzten Teil der Yogalehrer-Intensiv-Ausbildung bei Yoga Vidya in Bad Meinberg zurückgekehrt – mit dem Yogalehrer-Diplom in der Tasche und einer kleinen Belobigung für eine der beiden besten Abschlussarbeiten im Ausbildungskurs.

Es waren wieder ziemlich fordernde Tage mit ganz viel Yoga, Meditation, Satsang und jeder Menge Theorie von Morgens um sechs Uhr bis abends um zehn. Aber der Aufwand hat sich gelohnt – wir haben wirklich unheimlich viel gelernt.

Jetzt bin ich YogalehrerZwischendurch habe ich auch noch an einer feierlichen Mantraweihe teilgenommen und von unserem Meister einen spirituellen Namen aus der yogisch-indischen Tradition erhalten. Im normalen Alltagsleben wird der wohl keine Rolle spielen, denn dort trage ich ja bereits einen christlich spirituellen Namen: Den des Erzengels Michael 🙂

Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe und nicht zwischendurch weg gerannt bin. Eine intensive Erfahrung, die ich mit vielen anderen Absolventen teile.

Und die nächsten Aubsbilungsschritte sind bereits geplant: Im November geht s zum Mantra-Yoga Intensivkurs für Yoga-Stunden, die mit Harmonium und Gesang begleitet werden.

Doch jetzt kommt erst einmal der Frühling und es geht raus in die Natur. Auf Yogamatten gelegen und Meditationskissen breit gesessen habe ich in den vergangenen Monaten genug. Im kommenden Winter geht s dann weiter.

( MITI )

Der graueste Tag des Winters

Der graueste Tag des Winters
Hürth, 2. Februar 2019

Am Otto-Maigler-See: Wo sind nur all die Farben geblieben?

Kürzlich habe ich im Radio gehört, der Januar sei der schlimmste Monat des Jahres. Vielleicht sollte man den Februar da mit einbeziehen. Denn heute ist der graueste Tag, den ich in diesem Winter bislang erlebt habe.

Ich bin mit Doxi am Otto-Maigler-See bei Hürth unterwegs, südwestlich von Köln. Über der Landschaft liegt eine unglaublich dunstige, bleischwere Luft, die weder Sonnenstrahlen noch GPS-Signale durchlassen will. Mein Wandernavi bekommt überhaupt keine Ortung, das habe ich noch nie erlebt.

Im Sommer ist rund um den See und das beliebte Strandbad die Hölle los. Aber heute begegnen uns auf der rund 6 Kilomter langen Seerunde nur die ganz hart gesottenen Hundespaziergänger. Sonst ist überhaupt niemand unterwegs. Und das kann man bei diesem Wetter wirklich gut verstehen. Das weckt Sehnsucht nach dem Frühling.

( MITI )

Venngras unter Schnnee

Venngras unter Schnnee
Rott, 31. Januar 2019

Doxi am Rande des Venns im NSG Struffelt zwischen Rott und Roetgen

Gestern hat es im Westen von NRW fast den gesamten Tag geschneit. Bei uns im Flachland sind trotzdem nur 5 cm zusammengekommen. Doch in der Nordeifel liegt jetzt richtig viel Schnee. Das will ich mir nicht entgehen lassen und breche am Mittag mit Doxi zu einer Tour südlich von Aachen bei Rott auf.

Wir wollen in das NSG Struffelt, das einige der wenigen Vennflächen auf deutscher Seite im Deutsch-Belgischen-Grenzgebiet umschließt. Vom Ortstrand von Rott wandern wir entlang eines Baches hinauf in das schöne Naturschutzgebiet. Doxi hat mächtig Spaß an der weißen Pracht und rollt sich unterwegs immer wieder mit großer Begeisterung im Schnee ab.

Auf einigen der Seitenwege sind wir tatsächlich die ersten Spaziergänger seit dem gestrigen Tag – dort ist der frische Schnee noch vollkommen unberührt.  Als wir den Wald verlassen und uns den offenen Vennflächen nähern, kommt sogar die Sonne raus. Sofort fängt es überall um uns herum an, prächtig zu Glitzern. Richtig malerisch sieht die Winterlandschaft jetzt aus.

Auf verschneiten Holzstegen durchqueren wir das Venn und steigen dahinter zur Dreilägerbachtalsperre ab. Die große Talsperre hat eine wichtige Funktion für die Trinkwasserversorgung in der Region südlich von Aachen hat. Sie ist zurzeit halb zugefroren.

Wir laufen entlang des Nordrands der Talsperre und drehen dann wieder Richtung Rott ab. Ein kleines Stück müssen wir abseits aller Forstwege durch den Wald laufen. Dabei sinken wir ganz schön tief in den Schnee ein – bestimmt dreißig bis vierzig Zentimeter. Gut, dass ich entsprechend angezogen bin. Aber richtig anstrengend ist das.

Nach knapp drei Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Ich bin ganz überrascht, dass wir in dieser Zeit gerade einmal zehn Kilometer gelaufen sind. Aber im Schnee kommt man einfach nicht so schnell voran. Schön war es natürlich trotzdem!

( MITI )

Doxi, mach Hopp

Doxi, mach Hopp
Meerbusch-Strümp, 29. Januar 2019

Unser Lieblingsbachspringerhund in Aktion

Wenn Doxi einem Stöckchen hinterher jagt, gibt es keine Hindernisse. Und so zögert sie nicht lange, den kleinen Entwässerungskanal im Feuchtgebiet der Alt-Ilvericher-Rheinschlinge zu überspringen, um die begehrte Beute zu erhaschen.

Zum ersten Mal seit bald einer Woche zeigt sich an diesem Dienstag-Mittag wieder die Sonne. Das nutzen wir für einen schönen Hundespaziergang am Rhein, rund 15 Kilometer von unserem Zuhause entfernt.

Im glänzenden Licht der Mittagssonne wirkt die Winterlandschaft plötzlich wieder ganz herbstlich. Schön ist das, aber leider hält dieses Intermezzo nicht lange an. Nach rund zwei Stunden sind die dicken Wolken wieder da. Aber immerhin: Wir haben ein wenig Sonne und damit auch Vitamin-D getankt.

( MITI )

Der Hambi bleibt

Der Hambi bleibt
Tagebau Hambach bei Elsdorf, 26. Januar 2019

Botschaft der Umweltaktivisten am Rande des Hambacher Tagebaus

Für die Umweltaktivisten im Westen von Nordrhein-Westfalen ist es die Nachricht des Tages: Der Hambacher Forst wird nicht gerodet. So zumindest empfiehlt es die Kohlekommission der Bundesregierung in ihrem Plan zur Beendigung der Braunkohleverstromung bis 2038.

Mich erreicht diese Nachricht just auf dem Weg zur Sophienhöhe, der Abraumhalde, die aus dem Aushub des Hambacher Tagebaus in die Höhe gewachsen ist. Sie liegt im Norden des riesigen Erdlochs, während sich der Hambacher Forst auf der gegenüberliegenden Seite am Südrand der Grube erstreckt.

Das Wetter ist winterlich trüb heute. In den letzten Tagen lag im Rheinland noch überall Schnee , doch über Nacht hat ein atlantisches Tief mit Plusgraden und viel Regen den Schnee dahinschmelzen lassen.

Mit Doxi starte ich meine Wanderung am früheren Standort der alten Höllermühle am Fuß der Sophienhöhe. Über gut begehbare Wanderwege steigen wir zur Höhe auf und laufen auf den Hambacher Tagebau zu.

Der größte Teil der Sophienhöhe ist bereits seit vielen Jahren rekultiviert. Der hohe Wuchs der dort angesiedelten Tannen und Laubbäume zeugt davon. Doch am Rande des Tagebaus wird nach wie vor Aushub aufgeschüttet, so dass die Höhe weiter in Richtung Süden wächst.

Der Hambi bleibt

Blick in den Hambacher Tagebau

Diese Bereiche sind noch nicht rekultiviert. Schritt für Schritt wird die Landschaft unwirklicher und irgendwann geht es nicht mehr weiter. Hinweisschilder warnen eindringlich davor, die noch nicht verdichteten Bereiche aus frischen Aushub zu betreten. Zum unmittelbaren Rand des Tagebaus dringen wir dadurch nicht vor.

Auf dem Rückweg nach Hause machen wir deshalb mit dem Auto einen Abstecher zu einem der offiziellen Aussichtspunkte am Rande des Tagebaus. Von dort blicken wir tief in die Grube hinab, in der mehrere riesige Bagger mit dem Freilegen der Kohlenflöze und deren Abbau beschäftigt sind. Am rechten Rand der Grube erhebt sich die Sophienhöhe, auf der wir eben noch unterwegs waren. Am linken Rand blicken wir zum Hambacher Forst, der nun möglicherweise seiner Rodung entgehen wird. Das wäre doch wirklich schön!

( MITI )

Winter im Wurmtal

Winter im Wurmtal
Würselen, 21. Januar 2019

Feuchtlandschaft am Rande des Tals

Ich bin mal wieder zum Wandern im Wurmtal zwischen den Städten Würselen und Herzogenaurach an der Stadtgrenze zu Aachen. Im letzten Jahr war ich schon einmal hier, allerdings auf einer etwas anderen Route und zu einer anderen Jahreszeit.

Heute bin ich bei kaltem, aber sonnigen Winterwetter unterwegs. Die Landschaft wirkt ganz still. Über dem warmen Flusswasser lässt die kalte Winterluft Nebelschwaden aufsteigen, in denen sich die Sonnenstrahlen verfangen. Ganz malerisch sieht das aus.

Heute haben wir es mal überhaupt nicht eilig. Immer wieder bleibe ich stehen, blicke in die Landschaft und ziehe einen kleinen Merkzettel aus der Tasche, mit dem ich mich auf die theoretische Prüfung der Yogalehrer-Ausbildung vorbereite. Lernen und Wandern heißt das Motto auf dieser kurzweiligen, elf Kilometer langen Tour ….

( MITI )

Lammersdorf – Kalltalsperre – Lönsfelsen

Lammersdorf – Kalltalsperre – Lönsfelsen
Lammersdorf, 20. Januar 2019

Blick von der Staumauer auf die Kalltalsperre

Meine erste Wanderung nach zwei Wochen im Yoga Vidya Ashram an der Nordsee führt mich in die Höhenlagen der Nordeifel zwischen Aachen und dem Rursee. Bei Lammersdorf laufe ich mit Doxi eine 13 km lange Runde bei herrlichem Sonnenschein durch eine schneebedeckte Landschaft, die wunderbar weiß glitzert.

Vom Ortszentrum an der Kirche steigen wir zunächst auf schmalen Pfaden im dichten Wald hinab zur Kalltalsperre im Naturschutzgebiet Kelscher- und Saarscher Bachtal. Wir umrunden die 1936 eingeweihte Talsperre, die über den unterirdischen 6,2 km langen “Kallstollen” mit der Dreilägerbachtalsperre verbunden ist.

Dahinter steigen wir wieder auf die Höhen über dem Kalltal auf. Wir passieren den Kaiserfelsen und erreichen nach einer aussichtsreichen Passage über das Hochplateau den sogenannten Lönsfelsen. Von dort haben wir einen schönen Blick hinüber nach Lammersdorf.

Am großen Eifelkreuz vorbei laufen wir wieder auf Lammersdorf zu, wobei wir unterhalb des Dorfes einer Gruppe von Lamas und Alpakas begegnen, die jeweils von einem menschlichen Betreuer durch die Schneelandschaft geführt werden. Ganz putzig sieht das aus.

( MITI )

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossen

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossen
Horumersiel, 19. Januar 2019

Drei glückliche, frisch zertifizierte Meditationskursleiter. V.l.: Nils, Moksha, Micha

Nein, hier konnte meine feine Doxi ausnahmsweise einmal nicht mitkommen: Zwei Wochen war ich mit dem Wohnmobil im Yoga Vidya Ashram Nordsee in Horumersiel zur Ausbildung als Meditationskursleiter.

Das Thema Mediation begleitet mich bereits seit vielen Jahren. Ich meditiere regelmäßig und habe dabei schon wunderbare Erfahrungen gemacht. Meditation beruhigt den Geist, lässt ihn klarer, konzentrierter und ausgeglichener werden. Vieles, was das Gemüt zuweilen beunruhigt oder quält, lässt sich auf diese Weise abmildern oder sogar vollständig aus dem Weg räumen.

Jetzt wollte ich mein Wissen und meine Meditationspraxis auf eine breitere Grundlage stellen, um die segensreiche Wirkung der Meditation auch anderen Menschen vermitteln zu können. Mit 20 weiteren Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik habe ich deshalb bei Yoga Vidya die Ausbildung zum Meditationskursleiter absolviert.

Das Ausbildungsprogramm war durchaus fordernd. Das Tagesprogramm erstreckte sich jeweils von 6:00 bis 22:00 und beinhaltete viel Theorie und Praxis, sowie Workshops in Kleingruppen, bei denen wir gleich als Meditationslehrer gefordert waren. Pausen gab es nur wenige, aber dafür tägliches Karma-Yoga, d.h. selbstloses Dienen in Form von Hilfstätigkeiten im Haus.

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossenAm Ende der ersten Woche haben wir eine theoretische Prüfung abgelegt und die zweite Woche komplett schweigend mit langen Meditationssitzungen verbracht. Dabei habe ich eine Reihe abstrakter Meditationstechniken kennen und schätzen gelernt, die mir bis dahin unbekannt waren.

Und ich bin durch eine intensive körperliche Reinigungserfahrung gegangen, die so mancher erlebt, der sich auf diesen Weg begibt.

Bei sechs Stunden Meditation pro Tag wird schon das anhaltende bewegungslose Sitzen zu einer Herausforderung. Deshalb haben wir in der ersten und der zweiten Woche täglich Hatha-Yoga praktiziert, um den Körper entsprechend vorzubereiten.

Wer die Prüfung bestanden und beide Wochen erfolgreich absolviert hat, auf den wartete am Ende das begehrte Zertifikat als “Meditationskursleiter im Bundesverband der Yoga Vidya Yoga- und Meditationslehrer”. Beim Blick in die glücklichen Gesichter der Absolventen , konnte man erahnen, dass der Weg dorthin durchaus steinig war. Aber wir haben es geschafft. Hallelujah!

( MITI )

Januar: Nichts los an der Nordsee

Januar: Nichts los an der Nordsee
Schillig, 14. Januar 2019

Strandwachturm am Strand von Schillig

Ich bin noch immer für die Ausbildung zum Meditationskursleiter an der ostfriesischen Nordseeküste bei Horumersiel. Die Ausbildung lässt nur wenig Freizeit, doch die nutze ich gelegentlich für einen kurzen Abstecher mit dem Fahrrad ans Meer.

Jetzt, im Januar, ist in den Ferienorten wie Horumersiel und Schillig einfach Mal gar nichts los. Viele Geschäfte haben geschlossen, die großen Campingplätze am Meer sind geräumt und in den Dünen tummeln sich nur einige Einheimische mit ihren Hunden und wenige Touristen.

Sogar mein Freund, der Wattführer Wolfgang Gedat, hat sich nach Teneriffa verdrückt.

Es ist aber auch ein Schietwetter, das kann man nicht anders sagen. Entweder es regnet wie aus Kübeln oder es stürmt. Vorzugsweise auch beides gleichzeitig. Da freut man sich natürlich besonders über die wenigen Momente, wo es einmal trocken bleibt oder vielleicht sogar die Sonne hinter den grauen Winterwolken hervorlugt.

( MITI )

Dumm in die Betonröhre geschaut

Dumm in die Betonröhre geschaut
Horumersiel, 6. Januar 2019

Sonnenaufgang über dem Yoga-Raum im Yoga-Vidya Ashram Nordsee

Ich bin für zwei Wochen mit dem Womo zur Ausbildung als Meditationskursleiter in den Yoga Vidya Ashram Nordsee nach Horumersiel gereist.

Gleich am ersten Abend habe ich ziemlich dumm in die Röhre geschaut, als ich auf dem stockdunkelen Außengelände gegen den vorderen Rand eines 70 cm hohes und ein Meter breiten Segments einer auf dem Boden liegenden Betonröhre gelaufen bin.

Durch den Schwung bin ich nach vorne über die Röhre gekippt und mit dem Gesicht voll auf dem scharfkantigen hinteren Rand des Betonteils aufgeschlagen.

Abgesehen davon, dass ich das ganze Desaster überhaupt nicht habe kommen sehen, konnte ich mich in der Dunkelheit und ohne Sicht auch gar nicht abstützen und gegen den Fall wehren. Ich habe dadurch stark blutende Schürfwunden im Gesicht, an den Händen und an den Knien davon getragen.

Das war natürlich ein gelungener Start in zwei anstrengende Seminarwochen. Aber immerhin habe ich auf diese Weise viele neue Leute im Ashram kennen gelernt, weil ich natürlich dauernd gefragt wurde, warum ich mit so vielen Pflastern im Gesicht rumlaufe ….

( MITI )

Rückschau auf das Jahr 2018

Wir stehen oben auf dem Gipfel ganz in der Nähe des Astenturms

Ja, jetzt ist es wieder soweit, Rückschau zu halten. Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. In wenigen Stunden ist es vorbei.

In den letzten zwölf Monaten bin ich vergleichsweise wenig gejoggt, dafür aber wieder sehr viel gewandert. Praktisch jeden zweiten Tag. 2.359 Kilometer habe ich mit Doxi zurückgelegt und mehr als 32.000 Höhenmeter überwunden. Viele neue Orte und Regionen habe wir dabei kennengelernt. Rund 250 Blog-Beiträge sind auf diesen Reisen entstanden.

Und ich habe sehr viel Yoga praktiziert, mehr als 200 Mal lag ich auf meiner Matte. Zum Ende des Jahres habe ich dann noch die ersten drei Wochen der vierwöchigen Yogalehrer-Intensiv-Ausbildung absolviert. Das war für mich mit Abstand das intensivste Erlebnis der letzten zehn Jahre.

Wieder einmal sind leider zwei Hunde aus unserer Zucht verstorben. Vom A-Wurf sind jetzt nur noch zwei Hunde übrig. Aber wir sind sicher, sie alle hatten und haben ein wunderbares Hundeleben.

Hier eine Übersicht unserer schönsten Womo-Touren in diesem Jahr:

  • April: Taunus / Rheingau
  • Mai: Sauerland und Thüringen
  • Juni: Mittelrhein
  • Juli: Ostfriesland und Münsterland
  • September: Pfaffenwinkel und Chiemgau

Alle Reiseberichte von unseren Womo-Touren gibt es hier. Und eine Übersicht unserer schönsten Wanderungen findet Ihr hier.

( MITI )

Im NSG Berghofer Holz

Im NSG Berghofer Holz
Bochum-Harpen, 29. Dezember 2018

Feuchtgebiet im NSG Ölbachtal

Gestern waren wir bei wunderschönem Winterwetter mit der gesamten Familie wandern, heute ist es total grau und nebelverhangen. Kein Wunder, dass da niemand mitkommen möchte. Also bin ich allein mit Doxi unterwegs.

Unser Ziel sind die renaturierten Industrieflächen der Großzechen im Städtedreieck zwischen Bochum, Castrop-Rauxel und Dortmund. Wir starten am Naturschutzgebiet Berghofer Holz und folgen der Wandermarkierung B bis zum Fuß renaturierter Halden am alten Gerther Mühlenbach.

Durch leicht hügelige Feldfluren geht es zum Langeloher Wald und dahinter in Richtung Bövinghausen. Viele Hundehalter sind hier unterwegs, denn in den angrenzenden Städten gibt es offensichtlich nicht so viele Auslaufflächen mit ausgedehnter Natur.

Wir folgen dem Harpener Bach durch ein kleines Wäldchen und laufen anschließend nach Werne. Dort beginnt unser Rückweg, auf dem wir ein altes Zehchengelände kreuzen, das längst von der Natur zurückerobert wurde. Dabei begegnen wir auch endlich einem eisernen Förderturm, der bei einer Wanderung im Ruhrgebiet natürlich nicht fehlen darf.

Anaschließend laufen wir in Richtung des Harpener Hellwegs und erreichen nach rund viereinhalb Stunden und 17 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt. Ich bin ein wenig durchgefroren, doch das war eine schöne Wanderung mit einem interessanten Mix aus Streckenabschnitten in der Natur und den angrenzenden Stadtteilen von Bochum, Castrop-Rauxel und Dortmund.

( MITI )

Rund um den Bürvenicher Berg

Rund um den Bürvenicher Berg
Bürvenich, 28. Dezember 2018

Ausblick vom Bürvenicher Berg in die hügelige Landschaft der Voreifel

Vier Tage nach Weihnachten. Heute ist Familienwandern angesagt, und was für ein Glück wir haben: Endlich scheint mal wieder so richtig die Sonne. Passend dazu habe ich eine Tour mit geringem Waldanteil herausgesucht. Es geht durch die hügelige Landschaft der Voreifel am Ortsrand von Bürvenich, das zur Stadt Zülpich gehört.

Am Startpunkt am Geopfad oberhalb von Bürvenich eröffnet sich uns ein wunderbarer Panoramablick in die Zülpicher Börde und Richtung Ville. Wir durchqueren zunächst das Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg, lassen das Gipfelkreuz hinter uns, steigen hinunter zum Bergbach und laufen auf Feldwegen, bis wir den alten Römerweg erreichen.

Wir folgen einem Hohlweg und gelangen bald zur “Mathias Stele” zwischen den Orten Floisdorf, Schwerfen und Eicks, die den verstorbenen Pilgern auf dem Jakobsweg gewidmet ist. Auch hier haben wir wieder einen grandiosen Blick in die Zülpicher Börde.

Weiter geht es über die alte Römerstraße in Richtung Eicks. Wir kommen an der alten Eickser Mühle vorbei und wandern parallel zum Rotbach bis zum Wasserschloss Eicks. Danach geht es in nordwestlicher Richtung wieder aus Eicks hinaus, bis wir den Mehlenbach überqueren und diesem auf einem langgestreckten Feldweg durch das Wasserschutzgebiet folgen.

Bergan geht es dann in nördlicher Richtung bis zum Ort Berg und von dort erneut hinauf zum Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg. Nach vier Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Waldrand. So viel Sonne haben wir lange nicht mehr getankt. Herrlich!

( MITI )

Von Krefeld-Linn nach Lank-Latum

Burg Linn

Weihnachten ist vorüber. Drei Tage “futtern bis der Bauch platzt” wollen wieder abtrainiert werden. Fangen wir mal mit einer 14-Kilometer-Wanderung am Südrand von Krefeld an.

Wir starten an der schönen Burg Linn und laufen am Stratumer Buschgraben entlang in den bewaldeten Latumer Bruch. Dann folgen wir dem Bursbach in Richtung Lank-Latum.

Es geht durch den Ort und dahinter durch Feldflächen zum Hundepark Krefeld, der heute allerdings geschlossen ist. Wir erreichen das Industriegebiet am Krefelder Hafen und lassen das große Krefelder Hafenbecken rechts liegen.

Wir durchqueren Gellep-Stratum und dahinter den Römersee, an dem zahlreiche Zeugnisse römischer Besiedlung in dieser Region gefunden wurden.  Dann wenden wir uns dem Linner Mühlenbach zu, der uns in den schönen Greiffenhorstpark führt. Der Park knüpft an das historische Zentrum von Krefeld-Linn an, das wir durchqueren und dann wieder unseren Startpunkt an der Burg Linn erreichen.

Vier Stunden waren wir auf dieser Strecke unterwegs. Das erste Stück Weihnachtskuchen haben wir damit bestimmt schon wieder abtrainiert. Könnten wir ja eigentlich gleich das nächste Stück nachschieben 🙂

( MITI )