Voll am Drücker

Voll am Drücker
Büttgen, 12. Februar 2026

Unglaublich praktisches Werkzeug beim Hören und Lernen mit dem Smartphone unterwegs

Noch zwei Wochen bis zur nächsten Semester-Klausur, dann ist das Wintersemester 2025/2026 endlich Geschichte. Doch bis dahin muss ich noch ordentlich pauken, unter anderem auf meinen Walkingrunden.

Bewegung und Lernen, das passt gut zusammen, wie ich im Psychologie-Studium zunächst theoretisch erfahren und dann auch ganz praktisch erlebt habe. Und es ist auch nicht verkehrt, wenn man dabei die Sinne auf das Wesentliche fokussiert. Deshalb besser beim Walking im Dunkeln lernen, als im Hellen.

Voll am Drücker

Wer steht denn da nachts so einsam in der Gegend rum?

Auf meinen Abendrunden lasse ich mir dazu meine Aufzeichnungen und Merksätze aus dem Studium vom Smartphone vorlesen. Und damit ich zwischendurch leicht pausieren und zurückspulen kann, habe ich mir einen kleinen, feinen Drücker besorgt, der per Bluetooth angebunden ist. So lässt sich das Abspielen bequem steuern, während das klobige Smartphone in der Hosentasche bleibt.

In der linken Hand den Drücker, in der rechten Hand die Taschenlampe, so kann man mich jetzt immer spätabends rund um mein Heimatdorf antreffen. Ist allerdings außer mir um diese Uhrzeit niemand mehr unterwegs. Obwohl, das stimmt nicht ganz: Die Schneeglöckchen sind auch noch am Start, wie ich heute im Schein der Taschenlampe entdeckt habe. Und im Chor flüstern sie mir leise zu: Halt durch, es lohnt sich ganz bestimmt. Na, ich hoffe, ihr behaltet Recht 🙂

( MITI )

Erich Kästner: Der Februar

Erich Kästner: Der Februar
10. Februar 2026

Heuer ziehen die Narren Mitte Februar in die Alemannische Fastnacht

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

( MITI )

Happy Birthday to me :-)

Happy Birthday to me :-)
Büttgen, 8. Februar 2026

Geburtstagstisch am 59ten Geburstag

59er Geburtstag, oh wei oh wei. Das Alter rückt näher, man siehts. Doch mein Schatz hat mir heute einen wunderbaren Tag bereitet. Mit einem liebevoll gestalteten Geburtstagstisch, feinen Geschenken und einem wunderbaren Kuchen. Vielen Dank dafür und auch an alle, die heute an mich gedacht haben.

( MITI )

Wanderung rund um Epen

Wanderung rund um Epen
Epen (NL), 7. Februar 2026

Weite Blicke über das Tal der Geul

Heute waren wir bei herrlichem Sonnenschein im höchstgelegenen Teil der Niederlande im Tal der Geul unterwegs. Das Heuvelland (dt. Mergelland) befindet sich ganz im Süden des Landes in der Provinz Limburg. Nördlich grenzt es an Belgien, westlich an die deutsche Region Aachen. Die Hügel bilden praktisch das nördliche Vorfeld der Eifel bzw. der Ardennen. Im englischen Sprachgebrauch wird die Region oft als „Dutch Mountains“ bezeichnet.

Das Mergelland ist touristisch gut erschlossen und für Niederländer eines der beliebtesten Urlaubsziele für Inlandsreisen. Mehrere hundert Kilometer Wanderwege und Radwege, darunter die „Mergellandroute“, ziehen sich durch das hügelige Gebiet.

Die größten Ortschaften sind Vaals, Simpelveld, Gulpen-Wittem und Valkenburg. Wir waren auf einer 11 km langen Wanderung rund um Epen unterwegs, das zur Verbandsgemeinde Gulpen-Wittem gehört.

Vielfach führte uns die Tour über feuchte und in dieser Jahreszeit matschige Wiesen entlang der mäandernden Geul, dann aber auch auf die Höhen am Elzetterbosch mit tollen Fernblicken in das Geultal. Eine wunderbare Runde.

( MITI )

Rundgang Kunstakademie 2026/I

Rundgang Kunstakademie 2026/I
Düsseldorf, 4. Februar 2026

Gemeinsame Klassenarbeit: Gerüstkonstruktion zur flexiblen Präsentation von Malerei

In der ersten Februarwoche zeigen die rund 500 Studenten der Kunstakademie Düsseldorf traditionell ihre Semesterarbeiten. Viele Klassenateliers im prächtigen Gründerzeitbau sind dann für Besucher geöffnet. Wir gehörten heute zu den ersten Kunstinteressierten, die bei herrlichem Sonnenschein durch die lichtdurchfluteten Etagen geschlendert sind. Und anders als an den Wochenenden war auch noch nicht übermäßig viel los. Hier kommen einige Arbeiten, die uns spontan angesprochen oder einfach neugierig gemacht haben.

( MITI )

HER. UN/SEEN

HER. UN/SEEN
Düsseldorf, 31. Januar 2026

Innen / Außen

Kaum zu glauben, dass sich die angesehene Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten erst im Jahre 1977 auch für Künstlerinnen geöffnet hat,129 Jahre nach ihrer Gründung. Bis dahin war der Malkasten ein exklusiver Männerclub.

Eines der ersten weiblichen Mitglieder war damals die Malerin, Grafikerin und Illustratorin Helga Radener-Blaschke, die sich in den 1950er und 1960er Jahren deutschlandweit einen Namen mit Kunst-am-Bau-Projekten gemacht hatte.

Knapp 50 Jahre nach der entscheidenden Satzungsänderung würdigt der Verein die Arbeiten seiner Mitgliederinnen in einer Ausstellung unter dem Titel „HER. un/seen. Künstlerinnen im Malkasten 1977-1997″.

HER. UN/SEEN

Ausstellungsplakat

Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der großen Bandbreite weiblicher Positionen im Malkasten in den ersten zwei Jahrzehnten nach der wegweisenden Satzungsänderung. Gezeigt werden die Werke von rund 40 ausgewählten Künstlerinnen, unter ihnen viele Neu- und Wiederentdeckungen.

Die Exponate – Gemälde und Fotografien, Zeichnungen, Collagen und Druckgrafiken, Skulpturen, Videoarbeiten und Installationen – stammen von den Künstlerinnen selbst, aus deren Nachlässen, aus Museen und Privatsammlungen sowie aus dem Archiv des Künstlerverein Malkasten. Zusätzlich belebt wird die Ausstellung durch Video-Interviews mit Künstlerinnen, die eigens aus diesem Anlass geführt wurden.

Während die Ausstellung einerseits die Vergangenheit des Vereins aufarbeitet, zeigt sie andererseits die aktuelle künstlerische Praxis von Frauen. Drei junge Künstlerinnen, Malkästnerinnen aus dem Umfeld der Kunstakademie, haben neue Arbeiten entwickelt, die Bezug nehmen auf drei der älteren Positionen in der Ausstellung.

Künstlerinnen der Ausstellung, die mit Werken und/oder Interviews vertreten sind: Ulrike Arnold, Ulrike Beckmann, Alice Blumberg, Dorothee Bouchard, Charlotte Buck-Bliesener, Adina Caloenescu, Antonia Dombrowski, Ilna Ewers-Wunderwald, Karin Flörsheim, Gretel Gemmert, Lenore Gerber-Sporleder, Maren Heyne, Nan Hoover, Setsuko Ikai-Kottmann, Anna Jocham, Ruth van Kampen, Claudia van Koolwijk, Elisabeth Köhler-Burtscheidt, Herma Körding, Kim-Camille Kreuz, Silke Leverkühne, Julia Lohmann, Marianne Mangold-Nienhaus, Edith Oellers, Elly Ohms-Quennet, Jeanette Plücken, Gerhild Poos, Lu Possehl, Helga Radener-Blaschke, Natascha Schmitten, Ina Seeberg, Brigitte Seeling-Fassbender, Hannelore Strohbach, Nobuko Sugai, Sabine Tschierschky, Ruth Weber, Brigitte Wiegmann, Annette Wimmershoff.

( MITI )