Paccheri con asparago verde

Paccheri con asparago verde
Büttgen, 27. April 2026

Ein Gericht in den Farben Italiens

Bei mir gibt es heute Riesenmakkaroni mit grünem Spargel und Kochschinken in Sahnesauce. Paccheri sind große Nudelröhren in kurze Stücke geschnitten. Tatsächlich sind sie bei der Verköstigung etwas unpraktisch, weil zu groß, um sie in einem Bissen aufzunehmen, aber ab und zu mag ich sie ganz gerne.

Paccheri con asparago verde

Spargel warmhalten, während die Sauce und die Nudeln fertig kochen

Während die Nudeln für ca. 15 Minuten kochen, wird zunächst der grüne Spargel in kurze Stück geschnitten und in Salzwasser mit etwas Zucker und Butter bissfest gekocht. Anschließend abgießen und dabei eine große Tasse Spargelwasser zurückbehalten.

Unterdessen wird der Kochschinken in kleine Stücke geschnitten und mit Öl in der Pfanne angebraten. Im nächsten Schritt das Spargelwasser und die Schlagsahne hinzugeben.

Das Ganze ordentlich salzen und pfeffern und etwas aufkochen lassen, bis es sich verdickt. Ich habe auch noch etwas Gran Padano gerieben und für einen deftigeren Geschmack zum Schmelzen in die Sauce gegeben.

Dann den warmgehaltenen Spargel unterheben und die Sauce auf dem Teller über die Nudeln geben. Ein schnelles, aber schmackhaftes Gericht mit dem Gemüse der Saison.

( MITI )

Bergischer Barock in Lennep

Bergischer Barock in Lennep
Lennep, 26. April 2026

Altes Rathaus vor der Stadtkirche am Marktplatz

Nach meiner Wanderung an der Wuppertalsperre besuche ich die historische Altstadt von Lennep.  Als Mitglied der Hanse und preußische Kreisstadt war Lennep lange Zeit eine der wichtigsten Städte des Bergischen Landes.

Bereits 1259 erhielt Lennep, das heute zu Remscheid gehört, Stadtrechte. Es zählt damit zu den ältesten Städten des Bergischen Landes. Neben Wipperfürth, Ratingen und Düsseldorf galt Lennep zudem als eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Berg.

Lennep besitzt eine in der Grundstruktur mittelalterliche Altstadt, die zu den ausgewählten 35 historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens zählt. Der Stadtgrundriss ist nahezu kreisrund.

116 Häuser des Stadtkerns, darunter viele Bauwerke des Bergischen Barocks, die nach dem verheerenden Stadtbrand von 1746 entstanden, stehen unter Denkmalschutz.

Der regionaltypische Architekturstil verbindet barocke Schmuckformen mit dem lokalen Lehmfachwerkbau. Für die bergische Bautradition typisch ist der schwarze Anstrich des Ständerwerkes, der weiße Anstrich der Fenster- und Türrahmen, die Kalkung der Gefache, der grüne Anstrich der Fensterläden und Türen und der Einsatz von rheinischem Schiefer zur Wandverkleidung.

Wenn man sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie im 19. Jahrhundert die „heile Welt“ des Bergischen Landes aussah, ist man hier genau richtig.

( MITI )

Die Türen von Lennep

Die Türen von Lennep
Lennep, 26. April 2026

Typisch bergische Architektur

So viel gut erhaltener Bergischer Barock aus dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert wie in Lennep, trifft man selten an. Und da gibt es natürlich auch jede Menge ansehnliche Türen und Portalen zu bestaunen. Hier meine „Fundstellen“ aus Lennep, einer der vier früheren Hauptstädte des Bergischen Landes.

( MITI )

Wuppertalsperre im Frühling

Wuppertalsperre im Frühling
Wuppertalsperre, 25. April 2026

Blick auf die Wuppertalsperre

Perfektes Wanderwetter heute. Ich laufe eine schöne Runde im Bergischen Land an der Wuppertalsperre zwischen den Städten Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Startpunkt ist die Dörperhöhe, kurz vor der einzigen offiziellen Badestelle und Marina an der Wuppertalsperre. Dort gibt es auch einen kostenlosen Womo-Stellplatz.

Unter ständigem Auf und Ab geht es zunächst ins Feldbachtal und anschließend quer zum Dörpetal hinunter zur Hangberger Mühle am Zusammenfluss von Mühlbach und Dörpe.

Wie viele Bäche in der Region, strebt auch die Dörpe der Wuppertalsperre zu, die zwischen 1960 und 1987 errichtet wurde und im Wesentlichen der Niedrigwassererhöhung, dem Hochwasserschutz der Wupper und der Wasserkrafterzeugung dient

Nach einem steilen Anstieg erreiche ich die hübsche Friedenskapelle am „Großen Berg“ mit Blick auf die Wuppertalsperre im Hintergrund. Ich bin kurz versucht, die Glocke am äußeren Glockenturm zu läuten, aber das lasse ich dann doch lieber.

Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet Dörpetal hinunter zur Dörpetalsperre, die in die Wuppertalsperre mündet. Anschließend steige ich wieder zu meinem Startpunkt an der Dörperhöhe auf, den ich nach zwei Stunden und sieben Wanderkilometern wieder erreiche. Eigentlich war die Wanderung noch etwas länger geplant, doch ich bin nach einer intensiven Woche der Handwerkerei ein wenig schlapp in den Beinen. Reicht aber auch.

( MITI )

Holzfassade gestrichen

Holzfassade gestrichen
Büttgen, 24. April 2026

Gartenseite meines Hauses

Wie erfüllend es doch manchmal sein kann, sich körperlich zu betätigen. Diese Woche haben wir zu zweit die Holzfassade meines Hauses gestrichen. Fünf Tage lang, jeweils sechs Stunden täglich. In luftiger Höhe, mit Leiter und Gerüst.

Fünfzig Liter Holzschutz-Farblasur hat die Boden-Deckel-Verschalung durstig aufgesaugt, damit sie weiterhin ansehnlich aussieht und gut geschützt ist. War ordentlich anstrengend und ein ganz schönes Gewackel, aber es ist ein gutes Gefühl, alles geschafft zu haben. Musste auch einfach mal wieder sein, fast acht Jahre nach dem letzten Anstrich.

( MITI )

Palastblühen im Kunstpalast Dusi

Palastblühen im Kunstpalast Dusi
Düsseldorf, 23. April 2026

Die Ausstellung sucht die Verbindung von Kunst und Floristik

Ui, ist hier was los. So voll erlebe ich den Düsseldorfer Kunstpalast an einem Wochentag eher selten und in der Regel auch nur, wenn es etwas ganz Besonderes zu sehen gibt. In Scharen strömen die Menschen zur Dritten Ausgabe des „Palastblühen“, das in diesem Jahr vom 17. bis zum 26. April stattfindet.

Viel Zeit bleibt also nicht, um die Sonderausstellung zu besuchen, die passend zum Frühlingsbeginn eine Verbindung zwischen Kunst und Floristik herzustellen versucht. Rund 30 Objekte aus der bekannten Sammlung des Kunstpalasts werden durch florale Kreationen ergänzt, die in einen Dialog mit den jeweiligen Bildern treten.

Seien es Parallelen in der Farbgestaltung von Bildern und Blumengestecken, eine überbordende Üppigkeit von Pflanzen und Bildmotiven, oder die Luftigkeit von hängenden Orchideen in einem besonders hohen Ausstellungsraum: acht renommierte Florist*innen sind der Einladung des Kunstpalastes gefolgt, sich mit der Sammlung auseinanderzusetzen und Interpretationen in Bezug auf Raum und Objekt zu entwickeln.

Palastblühen im Kunstpalast Dusi

Orchideen in luftiger Höhe

Die floralen Installationen mit Echtblumen sind naturgemäß nur für kurze Zeit präsentabel und schaffen sowohl visuell als auch olfaktorisch besondere Sinneseindrücke. Offensichtlich hat sich das herumgesprochen, denn nach meinen Erinnerungen war der Andrang beim Palastblühen im letzten Jahr noch nicht ganz so groß.

Tatsächlich sind vergleichbare Präsentationsformate In den USA bereits in mehreren Museen etabliert. Doch in Deutschland ist der Kunstpalast das erste Museum, das mit einem Projekt dieser Größenordnung aufwartet.

Mich erinnert es auch ein wenig an die Rundgänge in der naheliegenden Düsseldorfer Kunstakademie zum Ende jedes Semesters. Dort werden die ausstellenden Studenten traditionell mit üppigen Blumensträußen voller exotischer Pflanzen beschenkt. Auch das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

( MITI )