Mantra-Yogalehrer Intensiv-Woche

Mantra-Yogalehrer Intensiv-Woche
Bad Meinberg, 10. November 2019

Peace, yo. Gesehen im Länder-Waldpark Sylvaticum.

Gerade bin ich von einer Woche Mantra-Yogalehrer Fortbildung im Ashram von Yoga Vidya in Bad Meinberg zurück gekehrt. Wie immer waren die Tage dort angefüllt mit Yoga-Stunden, Lerninhalten und Satsang. Wir haben viel gesungen, Mantras rezitiert, Harmonium gespielt und in dieser themenspezifischen Woche natürlich auch Mantra-Yoga praktiziert.

Immerhin ging es morgens erst um 7:00 Uhr los und nicht schon um 6:00 Uhr, wie in der Yogalehrer-Ausbildung. Schluss war dann jeweils kurz nach 22:00 Uhr. Und dann lief auch meistens nicht mehr viel.

Nur am “freien” Donnerstag-Nachmittag bin ich mal rausgekommen. Da bin ich mit dem  Fahrrad durch den Kurpark im Zentrum von Bad Meinberg geradelt und weiter zum Länder-Waldpark “Sylvaticum” hinter dem Gelände von Yoga Vidya.

Dort werde ich wohl auch demnächst mit dem Wohnmobil stehen. Yoga Vidya hat den Park mit angeschlossenem Womo-Stellplatz jüngst vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen und will die Womos zukünftig dorthin leiten.

Ich weiß noch nicht, ob ich das so gut finden soll. Denn auf dem Stellplatz gibt es zwar Strom und Entsorgungsmöglichkeiten, aber man steht doch etwas weiter weg und fühlt sich nicht so angebunden an den Ahsram. Na, mal sehen.

( MITI )

Zwei Schlösser an der Ruhr

Zwei Schlösser an der Ruhr
Essen-Kettwig, 2. November 2019

Haupthaus von Schloss Hugenpoet bei Essen-Kettwig

An der Ruhr zwischen Essen-Kettwig und Mühlheim-Mintard liegen zwei Schlösser im Abstand von weniger als 500 Metern am Fuße der Ruhrhöhen: Schloss Landsberg und Schloss Hugenpoet (gesprochen Hugenpoot). Auf Hinweisschildern hatte ich die beiden Anlagen in der Vergangenheit bereits wahrgenommen, aber heute war ich endlich einmal dort, auf einer zehn Kilometer langen Wanderung.

Wir starten am Schloss Landsberg, das sich auf einem Bergsporn am äußersten nördlichen Zipfel des Stadtgebiets von Ratingen befindet. Nur tausend Meter weiter, und man steht mitten im Zentrum von Essen-Kettwig auf der anderen Seite der Ruhr.

Das Schloss ist von einem englischen Landschaftspark und einem ausgedehnten Waldgebiet umgeben. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Höhenburg vom Ende des 13. Jahrhunderts zurück, die durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut wurde.

Ihre heutige Gestalt im Stil des Historismus erhielt das Schloss durch den Industriellen August Thyssen, der es 1903 erwarb und als repräsentativen Wohnsitz umgestalten ließ. Seit 1926 gehört die Anlage einer Stiftung der Familie Thyssen und ist heute als Seminar- und Tagungsstätte an die thyssenkrupp AG vermietet.

Nur wenige hundert Meter weiter erreichen wir das Wasserschloss Hugepoet, das sich bereits auf dem Stadtgebiet von Essen-Kettwig befindet. Der Name verweist auf die ursprünglich sumpfige Auenlandschaft im Ruhrtal und bedeutet so viel wie „Krötenpfuhl“.

Um 1509 errichteten die Ritter von Hugenpoet dort eine Burg als Ersatz für ein früheres Königsgut Karls des Großen, das im Jahr 778 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Nachkommen dieser Ritter veräußerten das Schlossgut Hugenpoet im Jahr 1831 an den Freiherrn Friedrich Leopold von Fürstenberg. Dessen Nachfahren sind noch heute Besitzer des Schlosses und betreiben dort ein bekanntes Luxushotel mit angeschlossener Gastronomie.

Die Liegenschaft präsentiert sich als rechtwinklige Schlossanlage im Stile der westfälischen Rennaissance mit innerer und äußerer Vorburg, Wassergraben und einem ausgedehnten Park, der leider nur für Hotelgäste zugänglich ist.

Wir laufen von dort in Richtung der Ruhr und weiter bis Mintard, wo wir durch den bunten Herbstwald auf die Höhen über dem Ruhrtal aufsteigen. In einer großen Schleife geht es anschließend zurück in Richtung unseres Startpunkts am Schloss Landsberg, den wir nach zweieinhalb Stunden wieder erreichen. Unterwegs sind wir ganz schön nass geworden, aber kein Problem, ich habe Wechselwäsche dabei 🙂

( MITI )

Eine begehbare Achterbachn

Eine begehbare Achterbachn
Duisburg, 2. November 2019

Die Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” im Angerpark auf der Heinrich Hildebrand Höhe in Duisburg-Hüttenheim

Wow, eine begehbare Achterbahn in Form einer riesigen Metall-Skultpur auf der Spitze einer ehemaligen Abraumhalde, das habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Nach meiner Wanderung an der Ruhr bei Essen-Kettwig bin ich mit Doxi weiter gefahren nach Duisburg-Hüttenheim.

Neben den beiden großen Stahlwerken von Mannesmann und ThyssenKrupp liegt die nach dem Duisburger Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannte Halde der früheren Metallhütte Duisburg.

Sie wird seit 2010 von der weithin sichtbaren Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” gekrönt, die zu den Landmarken der Route Industriekultur im Ruhrgebiet zählt.

Die Skulptur hat eine Grundfläche von 40 mal 40 Metern und ist etwas mehr als 20 Meter hoch. Sie kann bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Von dort oben hat man einen wunderbaren Rundumblick über Duisburg und den Rhein. Am Horizont kann man Düsseldorf und sogar die großen Braunkohlekraftwerke bei Grevenbroich in rund 35 km Entfernung erkennen.

Für den Entwurf der Landmarke wurde im Frühjahr 2009 ein Wettbewerb ins Leben gerufen. Aus diesem ging der Entwurf von Heike Mutter und Ulrich Genth als Sieger hervor. Ihr Werk hat eine begehbare Strecke von 200 Metern und ist mit 349 Stufen aus verzinktem Gitterrost belegt, was einen Bezug zur ehemaligen Zink-Metallhütte neben der Halde herstellen soll. Die Skulptur wird Nachts durch 880 LED-Lampen in den Handläufen beleuchtet. Ihr Gewicht beträgt fast 90 Tonnen.

Leider ist das Wetter bei meinem Besuch dort nicht wirklich einladend: Es regnet und stürmt. Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, die Skulptur zu begehen. Toll ist das. Ich bin völlig begeistert!

( MITI )

Am Schloss Arenfels

Am Schloss Arenfels
Bad Hönningen, 31. Oktober 2019

Blick aus den Weinbergen auf das Schloss und den Rhein

Heute Nacht endet der Oktober und mit ihm der goldene Herbst, der uns in den vergangenen zehn Tagen mit viel Sonne und warmen Temperaturen verwöhnt hat. Ab morgen soll es eine Woche lang regnen.

Ich nutze den Tag noch einmal für eine Wanderung durch herbstbunte Weinberge – diesmal in Hönningen am Rhein, rund 30 km südlich von Bonn. Die Stadt auf der rechten Rheinseite liegt im Landkreis Neuwied und gehört bereits zu Rheinland-Pfalz. Gegenüber auf der anderen Rheinseite befindet sich Bad Breisig.

Oberhab von Hönningen erstrecken sich die Ausläufer des Westwerwalds und das knapp 10 Hektar große Stadtweingut, in dem u.a. Riesling, Silvaner, Weiß- und Grauburgunder, Gewürztraminer, Portugieser und Dunkelfelder angebaut werden.

Am Rand dieser Weinberge befindet sich das Schloss Arenfels, das die Gemeinde weithin sichtbar überragt. Es geht auf eine in den Jahren 1258 und 1259 durch Gerlach von Isenburg erbaute Burg zurück. 1848 erwarb Reichsgraf Ludolf Friedrich von Westerholt das Schloss und ließ es durch den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner im neugotischen Stil umbauen. Heute befindet sich die Anlage im Besitz des Barons Antonius Geyr von Schweppenburg.

Mit Doxi laufe ich zunächst an der schönen Uferpromenade von Bad Hönningen entlang, bevor unser Aufstieg zum Schloss beginnt. Dahinter geht es auf der 13 km langen Wanderung erst durch die Weinberge und anschließend durch den Stadtwald von Hönningen. Durch das Rheintal bläst ein eiskalter Wind, aber die Sonne wärmt uns. Schön ist das.

( MITI )

Zwischen Ratingen, Homberg und Metzkausen

Zwischen Ratingen, Homberg und Metzkausen
Homberg, 30. Oktober 2019

Hier blüht noch der Raps: Blick hinunter ins Schwarzbachtal bei Götzenberg

Im Osten jenseits der Stadtgrenze von Düsseldorf wird es hügelig. In dieser von Feldflächen, kleinen Waldgebieten und zahlreichen Golfplätzen geprägten Region war ich heute auf einer 14 km langen Wanderung mit Doxi unterwegs.

Viel Spektakuläres gab es im Dreieck zwischen Ratingen-Schwarzbach, Homberg und Metzkausen nicht zu sehen. Dennoch war es eine schöne Wanderung mit vielen Bächen und Angelteichen, Fernblicken in die lieblich gewellte Landschaft und herbstlich-bunte Bäume.

In der ersten Hälfte folgt die Tour weitgehend dem Schwarzbach in Richtung Osten bis nach Homberg und weiter zum Forellenhof Schreiber. Dahinter geht es über die Höhen mit weiten Fernblicken in Richtung Westen bis zum Tal des Krumbachs.

Kurz darauf überqueren wir die Ratinger Landstraße und unterqueren bald am Hasselbach die Autobahn A3. Nun folgen wir dem Hasselbach an Hängen mit Weihnachtsbaum-Kulturen vorbei wird bis zu unserem Startpunkt am Schwarzbach, den wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder erreichen.

( MITI )

In der Rheinaue Ehingen

In der Rheinaue Ehingen
Duisburg-Ehingen, 29. Oktober 2019

Doxi am Rheinufer. Auf der anderen Flußseite: Krefeld-Uerdingen

Immer auf der Suche nach schönen Hunderunden in meiner Region bin ich mit Doxi heute am Rhein zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Mündelheim unterwegs gewesen. Trotz strahlender Sonne war es am Flußufer richtig kalt. Gut, daß ich meine Mütze vorsorglich eingesteckt hatte.

Der Rhein macht hier einen Bogen zwischen dem Chemiepark Uerdingen (ehemals Bayer-Uerdingen) auf der linken Flußseite und dem Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim auf der rechten. Ein vorderer Deich unmittelbar am Rhein und ein hinterer Deich kurz vor der Siedlung Mündelheim riegeln das Vorland ab. Dazwischen befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Ich glaube, wir waren hier schon einmal bei einem Welpentreffen mit den Hunden aus unserem A-Wurf und deren Besitzern spazieren. Ist aber schon mehr als zehn Jahre her. Heute bin ich mangels Zeit auch nur die halbe Rheinaue abgelaufen. Müssen wir demnächst noch einmal wiederkommen.

( MITI )

Ganz vorne im Westen

Ganz vorne im Westen
Selfkant, 28. Oktober 2019

Plattform in der Mitte des Rodebachs, der hier die Grenze zu den Niederlanden bildet: Der westlichste Punkt von Deutschland

Auf einer spannenden Grenzwanderung zwischen Deutschland und den Niederlanden war ich heute mit Doxi im Gebiet der Gemeinde Selfkant ganz im Westen von NRW unterwegs.

Dabei passierten wir auch den westlichsten Punkt Deutschlands, der gleichzeitig die schmalste Stelle der Niederlande markiert. Denn nur 4,8 km weiter westlich von dort beginnt bereits Belgien.

Bei herrlichem Herbstwetter führt uns die 12 km lange Wanderung von Schalbruch über Isenbruch zum westlichsten Zipfel Deutschlands. Dahinter geht es auf niederländischem Staatsgebiet nach Niewstadt und weiter durch das Naturschutzgebiet am Fluss Geelenbeek.

Durch einen schönen Wald laufen wir anschließend in nördlicher Richtung nach Susteren und biegen dort wieder nach Osten in Richtung der Deutsch-Niederländischen Grenze ab. Nach rund drei Stunden erreichen wir schließlich unseren Startpunkt in Schalbruch.

Spannend ist die Geschichte des Selfkant, der tief in die Niederlande hineinragt und nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Pfand für ausstehende Reparationsleistungen unter niederländische Verwaltung gestellt wurde. Erst im Jahre 1963 kam die Region nach zähen Verhandlungen und der Zahlung 280 Mio. D-Mark wieder zur Bundesrepublik.

In der entscheidenden Nacht zum 1. August 1963 waren die Häuser, Scheunen und alle verfügbaren Lastwagen im Selfkant vollgestopft mit niederländischem Kaffee, Zigaretten und anderem Schmuggelgut. Pünktlich um Mitternacht gelangten die Waren mit der Grenzveschiebung ohne weitere Formalitäten zollfrei ins Bundesgebiet und konnten ab den nächsten Morgen teuer weiter verkauft werden. Das brachte den Beteiligten enorme Gewinne.

Viele Selfkanter Bürger fühlten sich von den Zollprofiteuren damals übervorteilt und schickten deshalb am Morgen einen Esel als ersten Passanten über die neue Grenze zu den Niederlanden. So wollte man ein Zeichen setzen.

( MITI )

Wieder im Elfenmaar

Wieder im Elfenmaar
Naturschutzgebiet "De Meinweg", 26. Oktober 2019

Frei laufender Jungbulle im niederländischen Nationalpark “De Meinweg”

Vor ziemlich genau zwei Jahren war ich zum letzten Mal im Elfenmaar, im Herzen des wunderschönen Nationalparks “De Meinweg” an der Deutsch-Niederländischen Grenze zwischen Dalheim (Wegberg) und Herkenbosch/Roermond.

Auch heute empfängt mich das mit kleinen Seen (“Vennen”) durchsetzte Heidegebiet wieder mit wunderbarem Herbstwetter.

Doch leider sind diesmal einige der schönsten Wege gesperrt. Gemeinsam mit Doxi und meinem Kumpel Bernd folge ich den Alternativrouten, die uns das Wander-Navi weist.

Auf dem Rückweg begegnen wir am Rande des Naturschutzgebiets einer Gruppe frei laufender Hochlrandrinder. Ein schwarzer Jungbulle ist total an Doxi interessiert und das beruht durchaus auf Gegenseitigkeit.

Ich lasse mir die Gelegenheit nicht nehmen, das zutrauliche Rind ein wenig am Kopf zu kraulen. So süß, diese Viecher …

( MITI )

Das Leuchten der Weinberge

Das Leuchten der Weinberge
Rech, 24. Oktober 2019

Blick zur Burg Mayschoß

Das Ahrtal im Herbst ist ein wahrer Farbtraum. Die Weinberge leuchten in kräftigem Gelb, Rot und Grün unter einem strahlend blauen Himmel. Man kann sich kaum satt sehen, so malerisch präsentiert sich die Landschaft auf dem Rotweinwanderweg zwischen Rech, Mayschoß und Altenahr.

Mit Doxi und meiner Wanderfreundin Gabi war ich heute auf einer 14 km langen Tour in den Weinhängen und den Wäldern oberhalb der Ahr unterwegs. Der Himmel war teilweise bewölkt, aber immer wieder kam bei warmen 18 Grad Lufttemperatur die Sonne heraus. Viele Wanderer waren nur im T-Shirt unterwegs. Eine wunderbare Tour, die wir total genossen haben.

( MITI )

An der Bevertalsperre

An der Bevertalsperre
Hückeswagen, 23. Oktober 2019

Doxi fischt ein Stöckchen aus der Bevertalsperre

Heute war bei uns im Rheinland traumhaftes Herbstwetter und das habe ich für eine große Wanderung mit Doxi im Bergischen Land genutzt.

Fast sechs Stunden waren wir bei strahlendem Sonnenschein auf einer 20 km langen Runde zwischen Hückeswagen, der Bevertalsparre und der Wuppertalsperre unterwegs. Und obwohl es in den letzten Wochen ordentlich geregnet hat, sind die Talsperren nach der langen Trockenheit im Sommer noch längst nicht wieder gefüllt, wie man auf den Bildern sieht.

Herrlich, wie sich die herbstbunten Bäume im stillen Wasser der Seen spiegeln und wie satt und frisch die Wiesen auf den Höhen zwischen den Talsperren in der Sonne strahlen. Das war wirklich ein toller Ausflug.

( MITI )

Im wilden Osten von Düsseldorf

Im wilden Osten von Düsseldorf
Erkrath, 20. Oktober 2019

Total vermatschte Wege im Rotthäuser Bachtal

Auf einer herbstlich-bunten und nassen Wanderung war ich heue mit Doxi im wilden Osten von Düsseldorf zwischen Gerresheim, Erkrath und Mettmann unterwegs. Los ging es am am Nordrand von Erkrath beim Morper Park mit der Villa Grillo, dem früheren Morper Forsthaus. Am Ende des Parks unterqueren wir die Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Mettmann und laufen hinab ins Hubbelrather-Bachtal.

Dort folgen wir dem Hubbelrather Bach und umrunden dabei auf schmalen, feuchten und zugewachsenen Pfaden die Zentraldeponie Hubbelrath bis zum Gut Mydlinghoven.

Der Ritter Wilhelm von Haus zu Haus in Ratingen ließ die ehemalige Wassmühle im Jahr 1460 zu einer Wasserburg ausbauen. 1915 wurde sie in ein Gestüt und Erholungshof für Grubenpferde umgewandelt. Heute beherbergt das frühere Gut Mydlinghoven Wohnungen einer Genossenschaft, die dort Cohousing als moderne Wohnform betreibt.

Hinter dem Gut beginnt unser Abstieg in das romantische Rotthäuser Bachtal, das bereits an Düsseldorf-Gerresheim grenzt. Leider sind die wassernahen Wege nach dem vielen Regen der letzten Zeit total vermatscht. Gut, dass ich meine Wandergamaschen angezogen habe.

Während wir dem Rotthäuser Bach in Richtung Erkrath folgen, beginnt es heftig zu regnen. Wir haben zwar nur noch vier Kilometer bis zu unserem Start- und Zielpunkt am Morper Park. Doch als wir endlich wieder das Auto nach knapp drei Stunden erreichen, sind Doxi und ich total durchnässt.

Macht aber nichts, denn das war trotzdem äüßerst interessante Tour durch ein wildromantisches und mir bis dahin weitgehend unbekanntes Gebiet im Düsseldorferr Osten.

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Herbst im Siebengebirge

Herbst im Siebengebirge
Rhöndorf, 19. Oktober 2019

Weinberge unterhalb des Drachenfels bei Rhöndorf

Gar nicht einfach im Moment, eine Wanderung bei uns im Rheinland ganz ohne Regen zu absolvieren. Heute ist mir das mit meiner Wanderfreundin Gabi gelungen: Um 10:30 sind wir am Fuße des Drachenfelsens gestartet, um 14:00 Uhr waren wir wieder am Auto und erst just in diesem Moment begann es, heftig zu regnen. Perfektes Timing also auf dieser 12 km langen Runde zwischen Rhöndorf, Löwenburg und Margarethenhöhe.

( MITI )

Wieder im Sengbachtal

Wieder im Sengbachtal
Solingen-Glüder, 18. Oktober 2019

Blick von den Höhen über dem Sengbachtal zur Talsperre

Nach rund eineinhalb Jahren bin ich wieder einmal mit Doxi im schönen Sengbachtal an der gleichnamigen Talsperre südlich von Solingen unterwegs. Heute ist mein Freund Bernd mit dabei.

Wir parken am Campingplatz Glüder in unmittelbarer Nähe der Wupper und laufen nach wenigen Schritten in den Wald hinein, der gerade beginnt, sich herbstlich einzufärben. Mit jedem Wanderkilometer geht es ein Stück weiter hinauf auf die Höhen über dem Sengbachtal.

Bald erreichen wir die Staumauer der 1903 errichteten Sengbachtalsperre, die zu den ältesten Trinkwasserspeichern in Deutschland gehört. Der zwischen Wäldern gelegene Wasserspeicher unweit der Wupper versorgt die Bewohner der Stadt Solingen mit Trinkwasser.

Von der Gründungssohle erreicht die Mauer des Hauptbeckens eine Höhe von 43 m. Ihre Krone hat eine Länge von fast 180 Metern. Die Dicke der mächtigen Staumauer beträgt an der Sohle 36 m und an der Krone 5 m.

Wir steigen auf die Höhen am südlichen Rand der Talsperre auf und laufen bis zum Zufluss des Sengbachs am östlichen Rand, wo auch die Autobahn A1 den Talgrund berührt. Dort haben wir die Hälfte der 14 km langen Wanderung absolviert. Eigentlich soll es weiter in Richtung Burg mit dem imposanten Schloss der Grafen von Berg gehen.

Doch wir werden von einem Starkregengebiet mit Sturm, Hagel und Blitzen überrascht. In Ermangelung einer Schutzhütte suchen wir hinter einem meterhohen Stapel mit gefällten Baumstämmen Schutz. Doch auch der kann nicht verhindern, dass wir ordentlich nass werden. Zudem donnert und blitzt es um uns herum, und das macht doch ein wenig Angst.

Als der Regen nachlässt, beschließen wir deshalb, den Schlenker über Burg auszulassen und auf kürzestem Weg zu unserem Startpunkt zurückzukehren. Dennoch werden es am Ende 12 Wanderkilometer bei 280 Höhenmetern auf dieser schönen Herbsttour.

( MITI )

Traumwetter auf der Sophienhöhe

Traumwetter auf der Sophienhöhe
Jülich, 13. Oktober 2019

Doxi beim Aufstieg zur Spitze der Sophienhöhe

Es ist bereits Mitte Oktober, doch an diesem Sonntagnachmittag herrscht bei uns im Rheinland noch einmal Spätsommerwetter mit voller Sonne und 25 Grad.

Mit Doxi steige ich bei herrlicher Fernsicht zur Spitze der Sophienhöhe bei Jülich auf. Alle Wanderer, denen wir unterwegs begegnen, tragen T-Shirts. Und auch ich halte es nicht lange in meinem dicken Oberteil aus – einfach zu warm heute.

Die Höhe ist aus dem Abraum des angrenzenden Hambacher Tagebaus entstanden. Sie enthält das Erdreich, das abgetragen werden musste, um an die begehrte Bruankohle zu gelangen, und umfasst immerhin eine Fläche von 13 km².

Die Seitenhänge der Höhe und die verschiedenen Plateaus sind mit Mischwald bedeckt, der sich gerade herbstlich bunt einfärbt. Doch das Gelände ganz oben an unserem Zielpunkt beim “Höller Horn” erinnert eher an eine Dünenlandschaft.

Zwischen großen Sandhügeln und spärlicher Vegetation kann man von dort oben bei guter Fernsicht bis nach Düsseldorf im Osten, zur Eifel im Westen und bis nach Köln im Süden blicken.

Jenseits der zahlreichen Windräder am Fuße der Höhe erkenne ich deutlich die Kraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Oberaußem bei Grevenbroich bzw. Bergheim. Bei solchen strahlenden Aussichten lasse ich mir den Herbst gefallen.

( MITI )

Schloss Eller

Schloss Eller
Düsseldorf, 11. Oktober 2019

Das 2010 komplett sanierte Schloss Eller befindet sich heute im städtischen Besitz

Ein Schloss mitten in Düsseldorf, das ich noch nicht kenne, ja gibt’s das denn? Mit Doxi war ich heute im schönen Schlosspark Eller unterwegs. Eller liegt im Südosten Düsseldorfs und war bis 1909 eine eigenständige Gemeinde. Durch den Stadtteil fließt der südliche Arm der Düssel, der der Stadt ihren Namen verliehen hat.

Schloss Eller ist ein 1826 an Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg errichtetes Herrenhaus im klassizistischen Stil.

Das Schloss wird von einigen mittelalterlich anmutenden Wirtschaftsgebäuden umgeben, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im historisierenden gotischen Stil errichtet wurden. Die Obergeschosse sind als sichtbares Fachwerk konstruiert und mit Türmen und Erkern ausgestaltet.

Die einstige Burg war Keimzelle des Dorfes Eller, das früher weit vor den Toren Düsseldorfs in ländlich geprägter Umgebung lag. Heute bildet das Areal eine grüne Insel inmitten großstädtischer Bebauung.

Die Schlossanalge wird von einem großen Weiher umgeben, an dem sich der Schlosspark Eller anschließt. Der englische Landschaftspark bildet eine der größten Parkanlagen in Düsseldorf und ist ideal geeignet, um meiner Doxi mal richtig Stöckchen zu schmeißen. Hier waren wir nun zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal unterwegs.

( MITI )