Im Zentrum von Memmingen

Im Zentrum von Memmingen
Memmingen, 20.09.2019

Marktplatz mit Rathaus (links) im Zentrum von Memmingen

Nach unserer Morgenwanderung am Wurzacher Ried fahren wir 40 km weiter nach Memmingen an der Iller, auf der bayerischen Seite kurz hinter der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Die Stadt bezeichnet sich gerne als Tor zum Allgäu, liegt aber tatsächlich noch in Oberschwaben, etwa 50 Kilometer südlich von Ulm und 115 Kilometer südwestlich von München

Früher wurde Memmingen auch als „Stadt der Tore, Türme und der Giebel“ bezeichnet, weil ein großer Teil der mittelalterlichen Altstadt den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegsjahre überstanden hat. So gibt es unter anderem noch zehn Stadttore und Türme, zahlreiche mittelalterliche Handwerker- und Patrizier-Häuser und mehr als zwei Kilometer Stadtmauer.

Der mittelalterliche Marktplatz prägt mit dem Alten Rathaus, der Großzunft und dem Steuerhaus das Stadtbild. Außerdem gibt es in der Altstadt zahlreiche hübsche Straßenzüge, durch die der Stadtbach fließt. Schön ist das hier, ich bin ganz angetan.

( MITI )

Wurzacher Ried – Grabener Höhe – Sebastianskapelle

Wurzacher Ried – Grabener Höhe – Sebastianskapelle
Haidgau, 20. September 2019

Doxi an einem der zahlreichen Wasserläufe, die das Ried durchziehen

Wir haben die Nacht an der Therme in Bad Waldsee verbracht. Am Morgen fahren wir weiter in Richtung Bad Wurzau. Auf halber Strecke machen wir im Ort Haidgau halt und brechen von dort zu einer 12 km langen Wanderung rund um das Wurzacher Ried auf, einem der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands.

Das als Vogelschutz- und Naturschutzgebiet ausgewiesene Ried geht auf einen riesigen See zurück, der nach der letzten Eiszeit entstand und sich im laufe von Jahrtausenden allmählich in eine Moorlandschaft verwandelte.

Der weithin unberührte Kernbereich, etwa ein Drittel der Moorgesamtheit, bildet das größte zusammenhängende und noch intakte Hochmoor Mitteleuropas. Es ist umgeben von Heideflächen und bewaldeten Übergangszonen, die von Kanälen, Wasserflächen und moorig schwarzen Tümpeln durchzogen sind.

Hinter dem Ried beginnt unser Aufstieg durch Feldflächen auf die Grabener Höhe. Dabei genießen wir weite Blick in die hügelige Landschaft am Übergang zwischen Oberschwaben und dem Allgäu. Am Horizont sind in weiter Ferne die nördlichen Alpen zu sehen.

Durch dichten Wald laufen wir zurück in Richtung Haidgau. Mitten im Wald stoßen wir auf die Sebastianskapelle, einem bedeutenden Wallfahrtsort der Region. Die schmucke Kapelle ist nicht verschlossen, und so kann ich einen Blick in das Innere werfen.

Nach etwas mehr als drei Stunden erreichen wir wieder unseren Startpunkt in Haidgau. Wie vom Wanderführer versprochen, war es eine überaus abwechslungsreiche Tour mit vielen interessanten Eindrücken.

( MITI )

An der Therme Bad Waldsee

An der Therme Bad Waldsee
Bad Waldsee, 19.09.2019

Die Türme der Stiftskirche St. Peter in der Altstadt von Bad Waldsee

Wir haben den Bodensee in nördlicher Richtung verlassen und sind nach Bad Waldsee in Oberschwaben weiter gefahren. Der Ort trägt die Titel “Moorheilbad” und “Kneippkurort” und ist wegen seiner historischen Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten bekannt.

Mitten im Ort gleich neben der Altstadt liegt ein großer Natursee, der u.a. für das Freibad der Stadt genutzt wird. Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem großen Stellplatz an der beliebten Therme Bad Waldsee.

Am Mittag begebe ich mich mit Doxi auf eine interessante Wanderung, die den Titel “Moor, Wald und Felder bei Bad Waldsee” trägt. Zunächst geht es von der Therme hinunter in den Ort und durch die historische Altstadt, vorbei an den zwei weithin sichtbaren Türmen der Stiftskirche St. Peter, die bewusst versetzt zueinander stehen.

Wir laufen in nordwestlicher Richtung aus dem Ort hinaus. Hinter dem Ortsteil Steinach erstrecken sich zwei ausgedehnte, zum Teil stark mit Wald bewachsene Moor- und Auwaldregionen. Überall im Wald begegnen uns moorig dunkle Wasserflächen mit einer entsprechenden Vegetation, und Doxi lässt sich die schwarze Brühe schmecken 😉

Dreieinhalb Stunden sind wir auf diese Weise in der prallen Sonne rund um Bald Waldsee unterwegs, und da wir am Morgen bei Lindau bereits zwei Stunden gelaufen sind, haben wir uns anschließend erst einmal eine kleine Pause verdient.

( MITI )

Lindau im Bodensee

Lindau im Bodensee
Lindau / Bodensee, 19. September 2019

Hafenausfahrt in Lindau mit Leuchtturm und einem Bayrischen Löwen, der in Richtung Schweiz blickt

Meine letzte Station am Bodensee auf dieser Tour ist Lindau am östlichen Seeufer im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lindau war im Jahre 1496 Ort eines Reichstages und bis 1803 freie Reichsstadt. Heute gehört die Stadt zum Freistaat Bayern.

Lindau ist ein Touristenmagnet mit mehr als einer Million Übernachtungen im Jahr (2018). Ihr historisches Zentrum auf der Insel Lindau steht als Ensemble komplett unter Denkmalschutz.

Viele historische Bauten in der Altstadt sind mit der für den Allgäu typischen Lüftlmalerei verziert. Besonders markant ist dies u.a. am Alten Rathaus auf der Maximilianstraße, der Hauptstraße der Inselstadt.

Das 1422 ursprünglich im gotischen Stil erbaute Rathaus wurde 1576 mit einem Treppengiebel im Renaissance-Stil umgebaut. Die Glocken an seiner Spitze tragen die Jahreszahl 1617.

Auf der Maximilianstraße befinden sich weitere gut erhaltene Bürger- und Handwerkerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Laubengängen, Brotlauben (Bäckerei), Krangauben, den typischen geschnitzten Fenstersäulen, Erkern und überputzten und bemalten Fachwerkfassaden.

Am Hafen springt der Mangturm ins Auge, der von 1180 bis 1856 als Leuchtturm in Betrieb war und gleichzeitig den Endpunkt der Stadtmauer bildete. Die Hafeneinfahrt selbst wird von einem weiteren, kleineren Leuchtturm und von Bayrischen Löwen eingerahmt. Der 6 Meter hohe Löwe sitzt auf seine Vorderpranken gestützt und blickt zum Schweizer Ufer.

( MITI )

Wanderung ins Eriskircher Ried

Wanderung ins Eriskircher Ried
Eriskirchen, 18. September 2019

Am Abend: Blick vom Rande des Rieds zur Altstadt von Friedrichshafen

Am Abend laufe ich mit Doxi von unserem Stellplatz am Rande von Friedrichshafen in das angrenzende Naturschutzgebiet Eriskircher Ried. Das rund 600 Hektar große Vogelschutzgebiet liegt zwischen der Rotach- und der Schussenmündung in den Bodensee, westlich und südlich von Eriskirch und östlich von Friedrichshafen.

Das eigentliche Schutzgebiet darf nicht betreten werden, aber an zwei Stellen sind Aussichtsplattformen am Übergang zwischen der schilfbewachsenen Uferzone und dem See eingerichtet. Ich treffe hier auf einige Vogelliebhaber, die mit großen Ferngläsern aufmerksam das Kommen und Gehen der Vögel beobachten.

Der Wanderweg zwischen der Schutzzone und den angrenzenden Streuobstwiesen wird von Infotafeln und interessanten Aktfotografien aus der Natur gesäumt. Einige davon sind hier zu sehen.

( MITI )

Zeppelinstadt Friedrichshafen

Zeppelinstadt Friedrichshafen
Friedrichshafen, 18.09.2019

Ein Zeppelin als Kinderspielgerät vor dem Zeppelin-Museum am Hafen

Gestern habe ich es staubedingt nicht nach Friedrichshafen geschafft. Statt dessen bin ich nach Ravensburg ausgewichen. Heute ein neuer Versuch, und diesmal komme ich problemlos durch.

Friedrichshafen ist nach Konstanz die zweitgrößte Stadt am Bodensee. Die Kernstadt befindet sich westlich der Mündung der Rotach in den Bodensee. Etwas weiter östlich mündet auch die größere Schussen in den See. Dort stehen wir auf dem Womo-Stellplatz zwischen Jugendherberge und Camping-Platz.

Friedrichshafen entstand 1811 aus der ehemaligen Reichsstadt Buchhorn durch Zusammenschluss mit dem nahen Dorf und Kloster Hofen an derselben Bodensee-Bucht. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Stadt untrennbar mit der Geschichte der Zeppeline verbunden.

Der in Konstanz geborene Graf Zeppelin siedelte hier die Produktion seiner Starrluftschiffe an. Am 2. Juli 1900 erhob sich die 128 Meter lange LZ1 in der Manzeller Bucht zum ersten Mal in die Luft. 1906 begann man damit, das Nachfolgermodell LZ2 zu testen. Am Hafen von Friedrichshafen erzählt heute ein großes Zeppelin-Museum diese Geschichte.

Graf Zeppelin starb 1917. Das Büro Dornier, das zunächst mit Metallflugzeugbau im Hause Zeppelin beschäftigt war, wurde 1922 von Claude Dornier übernommen. Dies war der Anfang der späteren Dornier-Werke, die heute ebenfalls durch ein Museum in der Stadt repräsentiert werden.  Am Bodensee entstand u.a. das seinerzeit größte Flugzeug der Welt, die Dornier Do X.

Als wichtiger Standort von Rüstungsbetrieben war Friedrichshafen im Zweiten Weltkrieg das Ziel alliierter Luftangriffe. Die Kernstadt wurde dabei weitgehend zerstört. Das ist der Grund, warum ich bei meinem ausgedehnten Stadtrundgang mit Doxi durch die Altstadt keine historischen Gebäude entdecken kann, vom Schloss einmal abgesehen.

( MITI )

Ravensburg – die Stadt der Türme

Ravensburg – die Stadt der Türme
Ravensburg, 17.09.2019

Blick von der Veitsburg hinunter nach Ravensburg. Rechts der “Mehlsack”, der die Alstadt überragt.

Eigentlich wollte ich von Überlingen nach Friedrichshafen weiter fahren. Doch auf den Weg dorthin sind wir in einen langen Stau geraten, weil die Bundesstraße entlang des Seeufers gesperrt ist. Deshalb bin ich irgendwann in Richtung Ravensburg abgebogen, das rund 20 Kilometer nördlich des Bodensees liegt.

Von unserem Stellplatz am Westrand der Kernstadt wandere ich mit Doxi zunächst in das historische Zentrum und anschließend weiter nach Osten wieder aus der Stadt hinaus für eine Wanderung im schönen Waldgebiet zwischen Ravensburg und Weingarten.

Das oberschwäbische Ravensburg im Tal der Schussen verfügt über eine sehenswerte historische Altstadt. Die Silhouette wird geprägt durch zwei große Kirchen und mehrere gut erhaltene Türme der mittelalterlichen Stadtmauer.  Die Stadt wurde deshalb früher auch als „das schwäbische Nürnberg“ bezeichnet.

Urkundlich wurde Ravensburg erstmals 1088 erwähnt und war bis 1803 freie Reichsstadt. Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft, die in ganz Europa Niederlassungen hatte. Ende des 14. Jahrhunderts entstand in Ravensburg eine bedeutende Papierproduktion, die ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert hatte. Im Mittelalter galt Ravensburg als größter Papierlieferant nördlich der Alpen.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Ravensburg wegen seiner strategischen Bedeutungslosigkeit und dank eines großen Versorgungszentrums des Roten Kreuzes von größeren Angriffen der alliierten Luftwaffe verschont. Dadurch hat sich die historische Bausubstanz an vielen Stellen bis heute erhalten.

Mir ist Ravensburg seit meiner Kindheit durch den gleichnamigen Spieleverlag ein Begriff. Oft habe ich mir vorgestellt, wie es dort wohl aussehen mag. Jetzt weiß ich endlich Bescheid 🙂

( MITI )

Überlingen am Bodensee

Überlingen am Bodensee
Überlingen, 17. September 2019

Blick vom ehemaligen Schloss hinunter auf Überlingen

Auf der Weiterfahrt von der Insel Reichenau in Richtung Ravensburg machen wir für einen Stadtbummel in Überlingen am Nordwestrand des Bodensees (“Überlinger See”) halt.

Überlingen ist ein anerkanntes Kneippheilbad und verfügt über eine hübsche historische Altstadt an der Seepromenade. Die Stadt ist Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

Die Altstadt wird vom Turm des Münsters St. Nikolaus überragt. Die fünfschiffige Basilika wurde zwischen 1350 und 1576 im Stil der Spätgotik errichtet.

Der Johanniterorden gründete 1257 oberhalb des Seeufers eine Kommende, die bis 1806 zum katholischen Großpriorat Deutschland des Johanniter- bzw. Malteserordens gehörte. Von dort hat man einen wunderbaren  Blick über die Altstadt und auf den Bodensee.

In den Grünanlagen unterhalb der Kommende wird zum Zeitpunkt unseres Besuchs heftig gebaut, denn im kommenden Jahr wird Überlingen Gastgeber der Landesgartenschau von Baden-Württemberg sein. Dafür putzt sich die Stadt gerade heraus.

( MITI )

Auf der Insel Reichenau

Auf der Insel Reichenau
Reichenau, 16.09.2019

Doxi testet die Wasserqualität des Bodensees

Ich habe mich entschieden, noch ein wenig am schönen Bodensee zu bleiben. Von Konstanz fahren wir auf die nur 15 Kilometer entfernte Insel Reichenau.

Reichenau liegt im westlichen Teil des Bodensees, dem Untersee, zwischen Konstanz und Radolfzell. Sie ist die größte Insel im Bodensee. Sie ist 4,5 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit und seit 1838 über einen künstlich aufgeschütteten Damm mit dem Festland verbunden.

Durch die temperaturausgleichende Wirkung des Bodensees, die positiven Auswirkungen des Alpenföhns und die daraus resultierende hohe Zahl an Sonnentagen, ist das Klima auf Reichenau besonders mild.

Davon profitiert der Gemüseanbau auf der Insel mit bis zu drei Freilandernten pro Jahr. Etwa 160 Hektar der Insel werden landwirtschaftlich genutzt, mehr als 25 % der Anbaufläche befindet sich in Gewächshäusern.

Neben dem Gemüseanbau bildet der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Insel. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es ist wirklich schön hier. Überall blüht und gedeiht es, die Felder sind mit zahllosen Streuobstbäumen durchsetzt und der See fast überall nur wenige hundert Meter entfernt.

Am Nachmittag baue ich deshalb mein Faltboot auf und gehe im See paddeln. Leider ist in der Zwischenzeit Wind aufgekommen und die Wellen auf dem See wesentlich höher als erwartet. Deshalb traue ich mich nicht ganz so weit auf den See hinaus, wie eigentlich gewünscht. Dennoch ein schönes Erlebnis.

( MITI )

Am Kloster Reichenau

Am Kloster Reichenau
Reichenau, 16. September 2019

Blick auf das Kloster Reichenau

Bei der Erkundung der Insel Reichenau besuche ich im Ortsteil Mittelzell das berühmte ehemalige Kloster Reichenau, dessen frühmittelalterliche Buchmalerei seit 2003 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehört. Es zählt neben St. Gallen und Fulda zu den bedeutendsten Klöstern der karolingischen Zeit.

Das Kloster geht auf eine im Jahre 724 n.Chr. gegründete Benediktinerabtei zurück. Nach den napoleonischen Sekularisierungen verließen im Jahre 1803 die letzten Mönche die Insel. Doch seit 2001 leben wieder einige Benediktiner dort.

Das Kloster war im Frühmittelalter eines der wichtigen kulturellen und wissenschaftlichen Zentren des Reiches der Karolinger und Ottonen. Speziell durch die Manuskripte aus dem 10. und 11. Jahrhundert, die die Ottonische Buchmalerei repräsentieren, hat das Kloster eine weitreichende Bekanntheit erreicht.

Als herausragend gelten auch die mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten des Klosters. So solle die Reichskrone in der Wiener Schatzkammer durch die Goldschmiede des Klosters Reichenau angefertigt worden sein. Ich nutze den Besuch der Klosterkirche, um an diesem geschichtsträchtigen Ort zwei Kerzlein für meine Eltern anzuzünden.

( MITI )

An der Blumeninstel Mainau

An der Blumeninstel Mainau
Insel Mainau, 15. September 2019

Blick hinauf zur italienische Wassertreppe (Foto Harke | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Am Abend wandere ich mit Doxi von unserem Stellplatz an der Bodensee Therme 6 Kilometer am Seeufer entlang zur Insel Mainau. Die drittgrößte der Bodenseeinseln befindet sich in dem als Überlinger See bezeichneten nordwestlichen Teil des Bodensees. Sie ist über eine Brücke zu erreichen und verfügt über einen eigenen Schiffsanleger.

Bedingt durch das günstige Bodenseeklima wachsen im Schlosspark der tropfenförmigen Insel Palmen und andere mediterrane Pflanzen. Wegen ihrer reichen subtropischen, teilweise auch tropischen Vegetation wird die Mainau häufig als „Blumeninsel“ bezeichnet.

Neben den historischen Gebäuden bildet das von Großherzog Friedrich I. ab 1856 angelegte parkähnliche Arboretum das Herzstück der Insel. Dort wachsen mehr als 500 verschiedene Arten von zum Teil seltenen und wertvollen Laub- und Nadelgehölzen.

Die Insel gelangte im Jahre 1928 durch Erbschaft in den Besitz des schwedischen Königshauses. Das Schloss war zu diesem Zeitpunkt feucht und voller Ungeziefer, die Parkanlagen verwildert. 1932 übertrug Prinz Wilhelm von Schweden die Verwaltung der Mainau an seinem 23-jährigen Sohn Prinz Lennart Bernadotte. Er stellte sich der Herausforderung und fand Gefallen daran, die Mainau wieder zu einem Blumenparadies auszubauen.

Als Lennart Bernadotte im gleichen Jahr das schwedischen Königshaus für die Heirat mit der bürgerlichen Karin Nissvandt verlies und auf sämtliche Titel und eine mögliche Thronfolge verzichtete, zog er sich auf die Mainau zurück und machte die Insel zu seinem neuen Zuhause.

Das Schloss im Herzen der Insel ist bis heute Wohnsitz der gräflichen Familie Bernadotte, die Mainau schon in den 1930er Jahren  gegen Entgelt für viele tausende Besucher jährlich öffnete. Auch ich wollte mir die Insel gerne anschauen, bin mit Doxi an diesem Abend aber einfach zu spät dran. Na, vielleicht ein anderes Mal.

( MITI )

Im Konstanzer Münster

Im Konstanzer Münster
Konstanz, 15. September 2019

Seitenblick auf das Münster von Konstanz

Die Silhouette von Konstanz wird überragt vom mächtigen Glockenturm des Konstanzer Münsters, dem “Münster unserer Lieben Frau”, wie das katholische Gotteshaus offiziell heißt.

Die Kirche geht auf die Anfangszeit des Bischofssitzes um das Jahr 600 n. Chr. zurück. Sie war für zwölf Jahrhunderte die Kathedrale der Bischöfe von Konstanz und diente in den Jahren 1414–1418 als Sitzungssaal des Konzils von Konstanz.

Architektonisch handelt es sich beim bestehenden Bau um eine der größten romanischen Kirchen Südwestdeutschlands. Er ist als dreischiffige Säulenbasilika mit kreuzförmigem Grundriss ausgelegt und wurde im Jahr 1089 geweiht.

Die ursprüngliche Kirchenausstattung aus der Zeit der Romanik und Gotik ist heute nur an wenigen Stellen erhalten – im Innenraum überlagern sich Elemente aus der Zeit des Barocks, des Klassizismus und der Neugotik.

Als ich auf unserem Stadtbummel durch Konstanz am Münsterplatz vorbei komme, nutze ich die Gelegenheit, um dort zwei Kerzlein für meine Eltern anzuzünden. Doxi parke ich in dieser Zeit an einer Bank im Schatten des Münsters. Als ich zurück kehre, hat sich eine Frau auf die Bank gesetzt. Doxi liegt unmittelbar daneben und schaut die Dame freundlich an. Feine Doxi, so soll es sein.

( MITI )

Kunst in Konstanz

Kunst in Konstanz
Konstanz, 15. September 2019

Street Art an einer Hauswand

Auf meinem ausgedehnten Stadtbummel durch Konstanz begegnen mir immer wieder schöne Kunst- und Design-Objekte im öffentlichen Raum. Hier eine Auswahl der Objekte, die mir am besten gefallen haben.

( MITI )

In Konstanz am Bodensee

In Konstanz am Bodensee
Konstanz, 15.09.2019

Blick auf die Rheinbrücke in Konstanz. Hier fließt der Rhein aus dem Bodensee ab.

Von Tuttlingen kommend sind wir früh am Morgen an den Bodensee weiter gefahren. Unsere erstes Ziel dort ist Konstanz, die größte Stadt am Bodensee, unmittelbar an der Grenze zur Schweiz gelegen. Konstanz wurde bereits von den Römern besiedelt und ist heute ein wichtiger Ausgangspunkt für die Bodenseeschifffahrt.

An der Rheinbrücke, die von prächtigen Villen aus der Gründerzeit gesäumt wird, fließt der Rhein aus dem Bodensee ab. Die Konstanzer Altstadt und die westlich anschließenden Stadtteile sind die einzigen Gebiete Deutschlands, die südlich des Seerheins, auf der „Schweizer Seite“, liegen.

Die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen ist mit Konstanz zusammengewachsen, so dass die Staatsgrenze mitten zwischen einzelnen Häusern und Straßen hindurch verläuft. Entsprechend viele Schweizer sind in Kontanz unterwegs. Bei unserem ausgedehnten Stadtbummel stoßen wir immer wieder unvermittelt auf Grenzübergänge mitten in der Besiedelung.

Nachdem sich der Morgennebel über dem See am späten Vormittag gelegt hat, ist es ein wunderbar sonniger und warmer Tag. Überall am See liegen und sitzen die Menschen in Badebekleidung an den verstreuten Kiesstränden und genießen die Sonne oder schwimmen im See.

Fast vier Stunden bin ich mit Doxi in der Stadt und am Seeufer unterwegs. Wie schön, dass ich dieses bezaubernde Bodensee-Flair einmal erleben darf.