Von Rees nach Grietherbusch

Von Rees nach Grietherbusch
Rees, 21. Februar 2021

Blick vom Rheinufer in Rees hinüber zur großen Rheinbrücke

Gestern war ich im Ruhrgebiet unterwegs, heute ist mein Ziel der nördliche Niederrhein kurz vor der Grenze zu den Niederlanden. Mit Doxi laufe ich eine 21 km lange Wanderung von Rees in nördlicher Richtung nach Grietherbusch und zurück.

Die Landschaft ist flach und wird durch offene Feldflächen und verschiedene Altarme des Rheins geprägt. Tausende von Nilgänsen überwintern auf den zahlreichen Wiesen, die sonst Kühen als Weideflächen dienen.

Auf der gegenüber liegenden Rheinseite fällt der Blick auf die vielleicht größte Investitionsruine in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Das 1985 fertig gestellte aber niemals in Betrieb gegangene Kernkraftwerk Kalkar. Heute befindet sich auf dem Gelände und in den ehemaligen Kraftwerksgebäuden ein Freizeitpark, das “Wunderland Kalkar”.

Die Tour ist ohne große Höhepunkte, doch dafür genieße ich fast fünf Stunden volle Sonne. Am frühen Morgen sind wir noch alleine unterwegs, doch ab Mittag sind die Wege voll mit Radfahrern. Auch an der beliebten Uferpromenade von Rees ist richtig viel los. Kein Wunder, bei diesem tollen Wetter.

( MITI )

Bummel durch Alt-Wetter

Bummel durch Alt-Wetter
Wetter/Ruhr, 20. Februar 2021

Gemälde mit der Harkortschen Maschinenfabrik auf der Freiheit Wetter aus dem Jahre 1830

Auf unserer Wanderung zwischen Witten, Wetter/Ruhr und Herdecke unternehmen wir einen kleinen Abstecher in den Orsteil Alt-Wetter mit der “Freiheit Wetter”, der mittelalterlichen Keimzelle des Ortes. Dort befand sich einst eine der bedeutendsten Burgen des Ruhrtals, die heute nur noch in Teilen als Ruine erhalten ist.

An dieser Stelle begann auch Friedrich Harkort, der “Vater des Ruhrgebiets” , mit seiner Harkortschen Maschinenfabrik als einer der ersten in Deutschland Dampfmaschinen und Pumpen herzustellen. Erst dadurch wurde der Kohleabbau im Ruhrgebiet im industriellen Maßstab möglich.

Aufgrund ihrer engen Verbindung zum Leben und Wirken von Friedrich Harkort wird Wetter/Ruhr auch als Harkortstadt bezeichnet. Dies manifestiert sich in der Benennung u. a. des Harkortsees, des Harkortbergs und des Harkortturms.

Vom früheren Wohlstand zeugen auch das prächtige Rathaus und eine Reihe von Villen auf der Kaiserstraße. Interessant, das einmal zu sehen.

( MITI )

Hoch auf dem Ardeykamm

Hoch auf dem Ardeykamm
Witten, 20. Februar 2021

Blick vom Harktortturm über den Harkortsee in Richtung Herdecke

Mit meiner Wanderfreundin Gabi war ich heute bei herrlichem Sonnenschein in den Ruhrwäldern bei Witten, Wetter und Herdecke unterwegs. Wir folgten dabei der Tour 5 aus dem Rother Wanderführer “Ruhrgebiet”.

Auf der 18 km langen Wanderung ging es stetig auf und ab durch Täler und die Höhenzüge zwischen der Ruhr und dem Ardeykamm.

Das Ardeygebirge ist die Verlängerung des sog. Haarstrangs, eines schmalen, aber in in Ost-West-Richtung langgezogenen Höhenzugs. Er trennt die flache Westfälische Bucht im Norden vom hügeligen Niederen Sauerland im Süden.

Im Wald stießen wir dabei auf prächtige Herrenhäuser der Industriellenfamilie Harkot, private Waldfriedhöfe und die ersten blühenden Krokusse in diesem Jahr.

Oberhalb der Harkotsees, der die Ruhr aufstaut,  erreichen wir auf der Hälfte der Tour den Harkortturm mit toller Fernsicht in Richtung Herdecke.

Nach Überquerung des Ardeykamms laufen wir alsbald bergab ins Endertal und weiter über die Ortschaften Westende und Borbach zurück zu unserem Startplatz, den wir nach knapp fünf Stunden wieder erreichen.

Mittlerweile sind im Wald Himmel und Menschen unterwegs. Gut, dass wir so früh gestartet sind, denn an diesem ersten schönen Vorfrühlingswochenende nach dem langen Corona-Winter wollten einfach alle hinaus in die Natur Das wurde aber auch Zeit.

( MITI )

Alter und neuer Stahl in Duisburg

Alter und neuer Stahl in Duisburg
Duisburg, 19. Februar 2021

Der letzte vebliebene Hochofen 5 des ehemaligen Hüttenwerks in Duisburg-Meiderich

Heute war ich mit Heike und Doxi bei herrlichem Vorfrühlingswetter in Duisburg unterwegs. Im Norden und Süden der Industriemetropole am Rhein haben wir zwei beeindruckende Monumente aus Stahl besucht: Das 1901 gegründete ehemalige Meidericher Stahlwerk im heutigen Landschaftspark Nord und die Landmarke “Tiger and Turtle – Magic Mountain” auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen.

Die einer Achterbahn nachempfunde Großskulptur ist ein Werk von Heike Mutter und Ulrich Genth, das im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 entstand. Derzeit ist der Zugang wg. der Corona-Pandemie versperrt. Doch in ‘”normalen Zeiten” kann die 20 Meter hohe Skulptur bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Zum Flanieren lädt auch der Landschaftspark Duisburg-Nord ein. Das rund 180 Hektar große begrünte Areal erstreckt sich rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich an der alten Emscher. Der Landschaftspark ist einer der Ankerpunkte der Europäischen Route der Industriekultur sowie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Einstmals beherbergte das Werk fünf Hochöfen, die ab den 1970er Jahren nach und nach stillgelegt wurden. In den 84 Jahren seiner Existenz wurden in dem Werk 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen verhüttet und in den umliegenden Stahlwerken von Thyssen weiter verarbeitet.

Von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände umgestaltet und ab 1994 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem hat sich rund um die Resten des Hüttenwerks eine enorm artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Eine tolle Kombination, wie ich finde.

( MITI )

Land unter Schnee

Land unter Schnee
Büttgen, 12. Februar 2021

Die St. Aldegundis Kirche am Marktplatz von Büttgen

Bereits seit einer Woche liegt bei uns Schnee und es ist bitterkalt. Nachts erreicht das Thermometer kaum mehr als -10 Grad. Doch dafür scheint seit einigen Tagen richtig schön die Sonne und lässt die schneebedeckte Landschaft erstrahlen.

So auch heute auf einer 15 km-Heimattour von Büttgen über die Skihalle Neuss und die Raketenstation Hombroich zum Birkhof bei Lüttenglehn. Teilweise glitzert der Schnee in der Sonne so hell, dass man ohne Sonnenbrille kaum die Augen offen halten kann. Doch ich genieße das.

( MITI )

Geburtstag im Schnee

Geburtstag im Schnee
Büttgen, 8. Februar 2021

Doxi möchte ein Geburtstagsküsschen geben

Das hat es bei uns im lauwarmen Rheinland gefühlt seit 20 Jahren nicht mehr gegeben: Dass an meinem Geburtstag Schnee lag, und zwar für unsere Verhältnisse richtig viel.

Doch eine seltene Grenzwetterlage hat vor allem der Mitte Deutschlands vom nördlichen NRW bis hinüber nach Thüringen eisige Temperaturen und bis zu 40 cm Neuschnee gebracht.

Heike, Doxi und ich genießen es, durch den Schnee vor unserer Haustür zu stapfen. Zwischendurch kommt sogar die Sonne raus und lässt die Landschaft rund um mein Dorf wie ein Winterwonderland erstrahlen. Herrlich ist das.

( MITI )