Melanie Richter im Maxhaus Düsseldorf

Melanie Richter im Maxhaus Düsseldorf
Düsseldorf, 28. Januar 2023

Oscillare II von 2021, Acryl auf Hanf

Das Maxhaus ist eine katholische Begegnungs- und Veranstaltungsstätte im Herzen der Düsseldorf-Altstadt. Das Gebäude ist an die barocke Maxkirche angeschlossen und danach benannt.

Ursprünglich bildete der gesamte Komplex ein Kloster der Franziskaner. Es wurde auf der mittelalterlichen Zitadelle der Stadt Düsseldorf errichtet und 1661 fertiggestellt.

Mit der Säkularisation verlor das Gebäude im frühen 19. Jahrhundert seine Funktion als Kloster. Teile wurden in ein Lyzeum umgewandelt, das auch von Heinrich Heine besucht wurde.

1999 fasste man den Beschluss, das zentral gelegene ehemalige Klostergebäude zu einer Begegnungs- und Veranstaltungsstätte umzubauen.

Ein auffallendes Merkmal der Neugestaltung ist die vollständige Überdachung des Innenhofes innerhalb des Kreuzganges mit einer offenen Konstruktion aus Glas und Stahl. Im oberen Bereich kann man von einer Galerie in der ersten Etage durch mehrere Fenster in die Maxkirche blicken.

In dieser Galerie finden regelmäßig Wechselausstellungen statt. Derzeit werden dort 17 großformatige Werke von Melanie Richter mit Motiven gezeigt, die hervorragend in dieses Ambiente passen: farbenfrohe Glocken, abstrakte Naturmotive und immer wieder Kandelaber.

Einige Motive haben bei mir einen starken Eindruck hinterlassen, vielleicht auch aufgrund der besonderen Maltechnik, die die Künstlerin über einen langen Zeitraum entwickelt hat. Ausgewählte Bildbereiche werden dabei mit heißem Wachs bearbeitet, das mit Acrylfarben oder reinen Pigmenten über- und untermalt wird.

In ihren Naturbildern erzielt Richter dadurch eine starke Wirkung, aber auch bei den Kandelabern, wo sich die Technik in dem Motiv der Kerzen spiegelt. Eine schöne kleine Ausstellung in einem ganz besonderen Ambiente.

( MITI )

Kartoffel-Zuchini-Omelett

Vielleicht hätte ich in meiner kleinen indischen Küchenwelt bleiben sollen. Mein erster Ausflug ins Reich der modernen europäischen Youtube-Cuisine ist jedenfalls nicht so ganz optimal geglückt.

Vermutlich hätte mich bereits der leicht verkorkste Titel dieser Video-Anleitung stutzig machen sollen. „Einfach Zucchini und Kartoffeln reiben! Ich habe noch nie so ein lecker gekocht.“ Ja, was denn gekocht? möchte man da fragen, da fehlt doch das entscheidende Wort im Satz. Aber dafür ganz schön dick aufgetragen.

Aufgrund der Zutaten und der Rezeptbeschreibung ging es nach meinem Eindruck um Kartoffel-Omeletts, Zuchini-Puffer, Ei-Mehltaschen – irgendetwas in der Art. Scheinbar zu modern, als dass es dafür schon einen Begriff geben würde.

Aber ich wollte einfach mal was von Youtube nachkochen, um weiter Erfahrungen zu sammeln. Und zumindest das hat geklappt. Nur so richtig lecker war das mit Avocado, Käse und Schinken zu füllende Kartoffel-Zuchini-Omelett (so will ich es jetzt einfach mal nennen) entgegen der Behauptung im Videotitel nicht.

Aber das lag vermutlich auch an mir. Einfach nicht indisch genug, dieses Rezept 🙂 Zu wenig Gewürze. Oder doch eine stümperhafte Komposition von einem der zahllosen Möchtegern-Youtube-Koch-Gurus? Man weiß es nicht.

( MITI )

Animal Actors in Film und TV

Animal Actors in Film und TV
Düsseldorf, 28. Januar 2023

Im Obergeschoss des Filmmuseums Düsseldorf

Ich bin ja eher ein Bücher-, Musik- und Kunstmensch und weniger ein Cineast. Aber hochwertige Filmproduktionen können auch mich durchaus begeistern.

Einen tollen Einblick in die Filmwelt habe ich heute im Filmmuseum Düsseldorf gewonnen. Eigentlich hatte mich die Sonderausstellung „Animal Actors“ gelockt, aber auch die ungezählten Exponate der Dauerausstellung fand ich sehr interessant.

Dort werden die verschiedensten Aspekte der Filmproduktion und Präsentation gezeigt und überhaupt deutlich gemacht, wie die Bilder laufen lernten und was in der Kulturgeschichte des Menschen davor kam, als es noch keinen Strom, keine Motoren und kein elektrisches Licht gab.

An vielen Stationen können insbesondere Kinder interaktiv tätig werden, beispielsweise mit Stop-Motion-Technik kurze Filmsequenzen erstellen. Da musste ich gleich zurückdenken, wie ich als Kind in den 70er Jahren mit meinem Vater zu Hause im Hobbykeller entsprechende Versuche mit Gummifiguren und einer Super-8-Kamera unternommen habe.

In der Sonderausstellung bin ich dann den Helden meiner Kindheit wiederbegegnet, Flipper, Lassie und Fury.  Viele Filmplakate, Modelle sowie Informationen zur Wirkung und Dressur von Tieren für den filmischen Einsatz gibt es dort zu sehen. Alles sehr spannend.

( MITI )

Vegetarische indische Pinwheels

Vegetarische indische Pinwheels
Büttgen, 25. Januar 2023

Viel Gemüse, eingeschlungen in Blätterteig und ausgebacken

Mein erstes Gericht mit Blätterteig: Vegetarische indische Pinwheels. Eine äußerst schmackhafte Vorspeise oder auch als Partygericht geeignet.

Man nehme gekochte, leicht zerstampfte Kartoffeln, dazu verschiedene Gemüse, Tomatenpürree. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, sowie die üblichen Verdächtigen unter den indischen Gewürzen und rolle das Ganze in Blätterteig ein.

Dann die Rolle in einzelne Scheiben schneiden und bei 220 Grad im Ofen ausbacken. Fertig ist eine feine und feurige Vorspeise, an der ich mich eine die ganze Woche erfreut habe.

Und auch diesmal habe ich wieder etwas Wertvolles gelernt. Besser keine zu heiße Masse auf dem Blätterteig ausrollen, sonst wird der Teig weich und reißt bei der Weiterverarbeitung leicht. Gut, dass ich noch eine zweite Packung Blätterteig in Kühlschrank hatte, damit konnte ich das Ganze noch einmal ummanteln.

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Köstliches Dal Makhani

Schwarze Beluga-Linsen sind der Hauptbestandteil von Dal Makhani

Ein indisches Gericht aus schwarzen Linsen stand heute auf meinem Kochplan: Dal Makhani.

Beim Inder um die Ecke liebe ich dieses Gericht, und so war ich gespannt, ob ich das in meiner Küche ähnlich gut hinbekommen würde. Und ich kann sagen: Das Experiment ist gelungen 🙂

Ich musste vor dem Servieren zwar noch ein wenig mit Salz und Garam Masala nachwürzen, aber dann schmeckte es richtig schön scharf und exotisch. Dazu milden Reis und ein wenig indisches Brot, das passt perfekt.

Ich glaube, das koche ich mir jetzt öfters.

( MITI )

Getreidespeicher wird Kunstmuseum

Getreidespeicher wird Kunstmuseum
Duisburg, 22. Januar 2023

Links das alte Kesselhaus der Küppersmühle, in der Mitte das ehemalige Hauptgebäude mit dem Eingang und rechts der Museums-Anbau von 2021

Seit Herbst 2021 ist Duisburg um eine Attraktion reicher: Im Innenhafen gleich neben dem Stadtzentrum hat der moderne Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst geöffnet.

Das Museum in einem ehemaligen Getreidespeicher (Küppersmühle) wurde im Jahre 1999 eröffnet und durch den großzügigen Anbau nun noch einmal deutlich erweitert.

Die Fertigstellung der Erweiterung war bereits für 2011 geplant. Doch das Projekt geriet in Schieflage, weil das ursprüngliche Konzept, einen scheinbar freischwebenden Quader auf die vorhandenen Getreide-Rundsilos aufzusetzen, an Baumängeln scheiterte.

Die beauftragten Baufirmen meldeten in der Folge Insolvenz an, und es dauerte bis 2016, bis die Arbeiten am Erweiterungsbau mit einem komplett überarbeiteten Konzept erneut begannen. Doch nun steht das erweiterte komplette Museum.

Wunderbar, wie sich alte und neue Bausubstanz zusammenfinden. Aus dem Erdgeschoss blickt man in die riesigen Getreidespeicher auf, die man in den darüber liegenden Etagen auch durchqueren kann.

Eine Abfolge von 36 hellen, klar strukturierten Sammlungsräumen bietet der Kunst viel Raum zum Wirken. Neben Wechselausstellungen wird auf den vier Etagen vor allem Nachkriegskunst von namhaften deutschen Künstlern wie Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Sigmar Polke, Gerhard Richter und weiteren gezeigt.

Eine echte Pracht dieses Museum, und ein großer Schatz für das Ruhrgebiet, wie ich finde.

( MITI )