Von Kleinenbroich nach Neersen

Von Kleinenbroich nach Neersen
Neersen, 29. März 2020

Am Wassergraben vor Schloss Neersen

Die letzte Tour unserer Corona-Sonnen-Wander-Woche führt uns von Kleinenbroich zum Schloss Neersen. Auf der 23 km lange Wanderung steuern wir zunächst den Verkehrsflughafen Mönchengladbach an. Dort findet aufgrund der Corona-Krise derzeit allerdings nur Privatfliegerei statt. Etwas wehmütig schaue ich einigen aufsteigenden Cesnas hinterher, denn so bin ich früher auch geflogen.

Weiter geht es an der Galopprennbahn Mönchengladbach vorbei zum Schloss Neersen mit seinem schönen Park. Die 1371 erstmals urkundlich erwähnte Wasserburg lag ursprünglich an der Niers, die auch den Burggraben speiste. Die Burg war als steinerne Motte auf einem Donk inmitten der von Bruchwald geprägten Landschaft errichtet worden.

Unter Adrian Wilhelm von Virmond wurde die Anlage in den Jahren 1661 bis 1669 in ein dreiflügeliges, barockes Schloss mit vier Ecktürmen umgebaut. Heute finden im Innenhof des Schlosses alljährlich die Neersener Schloss-Festspiele mit Theateraufführungen statt.

Die Niers fließt allerdings nicht mehr am Schloss vorbei. Seit ihrer Begradigung im Jahr 1930 strömt die “neue Niers” etwa einen Kilometer entfernt in Richtung Viersen und weiter nach Wachtendonk.

Der schöne Park mit zahlreichen Kunstinstallationen wurde im Rahmen der Euroga 2002 als Teil einer überregionalen Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens nach Vorbildern aus dem 18. Jahrhundert wieder hergestellt. Auf dem Gelände befindet sich der u.a. “Park der Sinne” sowie eine NABU-Station.

Nach einem kleinen Sonnenbad im Park beginnen wir unseren Rückweg. Zunächst geht es in den Cloerbruch am Nordrand von Mönchengladbach-Neuwerk. Dort treffen wir auf die Neue Niers, der wir über mehrere Kilometer bis kurz vor Myllendonk folgen. Dann geht es über Herrenshoff in den schönen Wald bei Raderbroich.

Als wir nach sechseinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt erreichen, tun uns ein wenig die Füße weh. Aber dafür haben wir auf dieser ausgedehnten Tour in der ansteigenden Frühlingssonne auch ganz schön “Farbe abbekommen”.

( MITI )

Heimatrunde Büttgen, Liedberg, Schloss Dyck, Nikolauskloster

Heimatrunde Büttgen, Liedberg, Schloss Dyck, Nikolauskloster
Aldenhoven, 27. März 2020

Das Wasserschloss Dyck bei Aldenhoven

Ein neuer Tag mit schönem Frühlingswetter, den ich für eine weitere Heimatrunde nutze. Mit meiner Wanderfreundin Gabi und der feinen Doxi laufe ich von Bütggen auf einer 24 km langen Tour zunächst durch die Felder in Richtung Kleinenbroich und dann am Jüchener Bach entlang in Richtung Schlich.

Am Kommernbach stoßen wir auf den alten Friedhof der jüdischen Gemeinde in Glehn, die im Jahr 1935 noch 35 Mitglieder zählte. Die überwiegende Mehrheit wurde von den Nazis deportiert und umgebracht.

Kurz vor Liedberg passieren wir das Haus Fürth, ein schönes Herrenhaus mit Vorburg aus dem 15. Jahrhundert, die heute als die einzige erhaltene Wasserburg in Fachwerkbauweise im Rheinland gilt. Die Anlage befindet sich in Privatbesitz. Sie gehört den Grafen Spee und wird bewohnt.

Weiter geht es durch Steinforth in Richtung der hübschen kleinen Gemeinde Wallrath am Kelzenberger Bach. Hier zeigt sich die ansonsten flache Landschaft des Niederrheins zum ersten Mal ein wenig hügelig.

Hinter Wallrath umrunden wir nordwestlich von Aldenhoven das Schloss Dyck mit seinem wunderschönen Park. Rund um das Schloss befinden sich ausgedehnte Obstplantagen, in denen bereits die ersten Apfelsorten blühen.

Schloss Dyck, das sich heute im Besitz einer Stiftung befindet, gilt als eines der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Die Anlage besteht aus einer Hochburg und zwei Vorburgen, die von einem Wassergraben umgeben sind.

Heimatrunde Büttgen, Liedberg, Schloss Dyck, Nikolauskloster

Wappen über dem Torbogen von Schloss Dyck

Das vierflügelige, von Ecktürmen begrenzte Schloss umgibt einen fast quadratischen Innenhof und stammt größtenteils aus den Jahren 1636 bis 1663.

In Damm stoßen wir wieder auf den Jüchener Bach und folgen diesem bis zum Nikolauskloster zwischen Schloss Dyck und Scherfhausen. Der genaue Ursprung des Klosters ist unbekannt, doch einer Legende nach soll eine St. Nikolauskapelle an dieser Stelle bereits im 12. Jahrhundert existiert haben.

Bis 1802 bewohnten Franziskaner-Tertiaren das Kloster, seit 1905 Oblaten der makellosen Jungfrau Maria. Sie errichteten im Klostergarten eine Lourdes-Grotte zu Ehren der heiligen Junfrau Maria. Dort zünden wir heute zwei Kerzlein für unsere Eltern an, auf dass diese von der Corona-Epedemie verschont bleiben mögen.

Weiter geht es am Jüchener Bach durch schöne Natur an Scherfhausen vorbei und in das Ortszentrum von Glehn. Dort drehen wir in nordöstlicher Richtung ab und laufen durch die Felder am Golfplatz von Rittergut Birkhof vorbei zurück nach Büttgen, das wir nach rund  fünfeinhalb Stunden wieder erreichen.

( MITI )

Alles wird wieder gut

Alles wird wieder gut
Kaarst, 26. März 2020

Alles wird wieder gut – hoffnungsvolle Pflastermalerei in Zeiten der Corona-Krise bei uns im Dorf

Wieder ein Corona-Tag, an dem wir versuchen, das Beste aus dem herrlichen Wetter und der schwierigen Situation zu machen. Heute laufen wir von zu Hause aus in nordwestlicher Richtung 17 km durch die Natur.

Es geht durch die Felder von Büttgen nach Vorst, weiter am Jüchener Bach entlang zum Naturschutzgebiet Pferdsbroich. Während die industrielle Produktion unter dem Eindruck der Krise immer mehr zum Erliegen kommt, sind die Bauern auf ihren Feldern fleißig am pflügen und am säen. Und auf den Baustellen wird auch überall noch gearbeitet.

Zwischen Spargel- und Erdebeerfeldern laufen wir zum Kaarster See und von dort durch den Büttger Wald und das Driescher Wasserwerk zurück nach Hause. Keine spektakuläre Tour, aber einfach schön, in der Sonne Hand in Hand unterwegs zu sein.

( MITI )

Hoppbruch, Niers, Schloss Rheydt

Hoppbruch, Niers, Schloss Rheydt
Rheydt, 25. März 2020

Pfauen vor Schloss Rheydt

Heute bin ich mit Heike auf einer Wandertour in unserer Region unterwegs, die ich vor knapp drei Jahren schon einmal gelaufen bin. Es geht vom Hoppbruch bei Liedberg zum Schoss Rheydt und wieder zurück, eine Strecke von knapp 14 km.

Wir starten am Haus Horst, einer psychosomatischen Klinik mitten im Wald. Weiter geht es durch schönen Laubwald in dem von zahlreichen kleinen Wasserläufen durchsetzten Hoppbruch. Doxi nutzt die Gelegenheit, um sich an dem kristallklaren Wasser der Bäche zu stärken.

Am Waldrand laufen wir an einigen erhaltenen Abschnitten der mittelalterlichen Mönchengladbacher Landwehr entlang, bis wir am Schloss Rheydt auf die Niers treffen.

Im  Innenhof des Schlosses sind wie immer prächtige Pfauen unterwegs, die sich von den Besuchern kaum stören lassen. Doxi schaut ihnen ganz neugierig hinterher, bleibt aber ruhig.

Wir umrunden einmal das schöne Schloss und treten anschließend unseren Rückweg an. Wie schon seit Tagen sind wir auch heute wieder bei herrlichem Sonnenschein unterwegs. Fast könnte man die aktuelle Corona-Krise angesichts des Kaiserwetters vergessen, aber leider funktioniert das nicht ganz, dafür ist das Thema derzeit einfach zu präsent.

( MITI )

Kirschblüte an der Langen Foundation

Kirschblüte an der Langen Foundation
Neuss-Holzheim, 24. März 2020

Zugang zum Hauptgebäude der Langen-Foundation

Wieder ein kalter Frühlingstag mit herrlichem Sonnenschein. Mit dem Fahrrad mache ich mich auf zur sieben Kilometer entfernten ehemaligen NATO-Raketenstation bei Neuss. Dort hat seit 2004 die Langen Foundation ihren Sitz, eine private Kunststiftung, die der Kunstsammlung von Marianne und Viktor Langen gewidmet ist.

Der Ausstellungskomplex mit einigen bemerkenswerten Bauwerken wurde von dem japanischen Architekten Tadao Ando entworfen. Charakteristisch ist die sichtbare Struktur der Schaltafeln an den Wänden aus geglättetem Beton.

Das aus Beton, Glas und Stahl errichtete Hauptgebäude verbirgt sich, von der Ferne kaum sichtbar, hinter begrünten Erdwällen und gräbt sich zum Teil tief in den Boden ein. Im Moment ist die Ausstellung wegen der Corona-Kirse geschlossen, doch auf dem Zugangsweg am Rande einer künstlichen Wasserfläche blühen derzeit die Zierkirschen. Ganz wunderbar sieht das aus.

( MITI )

Riesenrunde zur Erft

Riesenrunde zur Erft
Neuss, 22. März 2020

Wehr der Obererft am Selikumer Park

Was macht man, wenn man wegen der Corona-Krise nicht weit weg fahren will, das wunderbare Frühlingswetter aber nach draußen lockt? Man läuft einfach zu Hause los und dreht eine riesengroße Runde durch die Region. So haben es Heike und ich heute gemacht, auf einer 23 km langen Wanderung, auf der wir fast sieben Stunden unterwegs waren.

Los ging es bei mir Zuhause in Büttgen. An der  prächtigen Braunsmühle vorbei laufen wir durch die Felder in Richtung Neuss. Am Westrand der “Quirinunsstadt” treffen wir auf den Jostenbusch und den von Napoleon erbauten Nordkanal, der einstmals den Rhein bei Neuss mit der Maas bei Venlo verbinden sollte.

Dem Nordkanal folgen wird durch den Neusser Stadtpark bis zur Obererft, einem künstlichen Erftkanal, der im Mittelalter der Speisung des Wassergrabens rund um die Neusser Stadtbefestigung diente.

Am Zusammentreffen von Nordkanal und Obererft befindet sich das vor wenigen Jahren restaurierte “Epanchoir”, eine von den Franzosen errichtete Wasserstraßenkreuzung, die zu Napelons Zeiten als ingeniertechnische Meisterleistung galt.

Von dort folgen wir der Obererft durch den Reuschenberger Busch bis zum Kinderbauernhof Selikum und dem angrenzenden Selikumer Park mit seinem großen Rotwildgehege. Als Kind war ich mit meinem Vater oft hier – bald 45 Jahre ist das her.

Im Park treffen wir auf die Erft, der wir in westlicher Richtung bis zur Eppinghover Mühle und der Museumsinsel Hombroich folgen. Dahinter schlagen wir eine nördliche Richtung ein. Wir steigen aus der Erftniederung nach Holzheim auf und laufen an der Neusser Skihalle vorbei.

Dahinter geht es über Grefrath zurück nach Büttgen, das wir nach fast sieben Wanderstunden reichlich erschöpft wieder erreichen.  Wahnsinn, wie viel Unbekanntes wir auf dieser Tour entdeckt und wie viel Sonne wir dabei getankt haben. Das hat sich wirklich gelohnt.

( MITI )

Kloster Knechtsteden

Kloster Knechtsteden
Delhoven bei Dormagen, 21. März 2020

Blick vom Krigesgefallenen -Friedhof auf die Basilika des Klosters

Gemeinsam mit meiner Wanderfreundin Gabi habe ich heute eine große Waldrunde im Neusser Süden gedreht. Unser Ziel war das Kloster Knechsteden, das rund 15 Kilometer nördlich vor den Toren von Köln liegt.

Das pittoreske Kloster mit seiner hübschen Basilika, diversen Nebengebäuden und einem beliebten Biergarten ist bei gutem Wetter regelmäßig das Ziel zahlreicher Besucher von nah und fern.

Doch aufgrund der Corona-Krise sind wir an diesem wunderbar sonnigen Frühlings-Samstag fast die Einzigen auf dem Gelände.

Beim Kloster handelt es sich um eine ehemalige Prämonstratenserabtei aus dem frühen 12. Jahrhundert, die sich seit 1896 im Besitz des Spiritanerordens befindet.

Die Klosteranlage liegt auf einer sanften Anhöhe neben der Senke eines ehemaligen Rheinarmes. Auf dem Klostergelände inmitten eines Naherholungs- und Naturschutzgebiets befindet sich auch das katholische Norbert-Gymnasium.

Die Baugeschichte und Architektur der Basilika und der gesamten Klosteranlage sind von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Die Basilika wurde in zwei Bauabschnitten zwischen 1138 und 1181 im romanischen Stil errichtet.

Nach der Schlacht von Worringen (1288) und der Belagerung von Neuss durch den burgundischen Herzog Karl den Kühnen (1474) kam es zu Zerstörungen an den Gebäuden des Klosters und an der Basilika. Da das Kloster Anfang des 18. Jahrhunderts finanziell gut ausgestattet war, wurden in dieser Zeit die meisten Gebäude in barockem Stil neu errichtet, darunter auch das Torhaus (1723).

Auf dem Klostergelände befindet sich auch ein kleiner Bauernhof mit Mufflon-Schafen. Die Ostrlämmchen sind bereits geboren und sehen so süß aus. Hoffentlich kommt niemand auf den Gedanken, sie zu essen …

( MITI )

Frühling in Zeiten von Corona

Frühling in Zeiten von Corona
Büttgen, 16. März 2020

In den Baumschulen rund um Büttgen blühen bereits die Zierkirschen

Frühlingserwachen an einem Montagmorgen, an dem nichts ist wie sonst. Seit dem Wochenende kommt das öffentliche Leben in Deutschland als Reaktion auf die Verbreitung des Corona-Virus (COVID-19) immer mehr zum Erliegen: Die Schulen sind geschlossen, viele Menschen arbeiten im Home-Office oder wagen sich gar nicht mehr auf die Straße.

Doch in der Natur, fernab von allen Menschenmassen, kann man sich am wenigsten anstecken. Deshalb unternehmen Heike und ich in der wunderbaren Frühlingssonne erst einmal einen riesengroßen Spaziergang rund um mein Heimatdorf.

Wir kommen an zahlreichen Baumschulen vorbei, kreuzen zwei Golfplätze und passieren die Baustelle der neuen Zeelink-Trasse, die ab 2021 Gas vom belgischen Zeebrügge quer durch NRW nach Norddeutschland transportieren soll.

Noch liegen die tonnenschweren Gasrohre oberirdisch in der Landschaft herum, bereit, bald verbuddelt zu werden. Wir nutzen die Gelegenheit und testen das Echo in einem etwa 100 Meter langen Teilstück. Das Ergebnis ist gewaltig: Fast zwei Sekunden dauert es, bis unsere Ausrufe deutlich leiser, aber immer noch klar erkennbar als Widerhall zu uns zurück kehren.

Wir machen uns einen Spaß daraus, den Unterwassergesang von Walen in der Röhre nachzuahmen, und die Echos und Reflexionen hören sich verblüffend echt an. Auch wenn gerade die Börsenkurse einbrechen und die Angst vor Corona die Menschen zu Hamsterkäufen treibt: Die gute Laune darf man deshalb nicht verlieren. Schon gar nicht an einem so wunderbaren Frühlingsmorgen 🙂

( MITI )

Wieder in Alt-Kaster

Wieder in Alt-Kaster
Alt-Kaster, 12. März 2020

Ruine der 1148 errichteten Burg Kaster an der Kasterer Mühlenerft. Davor sonnt sich eine Schildkörte auf einem Holzstamm im Fluss (unten links).

Nach drei Jahren bin ich zum ersten Mal wieder in Alt-Kaster an einem Seitenarm der Erft, rund 30 km von meinem Zuhause entfernt. Gemeinsam mit Heike und Doxi unternehme ich eine 10 km lange Wanderung durch das hübsche befestigte Landstädtchen und hinauf auf die angrenzende Kasterer Höhe.

Kaster lag im Mittelalter an einer wichtigen Handelsroute von Köln nach Jülich. Bis heute ist der Ort eine feste Station auf dem Jacobs-Pilgerweg von Dortmund über Düsseldorf nach Aachen.

Die gut erhaltenen Häuser stammen weitgehend aus der Zeit nach dem letzten Stadtbrand von 1624. 1955 war Kaster die nach Einwohnern zweitkleinste Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Heute gehört der Ort zu Bedburg.

Nach der Ortsdurchquerung laufen wir an der Kasterer Mühlenerft, einem Seitenarm der Erft, und am blau schimmernden Kasterer See entlang. Dann steigen wir auf die Kasterer Höhe auf, die durch die Aufschüttung des Abraums aus dem angrenzenden Tagebau entstanden ist. Mehrere Siedlungen und sogar das altehrwürdige Schloss Harff mit seinem riesigem Tierpark und Englischem Landschaftsgarten mussten dafür weichen.

Oben auf der Höhe bläst uns der Wind mächtig um die Ohren. Doch er vertreibt auch die Wolken, so dass wir einige sonnige Stunden genießen können. Das tut richtig gut.

( MITI )

Bezauberndes Gruiten

Bezauberndes Gruiten
Gruiten-Dorf, 9. März 2020

Blick in die Hauptstraße von Gruiten-Dorf mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern

Heute habe ich mit Heike das bezaubernde kleine Dorf Gruiten (gesprochen: Grüten) besucht, einen Stadtteil von Haan im Kreis Mettmann. Die Siedlung mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern liegt am Zusammenfluss von Düssel und Kleiner Düssel am Anfang des berühmten Neandertals.

Die Entstehung von Gruiten wird auf die Zeit um das Jahr 1000 datiert. Im wirtschaftlichen Mittelpunkt stand über Jahrhunderte der Kalkabbau. Kleinere Gruben und Steinbrüche sind weiterhin in der Landschaft und im Düsseltal zu erkennen. Unübersehbar ist die große Grube 7, heute ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.

Die einstige Bedeutung des Kalkabbaus für Gruiten hat viele weitere Spuren hinterlassen. So bestehen viele Gebäude in Gruiten ganz oder teilweise aus behauenem Dolomit (kalkhaltiges Gestein). Wirklich bezaubernd ist das hier.

( MITI )

Rund um das Neandertal

Rund um das Neandertal
Mettmann, 8. März 2020

Fundstelle des Neandertalers

Eine sehr schöne Wanderung habe ich heute mit Heike rund um das Neandertal im Kreis Mettmann unternommen. Dabei haben wir auch die berühmte Fundstelle des Neandertalers passiert.

Ausgangspunkt der 16 km langen Wanderung war das Neanderthal-Museum am Zusammenfluss von Mettmanner Bach und der Düssel. Wir folgen zunächst auf naturnahen Wegen dem Mettmanner Bach in östlicher Richtung.

Bald erreichen wir den Ortsrand von Mettmann und drehen in südlicher Richtung ab, um über die unbewaldeten Höhen in Richtung des Düsseltals zu schlendern. Die Sonne scheint, überall hört man die Vöglein zwitschern – ein wunderbarer Hauch von Frühling liegt in der Luft.

Dann erreichen wir die Düssel im östlichen Neandertal. Nun geht es über mehrere Kilometer an dem kleinen Fluss entlang, der später bei Düsseldorf in den Rhein mündet und der heutigen Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen ihren Namen verliehen hat.

Wir laufen an einem eiszeitlichen Wildgehege vorbei und erreichen kurz vor dem Talende die berühmte Stelle, an der die ersten Knochen des Vormenschen gefunden wurden, der heute nach dieser Fundstelle als Neandertaler bezeichnet wird.

Gut, dass wir so früh am Morgen gestartet sind, denn genau als wir wieder unseren Startpunkt erreichen, beginnt es zu regnen. Das hat doch perfekt gepasst!

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Grimlinghausen – Uedesheim

Grimlinghausen – Uedesheim
Neuss-Uedesheim, 7. März 2020

Hochwasser am Rhein zwischen Neuss und Düsseldorf

Endlich mal wieder etwas Sonne – schnell raus hier und an den Rhein, der sich zur Zeit auf den Überflutungsflächen im Neusser Süden breit gemacht hat. Noch wirkt die Landschaft winterlich, doch an einigen Stellen zeigen sich bereits die Vorboten des Frühlings.

Mensch und Tier zieht es an diesem sonnigen Samstagvormittag nach draußen. Ich muss ein wenig mit Doxi aufpassen, denn die Dame ist heiß und hat gerade ihre Stehtage. Anderen Hundebesitzern ergeht es mit ihren Hündinnen in diesen Tagen ähnlich, wie ich beim Gespräch auf dem Rheindeich erfahre. Haben sich wohl alle in der Vorfreude auf den Frühling ein wenig synchronisiert …

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Zwei Wochen mit Bellis und Doxi

Zwei Wochen mit Bellis und Doxi
Büttgen, 3. März 2020

Mama Bellis (links) will auch ein Stöckchen. Ihre Tochter Doxi hat schon eines.

Zur Zeit haben wir wieder Doxis Mutter Bellis für zwei Wochen bei uns, während ihr Frauchen Claudia im sonnigen Ägypten in Urlaub weilt. Die alte Dame vollendet in wenigen Wochen ihr 13. Lebensjahr, ist aber immer noch rüstig und auch sehr schön anzuschauen.

Stundenlanges wandern geht zwar nicht mehr, aber drei oder vier Kilometer täglich sind schon noch drin. Zumeist trottet sie gemütlich hinter uns her, aber zwischendurch dreht sie auch schon einmal auf, wenn Doxi mit einem Stöckchen hantiert und sie auch eines will. Ganz süß ist das anzuschauen.

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Fastenbrechen am Aschermittwoch

Fastenbrechen am Aschermittwoch
Büttgen, 26. Februar 2020

Mein Fastenbrechen: Ein leichtes Mango-Curry plus Kaisergemüse – lecker!

Aschermittwoch im Jahre 2020: Der Karneval ist vorüber, für viele Menschen bei uns im Rheinland hört der Spaß jetzt erst einmal auf. Doch für mich fängt er wieder an, denn ich beende heute eine zweiwöchige Fastenkur. Und Heike hat mitgemacht, was sehr schön war.

Nach zwei initialen Anfastentage habe ich in den letzten 14 Tagen nichts mehr zu mir genommen, außer täglich etwas Gemüsebrühe und ganz viel Tee. Auf der Waage hat sich das unmittelbar bemerkbar gemacht: Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren stand dort wieder eine Sieben ganz vorne.

Ob ich das nach dem Fasten halten kann, ist zweifelhaft, aber es war trotzdem ein sehr schönes Erlebnis. Überhaupt habe ich mich beim Fasten sehr gut gefühlt. Meiner Haut und meiner Figur hat man das deutlich angesehen.

Trotzdem habe ich in den letzten Tagen vor allem beim Yoga gespürt, dass ich langsam schwächer wurde. Und meine Leute meinten auch, jetzt sei es doch Mal langsamg genug mit dem Abnehmen. Im Herbst startet die nächste Fastenkur, doch jetzt freue ich mich erst einmal wieder aufs Essen.

( MITI )

Doxi ist wieder heiß

Doxi ist wieder heiß
Büttgen, 24. Februar 2020

Upps, was ist das denn?

Wir warten schon eine ganze Weile darauf, nun ist Doxi wieder heiß. Hat sich ganz schön Zeit gelassen, die Gute. Aber man konnte schon merken, wie sich die Hitze langsam aufbaut: Das vermehrte Schnuppern an Hauswänden und anderen Stellen, wo Rüden gerne ihr Urin hinterlassen. Und das Gequietsche, wenn wir bei einigen Rüden am Gartenzaun vorbeikamen. Jetzt müssen wir 14 Tage gut aufpassen, bis sich die Hysterie wieder gelegt hat.

  1. Hitze: 15. Juni 2014
  2. Hitze: 16. Februar 2015 (246 Tage Abstand)
  3. Hitze: 30. Dezember 2015 (317 Tage Abstand)
  4. Hitze: 28. September 2016 (273 Tage Abstand)
  5. Hitze: 08. August 2017 (314 Tage Abstand)
  6. Hitze: 17. März 2018 (221 Tage Abstand)
  7. Hitze: 6. Dezember 2018 (264 Tage Abstand)
  8. Hitze: 8. August 2019 (245 Tage Abstand)
  9. Hitze: 24. Februar 2029 (200 Tage Abstand)
( MITI )