
Großer Andrang am Abend bei den Busters
Gestern habe ich zum ersten Mal das kostenlose OpenAir-Festival „Rock gegen Rechts“ im Düsseldorfer Volksgarten besucht. Nachdem ich erneut den ganzen Tag über ordentlich für die anstehenden Semesterklausuren geübt hatte, war das dann sozusagen meine Belohnung.
Das durch Spenden und städtischen Mitteln finanzierte Festival gibt es mittlerweile seit über 20 Jahren. Es geht auf den rassistisch motivierten Sprengstoffanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn im Jahr 2000 zurück, bei dem zehn überwiegend jüdische Zuwanderer teils lebensgefährlich verletzt wurden und eine schwangere Frau ihr ungeborenes Kind verlor.Daraufhin formierte sich das ehrenamtliche Bündnis „Rock gegen Rechts Düsseldorf“ und etablierte ein jährlich stattfindendes, eintägiges Umsonst-und-Draußen-Festival. Neben Live-Konzerten bildet eine große „Meile der Initiativen“ mit NGOs, Gewerkschaften und Aufklärungsständen das Herzstück. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Für Kinder ist ein Karussell aufgebaut.
Ich war am Nachmittag kurz da und kehre am Abend zum Headliner-Act zurück. Es spielen die Busters, die vielleicht bekannteste Deutsche Ska-Band. Die Gruppe aus Baden-Württemberg engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rassismus und Faschismus. Mit ihren pulsierenden Rhythmen heizt die neunköpfige Combo dem Publikum ordentlich ein – um mich herum wird extatisch rumgesprungen und gefeiert.
Gleich neben mir geht plötzlich eine stark angetrunkene junge Frau zu Boden. Die Band pausiert, während rasch ein Team aus Security und Sanitätern anrückt, um sich zu kümmern. Alles sehr professionell organisiert hier und wirklich ein tolles Fest.






