
Blick in die barocke Maxkirche, früher Teil des Franziskanerklosters
Das Maxhaus ist eine katholische Begegnungs- und Veranstaltungsstätte im Stadtteil Carlstadt am Rande der Düsseldorfer Altstadt. Es ist nach der benachbarten Maxkirche benannt, mit der es einen Gebäudekomplex bildet. Neben religiösen Veranstaltungen wird im Maxhaus ein gastronomisches, künstlerisches und musikalisches Programm angeboten.
Das Haus befindet sich in den umgebauten Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters Düsseldorf. Der architektonische gelungene und mit zahlreichen Architekturpreisen gewürdigte Umbau wurde im Jahr 2006 eingeweiht.Im Keller des Gebäudes residiert die Dauerausstellung „Das verborgene Kloster“, in der die Baugeschichte des Klosters und die Geschichte der Franziskaner in Düsseldorf dargestellt werden. Dort war der Startpunkt einer hochinteressanten Führung durch die Geschichte des Klosters und der Maxkirche, die ich am vergangenen Wochenende besucht habe.
Die Anlage wurde ursprünglich innerhalb der Zitadelle Düsseldorf, einer im 16. Jahrhundert erbauten Bastion errichtet und 1661 fertiggestellt. Das Grundstück, auf dem zuvor das Anwesen des Festungsgouverneurs von Norprath lag, war den Franziskanern von Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg geschenkt worden, nachdem er ihnen 1651 die Erlaubnis zur Ansiedlung in Düsseldorf erteilt hatte.

Niemand wurde in der Kirchengeschichte schneller heiliggesprochen: Franziskanermönch Antonius von Padua mit Jesuskind
Die Maßnahme des zum katholischen Glauben konvertierten Landesherrn zielte darauf ab, in seiner Hauptstadt der Herzogtümer Jülich-Berg, die Rekatholisierung zu fördern.
Im Rahmen der französischen Besetzung des Rheinlands und der unter Napoleon energisch betriebenen Säkularisation verlor das Gebäude 1803 seine Funktion als Kloster. Es wurde in ein Lyzeum umgewandelt, das in den Jahren 1807 bis 1814 auch von Heinrich Heine besucht wurde.
Der überdachte, hell durchleuchtete Innenhof des heutigen Maxhaus wird vom historischen Kreuzgang des Klosters umschlossen, in dem sich noch einige Relikte aus der Klosterzeit erhalten haben. Dazu zählt auch die prächtige Stuckdecke im Antoniussaal, die u.a. das Wappen der Franziskaner und Szenen aus dem Leben des Franziskanerheiligen Antonius von Padua zeigt.





