Unterbacher See und Unterfeldhaus

Unterbacher See und Unterfeldhaus
Düsseldorf-Unterbach, 21. Februar 2020

Im Naturschutzgebiet Unterbacher See/Eller Forst

Der Februar war bei uns bislang nicht wirklich kalt, aber sehr regenreich. Und so kommt es, dass ich im neuen Jahr noch gar nicht so viel gewandert bin. Heute aber!

Mit meiner Wanderfreundin Gabi und Doxi drehe ich eine 15 km lange Runde im Osten von Düsseldorf. Ich bin gerade am Heilfasten und habe seit mehr als zehn Tagen nichts mehr gegessen. Aber ich fühle mich nur ein wenig schwach, und so geht alles problemlos.

Wir starten am Nordrand des Unterbacher Sees und laufen zunächst durch ein schönes Feuchtgebiet am Rande des Sees. Dann geht es in östlicher Richtung hinauf auf die Erkrather Höhen und auf dem Höhenkamm entlang des alten Römerwegs. Von dort hat man einen wunderbaren Panoramablick hinunter in die Kölner Bucht.

Im Westen erkennt man die großen Kraftwerke von Frimmersdorf und Neurath bei Grevenbroich. Links daneben die große Glessener Höhe bei Bergheim Oberaußem. Sie markiert das nördliche Ende der Ville, jenem Höhenzug, der die Kölner Bucht nach Westen abgrenzt.

Ein Stück weiter sind in der Ferne die Hochhäuser von Köln zu erahnen, darunter auch der Dom. Weiter geht es mit den großen Schornsteinen von Bayer Leverkusen, bevor sich der Blick in den aufsteigenden Höhen verliert, die den Beginn des Bergischen Landes markieren.

Wir wandern durch Unterfeldhaus und erreichen bald den großen Unterbacher See, ein bedeutendes Naherholungsgebiet für den Großraum Düsseldorf, der ursprünglich zwischen 1926 und 1973 durch Auskiesung als Baggersee entstanden ist. Obwohl der Unterbach den See an seiner Südflanke passiert, wird der See ausschließlich aus Grundwasser gespeist.

Um den See herum liegt das Naturschutzgebiet Unterbacher See/Eller Forst. Im See selbst befinden sich vier als Vogelschutzgebiet ausgewiesene Inseln. Wirklich schön ist es hier, sogar im Winter.

Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt am Nordrand des Sees. Ein paar Kilometer hätte ich sicherlich noch laufen können, doch insgesamt spüre ich schon, dass ich gerade am Fasten sein. Darf aber auch so sein.

( MITI )

Frodo ist tot

Baldur vom Niederrhein, genannt Frodo

Heute erreicht uns die traurige Nachricht, dass der feine Frodo aus unserem B-Wurf (Baldur vom Niederrhein) am 11.02.2020 verstorben ist. Er wurde fast 13 Jahre alt und mußte euthanasiert werden, um ihm weiteres Leiden zu ersparen. Seine Besitzerin Doris schrieb uns dazu:

Es begann mit der Diagnose Morbus Addinson vor 2 Jahren, die viele Symptome vorher erklärte. Mit Hilfe der Klinik in Hofheim hatten wir dies bald im Griff. Ein Jahr später dann Kehlkopflähmung und die OP mißlang, da seine Knorpel den Faden nicht hielten.

Die letzte Zeit hat er einen massiven Muskelschwund der Hinterhand, die trotz Physio, Wasserlaufband usw nicht zu verbessern war, Am Dienstag erlösten wir ihn dann.

Er war ein toller Hund. Wir sind sehr traurig, er fehlt uns sehr.

Wir wünschen seinen Beistzern Doris und Lutz alles Gute und Frodo einen wunderbaren Platz im Hundehimmel, gleich neben der großen Kiste mit den Leckerchen.

( MITI )

Sonne über der Burg Vogelsang

Sonne über der Burg Vogelsang
Gemünd, 7. Februar 2020

Der frisch restaurierte Turm der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang über dem Urftsee

Den mit Abstand schönsten Tag seit fast drei Wochen habe ich heute mit Heike für einen Tagesausflug in den Nationalpark Eifel genutzt.

Von Gemünd aus ging es auf einer 14 km langen Wanderung an der Urft entlang zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, der zweitgrößten heute noch in Deutschland erhaltenen Liegenschaft aus der NS-Zeit (nach dem ehemaligen Parteitagsgelände in Nürnberg).

In den schattigen Uferzonen an der Urft hielt sich der Frost der Nacht noch bis in den Nachmittag. Doch auf dem sonnengetränkten Uferweg konnten wir bereits am Vormittag die dicken Jacken ausziehen. Herrlich war das, endlich einmal wieder einen ganzen Tag in der Sonne unterwegs zu sein. Ein wunderbarer Ausflug.

( MITI )

Am Strand von Ouddorp

Am Strand von Ouddorp
Ouddorp, 20.01.2020

Der Leuchtturm Westhoofd an der Südspitze der Insel Goeree-Overflakkee kurz vor dem Einsetzen der Dunkelheit

Den letzten Tag an der Südholländischen Nordseeküste verbringen wir auf dem Womo-Stellplatz DeKlepperstee. Der Platz liegt bei Ouddorp auf der Insel Goeree-Overflakkee, rund zehn Kilometer nördlich von Renesse.

Von unserem Stellplatz sind es knapp tausend Meter bis zum 15 Kilometer langen Sandstrand, einem Tummelplatz für Wellenreiter, Surfer und Kiter. An der rund zwei Kilometer vorgelagerten Sandbank brechen sich die bis zu drei Meter hohen Wellen und schaffen dadurch ein ideales Wassersportrevier.

In nördlicher Richtung kann man von Ouddorp an der Küste bis hinauf zum Europoort laufen. Das riesige Hafen- und Industriegebiet an der Mündung der Maas ist Rotterdam vorgelagert und bildet den größten Hafen für Petrochemie weltweit.

In südlicher Richtung gelangt man von Ouddorp am Strand entlang bis zum Brouwersdam, der den Seearm zwischen Goeree-Overflakkee und Schouwen-Duiveland zum Meer hin abschließt.

Lustigerweise sind auch meine Freunde Klemens und Sabine mit ihrem Womo und dem Hovawart-Rüden Sinok gerade auf dem Stellplatz. Weil sie in Renesse ein Familientreffen abhalten, kommt es aber leider nicht dazu, dass wir gemeinsam mit den Hunden am Strand spazieren.

Dafür laufen Heike und ich am Sonntag fast 17 km am Meer entlang, erst in nördlicher, dann in südlicher Richtung bis zum markanten Leuchtturm Westhoofd. Es ist kalt und windig, hart schlagen die Wellen auf den Strand. Trotzdem genießen wir das Rauschen des Meers und die weiten Blicke auf die Nordsee sehr.

( MITI )

In den Verklikkerduinen

In den Verklikkerduinen
Nieuw-Haamstede, 19. Januar 2020

Bunenmasten am Strand hinter Nieuw-Haamstede

Nördlich von Niew-Haamstede erstreckt sich eine mehr als einen Kilometer tiefe Dünenlandschaft. Sie reicht vom Ortsrand bis zum endlos langen Sandstrand, der die südholländische Insel Schouwen-Duiveland an der Seeseite umgibt.

Von unserem Stellplatz in Renesse sind wir heute rund 15 km bis zu diesem schönen Naturschutzgebiet geradelt. Und Doxi war im Fahrradanhänger mit dabei. Die Natur ist hier noch etwas wilder als am Strand vor Renesse und die Dünen deutlich höher. Dahinter verläuft ein ausgedehnter Waldgürtel.

Am Strand sind wir rund 13 km in südlicher Richtung gewandert, bis wir die mächtigen Sperranlagen der Oosterschelde erblicken konnten.

Anschließend haben wir auf dem Rückweg nach Renesse mit den Fahrrädern eine langgestreckte Wiesenlandschaft durchquert, in der wilde Pferde und Kühe weiden. Teilweise mussten wir den Tieren auf dem Fahrradweg sogar ausweichen. Ein ganz schöner Ausflug war das.

( MITI )

Renesse im Winter

Renesse im Winter
Renesse, 17.01.2020

Sonnenuntergang am Strand

Ist das schön, den Traumstrand von Renesse im Winter zu erleben! Für drei Tage sind wir mit dem Womo auf dem Camping-Park “De Zeeuwsekust” gleich hinter dem Nordseedeich eingekehrt.

Jetzt, Mitte Januar, ist auf dem Womo-Stellplatz und am Strand einfach mal gar nichts los. Teilweise sind wir die Einzigen, soweit das Auge reicht. Sogar das Dammwild wagt sich aus der Deckung und grast am hellichten Tag auf den Wiesen.

Zwar ist es am Strand kalt und windig, doch die herrlichen Ausblicke aufs Meer und das beruhigende Rauschen der Brandung lassen die Kälte schnell vergessen. Jeden Tag laufen wir mehr als zehn Kilometer am Strand entlang, teilweise bis tief in die Dunkelheit.

Und Doxi hat ganz viel Spaß im Sand und am Strand, an dem sie um diese Jahrzeit auch ganztägig ohne Leine unterwegs sein darf.

( MITI )

Bei Schimmi im “Pott”

Bei Schimmi im “Pott”
Duisburg-Ruhrort, 12. Januar 2020

Wo sonst, außer in Duisburg kann es diesen Straßennamen geben?

Ich war noch ein Teeny, als der legendäre Tatort-Kommissar Horst Schimanski, verkörpert von Götz George, regelmäßig Sonntagabends über die TV-Bildschirme flimmerte. Damals ich habe den ruppigen Charme dieses Charakters und das leicht gammelige Industriemilieu im Hafen von Duisburg geliebt.

Mehr als dreißig Jahre später bin ich auf meiner ersten Wanderung im Jahr 2020 zum ersten Mal mitten im Ort des Geschehens, in der 2014 so benannten “Horst-Schimanski-Gasse” in Duisburg Ruhrort. Mit Doxi und meiner Wanderfreundin Gabi wandere ich rund um die Mündung der Ruhr in den Rhein.

Wir starten in Duisburg-Homberg und laufen auf der Westseite des Rheins mehrere Kilometer am Rande alter Industrieanlagen am Rheinufer entlang. Es ist grau, kalt und regnerisch. Winter halt, und so sind an diesem Sonntagnachmittag nur wenige Menschen draußen unterwegs.

Auf dem Fußweg der viel befahrenen Autobahnbrücke A40 wechseln wir unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm die Rheinseite. Von der Brücke haben wir einen pittoresken Blick auf die Industrie- und Hafenkulisse von Duisburg und die durch einen großen roten Pylonen markierte Mündung der Ruhr in den Rhein.

Anschließend geht es auf den Rheinwiesen zur Ruhrmündung und weiter zum modernen Binnenhafen von Duisburg gleich neben dem historischen Zentrum mit dem prächtigen alten Rathaus.

Bei Schimmi im “Pott”

Ikonisch: Der 2016 verstorbene Götz George als Kommissar Horst Schimanski

Von dort laufen wir nach Duisburg-Ruhrort, wo wir auf der Uferpromenade die Horst-Schimanski-Gasse entdecken. Der Metallpfeiler mit dem Straßenschild ist übersät mit Stickern, darunter auch einer mit dem markanten Konterfei des Kommissars.

Zurück nach Duisbug-Homberg auf der gegenüberliegenden Rheinseite gelangen wir über die Friedrich-Ebert-Brücke, die von den historischen Hebetürmen der einstmaligen Homber-Ruhrorter Rheintrajektanstalt eingerahmt wird.

Nach 15 Kilometern und dreieinhalb Stunden Wanderzeit erreichen wir reichlich durchnässt wieder unseren Startpunkt. Gabi und ich sind uns einig: Das war eine sehr stimmungsvolle Wanderung, auch wenn das Wetter nicht sehr einladend war. Doch zur Industriekulisse von Duisburg hat es absolut gepasst.

( MITI )

Rückblick auf das Jahr 2019

Mit dem Jahreswechsel geht in diesem Jahr auch ein ganzes Jahrzehnt zu Ende. Es war wieder ein bewegtes Jahr für mich: Ich bin 138 Mal mit Doxi gewandert, wir haben dabei mehr als 2.000 Kilometer zurück gelegt. Fast 200 Blog-Einträge sind daraus entstanden.

88 Nächte haben wir im Wohnmobil verbracht und auf vier großen Touren zunächst Teile von Ostdeutschland und später die Mosel, Niedersachsen und die Schwäbische Alb mit Bodensee besucht. Vermutlich wäre es noch etwas mehr geworden, hätte mich ein Meniskusschaden im August nicht ins Krankenhaus gezwungen und anschließend eine behutsame Rehabilitation erforderlich gemacht.

Ziemlich beseelt nach der Mantraweihe mit einem indischen Segenszeichen (“Tilaka”) auf der Stirn

Aber das Jahr stand auch sehr im Zeichen meiner Yoga-Praxis und der weiter voranschreitenden Ausbildung. 261 mal habe ich Yoga praktiziert, im Januar meine Meditations-Kursleiter und im März meine Yogalehrer-Ausbildung abgeschlossen.

Ende Mai war ich auf dem großen Yoga Vidya Musikfestival in Bad Meinberg und im November auf der Kirtan- und Harmonium-Woche zur Ausbildung als Mantra-Yogalehrer. Zum ersten Mal habe ich auch Weihnachten im Yoga Ashram verbracht. Das war sehr stimmungsvoll.

Dabei begann das Jahr eigentlich sehr traurig für mich mit einer Trennung nach 14 gemeinsamen Lebensjahren. Daraufhin musste ich mich erst einmal sammeln und habe ab dem Aschermittwoch fast vier Wochen heilgefastet.

Mitte des Jahres habe ich mich dann auf die Suche nach einer neuen Partnerin gemacht und bin zum Ende des Jahres tatsächlich wieder in eine neue Beziehung eingetreten. Das war ein sehr versöhnlicher Abschluss des Jahres.

Mitte Dezember ist leider mein Freund, der Wattführer Wolfgang Gedat aus Schillig, völlig unerwartet und ohne vorherige Anzeichen kurz vor Vollendung des 80. Lebensjahrs verstorben. Zwei Wochen zuvor hatten wir noch die Termine für seine Wattwanderungen im kommenden Jahr auf der Website eingestellt, die ich ehrenamtlich für ihn entwickelt und betreut habe. Lieber Wolfgang, ruhe in Frieden!

Und was wird das kommende Jahr bringen? Ich habe lange mit mir gerungen, mich aber dann doch überreden lassen, meinen alten Yogakurs bei der VHS-Kaarst als Yoga-Lehrer zu übernehmen. Nun werde ich immer mittwochs in Kaarst präsent sein müssen, was meine Womo-Reisen ein wenig einschränken dürfte. Aber der ganze Aufwand der Yogalehrer-Ausbildung macht natürlich nur Sinn, wenn man irgendwann auch einmal in dieser Funktion tätig wird. Darauf freue ich mich jetzt.

( MITI )

Im Medienhafen Düsseldorf

Im Medienhafen Düsseldorf
Düsseldorf, 28. Dezember 2019

Blick in die Marina am Medienhafen gleich neben dem Landtag

Der städtebaulich eindrucksvollste Teil von Düsseldorf ist ohne Zweifel der neue Medienhafen, der aus dem alten Güterhafen hervorgegangen ist. Neben dem Funkturm, dem Landtag und dem WDR-Funkhaus springen hier vor allem die ikonischen Gehry-Bauten und weitere farbenprächtige Neubauten in den Blick, in denen Büros und Hotels untergebracht sind. Von der Altstadt gelangt man über die Uferpromenade auf direktem Weg dorthin. Prädikat: Sehenswert.

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Von der Südbrücke zur Altstadt

Von der Südbrücke zur Altstadt
Düsseldorf-Hamm, 28. Dezember 2019

Reger Schiffsverkehr auf dem Rhein trotz Hochwassers

Tag vier nach Weihnachten. Erstmals hat es in der Nacht wieder Frost gegeben. Der Morgen beginnt bei uns zu Hause mit einem herrlich roten Himmelsglühen. Das verspricht gutes Wetter im Laufe des Tages.

Am Vormittag mache ich mich mit Doxi auf zu einer Wanderung am Rhein entlang vom Düsseldorfer Ortsteil Hamm in die Altstadt und weiter zum Medienhafen. Was mir dabei sofort ins Auge springt: Die Rheinwiesen am Deich sind vom Nachtfrost nach ganz  in weiß getünscht.

Wir laufen unter der modernen Eisenbahnbrücke über den Rhein hindurch, vorbei an den Türmen der alten Eisenbahnbrücke und einer Schafherde, die die Nacht offensichtlich unbeschadet im Freien verbracht hat.

Am großen Rheinbogen passieren wir den Düsseldorfer Golfplatz auf den Rheinwiesen und laufen dann am Rheinstrand entlang auf den Düsseldorfer Funkturm zu, immer mit Blick auf die Uferpromenade und die Altstadt.

Bald rücken der NRW-Landtag und die ikonischen Gehry-Bauten ins Blickfeld. Wir überqueren die Ausfahrt des alten Hafens und laufen entlang der Rheinpromenade bis zur Altstadt, wo am Burgplatz derzeit noch ein Riesenrad aufgebaut ist.

Zurück geht es anschließend durch den Medienhafen und Düsseldorf Hamm, bis wir nach rund drei Stunden und 12 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt erreichen. War es am Morgen noch kalt und diesig, so ist mittlerweile die Sonne hinter den Wolken hervor getreten. Herrlich ist das.

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2.000 Kilometer per Pedes

2019: Wieder ein Jahr, das wir für ganz viele schönen Wanderungen genutzt haben

Jetzt habe ich die 2.000 Wanderkilometer in diesem Jahr voll gemacht! Dabei sah es nach meiner Miniskusoperation im August eigentlich nicht so aus, dass ich dieses “Minimalziel” noch erreichen könnte. Aber nun hat es doch geklappt 🙂

In den letzten beiden Jahren hatte ich mit Doxi jeweils rund 2.400 km p.a. auf Schusters Rappen zurück gelegt. Und dabei sind die normalen täglichen Hunderunden noch gar nicht mitgezählt. Aber so viel Strecke haben wir in diesem Jahr aus den genannten Gründen dann doch nicht geschafft.

Insgesamt war ich in diesem Jahr 137 Mal wandern. Die letzten, noch ausstehenden 15 Kilometer bis zur 2000er-Marke bin ich vom Yoga Vidya-Ashram in Horn-Bad Meinberg aus durch die Lippische Hügellandschaft gewandert. Und ich muss gestehen: Es war die schrecklichste Wanderung das gesamten Jahres, ein wahres Potpourri der Widrigkeiten:

Wir sind unterwegs in Kälte, Regen und Sturm gekommen, habe keine vernünftigen Wege fernab der asphaltierten Landstraßen gefunden, sind in die Dunkelheit geraten, dann ist die Taschenlampe ausgefallen, ich habe vom vielen Regen nasse Füße bekommen und bin auch noch so tief in eine Matschfütze getapst, dass mir die eklig-kalte Schmunze voll in die Schuhe lief.

Aber wenn man ein großes Ziel vor Augen hat, dann kann man ja so einiges aushalten. Und nachdem wir zurück im Schutz des warmen Wohnmobils eingetroffen sind, war auch wieder alles gut. Ich habe Doxi abgetrocknet, mir einen feinen Tee zubereitet und ich war glücklich, die 2.000 Kilometer-Marke doch noch geknackt zu haben. Nun kann das neue Wanderjahr 2020 kommen 🙂

Blick in die Lippische Hügellandschaft bei Brüntrup

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Heiligabend im Yoga-Ashram

Heiligabend im Yoga-Ashram
Bad-Meinberg, 24. Dezember 2019

Der Weihnachtsmann bei der großen Feier im Shivananda-Saal

Zum ersten Mal habe ich den Heiligabend in diesem Jahr nicht bei meiner Familie, sondern im Ashram von Yoga Vidya in Bad Meinberg verbracht. In der “Raunacht” vom 23. auf den 24. Dezember bin ich mit Doxi im Wohnmobil angereist – meine erste Nachtfahrt seit langem. Ich glaube, ich bin noch nie so geschmeidig auf der viel befahrenen Strecke durch das Ruhrgebiet durchgekommen. Vielleicht sollte ich das ja öfters so machen.

Doch auch fernab von zu Hause konnte ich meinem gewohnten Schicksal zunächst nicht entfliehen. Bei uns gibt es auf Heiligabend regelmäßig Gans, Kartoffelklöße und Rotkohl, hier im Ashram gab es als großes Festessen und zur Freude vieler Rotkohl, Kartoffelklöße und vegane Bratlinge! Dazu wurden Unmengen an vegangen Weihnachtskeksen angeboten, und die waren wirklich sehr lecker!

Weil ich in der Nacht durch die Anreise wenig geschlafen hatte, bin ich nach dem Abendessen im Wohnmobil kurz eingenickt und dadurch zehn Minuten zur eigentlichen Weihnachtsfeier im großen Shivananda-Saal erschienen. Und da war der Saal bereits so voll, dass sich vor den beiden Eingängen bereits zwei Dutzend Menschen gemütlich gemacht hatten, weil auch sie nicht mehr in den Saal passten.

Erst war ich ein wenig enttäuscht, aber dann habe ich das Beste aus der Situation gemacht und die Veranstaltung aus meinem kuscheligen Womo heraus per Live-Streaming über das Internet geschaut. So war Doxi auch nicht alleine.

Heiligabend im Yoga-AshramDie Feier selbst war sehr christlich inspieriert. Sukadev hat aus der Bergpredigt gelesen und es wurden viele bekannte christliche Weihnachtslieder gesungen. Und als sich der Saal am Ende der Feier gegen 22:30 leerte, bin ich doch noch hinein geschlüpft, zur anschließenden Kerzenmeditiation für den Weltfrieden und die Einheit der Religionen.

Das war sehr besinnlich. Wir haben uns alle gegenseitig Kerzen angezündet und mit den Kerzen dann die Symbole der vier großen Weltreligionen vor der Bühne ausgelegt: Das Om für den Buddhismus und Hinduismus, das Kreuz für das Christentum, den Davidstern für das Judentum und einen Halbmond für den Islam. Dazu wurde gesungen: Om, Christus Eleison, Shalom und Salam Aleikum.

Anschließend wurde betend in den Geburtstag von Jesus Christus um Mitternacht hinein meditiert. Ein wunderbarer Abschluss für diesen schönen Tag.

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Ihr Krippenlein kommet

Ihr Krippenlein kommet
Neuss, 21. Dezember 2019

Mini-Krippe aus meinem 3D-Drucker – ein kleines Weihnachtspräsent für meine Freunde

Heute bin ich mit Doxi 16 km von Büttgen nach Neuss und zurück gelaufen, um dort kleine Weihnachtspräsente für meine Freunde zu verteilen. Jeder hat eine Mini-Krippe bekommen, die ich mit meinem 3D-Drucker erstellt habe. Druckzeit jeweils rund 3,5 Stunden pro Exemplar. Plätzchen sind also schneller fertig, aber ein schöner kleiner und durchaus exklusiver Hingucker für den Schreibtisch oder den Küchentisch, wie ich finde. Denn zu kaufen gibt es diese Geschenke garantiert nirgendwo …

( MITI )

Am Rhein bei Langst-Kierst

Am Rhein bei Langst-Kierst
Langst-Kierst, 19. Dezember 2019

Typische Niederrheinlandschaft im Naturschutzgebiet der Altilvericher Rheinschlinge

Den letzten Tag vor Weihnachten mit richtig schönem Wetter habe ich für eine zehn Kilometer lange Wanderung mit Doxi am Hochwasser-führenden Rhein bei Langst-Kierst genutzt.

Von Meerbüsch-Strümp geht es zunächst durch das Naturschutzgebiet der Altilvericher Rheinschlinge, das von Weiden, Feuchtwiesen und zahlreichen Wasserkanälen durchzogen wird.

Am Rhein angekommen, laufen wir anschließend in nördlicher Richtung auf Langst-Kierst zu. Auf der anderen Rheinseite liegt das noble Kaiserswerth, das mit Langst-Kierst über eine Autofähre verbunden ist.

Dahinter erstreckt sich der Flughafen Düsseldorf. Deutlich ist von unserer Rheinseite aus der Tower auszumachen. In schneller Folge erheben sich von dort die Flugzeuge und steigen über uns hinweg in den blauen Himmel auf.

47 Wanderkilometer fehlen mir noch, um auch in diesem Jahr erneut die 2000 km-Marke zu knacken. Deshalb nutze ich in diesen Tagen jede sich bietende Gelegenheit, um Strecke zu machen. Eigentlich wollte ich mit Doxi heute auf eine lange Wanderung in die Eifel fahren, doch dafür waren wir an diesem Vormittag zu spät dran …

( MITI )

Herbst in den Kämpen

Herbst in den Kämpen
Düsseldorf-Urdenbach, 17. Dezember 2019

Unberührte Reste des Altrheins in den Urdenbacher Kämpen

Herbststimmung am Rhein in den Urdenbacher Kämpen im Süden von Düsseldorf. Mit meiner Wanderfreundin Gabi bin ich auf einer 15 km langen Wanderung zwischen den Stadtteilen Benrath, Urdenbach und Garath unterwegs, die am Rande des Parks von Schloss Benrath startet.

Es ist viel zu warm für diese Jahreszeit heute, fast 15 Grad, und das wenige Tage vor Weihnachten. Wir laufen am Rheinufer entlang in südlicher Richtung und bemerken sofort, dass der Rhein ordentlich Hochwasser führt.

Bald müssen wir auf den Rheinwiesen dem Hochwasser ausweichen und schlagen uns durch Brombeerhecken in Richtung der Rheinfähre Zons durch.

Anschließend geht es auf Feldwegen über das historische “Haus Birgel” in Richtung der Urdenbacher Kämpen, einem verwilderten Altrheinarm, in dem viele Wasservögel zu Hause sind.

Jetzt, nachdem die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben, kann man die Vögel auch aus der Distanz von den wenigen Wegen aus gut beobachten. Mehrmals begegnen uns “Bird-Spotter” mit ihren teuren Kameras und riesigen Objektiven.

Auch wir entdecken Fischreiher und Kormorane, die oberhalb der Wasserflächen auf abgestorbenen Baumstämmen sitzen und auf Beute lauern. Irgendwie passt die Stimmung hier sehr gut zu den letzten Tagen des Herbstes, die nun angebrochen sind.

( MITI )