
Blick vom Diederichs-Tempel ins Tal der Wupper bei Müngsten
Müngsten, 22. April 2020
Bei herrlichem Frühlingswetter sind wir heute 15 Kilometer im Tal der Wupper durch frisch ergrünten Buchenwald gewandert. Wir starten in Müngsten und steigen auf die Wupperhöhen auf, um bald die Müngstener Eisenbahnbrücke zu unterqueren.
Die 1897 eingeweihte ehemalige Kaiser-Wilhelm-Brücke ist nach wie vor die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Die mächtige Stahlkonstruktion überspannt zweigleisig in 107 Metern Höhe das Tal der Wupper zwischen den Städten Remscheid und Solingen.
Durch den Wald geht es
weiter bis zum Ort Burg unterhalb des gleichnamigen Schlosses. Auf dem schmalen Trampelpfad hinauf zur Burg
scheuchen wir unbeabsichtigt eine große schwarze Schlange auf, die sich dort im Wald gesonnt hat.
Das mehr als einen Meter lange Reptil schlängelt sich mit einigen schnellen Bewegungen in ein Gebüsch, um sich vor Doxi in Sicherheit zu bringen. Ich bin schwer beeindruckt, denn noch nie ist mir in Deutschland eine so große Schlange in freier Wildbahn begegnet.
Schloss Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel und in der Regel auch unter der Woche gut besucht – nicht jedoch in Corona-Zeiten. Die Ausflugslokale auf der Burg sind geschlossen, ebenso wie der Sessellift, der die Besucher bequem von der Wupper hinauf zur Burg bringt.
Die Anlage war seit dem 12. Jahrhundert die Stammburg der Grafen und späteren Herzöge von Berg und ist heute das Wahrzeichen des Bergischen Landes. Sie gilt als eine der größten Burgen Westdeutschlands und die größte rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen.
Hinter dem Schloss geht es auf schmalen Pfaden wieder in den Wald und hinunter ins Tal des Eschbachs. Von dort steigen wir über die Höhen beim Ort Westhausen wieder in das Tal der Wupper hinab. Erneut unterqueren wir die Müngstener Brücke – diesmal auf der gegenüberliegenden Talseite.
Bald passieren wir den 1901 im neugotischem Stil errichten Diederichstempel, der einen schönen Blick auf das Tal der Wupper mit der Müngstener Brücke bietet. Schließlich erreichen wir nach dem Abstieg hinunter zur Wupper wieder unseren Startpunkt am Parkplatz Müngsten. Das war wirklich eine beeindruckende Tour, die uns nicht nur aufgrund unserer tierischen Begegnung sicher in Erinnerung bleiben wird.
Infotafel an der Müngstener Brücke
Frisch ergrünter Buchenwald
Blick zur Müngstener Brücke
Unter der Müngstener Brücke
Die mehr als 100 Jahre alte Stahlkonstruktion wird bereits seit einigen Jahren aufwändig rennoviert
Heart to heart
Die Wupper in Burg
Häuser in Burg
Blick zum Sessellift, der von der Wupper hinauf zur Burg fährt
Gut gelaunt unterwegs bei schönstem Frühlingswetter
Der Diederichstempel oberhalb von Burg mit Blick hinauf zum Schloss
Blick hinunter nach Burg
Der weiße Stein, an dem der Sage nach ein Ritter mit Pferd als Gottesurteil in den Fluss gestürzt wurde – und überlebte
Zugang zum Schloss Burg
Modell der Anlage
Zweiter Wehrturm am Zugang zum Innenbereich der Burg
Dritter Wehrturm am Zugang zum Innenhof der Burg
Der Uhrenturm
Reiterstandbild des Grafen Adolf von Berg vor der Burganlage, die derzeit rennoviert wird
Hotel an der Burg
Schöne Wiesen bei Westhausen
Panoramabild von Doxi im frisch ergrünten Buchenwald
Panoramabild vom Diederichs-Tempel mit Blick ins Tal der Wupper bei bei Müngsten