Die ersten Schneeglöckchen 2021

Die ersten Schneeglöckchen 2021
Kinderbauernhof Selikum, 4. Februar 2021

Schneeglöckchen am Selikumer Kinderbauernhof

Unglaublich, schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist bei uns im Rheinland die Sonne zu sehen. Wer hat das denn erlaubt?

Eigentlich wollte ich mit Doxi nur zwei Stunden unterwegs sein, aber mit der wunderbaren Sonne im Gesicht bin ich einfach immer weiter gelaufen.

Letztendlich haben wir in fünf Stunden rund 26 km zurück gelegt. Und ich konnte dabei zum ersten Mal in diesem Jahr unterwegs sogar die Jacke ausziehen.

Wir sind über die Skihalle Neuss und die Langen Foundation zur Musuemsinsel Hombroich gelaufen. Immer an der Erft entlang ging es dann in Richtung Rhein zur Eppinghover Mühle und dem Reuschenberger Park.

Dort habe ich am Kinderbauernhof Selikum auch meine ersten Schneeglöckchen in diesem Jahr entdeckt. Ich hoffe, das heißt, der Abschied vom Winter ist nicht mehr fern.

Dahinter verließen wir die Erft und liefen quer durch Neuss zum Nordkanal, dem wir ein Stück weit in Richtung Kaarst folgten. Auf halber Strecke sind wir dann wieder Richtung Westen abgebogen, um durch die Felder zurück nach Büttgen zu laufen. Eine feine Strecke mit ganz viel Sonne. Das hat richtig gut getan.

( MITI )

300 km durch Shietwetter

300 km durch Shietwetter
Büttgen, 31. Januar 2021

Wo sind nur die Farben geblieben?

Normalerweise ist der Januar kein bevorzugter Wandermonat, aber in Corona-Zeiten ist ja bekanntlich alles anders. Um der Pandemie auch im Herzen zu trotzen, bin ich in diesem Monat jeden Tag rund zehn Kilometer gelaufen, einige Male auch deutlich länger.

Fast immer war ich bei richtigem Shietwetter unterwegs, denn der erste Monat des Jahres war bei uns im Rheinland übermäßig nass und windig. Jeden Tag konnte man beobachten, wie die Pfützen auf den Feldern und Feldwegen größer und größer wurden.

Aber man kann sich ja an alles gewöhnen und mit der richtigen Kleidung und einem tröstenden Mantra auf den Lippen lässt sich auch das Shietwetter gleich viel besser ertragen. Und so haben wir auch den Januar hinter uns gebracht. Auf dass der Februar wettertechnisch besser werden möge. Das wünsche ich mir.

( MITI )

Rheinhochwasser im Sonnenschein

Rheinhochwasser im Sonnenschein
Düsseldorf, 31. Januar 2021

Die Rheinwiesen sind grötenteils überflutet, hier bei Hamm

Der graue und nasse Januar verabschiedet sich mit dem ersten Rheinhochwasser des Jahres – und mit den ersten Sonnenstrahlen gefühlt seit Weihnachten.

Wir laufen von der Kardinal-Frings-Brücke am Rheinufer entlang bis zum Funkturm. Die Rheinwiesen stehen größtenteils unter Wasser, aber hier und da bleibt  noch ein kleiner grüner Streifen, dem wir auf unserem Weg Richtung Zentrum folgen.

Es ist eisig kalt, doch wir genießen die Sonne und die kräftigen Farben, denn davon hatten wir in den letzten Wochen wirklich viel zu wenig.

( MITI )

Erster Tagesausflug seit Wochen

Erster Tagesausflug seit Wochen
Dreiborn, 27. Januar 2021

Für einen kurzen Moment tritt die Sonne hinter den Wolken hervor

So langsam fällt mir die Decke auf den Kopf, weil ich Corona-bedingt seit Wochen nicht mehr unterwegs war. Stattdessen laufe ich immer nur von zu Hause aus los. Deshalb heute als Abwechslung mal ein Tagesausflug in die verschneite Nordeifel. Mei Ziel ist die Dreiborner Hochfläche oberhalb des Urftstausees bei Gemünd.

Ab morgen soll von Südwesten her heftiges Tauwetter einsetzen. Aber heute ist es hier oben noch so richtig winterlich mit eiskaltem Starkwind, geringer Sicht und kniehohen Schneeverwehungen. Winterwonderland ist etwas anderes.

Mühsam arbeite ich mich von Dreiborn kommend auf der Hochfläche voran. Der Wind bläst mich fast weg und die vielen Schneeverwehungen tragen ihr übriges bei. Doxi kann das alles nicht anfechten: Sie wälzt sich begeistert im Schnee und galoppiert über die offenen Flächen.

Wir überqueren die Hochfläche und steigen dann ein Stück weit in Richtung des angrenzenden Rurtals hinab. Kurz vor Hirschrott machen wir kehrt und begeben uns auf den Rückweg. Glücklicherweise sind auf diesem Teil der Hochfläche nicht mehr so viele Schneeverwehungen zu durchqueren.

Doch dafür trete ich gleich Mal in eine Pfütze unterhalb der Schneedecke und hole mir nasse Füße. Aber nicht schlimm, ich habe extra Ersatzsocken im Auto mitgenommen. Und so kalt ist es auch gar nicht, gerade einmal Null-Grad. Nur der starke Wind lässt alles noch kälter erscheinen. Aber egal, ich genieße es, mal wieder unterwegs zu sein.

( MITI )

Fastenkrise? Ich doch nicht!

Fastenkrise? Ich doch nicht!
Neuss, 26. Januar 2021

Der Haribo Fabrikverkauf in Neuss. Plötzlich stand ich davor.

“Für Camel geh ich meilenweit” hieß es früher in der TV-Werbung. Heute bin ich fünf Kilometer übers Feld gelaufen, um vor dem Haribo Fabrikverkauf in Neuss zu stehen. Der ganze Laden ein einziges Zuckersuchtversprechen. Aber ich will ja ohnehin nichts kaufen, ich bin ja am Fasten. Außerdem ist der Verkauf wg. Corona gar nicht geöffnet. Wie schön für mich.

Und ich bin ja sowieso nur hier, um ein lustiges Fastenfoto zu schießen und weil ich auf meinem langen Weg zu Erftmündung in den Rhein mal eine andere Strecke laufen wollte.

Und so geht es auf dieser 25 km langen Wanderung quer durch die Neusser Innenstadt bis zu den Rheinwiesen gegenüber von Düsseldorf.

Der Rhein führt nach dem vielen Regen und Schnee der letzten zwei Wochen bereits Hochwasser. Und da soll noch wesentlich mehr kommen. Müssen die Schafe auf den Rheinwiesen aufpassen, dass sie keine Nassen Füße bekommen.

Als ich auf dem Rückweg den total vermatschten Rheindeich an der Hammer Eisenbahnbrücke erklimmen will, rutsche ich kurz vor der Deichkrone aus und falle auf der Schräge vornüber. Nirgendwo gibt es Halt  und so schliddere ich in Liegestützhaltung komplett den Deich hinunter. Anschließend sehe ich aus, als hätte ich in Schlamm gebadet. So, wie sonst nur die Doxi. Na, ja, kann ja mal passieren 🙂

( MITI )

Durch den Schnee nach Kleinenbroich

Durch den Schnee nach Kleinenbroich
Büttgen, 24. Januar 2021

Schnee bei uns im Dorf

Über Nacht hat es auch bei uns im lauwarmen Rheinland endlich einmal geschneit. Am Morgen bedecken zehn Zentimeter die Straßen, Häuser und Gärten.

Beim Schneeschippen vorm Gartenzaun fällt mir auf: Der Schnee ist extrem pappig und nass. Bei den aktuell bereits vorherrschenden Plusgeraden wird er über Tag nicht lange liegen bleiben.

Also mache ich mich gleich auf mit Doxi zu einer kleinen Schneerunde durch die Felder. Spontan beschließe ich, meinen Schatz im Nachbardorf zu besuchen.

Nur wenige Menschen sind um diese Uhrzeit bereits unterwegs, und das Laufen im pappigen Schnee fällt nicht ganz leicht.

Aber dafür hat Doxi wie immer unheimlich Spass im weißen Glanz: Sie rollt sich im Schnee ab und schlägt voller Freude Haken auf den schneebedeckten Felder. Süß ist das anzusehen.

( MITI )