Auf Schloss Wissen

Auf Schloss Wissen
Weeze, 3. November 2020

Blick auf die Hauptburg (links), Kapelle und Vorburg (rechts) von Schloss Wissen

Bei meiner Wanderung von Kevelaer nach Weeze unternehme ich auch einen Abstecher zum Schloss Wissen, einer der bekanntesten Adelssitze am Niederrhein. Das Schloss liegt südlich von Weeze am linken Ufer der Niers, die auch die Schlossgräfte speist.

Das 1372 erstmals urkundlich erwähnte Schloss besteht aus einer Vorburg, einer Kernburg sowie einer Mühle und einem großen Park mit Orangerie.

Auf dem Gelände befindet sich auch eine im späten 19. Jahrhundert errichtete Kapelle, die als bedeutendes Werk der Neugotik am Niederrhein gilt.

Die Anlage ist seit mehr als 500 Jahren der Stammsitz der Familie von Loë, die das Anwesen mittlerweile in der 17. Generation als Wohnsitz nutzt.

Nach einer umfassenden Sanierung in den 1970er Jahren präsentiert sich das Schloss heute als echtes Schmuckstück. Es beherbergt u.a. einen Forst- und Gutsbetrieb, Wohnungen, Appartements, Ateliers und Werkstätten, sowie die Wohnräume der Eigentümerfamilie.

( MITI )

Stadtwanderung Moers

Stadtwanderung Moers
Moers, 1. November 2020

Kurze Rast mit unseren sympathischen Begleiterinnen am Alter Markt

Stadtwanderungen mag ich ja immer gerne. Heute, auf Allerheiligen, war ich mit Doxi in Moers unterwegs. Die Stadt 7 km westlich der Ruhrmündung in Duisburg und 13 km nördlich von Krefeld blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück.

Der Stadtname Moers leitet sich von Moor ab. Er ist darauf zurückzuführen, dass der einstmals mäandernde Rhein hier große Sumpfflächen hinterließ. Auf den höher liegenden trockenen Arealen entstanden erste Ansiedlungen.

Ursprünglich lag die Stadt direkt am Rhein. Doch zwischen 1270 und 1280 kam es nach Hochwassern zu gravierenden Änderungen im Rheinverlauf.

Seitdem liegt die Stadt 7 km vom Fluss entfernt. Dennoch wurde Moers bis ins 18. Jahrhundert immer wieder von verheerenden Hochwassern des Rheins heimgesucht.

Im Mittelalter wurde die Stadt zunächst vom Adelsgeschlecht der Grafen von Moers beherrscht, das erstmals im Jahre 1160 urkundlich erwähnt wird. Um diese Zeit wurden die ältesten Teile des Schloss Moers angelegt, das bis heute den Mittelpunkt der Stadt bildet.

Später kam die Stadt unter die Herrschaft der Oranier. In dieser Zeit entstand nach niederländischem Vorbild der umlaufende gezackte Schutzring aus Wallanlage, Wassergraben und Bastionen, der noch heute im Stadtbild an einigen Stellen zu erkennen sind.

1702 fiel die Stadt im Wege der Erbfolge an Preußen und wurde 1706 Fürstentum. 1794 kam die Stadt unter französische Herrschaft und gehörte ab 1798 zum Département de la Roer. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde der gesamte Niederrhein und damit die frühere Grafschaft Moers wieder dem Königreich Preußen zugeschlagen.

Heute ist Moers die größte Stadt Deutschlands, die weder kreisfrei noch Sitz eines Kreises ist, und mit ihrer gut erhaltenen Innenstadt und den vielen Grünflächen eine echte Perle am Niederrhein. Mit hat es sehr gut gefallen, hier unterwegs zu sein.

( MITI )

An der Kallmündung

An der Kallmündung
Zerkall, 31. Oktober 2020

Blick ins Kalltal

Blauer Himmel, volle Sonne – und das an einem arbeitsfreien Samstag, das hatten wir im Westen von Deutschland schon seit einigen Wochen nicht mehr. Entsprechend viele Menschen sind heute in der Eifel unterwegs, und wir gehören dazu.

Mit Doxi laufe ich von der Mündung der Kall bei Zerkall durch das schöne Kalltal. Wenige Kilometer weiter nördlich liegt die bekannte Gemeinde Nideggen mit ihrer Burg oberhalb der Rur und den beliebten Kletterfelsen.

Die Kall ist ein 25 km langer Zufluss der Rur, Zerkall ein kleiner Ortseil der Gemeinde Hürtgenwald und bekannt für seine Papierfabrik mit mehr als einhundertjähriger Tradition.

Die größtenteils mit Laubbäumen bewaldeten Hänge oberhalb der Kall leuchten heute in den schönsten Herbstfarben – so stellt man sich den Goldenen Oktober vor. Nur schade, dass morgen bereits der November beginnt.

Knapp vier Stunden sind bei diesem herrlichen Wetter unterwegs. So vielen Wanderern und Mountain-Bike-Fahrern, wie an diesem Tag, sind wir lange nicht mehr begegnet. Trotzdem können wir die Landschaft und die herrlichen Panoramablicke in das Kalltal genießen. Eine wunderbare Tour.

( MITI )

Herbst im Rhein-Kreis Neuss

Herbst im Rhein-Kreis Neuss
Kapellen, 30. Oktober 2020

Tief steht die Herbstsonne über der Langen-Foundation zwischen Neuss-Holzheim und Kapellen

Mehr als 300 km bin ich in diesem Monat gewandert, größtenteils von zu Hause aus und immer auf der Suche nach den Farben des Herbstes.

Am Monatsanfang trugen die meisten Bäume noch ihr grünes Sommerkleid. Doch zwei Wochen später wurde es unübersehbar bunt an den Wegen, in den Gärten und in den Baumschulen rund um mein Heimatdorf Büttgen.

Der Himmel war meist grau, doch die Natur leuchtete in immer kräftigeren Gelb- und Rottönen dagegen an. Und in den Vorgärten konnte man sogar noch die eine oder andere spätblühende Pflanze entdecken.

Hier eine kleine Auswahl meiner schönsten Herbstimpressionen des Monats Oktober aus dem Rhein-Kreis Neuss.

( MITI )

Im schönen Ittertal

Im schönen Ittertal
Haan, 29. Oktober 2020

Herbstlich verwunschener Teich am Schloss Caspersbroich im Ittertal

Gemeinsam mit meiner Wanderfreundin Gabi und der immer noch läufigen Doxi bin ich heute eine 16 km lange Tour rund um Haan gelaufen. Die Stadt liegt auf halber Strecke zwischen Düsseldorf und Wuppertal am Übergang vom Bergischen Land zur Niederrheinischen Bucht.

Haan ist von einem ausgedehnten Grüngürtel umgeben. Im Westen liegt der Hildener Stadtwald, im Norden erstreckt sich beim Orsteil Gruiten das Neandertal mit der Düssel.

Besonders reizvoll ist das Ittertal, das im Süden die Stadtgrenze zwischen Haan und Solingen bildet.

Der Itterbach entspringt in Solingen-Gräfrath und strebt von den Hängen des Bergischen Landes in westlicher Richtung dem Rhein entgegen. Auf seinem Lauf durchquert er Haan, Hilden, Benrath und schließlich Düsseldorf-Itter, wo er in den Rhein mündet.

Zahlreiche Wassermühlen, Kotten und Hammerwerke begleiten den Itterbach auf seinem Lauf durch das romantische Tal. Dazu zählen der Neuenkotten, der Bastianskotten und der Ernenkotten, die Breidenmühle, die Heidberger Mühle und die Bruchermühle.

Im Tal liegt auch das Schloss Caspersbroich, heute an der Eisenbahnstrecke von Köln nach Wuppertal. Um das Jahr 1220 ließ sich ein Lehnsmann von Graf Engelbert dem Heiligen an der Itter nieder, machte die Sümpfe landwirtschaftlich nutzbar und errichtete ein Gutshaus. 1438 kaufte der Junker Caspar von Pertsdorf das Anwesen und baute es zu einem Rittersitz aus. Heute wird das Schloss als privater Wohnsitz für mehrere Familien genutzt.

Hinter dem Schloss erreichen wir bald den Hildener Stadtwald und mit ihm die Rheinebene. Wir durchqueren den Wald in nördlicher Richtung und erreichen nach vier Stunden wieder unseren Ausgangspunkt nahe der Autobahn. Kaum sitzen wir im Auto, beginnt es zu regnen. Perfektes Timing also.

( MITI )

Rund um Wickrathberg

Rund um Wickrathberg
Wickrathberg, 28. Oktober 2020

Herbststimmung im Park von Schloss Wickrath

Heute gab es bei uns zum ersten Mal seit Tagen wieder etwas Sonne. Das haben wir spontan für einen Spaziergang an der Niers bei Wickrathberg genutzt, einem Stadtteil ganz im Süden von Mönchengladbach.

Anschließend war ich noch kurz im Park von Schloss Wickrath, um ein wenig das bunte Herbstlaub zu genießen. Und ich wurde nicht enttäuscht …

( MITI )