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Am Rhein bei Krefeld-Uerdingen

Am Rhein bei Krefeld-Uerdingen
Uerdingen, 14. März 2018

Doxi fischt ein Stöckchen aus dem Wasser. Am anderen Rheinufer das Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim.

Es ist so schönes Wetter heute, da möchte ich noch gar nicht zurück nach Hause. Also fahre ich nach meinem Besuch der Bauhaus-Bauten Haus Lange und Haus Esters in Krefeld noch an die Stradtgrenze zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Rheinhausen. Dort drehe ich mit Doxi eine schöne Runde am Rhein.

Wir starten am Rande des ehemaligen Bayer-Werks Uerdingen (heute Covestro) und laufen auf der linken Flussseite in nördlcher Richtung auf das große Stahlwerk bei Duisburg-Hüttenheim zu. Hinter dem Rheindeich erstreckt sich die Rheinaue Friemersheim. Auf den Rheinwiesen sieht man noch die Hinterlassenschaften des letzten Hochwassers, darunter ganz viel Treibholz, was Doxi natürlich super findet. So viele Stöckchen … und ich muss sie alle werfen.

( MITI )

Haus Lange/Haus Esters Krefeld

Haus Lange/Haus Esters Krefeld
Krefeld, 14. März 2018

Haus Lange, erbaut im Jahre 1928 von Ludwig Mies van der Rohe für einen Krefelder Seidenfabrikanten

Mit großer Begeisterung habe ich vor zwei Jahren die Häuser aus der Bauhaus-Zeit in Dessau besucht. Damals war ich mit dem Wohnmobil auf großer Elbe-Tour von der Sächsischen Schweiz bis zur Nordsee.

Dabei ich hätte gar nicht so weit reisen müssen, um herausragende Architektur aus dieser Epoche zu entdecken. Auch bei uns am Niederrhein stehen zwei bemerkenswerte Bauten im Bauhaust-Stil. Der berühmte Architekt Ludwig Mies van der Rohe hat diese Bauten zwischen 1928 und 1930 als Wohnhäuser für reiche Unternehmer aus Krefeld errichtet.

Haus Lange und Haus Esters an der noblen Wilhelmshofallee sind heute im Besitz der Stadt Krefeld und werden als Lokation für Wechselaustellungen genutzt. Zwischen 1998 und 2000 sind beide Häuser umfassend saniert worden. Zwei Jahre später wurden auch die Gärten dem ursprünglichen Zustand wieder angenähert. Die beiden Häuser sind selbst als Museum für Baugeschichte anzusehen.

Ihr Urheber Mies van der Rohe gilt als einer der bedeutendsten und prägendsten Architekten der Moderne. Seine Baukunst gilt dem Ausdruck konstruktiver Logik und räumlicher Freiheit in klassischer Form. Dafür entwickelte er moderne Tragstrukturen aus Stahl, die eine hohe Variabilität der Nutzflächen und eine großflächige Verglasung der Fassaden ermöglichten.

Dieses Konzept war so rational und universal, dass es auf viele zeitgenössische Architekten einen außerordentlich großen Einfluss ausübte und bis heute immer weiterentwickelt wurde. Berühmt wurde er auch als Vertreter des Minimalismus in der Architektur, ausgedrückt durch die Formel „Weniger ist mehr“.

Neben Haus Lange und Haus Esters steht in Krefeld auch das einzige Industriegebäude, das van der Rohe zu seinen Lebzeiten entworfen hat. Das Verwaltungs- und Produktionsgebäude der Vereinigten Seidenwebereien AG (Verseidag) Krefeld wurde 1931 errichtet und steht seit 1999 unter Denkmalschutz. Es beherbergt heute den Business-Parke Krefeld, der unter dem Slogan „Business trifft Bauhaus“ auftritt.

Die Konstruktion der klaren kubischen Baukörper ist offen ablesbar. Durch sorgfältig ausgewogene Proportionierung der Wand- und Fensterflächen erzielen sie eine besondere Wirkung. Beispielhaft zeigt dieses Ensemble die grundlegende Idee einer neuen Industriearchitektur, die richtungsweisend für das 20. Jahrhundert geworden ist. Wenn man sich diese Bauten anschaut, mag man gar nicht glauben, dass sie vor bald einhundert Jahren entstanden sind. Wirklich beeindruckend.

( MITI )

Im historischen Stadtkern von Linn

Im historischen Stadtkern von Linn
Krefeld, 21. Oktober 2017

Die alte Hauptstraße von Linn mit der Kirche Sankt Margareta

Nach der Burg Linn besuchen wir den historischen Stadtkern von Linn mit den umgebenden Parkanlagen. Linn befindet sich auf der Westseite des Rheins nur wenige Kilometer nördlich von Kaiserswerth, das auf der östlichen Rheinseite angesiedelt ist.

Den ältesten Hinweis auf Linn findet man in einer Kaiserswerther Urkunde aus der Zeit um 1100 n.Chr. Das Kaiserswerther Kapitel bezog damals bereits Einkünfte aus seinen Liegenschaften in Linn. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts muss Linn zur Stadt erhoben worden sein, darauf deutet eine Urkunde von 1314 hin, in der städtische Schöffen erwähnt werden.

Burg Linn spielte für die Stadtgeschichte eine entscheidende Rolle. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden die Stadt und die Burg durch Erdwälle und Wassergräben zu einer einheitlichen Befestigungsanlage zusammengefasst. Fünf kanonenbewehrte Bastionen sollten Angreifer auf Distanz halten.

Die Stadt war bis zu ihrer Eingemeindung zu Krefeld im Jahre 1901 eigenständig. In den beiden Weltkriegen blieb Linn weitgehend von Zerstörungen verschont. Heute steht nahezu der der gesamte historische Stadtkern unter Denkmalschutz, darunter auch der Issumer Turm und der Bakenhof. Neben der Burg Linn befindet sich ein Jagdschlösschen, das den Linner Bürgern ursprünglich als Back- und Brauhaus diente.

Daneben gibt es in Linn eine historische Wassermühle, den Mühlenhof. Uns fallen die vielen historischen Gebäude auf, die ein wenig wie aus der Biedermeierzeit wirken. Einige davon sind ultraschmal, kaum drei Meter breit. So konnte man in früheren Zeiten Grundsteuer sparen, denn die wurde aufgrund der Fassadenbreite erhoben.

( MITI )

Auf Burg Linn

Auf Burg Linn
Krefeld, 21. Oktober 2017

Burg Linn

Burg Linn am Südrand von Krefeld liegt an meiner alten Fahrradtrainingsstrecke von Kaarst-Büttgen über Meerbusch und Krefeld-Uerdingen nach Düsseldorf. Oft bin ich diese Strecke gefahren, aber immer war ich zu sehr in Eile, um mir die Burg einmal genauer anzuschauen. Heute habe ich das endlich nachgeholt.

Die liebevoll restaurierte Burg mit Wassergraben und großem Park geht auf einen Wohn- und Wehrturm der Edelherren Otto und Gerlachus von Lynn aus dem 12. Jahrhundert zurück. Ursprünglich betrug die Größe der Anlage gerade einmal 8,5 × 14,5 Meter. Doch im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer mehr erweitert, bis sie schließlich zu den größten Wasserburgen am Niederrhein zählte.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden die Burg zusammen mit der angrenzenden Stadt Linn durch Erdwälle und Gräben zu einer einheitlichen Befestigungsanlage mit fünf Bastionen zusammengefasst. Im 18. und 19. Jahrhundert verfiel die Burg und gelangte später in Privatbesitz. 1928 wurde die mittlerweile verwilderte und komplett überwucherte Burg von der Stadt Krefeld gekauft und nach dem zweiten Weltkrieg vollständig restauriert und instand gesetzt.

Heute verkörpert Burg Linn das klassische Bild einer mittelalterlichen Burg mit Bergfried, Türmen, Zinnen, Burgverlies, Kapelle, Palas, Wassergraben und einer intakten Vorburg.  Jährlich findet vor der mittelalterlichen Burgkulisse der überregional bekannte Flachsmarkt statt, der größte mittelalterliche Handwerkermarkt in Deutschland. Ein wirklich sehenswertes Ensemble.

( MITI )

Am Hülser Berg

Auf dem Aussichtssturm am Hüsler Berg mit dem Blick Richtung Westen
Krefeld, 13. November 2014

Auf dem Aussichtssturm am Hüsler Berg mit dem Blick Richtung Westen

Heute war ich mit Doxi am Hülser Berg wandern, dem größten Naturschutzgebiet von Krefeld. Der von einer Eiszeit aufgeschichtete Berg überragt die flache Niederrhein-Landschaft um rund 70 Meter. Oben auf der Höhe steht ein Aussichtsturm, von dem man weit ins Land schauen kann, sofern es das Wetter zulässt.

Doxi hatten es vor allem die verschiedenen Wildgehege mit Damwild, Wildschweinen und asiatischen Hirschen angetan. So nahe ist sie diesen Wildtieren noch nie gekommen. Sie war äußerst interessiert, dabei nicht aggressiv, aber doch ein wenig verunsichert. Vielleicht  wegen der Größe dieser fremdartigen Wesen.

( MITI )