Abstecher nach Greifswald

Historische Bauten am Marktplatz von Greifswald

Historische Bauten am Marktplatz von Greifswald. Links das Rathaus der Stadt.

Wir sind auf dem Weg von Usedom nach Rügen. Schon von weitem sind in der flachen Landschaft zwei auffällige Turmspitzen zu erknnen, die offenkundig zur Stadt Greifswald gehören. Grund genug für einen kleinen Abstecher in die Hanse- und Universitätsstadt.

Leider finden wir in der Nähe der Altstadt keinen ädaquaten Parkplatz für unser Wohnmobil. Da wir im beschränkten Halteverbot stehen, fällt unser Spaziergang relativ kurz aus. Ein Blick in die Wikipedia zeigt aber, dass wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt gesehen haben 🙂

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Logenplatz am Meer in Lubmin

Blick aus dem Womo auf die Dünen und die Ostsee

Blick aus dem Womo auf die Dünen und die Ostsee

Nach dem Trubel in Zingst sind wir glücklich im verschlafenen Lubmin auf Usedom gelandet, das ebenfalls über eine kilometerlangen Sandstrand verfügt.

In der DDR-Zeit war der kleine Ort Sitz des größten Kernkraftwerks der DDR, das im Jahr 1990 stillgelegt und seitdem von mehr als 1000 Arbeitern zurückgebaut wird. Seit Anfang der 1990er Jahr kommt hier die North-Stream-Pipeline an Land, die russisches Gas am Boden der Ostsee nach Deutschland bringt.

Wir stehen auf einem süßen kleinen Stellplatz für sieben Wohnmobile hinter den Dünen mit direktem Blick auf das nur wenige Meter entfernte Meer. Vor den Dünen ist ein FKK-Strand, daran schließt sich nur wenige hundert Meter weiter ein endlos langer Hundestrand an.

Ich schmeiße fleißig Stöckchen, die Doxi mit großer Freude aus dem Wasser fischt, um sich mit ihrem nassen Fell anschließend genüsslich durch den Sand zu drehen.

Etwa in der Mitte des Hundestrands stoßen wir auf eine Gruppe von Schwänen. Vierzig Tiere, die Teils im Wasser dümpeln, teils am Strand Fellpflege betreiben. Da sie keine Jungen dabei haben, sind die Vögel nicht aggressiv. Als wir uns vorsichtig nähern, wechseln die meisten in Wasser und schauen uns von dort ganz entspannt zu. Ein faszinierendes Bild.

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Im Ostseebad Zingst

Die Strandbrücke von Zingst

Die Seebrücke von Zingst

Auf der Nordseite fünf Kilometer feinster weißer Sandstrand, auf der Südseite die malerische Natur des Nationalparks Vorpommerische Boddenlandschaft: Das ist das Ostseebad Zingst auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen den Städten Rostock und Stralsund.

Und weil es hier so schön ist, ist an diesem sonnigen Sonntagnachmittag auch richtig was los. Zu viel für uns, weshalb wir nach einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Boddens und des Ostseestrands weiterfahren. Nett, aber zu touristisch. Schnell weiter zur nächsten Station unserer kleinen Ostseetour.

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Morgentour durch Stralsund

Die beräühmte Fassade des Rathauses am Alten Markt

Die berühmte Fassade des Rathauses am Alten Markt

Nachdem mich die Backsgeingotik in Wismar bereits begeistert hatte, war ich schon auf Stralsund gespannt. Um den großen Besucherströmen aus dem Weg zu gehen, sind wir ganz früh am Sonntagmorgen von Wismar nach Stralsund aufgebrochen, wo wir im Herzen der Altstadt auf dem Neuen Markt parken.

Bei unserem zweiständigen Spaziergang kommen uns viele schöne Motive vor die Kamera: Alte Bauten der Backsteingotik, imposante Kirchtürme, das mittelalterliche Rathaus mit seiner berühmten Fassade, aber auch das architektonisch moderne Ozeaneum am Hafen, sowie die Gorch Fock, die dort vor Anker liegt. Eine wirklich wunderschöne Stadt. Vor allem, wenn noch nicht so viel los ist 🙂

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Wo Mecklenburg seinen Anfang nahm

Die Pfarrkirche des Dorfes Mecklenburg aus dem 14. Jahrhundert

Die Pfarrkirche des Dorfes Mecklenburg aus dem 14. Jahrhundert

Am Abend unternehme ich eine Radtour von Wismar in das nur wenige Kilomter entfernte Dorf Mecklenburg auf halber Strecke zwischen Wismar und dem Schweriner See.

In dem kleinen Dorf stand einst auf einem Hügel die Burg Mecklenburg, Namensgeberin für das Dorf und die gesamte Region, die heute zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gehört.

Auf dem ehemligen Burghügel befindet sich heute ein Friedhof, der noch von Teilen des ursprünglichen Ringwalls umgeben ist. Wenige hundert Meter weiter steht mit der Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert eine der ältesten noch erhaltenen Kirchen der Ostseeregion.

Auf einem Hügel oberhalb des Dorfes erhebt sich die Holländerwindmühle, eine Rekonstruktion der alten mittelalterlichen Mühle, die hier einstmals stand. Wäre das Dorf nicht von zahlreichen DDR-typischen Plattenbauten durchsetzt, man würde sich hier gleich wie fünfhundert Jahren fühlen.

 

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Wenn Backsteingotik auf Backfisch trifft

Die "Wasserkunst" am Marktplatz, das Wahrzeichen von Wismar

Die „Wasserkunst“ am Marktplatz, das Wahrzeichen von Wismar

Wir sind an der Ostseeküste angekommen. Unster erste Station ist die Hansestadt Wismar, deren historische Altstadt mir ihren markanten Bauten aus der Zeit der Backsteingotik seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Von unserem Womo-Stellplatz am Westhafen sind es nur wenige Fußminuten bis in die Altstadt. An diesem Samstagvormittag ist hier ganz schön was los. Einheimische und Touristen stehen sich beinahe auf den Füßen.

Fast 200 Jahre stand Wismar unter fremden Besitz, nachdem die Stadt im Dreißigjährigen Krieg 1632 von den Schweden erobert worden war. Einige Häsuernamen, Wandbilder und Skulpturen im Stadtgebiet erinnern noch heute daran. Der „alte Schwede“ ist vielfach präsent.

 

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Dorfrepublik Rüterberg

Doxi hinter dem Grenzuaun

Doxi hinter dem Grenzuaun

Rüterberg ist ein kleines Dorf 5 Kilometer stromaufwärts von Dömitz, das im Jahr 1990, wenige Tage vor dem Ende der DDR, für Aufsehen sorgte. In einem zuvor undenkbaren Akt der Rebellion hatten die Bürger eine Dofrepublik mit eigenen Gesetzen ausgerufen, um sich dem strengen Grenzregime der DDR zu widersetzen.

Bis dahin war der Ort über drei Jahrzehnte wie eine Enklave innerhalb des Hoheitsgebiets der DDR behandelt worden. Die Gemeinde direkt an der Elbe war auf allen Seiten umfasst vom DDR-Grenzzaun und für die Einwohner nur zugänglich mit Passierschein über eine einzige, von DDR-Grenztruppen kontrollierte Straße.

Dieser Zugang war nur zwischen 5:00 Uhr am Morgen und 22:00 am Abend geöffnet. Besucher durften in dem Ort direkt am Fluss grundästzlich nicht empfangen werden. So wollte die DDR mögliche Fluchtversuche von Einheimischen und Ortsfremden über die Elbe verhindern.

Noch heute sind im Dorf kleine Teile der ehemaligen DDR-Grenzbefestigung erhalten. Und wer einen Blick in die Gärten des Ortes wirft, dem begegnet an verschiedenen Stellen die kreative Verwendung der robusten ehemaligen Zaunelemenete, sei es als Begrenzung einer kleinen Schafsweide oder als eine Einfassung für die Sammlung von Brennholz.

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