Am Baldeneysee

Regattaturm am Baldeneysee. Im Hintergrund die Staumauer.

Heute war ich mit Doxi im grünen Süden von Essen rund um den Baldeney See und die Villa Hügel unterwegs. Wir folgten auf dieser 11 Km-Runde einer Tour aus dem Rother-Wanderführer Ruhrgebiet.

An einer Stelle wurde es kritisch, als wir einen steilen und matschigen Bahndamm hinunter mußten, um eine vielbefahrene zweigleisige Bahnstrecke auf offener Strecke zu queren. Gefährlich, gefährlich!

So etwas kenne ich von den Rother-Wanderführern gar nicht. Tatsächlich habe ich auf Google Earth ein Foto aus dem Jahre 2009 gefunden, das an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke zeigt. Die muss wohl in den letzten Jahren abgerissen worden sein, ohne dass die Tour entsprechend angepasst wurde. Werde ich gleich Mal dem Verlag melden.

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Auf der Sophienhöhe

Die Sophienhöhe: ein weithin sichtbarer Buckel in der flachen Landschaft – von Menschen erschafft

Puh, ist das kalt! Am bislang kältesten Tag dieses Winters bin ich bei -5 Grad mit Doxi auf der Sophienhöhe, östlich von Jülich, unterwegs. Die riesgie, rekultivierte Abraumhalde des angrenzenden Hambacher Braunkohletagebaus erhebt sich weithin sichtbar aus der flachen Landschaft der Jülicher Börde.

Glücklicherweise scheint die Sonne und es weht kein Wind. Überall in der Ebene rund um die Höhe sieht man in nah und fern riesige Windräder, Zeugen der „modernen“ Energiegewinnung –  doch keines bewegt sich. Die Landschaft erscheint total still, und ohne den Wind lassen sich auch die kalten Temperaturen gut ertragen, sofern man zügig unterwegs ist.

Die Höhe bedeckt rund 13 km² Fläche. Aufgrund ihrer zahlreichen gut ausgebauten Wanderwege ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer und MTB-Fahrer. Ihr Name leitet sich aus den ehemals in der Nähe gelegenen Gutsbetrieben Sophienwald und Sophienerde ab.

Am Fuße der heutigen Höhe stand einst die Höllermühle, die jedoch im Verlauf der Jahrhunderte mehrmals abbrannte und im 19. Jahrhundert nicht wiedererrichtet wurde. Dort befindet sich heute ein Wanderparkplatz, von dem wir unseren Aufstieg zum höchsten Punkt der Höhe bei 301,8 m ü.N.N starten.

Die Seitenhänge und die Höhe selbst sind mit Mischwald bedeckt. Immer wieder treffen wir auf kleinere und größere „Bergseen“, die derzeit in eisiger Kälte erstarrt sind. Regelmäßig hält Doxi ihre Nase neugierig in den Wald hinein. Keine Frage, hier hat sich viel Wild angesiedelt.

Auf dem höchsten Punkt der Sophienhöhe, dem Steinstraßer Wall, erreichen wir einen kleinen Aussichtsturm. Der sogenannte „Römerturm“ verkörpert den Nachbau eines römischen Wachturms. Von dort kann man im Osten bis Düsseldorf, im Westen bis zur Eifel und im Süden bis nach Köln und zum Siebengebirge schauen.

Zweitausend Jahre bevor die Sophienhöhe in den 1970er Jahren entstand, befand sich hier in der flachen Landschaft die Via Belgica, eine Heerstraße, die das römische Köln über Jülich (Iuliacum), Heerlen (Coriovallum), Maastricht (Trajectum ad Mosam), Tongeren (Aduatuca Tungrorum) und Bavay (Bagacum) mit der Atlantikküste verband.

Ein Stück weiter südöstlich erreichen wir am zweithöchsten Punkt der Höhe das „Höller Horn“ bei 291 m ü.N.N. Das Horn erinnert mich an die berühmte Kugelbake bei Cuxhafen. Die Landschaft ist an dieser Stelle total sandig und nur mäßig bewachsen. Für einen Augenblick könnte man meinen, man befände sich am Rande einer Dünenlandschaft kurz hinter dem Meer.

Bis vor wenigen Jahren konnte man von hier direkt in den gigantischen Hambacher Tagebau blicken. Seit dessen Erweiterung ist das nicht mehr möglich. Langsam beginnen wir unseren Abstieg und erreichen nach insgesamt 12 KM reichlich durchgefrofen wieder unseren Startpunkt. Gut, dass in eine Kanne mit warmen Tee dabei habe. Das tut jetzt richtig gut …

 

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Beyenburg und Herbringhauser Talsperre

Blick über den Wupperstausee auf die Altstadt von Beyenburg mit der Klosterkirche Sankt Maria Magdalena, auch „Beyenburger Dom“ genannt

Das neue Jahr hat für mich mit einer dicken Erkältung begonnen. Noch ist sie nicht ganz ausgeklungen, doch ich muss unbedingt mal wieder raus, und heute ist der einzige schöne Tag in dieser nasskalten ersten Januarwoche. Also packe ich mich extra dick ein und starte mit Doxi zu einer kurzen 12 KM-Wanderung bei Beyenburg südlich von Wuppertal.

Vom Tal der Wupper steigen wir zunächst durch schönen Wald hinauf zur Herbringhauser Talsperre, die der Trinkwasserversorgung dient und deshalb nicht zugänglich ist. Gleich hinter der Staumauer liegt das zugehörige Wasserwerk.

Wir steigen weiter hinauf auf die Wupperhöhen, queren eine Landstraße und laufen über die Dörfer Spieckern und Rottland zum Reiterhof Nöllenberg, wo die asphaltierte Straße endet. Auf einem schmalen Wanderweg laufen wir an Pferdekoppeln vorbei. Zwei robuste Pferde sind trotz des kalten Wetters auf der Wiese und beobachten uns neugierig.

Doxi versucht Kontakt aufzunehmen und möchte am liebsten mit den Pferdchen spielen. Aufgeregt läuft sie in schnellem Galopp entlang des Weidezauns zweihundert Meter vor und wieder zurück, und die Pferdchen laufen mit. Süß sieht das aus.

Am Ende der Weide durchqueren wir den Wald und stoßen hinab zum Beyenburger Stausee, an dem zahlreiche Ruder- und Paddelvereine beheimatet sind. Wir folgen dem Seerand, unterqueren eine alte, stählerne Eisenbahnbrücke und werden nach einer Rechtskurve von einem regelrechten Postkartenmotiv überrascht: Vor uns der Wupper-Stausee, in dem sich malerisch die historische Kulisse der Beyenburger Altstadt spiegelt.

Wir queren die Wupper auf einer schmalen Fußgängerbrücke über die „Beyenburger Furt“, steigen hinauf zur spätgotischen Klosterkirche Sankt Maria Magdalena und laufen durch den hübschen Ortskern mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Am Ortsrand steigen wir wieder hinauf in den Wald und auf die Wupperhöhen, von wo wir nach weiteren zwei Kilometer wieder unseren Ausgangsport erreichen.

Eine schöne und abwechslungsreiche Tour mit viel Wald, Wasser, Talsperren und Bergischem Fachwerk. Jetzt darf ich nur nicht wieder richtig krank werden, dann hat sich dieser Ausflug absolut gelohnt.

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Rückschau auf das Jahr 2016

Fehmarn: Abends auf dem Stellplatz direkt am Meer

Ein ereignisreiches Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Wir waren wieder viel mit den Hunden unterwegs, denn unsere Deutschland-Entdeckungstour ist noch nicht zu Ende: Mehr als 100 Tage sind wir mit dem Wohnnobil gereist, rund 400 Kilometer gejoggt, 2.200 Kilometer gewandert und haben dabei mehr als 42.000 Höhenmeter unter uns gelassen. Hier ein Überblick über unsere schönsten Touren:

März: Odenwald und Neckar
April: Steigerwald, Haßberge, Thüringen und Osthessen
Mai: Ahr und Rhön
Juni: Deutsche Ostseeküste
August: Oberfälzer Wald und Bayerischer Wald plus Altmühltal
September: Harz, Elbe und Fehmarn
Oktober: Hochschwarzwald
Dezember: Vulkaneifel und Mosel

Alle Reiseberichte mit vielen schönen Bildern gibt es hier:

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Wieder in Monreal

Von links: Martin, Björn, Jutta, Yü-Ting, Birgit, Miti und Christian

Zum zweiten Mal in diesem Monat bin ich auf dem Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“ unterwegs. Diesmal mit Freunden aus unserer kleinen Wandergruppe. Es ist die letzte Wanderung in diesem Jahr.

Neben Doxi ist auch der kleine Mauwi von Christian und Aneta dabei. Es ist ganz schön kalt unterwegs, aber der herrliche Sonnenschein verwöhnt uns mit wunderbaren Ausblicken in die Landschaft. Und mit netten Menschen macht der tolle Weg noch mehr Spaß.

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Im Tal der Wupper

Von links: Diana, Märi, Miti und Jutta

Die vorletzte Wanderung in diesem Jahr: Bei klirrender Kälte und perfektem Sonnenschein sind wir mit Freunden aus unserer Wandergruppe an der Müngstener Brücke im Tal der Wupper unterwegs. Neben Doxi ist auch die kleine Lilu von Märi dabei.

Zuletzt war ich im Juli dieses Jahres alleine hier. Diesmal mit Märi, Diana und Jutta. Wir unterhalten uns unterwegs so angeregt, dass gar nicht auffällt, dass wir beinahe fünf Stunden unterwegs sind. So soll es sein 🙂

 

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Heiligabend am Brühler Schloss

Schön wenig los hier – ausnahmsweise

An Heiligabend besuchen wir in diesem Jahr zunächst Juttas Familie in Brühl. Doch zuvor geht es für Jutta noch auf den Brühler Weihnachtsmarkt, wenn dieser seine Tore schließt. Für einen letzten Glühwein mit alten Freundinnen und Kameraden aus ihrer Heimatstadt.

Und weil ich Weihnachtsmärkte und Glühwein so gar nicht liebe, gehe ich in dieser Zeit mit Doxi am Brühler Schloss Augustusburg und seinen schönen Gärten spazieren. Ich vermute, zu dieser Uhrzeit ist hier nur an ganz wenigen Tagen im Jahr so wenig los wie heute. Aber da die Sonne scheint, kann man das natürlich wunderbar für Fotoaufnahmen nutzen. So fängt der Heiligabend gut an …

( MITI / )