In der Altstadt von Wittlich

In der Altstadt von Wittlich
Witlich, 28.10.2021

Historisches Rathaus von Wittlich am Markt

Auf meinen Besuch in Wittlich hatte ich mich bereits gefreut, denn der 20.000-Einwohner-Stadt an der Lieser eilt der Ruf voraus, über eine hübsche Altstadt zu verfügen. Außerdem ist Wittlich ein Zwischenziel vieler Pilger bei uns aus dem Rheinland auf ihrem Weg über den „Eifel-Camino“ nach Trier.

Wittlich liegt in einem Seitental der Mosel am nördlichen Rand der Wittlicher Senke. Die Region wird im Westen durch die Moseleifel und im Osten durch das Moseltal begrenzt. Nördlich der Stadt erheben sich Weinberge, die vom milden Klima in der Region profitieren.

In der Altstadt rund um den Marktplatz mit dem historischen Rathaus treffe ich tatsächllich auf einige sehenswerte Gebäude.

Nicht mehr existent ist das Schloss, das 1761 von Kurfürst und Erzbischof Johann IX. Philipp von Walderdorff an der Stelle der alten Burg Wittlich errichtet wurde. Das Schloss wurde 1794 von französischen Revolutionstruppen zerstört. An seiner Stelle steht heute ein Einkaufszentrum oberhalb der Altstadt am Schlossplatz.

Überregional bekannt ist auch die Haftanstalt von Wittlich, 1902 errichtet und heute mit 1.000 Insassen die größte Einrichtung ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Schon von weitem ist der riesige Gebäudekomplex sichtbar, wenn man sich der Stadt über die Autobahn A60 aus Nordwesten nähert.

Nach den vielen kleinen Orten, die ich auf meiner Reise duch die Vulkaneifel besucht habe, bin ich froh, mal wieder in einer richtigen Stadt zu sehen. Gefällt mit gut hier.

( MITI )

Rund um die Kyllburg

Rund um die Kyllburg
Kyllburg, 28.10.2021

Bergfried der Kyllburg

Es gibt sie, diese Orte, an denen man die Pracht der Vergangenheit noch erahnen kann, bei denen im Hier und Jetzt aber nicht mehr viel geht. Kyllburg scheint mir ein solcher Ort zu sein.

Die kleine Stadt rund um einen exponierten Bergsporn oberhalb der Kyllschleife erlebte bis in die 1960er Jahre ein blühendes Tourismusgeschäft. Der beliebte Eifeler Hof und die Geschäfte auf der Hohestraße waren gut frequentiert. Auch viele Niederländer fanden den Weg nach Kyllburg. Dann begann der langsame Abstieg.

In diesem Jahr wurde der Ort auch noch vom Hochwasser der Kyll bei der Regen-Flutkatastrophe im Juli 2021 heimgesucht. Der beliebte Camping-Platz am Flussufer unterhalb der ehemaligen Burg wurde komplett zerstört.

Als Wandergebiet ist Kyllburg nach wie vor interessant, nur haben wir heute das Pech, im totalen Nebel bei nur 6 Grad anzureisen.

Deshalb bleibt es bei einer kleinen Tour rund um den Stiftsberg mit der katholischen Stiftskirche, der ehemaligen Burg (1912 durch einen Schulhausbau ersetzt, heute Wohnhaus) und der einstmals belebten Einkaufstraße, in der heute kein einziges Geschäft mehr geöffnet hat. Und der Eifeler-Hof ist auch geschlossen. Die Corona-Krise und das Hochwasser haben ihm den Rest gegeben.

( MITI )

Rund um Deudesfeld

Rund um Deudesfeld
Deudesfeld, 27.10.2021

Blick hinunter nach Meerfeld und zum Meerfelder Maar vom Hang, auf dem sonst die Gleichschirmflieger starten

Von Gillenfeld bin ich über Manderscheid und Meerfeld nach Deudesfeld weitergefahren. Es sind nur 20 km, aber ein ständiges Auf und Ab über steile Höhen, enge Täler und schmale Sträßchen.

Mit dem PKW wäre das vermutlich kein Thema, aber mit dem Wohnmobil muss man schon ganz schön aufpassen beim Bremsen und Schalten und Steigen. Ich bin wirklich froh, als ich wohlbehalten auf dem hübschen kleinen Stellplatz oberhalb von Deudesfeld angekommen bin.

Von dort unternehme ich am späten Nachmittag mit Doxi eine schöne Wanderung, die uns zunächst zum Aussichtsturm „Landesblick“ auf den grasbewachsenen Höhen über Meerfeld führt. Von dort hat man einen herrlichen Blick hinunter in den Ort und zum Meerfelder Maar.

Das Maar wird auf ein Mindestalter von 40.000 Jahren datiert und soll durch eine gewaltige unterirdische phreatomagmatische Explosion entstanden sein.

Auslöser war das Auftreffen heißen aufsteigenden Magmas auf eine wasserreiche Gesteinsschicht. Die Magmakammer liegt etwa 2000 bis 6000 m unter dem Meerfelder Maar.

Dann beginnt unser Abstieg hinunter durch stillen Wald zur Kleinen Kyll. Deren Lauf folgen wir stromaufwärts zur Bleckhausener Mühle und noch ein Stück darüber hinaus.

An der Einmündung des Speicherbachs in die Kleine Kyll wechseln wir die Uferseite und folgen nun dem Speicherbach zurück nach Deudesfeld. Nach knapp drei Stunden und 11 Wanderkilometern erreichen wir kurz vor dem Eintritt der Dunkelheit wieder unseren Stellplatz.

( MITI )

Pulvermaar und Immerather Maar

Pulvermaar und Immerather Maar
Gillenfeld / Immerath, 27.10.2021

Beim Abstieg zum Pulvermaar

Unter einer geschlossenen Wolkendecke, die der Sonne keine Chance lassen wollte, war ich heute zwischen Gillenfeld und Immerath in der Vulkaneifel unterwegs. Bei Gillenfeld liegt das Pulvermaar, mit einer Tiefe von 72 m das tiefste der Eifelmaare und einer der tiefsten Seen in Deutschland überhaupt.

Nach einer halben Umrundung des Pulvermaars steige ich zum Kraterrand empor und laufe mit Doxi 5 km durch die Felder zum Immerather Maar. Während das Pulvermaar touristisch voll erschlossen ist, herrscht am Immerather Maar Naturidylle pur.

Schade, dass die bunten Herbstfarben der Bäume an den Kraterhängen unter dem Grau des Himmels heute nicht zur Geltung kommen. Bei Sonnenschein muss es hier wunderschön sein.

( MITI )

Stop-and-Go in Lutzerath

Stop-and-Go in Lutzerath
Lutzerath, 26.10.2021

Womo-Stellplatz in Lutzerath – leider nicht mein Fall

Bei meiner Tourenplanung für die Vulkaneifel habe ich einige vielversprechende Wanderungen rund um Lutzerath entdeckt. Und weil es dort einen Womo-Stellplatz gibt, wollte ich eigentlich die Nacht in dem kleinen Ort verbringen.

Doch es wird für mich nur ein kurzes Stop-and-Go in Lutzerath. Nach fünf Minuten auf dem Stellplatz bin ich wieder weg. Zu laut, zu zugig hier.

Direkt hinter dem Stellplatz liegt eine viel befahrene Straße und der Ort befindet sich in der Einflugschneise des Militärflughafens Büchel. Na, ja, fahre ich eben weiter zum nächsten Stellplatz auf meiner Liste. Nicht schlimm.

( MITI )

Im tiefen Tal des Ellerbachs

Im tiefen Tal des Ellerbachs
Gevenich, 26.10.2021

Herbstlich bunte Laubbäume auf den dicht bewaldeten Hängen oberhalb des Ellerbachs

Von den Dauner Maaren sind wir 20 km in östlicher Richtung weiter gefahren nach Gevenich. Dort gibt es nicht nur prima Wandermöglichkeiten, sondern auch einen kostenlosen Womo-Stellplatz mit schöner Aussicht am Fußballplatz außerhalb des Ortes.

Gevenich liegt sechs Kilometer nordwestlich der Mosel und gehört zum Landkreis Cochem. Östlich des Ortes fließt der Ellerbach durch ein wildes und tief eingeschnittenes Tal. Er strömt der Mosel entgegen, in die er bei Eidger-Eller mündet.

Am späten Nachmittag steige ich mit Doxi in das Tal des Ellerbachs hinab und folge dem Bach über mehrere Kilometer. Die steilen Hänge links und rechts des Baches sind bereits in bunte Herbstfarben getaucht.

Nur wenige Wege führen von der Hochfläche zwischen Gevenich und Weiler in das Tal hinab. Ich bin froh, als wir endlich einen Aufstieg finden, denn wir sind bereits 20 km gewandert, und so langsam reicht es für heute auch.

( MITI )