Auf dem Weg zum Geysir

Auf dem Weg zum Geysir
Andernach, 30. Oktober 2021

Dieses Schiff bringt Besucher den Rhein hinauf zum Geysir

Drei Kilometer nördlich von Andernach kurz vor dem kleinen Örtchen Namedy sprudelt rund alle zwei Stunden der größte Kaltwassergeysir der Welt Grundwasser fast 70 Meter gen Himmel. Das Schauspiel dauert bis zu acht Minuten und ist eine der größten Attraktionen der Stadt, dem extra ein schmuckes Info-Center am Rheinufer am Rande der Altstadt gewidmet ist.

Von dort legen regelmäßig Boote ab, die Besucher zum Geysir bringen. Die Strecke kann ich doch auch laufen, habe ich mir gedacht, und mich am Mittag mit Doxi auf den Weg gemacht.

Doch das war sein Satz mit X oder sollte ich besser sagen, mit Y wie in Geysir? Denn am Areal des Geysirs angekommen, ist das Tor verschlossen. Zugang nur mit Eintrittskarte und Führer, der die Besucher auf dem Boot begleitet. Und Hunde sind dabei schon gar nicht erlaubt.

Da hätte ich mich wohl besser informieren müssen, aber egal. Es war eine schöne kleine Wanderung und Doxi hat es genossen, unterwegs im Rhein zu planschen.

( MITI )

Historisches Andernach

Historisches Andernach
Andernach, 30.10.2021

Teile der alten Stadtmauer

Nach einer knappen Woche verlasse ich so langsam die Vulkaneifel, und weil ich genug habe vom Auf und Ab auf engen und steilen Straßen entscheide ich mich für den etwas längeren Weg über die Autobahn.

So lande ich bei Koblenz und fahre von dort in das 15 km nördlich liegende Andernach. Es ist ein langes Wochenende und der Womo-Stellplatz am Rheinufer in Andernach richtig voll.

Doch ich habe unverschämtes Glück und bekomme einen gerade frei gewordenen Platz in der ersten Reihe. So blicke ich aus dem Womo direkt auf den Rhein und das gegenüber liegende Ufer. Herrlich ist das.

Schon bei der Einfahrt in die Innenstadt habe ich gesehen, dass hier noch viel mittelalterliche Stadtmauer steht. Also mache ich mich gleich mit Doxi auf, um die Stadt zu erkunden.

Es werden zwei spannende Stunden, denn die Altstadt von Andernach hat viel zu bieten. Eine fast komplett erhaltene Stadtmauer, diverse Türme, zwei große Kirchen, enge Gassen mit mittelalterlichen Höfen, prächtige Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert – alles vorhanden.

Und wie ich jetzt gelernt habe, gehört Andernach zu den ältesten Städten Deutschlands. Im Jahr 1988 feierte sie ihr 2000-jähriges Bestehen. Der ursprüngliche lateinische Name lautet „Antunnacum“ und stammt wohl vom Keltischen „Antunnacos“ ab.

Es war Gaius Julius Caesar, der in der Gegend um 50 v. Chr. ein Militärlager und zwei Rheinbrücken bauen ließ. Das Lager bestand, bis die Region im 5. Jahrhundert n. Chr. an die Franken fiel.

Heute lebt Andernach von der rund um den Hafen angesiedelten Industrie und dem Tourismus. Ich bin sehr froh, dass ich hier Halt gemacht habe, denn die Stadt und das rheinnahe Umfeld sind wirklich einen Besuch wert.

( MITI )

Die Türen von Andernach

Die Türen von Andernach
Andernach, 30. Oktober 2021

Bei meinem Stadtbummel durch das historische Andernach stoße ich auf einige sehenswerte Türen und Portale. Sogar der Eingang zum früheren Hafenkran am Rhein ist prächtig gestaltet. Daran prangen die Hochwassermarken der letzten zweihundert Jahre. Wahnsinn, wie hoch der Rhein hier steigen kann.

( MITI )

Moselblick und Eifelblick

Moselblick und Eifelblick
Klausen, 29.10.2021

Blick von den Moselhöhen zur Moselschleife bei Minheim/Piersport

Von Wittlich bin ich rund 15 km in südwestlicher Richtung in das Pilgerdorf Klausen gefahren, eine der letzten Stationen auf dem Eifel-Camino nach Trier. Wenn man die bekannte Marien-Wallfahrtskirche in Klausen erreicht hat, sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Mosel.

In Klausen gibt es einen kleinen kostenlosen Wohnmobilstellplatz unterhalb der Kirche. Dort ist es derzeit allerdings nicht sehr gastlich, weil die Hälfte des Platzes als Lager und Anlaufpunkt für die Baustellenfahrzeuge dient, die bei der aktuellen Verlegung von Glasfaser im Ort im Einsatz sind. Entsprechend laut geht es dort zu .

Aber wir wollen ja zunächst einmal wandern. Ich habe eine schöne Tour herausgesucht, die Eifel- mit Moselblicken kombiniert. Also laufen wir zur Kirche hinauf und dann aus Klausen heraus in Richtung der Moselhöhen.

Durch schönen bunten Herbstwald steigen wir auf. Mit jedem Schritt weitet sich der Blick zurück in die Eifel. Als wir die Pilgerkapelle von Minheim ganz oben auf dem Kamm der Moselhöhen erreichen, reicht der Blick zurück bis nach Wittlich, wo wir heute Morgen noch standen.

Wir wandern weiter auf den Kammhöhen in südlicher Richtung. Durch den noch belaubten Herbstwald erhaschen wir erste Blicke auf die Mosel, doch viel sieht man durch das dichte Blattwerk noch nicht.

Dann kommt eine faustdicke Überraschung: Wir erreichen einen wunderbaren Aussichtspunkt oberhalb der Mosel und mir wird schlagartig klar, hier war ich doch schon einmal.

Tatsächlich liegt dort unten die Gemeinde Piesport, wo ich vor drei Jahren bei einer Moseltour Station gemacht habe. Damals bin ich durch die Weinberge in den steilen Moselhängen exakt bis zu diesem Aussichtspunkt oberhalb der Moselschleife von Minheim/Piesport aufgestiegen und habe den herrlichen Panoramablick genossen.

Seinerzeit habe ich mich gefragt, was wohl im Hinterland der Weinberge liege. Nun bin ich genau von dort gekommen und kann die Frage beantworten, wie lustig. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.

( MITI )

Die Türen von Wittlich

Bei meinem Spaziergang durch Wittlich habe ich einige markante und sehenswerte Türen entdeckt, darunter auch solche, die gar nicht mehr da sind und nur noch als Abdruck aus der Vergangenheit existieren. Siehe unten …

( MITI )

Weinstöcke am Portnersberg

Weinstöcke am Portnersberg
Wittlich, 28. Oktober 2021

Blick aus den Weinbergen hinunter nach Wittlich

Wittlich verfügt über einen toll gelegenen Womo-Stellplatz vor den Toren der Stadt zwischen der Lieser und den Weinstöcken am Portnersberg. Von dort mache ich mich am späten Nachmittag auf zu einer 6 km langen Wanderung hinauf in die Weinberge und entlang des Flusses.

Aus den Weinbergen hat man einen herrlichen Blick hinunter nach Wittlich und in die umliegende Moseleifel. Je höher man kommt, desto mehr weitet sich das Panorama.

Bis auf wenige Ausnahmen ist die Weinlese für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Aber die Weinstöcke sind noch nicht beschnitten und tragen nun ihr wunderbar leuchtendes Herbstgelb.

Nach dem Abstieg durch den Wald oberhalb der Weinberge erreichen wir bald den Lieserpfad und die historischen Bastenmühle. Von dort sind es nur noch wenige Schritte bis zu unserem Stellplatz, von dem wir direkt in die Weinberge blicken können. Ganz bezaubernd ist das.

( MITI )