Da sind sie wieder, die Tulpenfelder rund um Glehn
Anfang April, endlich ist es wieder so lange hell, dass man abends noch eine Fahrradrunde drehen kann.
Wir fahren heute von Büttgen über den Birkhof, Glehn, Scherfhausen und Damm zur Langen Foundation auf der ehemaligen Raketenstation Hombroich.
Unterwegs halten wir kurz an der Lourdes-Grotteam Nikolauskloster bei Scherfhausen an, um ein Kerzlein für unsere Lieben anzuzünden.
Anschließend geht es zu den Truthähnen von Damm, die mit ihrer bezaubernden Hässlichkeit immer ein sehenswertes Schauspiel bieten. Drei Männchen, weiß, braun und schwarz, buhlen derzeit um ein Weibchen.
Die Aspiranten plustern sich mächtig auf und geben lustige Geräusche von sich. Jeder versucht, sich noch größer zu machen und den Konkurrenten vom Weibchen wegzuschieben.
Das wirkt oberflächlich ganz harmlos, aber eines der Männchen sieht bereits ordentlich gerupft und mitgenommen aus. Ob da die Konkurrenz mit ihren spitzen Spornen oberhalb der Füße zugelangt haben?
Weiter geht es durch die Landschaft zwischen Damm und Holzheim auf der Suche nach Tulpenfeldern. Ihre Position wechselt jährlich, doch zwischen Damm und dem Autobahnanschluss zur A46 entdecken wir tatsächlich die ersten blühenden Tulpen-Reihen. Herrlich sieht das aus.
Unter einem kontrastreichen April-Himmel mit vielen weißen Wolken steuern wir anschließend die Raketenstation an, wo wir uns die Ausstellung mit Werken von Bertram Jesdinsky anschauen wollen.
Obwohl die Sonne scheint, ist es noch ordentlich kalt. Aber egal, endlich wieder abends mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, das ist, was zählt.
Auf Neusser Rheinseite mit Blick nach Düsseldorf-Heerdt
Heute ist so richtiges Aprilwetter, passend zum Kalender. Wir sind im NSG Ölgangsinsel an der Neusser Hafeneinfahrt unterwegs, als eine tiefdunkle Wolkenwand von Nordwesten kommend über uns aufzieht.
Keine zwei Minuten später sind alle Farben verschwunden und es beginnt zu hageln.
Aber das Schauspiel währt nur eine Viertelstunde. Bald ist die dunkle Wolke weitergezogen. Dahinter kommt wieder der blaue Himmel und die Sonne zum Vorschein. Sofort wird es warm.
Wir laufen durch das Naturschutzgebiet von Buhne zu Buhne. Früher gingen hier die Rheinaale an Land, um zu laichen. Daher der Name Ölgangsinsel.
Auf einem Buhnenkamm liegt ein halber Baum. Ich denke, welcher Hund hat denn da sein Stöckchen vergessen? Aber es war wohl das letzte Hochwasser, dass ihn dorthin befördert hat.
Doxi nimmt ihr erstes richtiges Rheinbad in diesem Jahr, schwimmt immer wieder ihrem Stöckchen hinterher und genießt es, sich anschließend im Gras oder im Sand zu wälzen.
Ich weiß schon, was das für mich heißt: Morgen früh darf ich zu Hause wieder einen halben Eimer Sand aufkehren, überall dort, wo Doxi in der Nacht gelegen hat 🙂
Plötzlich sind alle Farben verschwunden und es beginnt zu hageln
Das Aventura-Quartett auf der Bühne der Jazz-Schmiede Düsseldorf
Zum ersten Mal seit zwei Jahren, seit Beginn der Corona-Pandemie, sind wir wieder in der Jazz-Schmiede Düsseldorf und genießen ein Live-Konzert. Erst vor wenigen Tagen zum 30. März sind die meisten Corona-Beschränkungen in Deutschland gefallen.
Es ist ein wunderbares Gefühl, endlich wieder hier zu sitzen, auch wenn in der Jazz-Schmiede weiterhin Maskenpflicht gilt. Und die meisten Besucher halten sich daran.
Begeistert folgen wir einem fast zweistündigen Konzert der Gruppe „Aventura Quartett“ unter der Leitung des Aachener Saxofonisten und Komponisten Werner Hüsgen.
Das Ensemble spielt eigene Kompositionen im Stile des zeitgenössischen europäischen Jazz. Die teils lyrischen teils energetischen Stücke nehmen aktuelle Strömungen der Kammermusik und der Weltmusik auf. Viele Titel sind auf Reisen des Bandleaders entstanden und das hört man ihnen auch an. Ein tolles Konzert!
Gestern und heute waren wir an verschiedenen Orten im Umkreis von 30 km unterwegs, um die Kirschblüte bei uns im Rheinland zu bestaunen.
Die Frühblüher sind fast schon durch, die Spätblüher noch nicht ganz so weit, doch dazwischen gibt es viele Kirschbäume, die genau jetzt ihre ganze Pracht entfalten und Millionen weißer und rosafarbener Blüten gen Himmel recken.
Ein wunderbares Schauspiel, das nicht nur uns Menschen, sondern auch unzählige Insekten anlockt.
Das hat es bei mir in 12 Jahren Wohnmobil auch noch nicht gegeben: Dass ich 16 Tage an einem Ort verbracht habe. Sonst bleibe ich oft nur ein oder zwei Nächte an einem Platz und nicht selten wechsele ich den Standort sogar zwei oder drei Mal an einem Tag.
Doch diesmal war alles anders: Corona, der Ukraine-Krieg und die Tatsache, dass ich mir etwas Arbeit mitgenommen habe, trugen zu dieser ganz besonderen Situation bei.
Und so habe ich tatsächlich 16 Tage auf meinem Lieblingswomostellplatz in Gemünd in der Nordeifel gestanden. Unterbrochen nur von einigen wenigen Tagesausflügen mit dem Auto, als mein geliebter Schatz für zwei verlängerte Wochenenden zu Besuch da war.
Jeden Tag bin ich gewandert in dieser Gegend am Rande des Nationalparks Eifel – insgesamt mehr als 200 km. Und da ich gut zwei Jahre coronabedingt nicht mehr hier war, gab es viel nachzuholen.
Erst begrüßte uns herrliches Vorfrühlingswetter, dann war es einige Tage windig und regnerisch, aber anschließend entfaltete der Frühling mit ganz viel Sonne und 16 Grad seine volle Kraft.
Noch blüht hier außer den Narzissen und den ersten Forsythien nicht viel. Die Bäume sind weiterhin im Winterschlaf, und vor allem bei den großen Buchenbeständen mit ihrem geschwungenen Astwerk sieht das toll aus, weil man quasi durch den Wald hindurchschauen kann.
Ich habe meinen Aufenthalt hier sehr genossen und wäre am Ende vielleicht sogar noch länger geblieben. Doch irgendwann reicht es dann auch mal und ich werde Zuhause gebraucht. Spätestens im Herbst kommen wir wieder, wenn der Wald bunt wird. Vielleicht aber schon früher…
Alle Fotos und Beiträge von dieser ereignisreichen Tour gibt es hier.
Tour-Kalender
Impressionen von dieser Reise
Kurz hinter Zingsheim
Weite Blicke in die Hügellandschaft
Eine tolle Aussicht am Morgen
Mit jeder Minute wurde der Himmel mehr rot
Hübscher Hof am Kirchberg von Nettersheim
Wir frühstücken im beliebten Bäckerei-Café „Zur Römerquelle“
Die Urft kurz vor Gemünd
Mein erstes Pfauenauge in diesem Jahr
Wir machen Pause an der Urft
Der große Sendemast am Hohenfried
Tief im Wald blüht bereits ein Strauch. Es ist ein Seidelbast.
Pont l’Abbé-Turm an der Olef
Malerische Landschaft am oberen Lassbach
Da kommt ordentlich was zusammen
Panoramablick vom 90-Grad-Knick der Ruhr
In meinem Womo blühen schon die Tulpen
Zentrum von Olef
Herz-Jesu-Kloster am Rand von Nettersheim
Doxi testet die Wasserqualität der Urft
Panoramabild von der Anlegestelle am Rursee
Blick aus dem Kurpark zur Burg
Doxi hat etwas gehört
Heiligenfigur am Zusammenfluss von Olef und Urft
Doxi gefällt die Wanderung auch
Blick zu den Höhenzügen vor Kall
Hochwassermarke an der Kirchenpforte
Hier sollten wir vielleicht besser nicht parken
Wir überqueren den Großen Böttenbach
Das Abendfeuer läuft die Hänge hinunter
Blühende Narzissenwiese
Ostflügel von Schloss Wickrath
Blick vom Ostrand der Sohienhöhe
Wasserschloss Burgau
Yoga im Kurpark Gemünd
Stellplätze auf dieser Tour
1.) Schleiden / Gemünd / Wohnmobilhafen am Nationalpark-Eifel Voll ausgestatteter Platz in wunderbarer Lage direkt am Kurpark und vor den Buchenhängen des Nationalparks Eifel. Super Einstieg für Wander- und Fahrradtouren. Ruhig gelegen. An Wochenenden oft voll besetzt.Pfarrer-Kneipp-Straße 3, 53937 Schleiden (14 € / Strom verfügbar)2.) Kreuzau OT Leversbach / Parkplatz Engelsblick Asphaltparkplatz zwischen Wohnbebauung und Wald, zehn Fußminuten vom Aussichtspunkt Engelsblick entfernt. Keine Infrastuktur. Nachts ruhig. Anwohner und Wanderer parken dort. Wohnmobile stören nicht.Mausauel, 52372 Kreuzau (kein offizieller SP)3.) Düren / Parkplatz Franz-Josef-Keimes Sportpark Großer Parkplatz auf Schotter mit Rasenflächen und teilweise Schatten durch Bäume. Nachts ruhig. Keine Infrastruktur. Wohnmobile stören dort nicht.Einfahrt Höhe Kreuzauer Str. 197, 52355 Düren (kein offizieller SP)4.) Titz / Wanderparkplatz Höller Mühle Schotterparkplatz mit Begrünung unmittelbar an der Ostseite der Sophienhöhe. Zufahrtsstraße breit, aber mit Schlaglöchern. Keine Infrastruktur. Einige wenige Wohnmobile stören dort nicht. (kein offizieller SP)GPS = N50.9456, E6.47475.) Mönchengladbach-Wickrath / Stellplatz Schloss Wickrath Stellplatz ohne Infrastruktur unmittelbar am Schlosspark Wickrath. Gleich hinter der Autobahn A61. Man hört ständig das Rauschen der Fahrzeuge im Hintergrund. hinter Neukircher Weg 10 rechts, 41189 Mönchengladbach (0 € / kein Strom)
Der Ostflügel von Schloss Wickrath in der Abendsonne
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Stellplatz Schloss Wickrath
Ort:
Mönchengladbach-Wickrath
Adresse:
hinter Neukircher Weg 10 rechts
41189 Mönchengladbach
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 25.03.2022)
Zusatzinfo:
Stellplatz ohne Infrastruktur unmittelbar am Schlosspark Wickrath. Gleich hinter der Autobahn A61. Man hört ständig das Rauschen der Fahrzeuge im Hintergrund.
Die letzte Station meiner zweieinhalbwöchigen Reise und Tourabschluss ist das Schloss Wickrath, wo die Stadt Mönchengladbach einen kostenlosen Womo-Stellplatz direkt am Schlosspark anbietet.
Allerdings befindet sich der Platz auch in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A61, sodass man konstant ein gewisses Rauschen im Hintergrund hat. Aber interessant, wie schnell das „eingepreist“ ist und man es kaum noch mehr wahrnimmt.
Ich bin hier, weil ich den Platz austesten und mit Doxi das Frühlingserwachen im Schlosspark bewundern möchte. Große Flächen mit Narzissen leuchten bereits wunderbar gelb und auch die juvenilen Kirschbäume südlich des Schlosses sind bereits erblüht. Da lohnt es sich doch, einen kurzen Zwischenstopp einzulegen.
Blick aus dem Womo auf den Flutgraben
Der Wickrather Flutgraben wird von der Niers gespeist
Die weißen Gänse gehören hier quasi zum Inventar
Infotafel am Eingang zum Park
Ostflügel des Schlosses
Restaurant im Schlosspark
Blühende Narzissenwiese
Kirschblüte am Ostflügel von Schloss Wickrath
So zart die Kirschblüten
Die Hängeweiden sind schon ergrünt
Panoramabild vom Ostflügel des Schlosses
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