Kleinod Malkastenpark

Kleinod Malkastenpark
Düsseldorf, 8. September 2023

Blick vom Venusteich Richtung Malkasten

Eine Oase der Ruhe mit langer Geschichte und durchsetzt mit zahlreichen Kunstwerken, ist der Malkastenpark (Eintritt 2 Euro) hinter dem Malkastengebäude, direkt neben dem Hofgarten.

Die Anlage geht auf ein großes Gartengrundstück zurück, das der Kommerzienrat und Kaufmann Johann Konrad Jacobi 1742 erwarb. Damals lag das Gelände noch außerhalb der Stadtbefestigung. Später errichteten seine Erben dort einen Landschaftsgarten im englischen Stil.

Die von der nördlichen Düssel durchflossene Anlage entwickelte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert zu einem Treffpunkt literarisch und politisch Interessierter, in der auch Berühmtheiten wie Goethe und Humboldt zu Gast waren.

Später erwarb der 1848 gegründete „Malkasten Künstlerverein“, das Gelände und bewahrte es vor der Bebauung durch die Stadt. Die Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch später wieder aufgebaut.

Heute wird der Park vom Künstlerverein Malkasten für Kunstaktionen und Feste genutzt. Die Terrasse des im Malkasten residierenden Restaurants „Lido“ öffnet sich zum Park und dessen bis heute erhaltener barocker Sichtachse. Ein wirkliches Kleinod mitten in Düsseldorf, das ich bisher noch gar nicht kannte.

( MITI )

Cornelius Völker im Kunstpalast

Cornelius Völker im Kunstpalast
Kunstpalast Düsseldorf, 7.09.2023

„Blätter“ von 2021

Alltagsdinge, groß in Farbe gesetzt, so könnte man viele der Werke von Cornelius Völker beschreiben, die derzeit im Düsseldorfer Kunstpalast gezeigt werden.

Vökers lebt und arbeitet in Düsseldorf. Der frühere Schüler der Kunstakademie Düsseldorf (*1965) und heutige Professor an der Kunstakademie Münster zeichnet sich durch einen temperamentvollen und farbintensiven Malstil aus. Viele Dinge, die gemeinhin als wenig abbildungswürdig gelten, finden regelmäßig Eingang in sein Werk.

Dabei entwickelt Völkers eine kraftvolle, figurative Malerei, in der sich Realismus und ein komplexer Umgang mit Farbe zu einer eigenständigen Bildsprache formen. Vertraute Gegenstände erscheinen in neuem Licht, wobei Völkers immer wieder überraschende Facetten freigelegt.

Meine persönliche Wahrnehmung seiner Werke schwankt zwischen genial und trivial. Auf jeden Fall sehenswert.

( MITI )

Spaghetti a la Mama di Roma

Spaghetti a la Mama di Roma
Büttgen, 6. September 2023

Okay, in Italien gibt es vermutlich keinen Blumenkohl-Salat dazu, aber hier war er einfach noch da 🙂

Ich bin immer wieder überrascht, wie einfach sich manche Klassiker der internationalien Küche zubereiten lassen. Heute habe ich mir Spaghetti-Carbonara nach einem Original-Rezpet aus Italien vorgenommen. Das Ganze hat kaum 20 Minuten in Anspruch genommen und toll geschmeckt.

Einfach die Nudeln kochen und in dieser Zeit Speck- oder Schinkenwürfel in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Währenddessen rohe Eier mit reichlich gehobeltem bzw. klein geriebenem Parmesan-Käse vermengen. Gerne auch mit zwei verschiedenen Sorten, sofern verfügbar. Mit Salz und reichlich Pfeffer abschmecken.

Wenn die Nudeln gut sind, eine halbe Tasse Nudelwasser abschöpfen und zusammen mit dem Speck in der Pfanne kurz aufkochen lassen. Dann die Nudeln und die Eier-Käse-Mischung dazugeben.

Vorsichtig, aber gut verrühren, währen die Eiermasse stockt und sich der schmelzende Käse um die Nudeln legt. Dann bei geringer Hitze noch wenige Minuten ziehen lassen und fertig ist eine perfekte Carbonara. Ich liebe es!

( MITI )

Düsseldorfer Stadtgeschichte

Düsseldorfer Stadtgeschichte
Düsseldorf, 3. September 2023

Düsseldorf um 1300 n. Chr. Links die Düssel, rechts der Rhein.

Heute bin ich im Düsseldorfer Stadtmuseum in den Genuss einer kostenlosen Exklusivführung gekommen, weil an diesem sonnigen Sonntagnachmittag außer mir niemand zu dem öffentlich anberaumten Termin erschienen ist.

Spannend zu sehen und zu erfahren, wie sich das Dorf an der Düssel zur Rhein-Metropole gemausert hat und wie schlagartig dies geschehen ist.

Noch im Jahr 1800 lebten in Düsseldorf gerade einmal viertausend Menschen. Einhundert Jahre später waren es in Folge der Industrialisierung bereits mehr als 200.000. Und 1960 erreichte die Stadt mit 700.000 Einwohnern ihren bisherigen Höchststand.

Zur Stadt wurde Düsseldorf im Nachgang zu der historisch bedeutenden Schlacht von Worringen. Graf Adolf V. von Berg verlieh der Siedlung an der Mündung der Düssel am 14. August 1288 die Stadtrechte, um eine Bastion am Rhein gegen das erzbischöfliche Köln zu bilden.

Einhundert Jahre später hatten die Grafen von Berg begonnen, Düsseldorf zu ihrer Residenzstadt auszubauen. Sie errichteten eine Burg, die in den folgenden Jahrhunderten zum Düsseldorfer Residenzschloss ausgebaut wurde.

Heute ist davon nur noch der restaurierte Bergfried am Burgplatz im Herzen der Altstadt direkt am Rheinufer erhalten. Er beherbergt das Schiffereimuseum.

Seit 1732 wurde die Stadt neuzeitlich mit umlaufenden Wällen, Gräben und Verteidigungsanlagen befestigt. Das sollte sich bald zum Hemmnis für die weitere Expansion des Stadtgebiets entwickeln.

1795 besetzte die französische Revolutionsarmee das Rheinland, Die von den Franzosen initiierte Säkularisation sorgte um 1803 für eine erhebliche Besitzumschichtung zugunsten der Landesherren und veränderte auch das Erscheinungsbild von Düsseldorf erheblich.

Die Ordensgemeinschaften und verschiedene Klostergebäude, die bis dahin das Antlitz der Stadt geprägt hatten, verschwanden vollständig: Nur wenige Reste blieben bis heute erhalten.

Doch vor allem mussten nach dem Frieden von Luneville zwischen Napoleon und den deutschen Herrschern die Festungsanlagen der Stadt geschleift werden. Das befreite Düsseldorf von seinem engen Korsett und schuf den Raum für die ungeheure Einwohnerexplosion bis 1900.

In den folgenden Jahrzehnten trugen aufwändige Baumaßnahmen zur städtebaulichen Erneuerung und Verschönerung Düsseldorfs bei. Parks, Wasserflächen und Prunkalleen wurden angelegt, darunter auch die berühmte Kö. Der Rest ist Geschichte …

( MITI )

Zauberhafte Dahlien

Zauberhafte Dahlien
Büttgen, 3. September 2023

Blumenfeld am Ortsrand von Büttgen

Am Rande meines Heimatdorfes gibt es ein Selbstbedienungs-Blumenfeld. Dort blühen gerade die Dahlien. Und wie … Nicht nur die Menschen freut’s, sondern auch die Bienen und andere Nektarliebende Insekten.

( MITI )

Heimatrunde Hülchrath – Hombroich

Heimatrunde Hülchrath – Hombroich
Hülchrath, 3. September 2023

Paddler auf der Erft an der Museumsinsel Hombroich

Die erste Septemberwoche ist angebrochen und noch einmal meldet sich der Sommer mit Temperaturen bis 30 Grad zurück.

Bevor es zu heiß wird, drehe ich mit Doxi am frühen Sonntagmorgen eine 9 km lange Heimatrunde rund 10 km von unserem Zuhause entfernt.

Vom Schloss Hülchrath im gleichnamigen Ort laufen wir entlang des Gillbachs zum Kloster Langwaden und dahinter durch den Wald zur Erft bei Mühlrath.

Zwischen Feldern und Obstplantagen geht es anschließend zum Gut Hombroich und entlang der Erft hinter der Museumshinsel Hombroich bis zum „Strategischen Bahndamm“, einem nie fertiggestellten Bauprojekt aus der Kaiserzeit.

Auf dem Damm ist es schön schattig und es geht immer schnurstracks geradeaus, bis wir den Weg wieder Richtung Hülchrath verlassen.  Viel länger hätte die Tour aber auch nicht sein dürfen, sonst wäre es Doxi zu warm geworden.

( MITI )