Kloster und Saline Bentlage

Kloster und Saline Bentlage
Rheine OT Bentlage, 6.07.2021

Das Gradierwerk der Saline Gottesgabe in Bentlage

Ich bin auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz der Stadt Rheine im Norden der Stadt eingetroffen. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Naturzoo Rheine, das Kloster Bentlage und das Gradierwerk „Saline Gottesgabe“, eingebettet in eine schöne Parklandschaft.

Richtig idyllisch ist es hier: Auf den Wiesen am Park stolzen Störche umher und gleich hinter dem Kloster fließt die Ems durch eine naturbelassene Auenlandschaft.

Ich laufe mit Doxi durch den Park an den Gradierwerken vorbei zum Kloster, das 1437 mit Erlaubnis des Hochstifts Münster durch den Orden vom Heiligen Kreuz gegründet wurde. Zugleich erhielten die Mönche das Recht der Salzgewinnung und der Fischerei in der angrenzenden Ems.

Nach einer wechselvollen Geschichte durch die Jahrhunderte wurde das Kloster im Jahre 1803 säkularisiert und ging anschließend in den Besitz der Adelsfamilie Looz-Corswarem über, die es zu einem Schloss umbauen ließ.

1978 erwarb die Stadt Rheine die Gebäude und die umliegenden Ländereien. 1990 begann der Wiederaufbau des Komplexes, der im Jahr 2000 zum Abschluss gebracht wurde.

Seitdem wird das ehemalige Kloster/Schloss als  „Kulturelle Begegnungsstätte Kloster Bentlage“ durch die Stadt Rhein bewirtschaftet und ist öffentlich zugänglich. Ein wirklich schönes Areal. Ich bin froh, das alles einmal gesehen zu haben.

( MITI )

2000 Blogeinträge auf bloxi.de

Am 6. Juli 2021 habe ich den zweitausendsten Blogeintrag auf bloxi.de veröffentlicht

Es gibt mal wieder etwas zu feiern auf bloxi.de: Während meiner aktuellen Womo-Tour zwischen Hase und Hunte ist der zweitausendste Blogbeitrag entstanden!

Zweitausend Beiträge, das sagt sich so leicht, aber wenn man bedenkt, dass jedes Mal rund eine Stunde für die Auswahl und Aufbereitung der Fotos, die Texterstellung und die Einrichtung des Beitrags aufgewandt werden müssen, dann sind das schon einmal 2.000 Arbeitsstunden.

Und das entspricht bei 40 Wochenarbeitsstunden immerhin 50 Wochen, also mithin einem ganzen Arbeits- und Lebensjahr. Von allen Zusatzarbeiten beim Einrichten, dem Betrieb und der Pflege des Blogs einmal abgesehen.

Ist also ein durchaus zeitaufwändiges Hobby, aber ich genieße es, mich so an die vielen schönen Reisen und Momente in meinem Leben zu erinnern.

Siebzehn Jahre, von 2000 bis 2016, habe ich für die ersten eintausend Beiträge benötigt, fünf Jahre für die zweiten Tausend. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Solange ich weiterhin viel wandere und mit dem Womo unterwegs sein kann, wird sicher noch so mancher Beitrag hinzukommen.

( MITI )

Samtgemeinde Fürstenau

Samtgemeinde Fürstenau
Fürstenau, 6.07.2021

Doxi vor der Zufahrt zum Schloss Fürstenau

Am letzten Tag meiner knapp zweiwöchigen Tour fahre ich früh am Morgen zunächst von Haselünne nach Fürstenau weiter.

Die historische Hansestadt liegt am Übergang zwischen Emsland und Osnabrücker Land und wurde im Jahre 1344 erstmals urkundlich als „Vorstenowe“ erwähnt.

Die herausragende Sehenswürdigkeit des kleinen Orts ist das Schloss Fürstenau, eine ehemalige Landesburg des Fürstbistums Osnabrück.

Die Burg wurde im 14. Jahrhundert gegründet wurde und diente im 16./17. Jahrhundert als Residenz des Fürstbischofs von Osnabrück.

Das Schloss mit Wassergraben, Vorburg, Bergfried und Kirche wird heute als Verwaltungssitz der Stadt genutzt. Im Südflügel befindet sich die kath. Pfarrkirche St. Katharina. Um das Schloss herum erstreckt sich eine sehenswerte Parklandschaft.

Nach dem Besuch des Schlosses laufe ich mit Doxi noch ein wenig durch die historische Altstadt rund um das Rathaus und die ev. Pfarrkirche St. Georg an der Große Straße. Dann geht es aber schon weiter, denn ich möchte heute noch die Stadt Rheine besuchen.

( MITI )

Am Haselünner See

Am Haselünner See
Haselünne, 5. Juli 2021

Blick zur Insel im Haselünner See

Am Ortstrand von Haselünne liegt der schöne Haselünner See, der von der Hase umflossen und von ihr gespeist wird. Dort stehe ich auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz mit Blick auf den See.

An den See grenzt das Naturschutzgebiet Haselünner Kuhweide mit dem Haselünner Wacholderhain, dem größten in Norddeutschland.

Das Gebiet wurde seit dem Mittelalter als Weide genutzt und dadurch gezielt die Bildung von Wald verhindert, der sonst den Wacholder verdrängt hätte.

Heute lässt man in dem Gebiet schottische Hochlandrinder weiden und erhofft sich dadurch eine anhaltende Pflegewirkung. Außerdem lebt auf dem Areal eine Herde Tarpan-Pferde.

Aus der naturbelassenen Verbindung von Wiesen, sumpfigen Niederungen, sandig-trockenen Heideflächen und einem Altarm der Hase entsteht so eine einmalige, parkähnliche Landschaft.

Das Gebiet ist durch einen Naturlehrpfad erschlossen, den ich am Abend mit Doxi ablaufe. Ich bin ganz begeistert, was für unterschiedliche Landschaften hier auf einer kleinen Fläche zusammen kommen. Richtig schön ist das.

( MITI )

Historisches Haselünne

Historisches Haselünne
Haselünne, 5.07.2021

Das Burghotel, der ehemalige Burgmannshof Lindenberg

Haselünne am Fluss Hase ist die älteste Stadt des Emslandes und erhielt schon um 1250 Stadtrechte. Im Mittelalter kam die Stadt zu einem gewissen Wohlstand, nachdem sich dort aufgrund des guten Wassers viele Brauereien und „Fuselbrenner“ angesiedelt hatten.

Um vom wachsenden Handel zu profitieren, schloss man sich früh einem Bund norddeutscher Städte an, aus dem im 14. Jahrhundert die Hanse hervorging.

Der Stadtname geht auf die sogenannten Lunnien zurück, schweren Rundhölzern, die man an einer ausgewählten Stelle in der Hase versenkte (Haselunnien). So wurde eine Furt zur sicheren Überquerung des Flusses mit Pferden und Ochsen-Gespannen geschaffen.

Eine Besonderheit in Haselünne sind die mittelalterlichen „Burgmannshöfe“, von denen in der Stadt noch einige wenige existieren. Sie entstanden nach der Aufgabe der Burg Haselünne durch den regierenden Bischof von Münster im Jahre 1319.

Als Folge dieser Entscheidung übertrug der Bischof den Bürgen (Burgmannen) von Haselünne die Verteidigung der Stadt und erlaubte ihnen dazu, innerhalb des Stadtgebiets befestigte Sitze (Häuser) anzulegen.

Überhaupt begegnen mir in Haselünne eine Reihe bemerkenswerter Bauwerke, die vom Wohlstand der Stadt zeugen, darunter die prächtige Kirche St. Vincentius, der Burgmannshof Lindenberg, der Burgmannshof von Hütel oder die Häuser rund um den Markt. Eine wirklich sehenswerte Stadt.

( MITI )

Die Kornbrenner von Haselünne

Die Kornbrenner von Haselünne
Haselünne, 5. Juli 2021

Hof der Firma Berentzen

Bei meinem Rundgang durch Haselünne bin ich überrascht, auf mehrere Kornbrennereien zu treffen, darunter auch das Stammhaus der bekannten Firma Berentzen.

Wie ich bei der anschließenden Recherche feststelle, siedelten sich schon vor Jahrhunderten zahlreiche Brennereien aufgrund der guten Wasserqualität in dem kleinen Ort an.

Im 18. Jahrhundert produzierten 50 Bierbrauereien und 26 Brennereien dort ihre alkoholischen Produkte. Sie verhalfen der Stadt zu einem gewissen Wohlstand.

Berentzen ist heute die größte und erfolgreichste dieser Brennereien und präsentiert sich in seinem 1385 erbauten Westerholt`schen Burgmannshof, einer Hof-Destille mit Hofladen und einem eigens eingerichteten Besucherzentrum. Die Produktion selbst findet an anderen Standorten der Unternehmensgruppe im industriellen Maßstab statt.

Weiterhin in Haselünne produzieren dagegen die Edelkorn-Brennerei Jos. Rosche und die private Kornbrennerei H. Heydt, die auch jeweils über Hofläden verfügen.

( MITI )