Einmal um die Gileppe-Talsperre

Einmal um die Gileppe-Talsperre
Ostbelgien, 14. Januar 2022

Der Belgische Löwe auf dem Dammkrone der Staumauer, dahinter der Aussichtsturm

Während der Niederrhein im Nebelgrau versinkt, strahlt über der Nordeifel die Sonne. Deshalb bin ich mit Doxi zur Gileppe-Talsperre bei Eupen gefahren. Hier, im äußersten Osten von Belgien, rund 25 km hinter Aachen, zeigt sich der Winter gerade von seiner besten Seite.

Auf bequemen Wegen umrunden wir auf einer Strecke von 14 km die Talsperre, die 1878 eingeweiht wurde. Seinerzeit war sie dazu gedacht, die bedeutende Textilindustrie im Tal der Weser zuverflässig mit Brauchwasser zu versorgen.

Die ursprüngliche Staumauer war Europas älteste Beton-Staumauer. Ende der 1960er Jahre wurde sie noch einmal um 15 m erhöht, um die Kapazität der Talsperre zu steigern. Heute versorgt der See die Region zwischen Eupen und Verviers mit Trinkwasser.

Das Wahrzeichen der Talsperre ist ein 13 m hoher Sandsteinlöwe auf der Dammkrone, der in Richtung Eupen zur ehemaligen preußischen Grenze (bis 1918) blickt. Daneben überragt ein 77 m hoher Aussichtsturm mit Panorama-Restaurant die Landschaft.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt genieße ich es, unter einem strahlendblauen Himmel unterwegs zu sein. Auf den Uferwegen begegnen uns nur wenige Wanderer und bei kurzen Abstechern in die angrenzenden Waldflächen sind wir ganz allein auf weiter Flur unterwegs. Ach, hätten wir doch auch bis uns zuhause mal wieder so schöne Sonne …

( MITI )