In diesem Jahr habe ich den bunten Herbstwald mit all seinen Farbnuancen intensiv wahrgenommen und geradezu darin gebadet – in der Vulkaneifel.
Gerade war ich eine Wochezwischen dem Nürburgring und der Mosel unterwegs. Mit Doxi bin ich rund 130 km durch lauschige Bachtäler und über weite Höhen gewandert, immer das prächtige Farbenspiel der Bäume vor Augen.
Viele Maare haben wir umkreist, ehemalige Vulkankrater, die heute mit Wasser gefüllt sind, u.a. das Pulvermaar, das Schalkenmehrermaar, das Totenmaar, das Gemündermaar und das Immerather Maar.
Im Sonnenschein war die Landschaft ein einziger Herbstraum. Bei Kälte und Nebel gab es dagegen bereits einen Vorgeschmack auf den nahenden Winter.
Wir waren in Kelberg, Schalkenmehren, Gevenich, Gillenfeld, Deudesfeld, Kyllburg, Klausen und Wittlich.
Zwischendurch war ich etwas genervt von den vielen engen und steilen Straßen, die mit dem Wohnmobil nicht einfach zu befahren sind, und dem ständigen Auf und Ab.
Den Rückweg habe ich deshalb über die Autobahn in Richtung Koblenz genommen und noch am Rhein in Andernach Station gemacht. Dort hatte ich das Glück, einen Stellplatz in der ersten Reihe unmittelbar am Rhein zu bekommen. Das war sehr schön.
Alle Fotos und Beiträge von dieser ereignisreichen Tour gibt es hier.
Tour-Kalender
Impressionen von dieser Reise
Womo-Stellplatz Wittlich
Hinter den Bergen am Horizont beginnt das Moseltal
Ensemble am Marktplatz
Kreuzbild am Türmchen
Herbstbuntes Spalierobst an einer Häuserfassade
Rastplatz am Rande der Altstadt an der Lieser
Ein Segment der früheren Berliner Mauer an der Lieser
Als wir aus Dauderfeld abreisen, scheint dort noch die Sonne, aber der Nebel lautert bereits in der Ferne
Blick von der früheren Sonnenterrasse des Eifeler Hofs hinauf zur Burg
Bunter Herbstwald am Speicherbach
Blick hinunter nach Meerfeld und zum Meerfelder Maar
Aussichtsturm „Landesblick“ auf den Höhen über dem Meerfelder Maar
Interessantes Abbruchmuster im Schiefergestein
Labyrinth oberhalb des Immerather Maars
Blick vom Uferweg auf das Immerather Maar
Pittoresker Pilz am Wegesrand
Doxi wälzt sich vergnügt im Laub ab
Der Ellerbach plätschet idyllisch durch sein Tal
Blick vom Wanderweg auf das Gemünder Maar
Blick vom Kraterrand auf das Schalkenmehrer Maar
Bunt ist der Wald hier
Panorama am Mahlseifen
Wacholder-Fläche am Wacholder-Bach
Doxi am Aufstieg zum Hochkelberg
Denkmal für die Näiwidder Schärjer
Blick aus dem Rheinpark in Weißenthurm zur Skyline von Neuwied
Das gibt es nur in Neuwied: Das Deutsche Flippermuseum
Pegelturm auf dem Rheindeich dahinter der Pylon der Raiffeisenbrücke
Auf dem Weg zum Geysir: Doxi stappst im Rhein
Teile der alten Stadtmauer
Geysir-Infozentrum in Rheinnähe
Blick aus dem Womo auf den Rhein
So sieht es aus, wenn der Geysir vor Besuchermassen so richtig sprudelt
Herrlich, dieser Ausblick, und wie lustig, dass ich hier schon einmal auf einer ganz anderen Tour gestanden habe
Aufstieg durch bunten Herbstwald
Pilger-Raststätte unterhalb der Kirche
Alter Bauernhof in Klausen
Rathaus von Wittlich
Blick aus den Weinbergen hinunter nach Wittlich
Ehemalige Synagoge in der Himmeroder Straße
Das Gelände des zerstörten Camping-Platzes an der Kyll wird gerade eingeebnet
Doxi „tankt“ am Dorfbrunnen in Deudesfeld
Stellplätze auf dieser Tour
1.) Kelberg / Stellplatz am Schwimmbad Drei markierte Womo-Stellplätze auf dem großen Parkplatz am Freibad. Es ist jedoch Platz für mehr. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Keine V/E.Am Schwimmbad, 53539 Kelberg (0 € / Strom verfügbar)2.) Schalkenmehren / Wohnmobilpark Vulkaneifel Komplett ausgestatteter Platz für 35 Mobile auf Schotter, ca. 1 km vom Schalkenmehrer Maar entfernt. Schalkenmehrener Straße 18, 54552 Schalkenmehren (12 € / Strom verfügbar)3.) Gevenich / Stellplatz am Sportgelände Ruhig gelegen am Sportplatz auf Rasen, teilweise unter Bäumen. Adresse schwer zu finden. Ca. 1 km südlich des Ortes an der L16. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen in das Tal des Ellerbachs. Keine V/E. Hundsstang, 56825 Gevenich (0 € / kein Strom)4.) Lutzerath / Stellplatz am Bürgerhaus Stellplatz auf Schotter zwischen Feuerwache und Bürgerhaus, nahe an einer vielbefahrenen Straße. V/E vorhanden.Trierer Straße 2, 56826 Lutzerath (5 € / Strom verfügbar)5.) Gillenfeld / Wohnmobilhafen Pulvermaar Stellplatz auf Schotter oberhalb des Pulvermaars, leider ohne Blick auf das Maar. V/E vorhanden.Vulkanstraße, 54558 Gillenfeld (8 € / Strom verfügbar)6.) Deudesfeld / Stellplatz am Leyendecker Kleiner Stellplatz auf Schotter oberhalb des Ortes bei der Feuerwehr. Schöner Ausgangspunkt für Wanderungen. V/E vorhanden. Meisburger Str., 54570 Deudesfeld (0 € / Strom verfügbar)7.) Kyllburg / Besucherparkplatz Stiftsberg Großer PKW- und Busparkplatz auf Asphalt am Kreisverkehr hinter der Stadtverwaltung. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Stadtbesichtigung. Wohnmobile stören dort nicht. Keine Infrastrruktur.Marktplatz 8, 54655 Kyllburg (kein offizieller SP)8.) Wittlich / Stellplatz Zweibächen Schöner ruhiger Stellplatz mit toller Aussicht auf Rasen und Schotter unmittelbar unter den Weinbergen am Portnersberg. Wenige Schritte zur Lieser, etwas mehr als einen Kilometer in die Innenstadt. V/E vorhanden.Zweibächenweg, 54516 Wittlich (5 € / kein Strom)9.) Klausen / Stellplatz am Zentralparkplatz Kleiner Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Keine Infrastruktur. Trierer Straße 8, 54524 Klausen (0 € / kein Strom)10.) Andernach / Stellplatz am Bollwerk Sehr schön gelegener Platz zwischen Rhein und Altstadt. In der ersten Reihe direkt am Rhein. V/E vorhanden.Uferstraße 5, 56626 Andernach (8 € / Strom verfügbar)
In diesem Jahr fällt die Umstellung auf die Winterzeit genau auf den Tag von Halloween, der Nacht des Grauens und Abend vor Allerheiligen. Bereits um 17:30 ist es stockdunkel.
Ich bin gespannt, wie Andernach bei Nacht aussieht und drehe mit Doxi nach Einbruch der Dunkelheit noch eine kleine Runde durch die Altstadt. Tatsächlich sind hier zahlreiche Gruppen verkleideter Kinder unterwegs, häufig mit ihren Eltern.
Mir fallen zwei Zwerge auf, die als Sensenmann verkleidet sind. Sie halten kleine Sensen aus Holz in den Händen, deren Spitzen durch bunte LED-Kugeln illuminiert werden. Ich verspüre ein leichtes Zucken in den Fingern, aber fotografieren und ins Internet stellen möchte die Kleinen dann doch lieber nicht. Dabei sind sie soooo süß.
Doxi an der Mündung der Nette in den Rhein. Auf der gegenüberliegenden Seite Schloss Neuwied.
Puh, da hatte ich mir wohl etwas viel vorgenommen: Als Morgenwanderung wollte ich mit Doxi von Andernach nach Neuwied laufen und mir dort die Innenstadt anschauen. Ich hatte für den Hin- und Rückweg mit 12 Kilometern gerechnet. Dass es am Ende fast zwanzig werden sollen, das hätte ich nicht gedacht.
Aber es war eine interessante und abwechslungsreiche Tour. Vom Womo-Stellplatz am Rhein in Andernach ging es zunächst durch den Hafen von Andernach mit seinen Verladeanlagen, Container-Terminals und dem großen Stahlwerk Thyssenkrupp Rasselstein.
Dahinter laufen wir am Rheinufer entlang, immer mit Blick auf die Skyline von Neuwied auf dem gegenüber liegenden Flussufer. Dort mündet auch die Wied nach 102 Flusskilometern in den Rhein.
Kurz vor dem Erreichen von Weißenthurm überqueren wir die Mündung der Nette in den Rhein. Dahinter geht es durch den Rheinpark von Weißenthurm zur großen Raiffeisenbrücke, die hier seit 1978 den Rhein quert.
Neuwied wurde im Jahr 1653 als Planstadt mit einem rechtwinkligen Straßenraster gegründet und ab 1662 zu einer der ersten Freistätten für Religionsflüchtlinge in Deutschland.
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte Neuwied sich zu einer der frühesten Industriestädte des Landes. Die Vielfalt christlicher Konfessionen sowie zahlreiche Schulen und Industriebetriebe prägen die Stadt bis heute.
Denkmal für Maximilian zu Wied vor dem Schloss
Neuwied war von seiner Gründung bis 1806 Residenzstadt der Grafschaft, seit 1784 des Fürstentums Wied, eines eigenständigen Territoriums im Verband des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Das große dreiflügelige Schloss der Fürsten, das ab 1706 errichtet wurde, befindet sich bis heute in Privatbesitz.
Das Ende der Stadt als wiedische Residenz kam mit den französischen Revolutionskriegen. In der Schlacht von Neuwied, die sogar auf dem Arc de Triomphe in Paris vermerkt ist, errangen 1797 französische Revolutionstruppen gegen die österreichische Armee den ersten größeren Sieg in den Koalitionskriegen.
Ich entdecke auf meinem Stadtrundgang viele schöne Häuser aus der Zeit zwischen 1800 und 1910. Von Barock über Biedermeier bis zu Jugendstil reicht das Spektrum. Der Rückweg zu unserem Stellplatz auf der anderen Rheinseite ist zwar lang, aber der Ausflug hat sich definitiv gelohnt.
Wanderkarte unserer Tour
Großer Verladekran im Hafen von Andernach
Container-Terminal im Hafen von Andernach
Sonntags-Vergnügen der Möwen: Baden in der Kläranlage
Mündung der Wied auf der gegenüberliegenden Rheinseite
Blick aus dem Rheinpark in Weißenthurm zur Skyline von Neuwied
Blick auf den Rhein beim Überqueren der Rheinbrücke zwischen Weißenthurm und Neuwied
Häuser an der Rheinbrücke Neuwied
Pegelturm auf dem Rheindeich dahinter der Pylon der Raiffeisenbrücke
Marktkirche
Wohn- und Arbeitsstätte von David Roentgen
Häuser hinter dem Rheindeich
Häuser hinter dem Rheindeich
Häuser hinter dem Rheindeich
Hauptgebäude des Rhein-Wied-Gymnasiums
Das gibt es nur in Neuwied: Das Deutsche Flippermuseum
Zufahrt zum Schloss
Links der westliche Seitenflügel, rechts das Hauptgebäude von Schloss Neuwied
Denkmal für die Näiwidder Schärjer
Blick von der Rheinbrücke auf Weißenthurm
Panoramabild der Neuwieder Uferpromenade mit der Raifeisenbrücke im Hintergrund
Blick von der Kanzel hinunter zum Rhein und den Rhein-nahen Stadtteile von Andernach
Von den Traumpfaden an Rhein und Mosel bin ich schon einige gelaufen, aber dass es auch Traumpfädchen als kürzere Version der Traumpfade gibt, das war mir bislang nicht bekannt. Unverhofft bin ich heute abend mit Doxi in ein solches Traumpfädchen hineingestolpert, als wir ohne konkretes Ziel die Höhen nördlich von Andernach hinauf gewandert sind.
Hinter den letzten Häusern von Andernach erreichen wir zunächst offene Feldflächen mit weitem Blick in die Landschaft. Nach Süden geht der Blick über Andernach hinweg zur Rheinbrücke bei Neuwied. Und im Westen erscheinen die Berge bei Nickenich, hinter denen der Laacher See liegt.
Bald erreichen wir den Wald oberhalb von Namedy an einem Wegabschnitt des Traumpfädchens „Kleiner Stern“. Viel weiter können wir nicht mehr laufen, um beim Rückweg nicht in die Dunkelheit zu kommen.
Durch den Wald oberhalb des Rheins geht es deshalb zurück in Richtung Andernach. Dabei kommen wir auch am Geysir vorbei, der am Fuße der Höhen liegt. Aber so richtig ausmachen kann ich das Areal durch die Bäume hindurch nicht.
Dafür haben wir immer wieder schöne Blicke auf den Rhein, besonders an der Kanzel, wo man wunderbar nach Andernach hinunterschaut. Steil geht es von dort hinunter in die Altstadt, wo um diese Uhrzeit bereits die ersten Straßenlaternen brennen. Das taucht die historischen Gemäuer noch einmal in ein ganz besonderes Licht.
Wanderkarte des Traumpfädchens „Kleiner Stern“
Beim Aufstieg: Blick von den Höhen zurück nach Andernach
Wir erreichen den Wald oberhalb von Namedy
Weinstele auf dem Traumpfädchen
Blick vom Traumpfächen stromaufwärts. Rechte liegt der Ort Leutesdorf.
Dort wo gerade ein Schiff im Rhein quersteht, liegt unser Womo-Stellplatz
Dieses Schiff bringt Besucher den Rhein hinauf zum Geysir
Drei Kilometer nördlich von Andernach kurz vor dem kleinen Örtchen Namedy sprudelt rund alle zwei Stunden der größte Kaltwassergeysir der Welt Grundwasser fast 70 Meter gen Himmel. Das Schauspiel dauert bis zu acht Minuten und ist eine der größten Attraktionen der Stadt, dem extra ein schmuckesInfo-Center am Rheinufer am Rande der Altstadt gewidmet ist.
Von dort legen regelmäßig Boote ab, die Besucher zum Geysir bringen. Die Strecke kann ich doch auch laufen, habe ich mir gedacht, und mich am Mittag mit Doxi auf den Weg gemacht.
Doch das war sein Satz mit X oder sollte ich besser sagen, mit Y wie in Geysir? Denn am Areal des Geysirs angekommen, ist das Tor verschlossen. Zugang nur mit Eintrittskarte und Führer, der die Besucher auf dem Boot begleitet. Und Hunde sind dabei schon gar nicht erlaubt.
Da hätte ich mich wohl besser informieren müssen, aber egal. Es war eine schöne kleine Wanderung und Doxi hat es genossen, unterwegs im Rhein zu planschen.
Blick aus dem Womo auf den Rhein
Rheinkreuzfahrtschiff an unserem Stellplatz
Modernes Wohnhaus an unserem Stellplatz
Geysir-Infozentrum in Rheinnähe
Alter Hafenkran am Nordrand von Andernach
Da fährt das Geysir-Besucher-Schiff
Auf dem Weg zum Geysir: Doxi stappst im Rhein
Panoramabild vom Rhein nahe des Geysirs
So sieht es aus, wenn der Geysir vor Besuchermassen so richtig sprudelt
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.