Der Belgische Löwe auf dem Dammkrone der Staumauer, dahinter der Aussichtsturm
Während der Niederrhein im Nebelgrau versinkt, strahlt über der Nordeifel die Sonne. Deshalb bin ich mit Doxi zur Gileppe-Talsperre bei Eupen gefahren. Hier, im äußersten Osten von Belgien, rund 25 km hinter Aachen, zeigt sich der Winter gerade von seiner besten Seite.
Auf bequemen Wegen umrunden wir auf einer Strecke von 14 km die Talsperre, die 1878 eingeweiht wurde. Seinerzeit war sie dazu gedacht, die bedeutende Textilindustrie im Tal der Weser zuverlässig mit Brauchwasser zu versorgen.
Die ursprüngliche Staumauer war Europas älteste Beton-Staumauer. Ende der 1960er Jahre wurde sie noch einmal um 15 m erhöht, um die Kapazität der Talsperre zu steigern. Heute versorgt der See die Region zwischen Eupen und Verviers mit Trinkwasser.
Das Wahrzeichen der Talsperre ist ein 13 m hoher Sandsteinlöwe auf der Dammkrone, der in Richtung Eupen zur ehemaligen preußischen Grenze (bis 1918) blickt. Daneben überragt ein 77 m hoher Aussichtsturm mit Panorama-Restaurant die Landschaft.
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt genieße ich es, unter einem strahlend blauen Himmel unterwegs zu sein. Auf den Uferwegen begegnen uns nur wenige Wanderer und bei kurzen Abstechern in die angrenzenden Waldflächen sind wir ganz allein auf weiter Flur unterwegs. Ach, hätten wir doch auch bis uns zu Hause mal wieder so schöne Sonne …
Wanderkarte unserer Tour
Auf der Hinfahrt: Kirche in Baelen
Auf der Hinfahrt: Kirche in Membach
Blick auf die Staumauer der Gileppe-Talsperre
Infotafel auf der Dammkrone
Beeindruckend groß dieser 300 Tonnen schwere Löwe
Der mächtige Aussichtsturm an der Staumauer
Die beiden Abflusstürme im See
Winterlich kahler Wald oberhalb der Talsperre
Blauer Himmel heute
Wo die Sonne nicht hinkommt, ist die Vegetation noch gefroren
Wie steigen zum See hinab
Doxi testet die Wasserqualität der Gileppe-Talsperre
Malerisch liegt der See da
Hier strömt das Wasser der Soor in den See
Blick über den See
Durch einen feuchten Talgrund geht es über einen der zahlreichen Zuflüsse zum See
Kriegerdenkmal für einen im Herbst 1944 von deutscher Flak abgeschossenen englischen Lancaster-Bomber
Altreifenentsorgung auf die günstige Art – ein echtes Unding
Endlich mal wieder Sonne im Rhein-Kreis-Neuss. Das nutze ich für eine 15 km Wanderung mit Doxi. Herrlich ist das, nach so vielen Wochen des Dauer-Graus.
Wenige Kilometer von zu Hause entfernt, zwischen der Skihalle Neuss und dem Museum Langen Foundation, stoße ich auf eine Riesen-Sauerei: Hier hat jemand drei Dutzend Alt-Reifen auf einem wenig genutzten Feldweg einfach so in die Natur gekippt. Echte Arsch****!
Leider ist dies nicht das erste Mal, dass mir so etwas begegnet. Bauschutt, Autobatterien, Hausmüll und die unsäglichen Mc-D-Verpackungen – alles schon da gewesen. Und es kommt immer wieder. Teilweise sogar an der gleichen Stelle. Wie dreist die Leute manchmal sind.
Tatsächlich habe ich den Eindruck, es wird in den letzten Jahren immer mehr Müll illegal entsorgt. Deshalb werde ich solche Entdeckungen von nun an dokumentieren. Ich bin gespannt, was dabei im Laufe der Zeit zusammen kommt …
Noch ein Corona-Jahr mit vielen Einschränkungen geht zu Ende, das zweite schon. Irgendwie hatte man ja gedacht, wenn erst einmal die Impfstoffe verfügbar sind, geht der Spuk bald vorüber. Aber weit gefehlt.
Die Masken werden uns wohl noch erhalten bleiben
Ein Teil der Bevölkerung will sich nicht impfen lassen und neue aggressive Varianten (Omikron) stehen bereits vor der Tür. Zudem verstärkt Corona die kulturelle und politische Kluft in unserer Gesellschaft. Echt ätzend!
Für mich war es trotz der Pandemie ein schönes Jahr, obwohl ich so wenig mit dem Wohnmobil unterwegs war, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Aber es sind doch fünf wunderbare Womo-Touren zusammen gekommen, die ich teils mit Heike, teils alleine mit Doxi unternommen habe. Trotz Corona.
Tief im Westen – hier waren wir 2021 unterwegs
3.000 Wanderkilometer habe ich in 2021 hinter mir gelassen, 260 Mal Yoga praktiziert und auch sonst eine Menge Projekte umgesetzt. Knapp 300 Blog-Beiträge sind dabei entstanden. Einfach das Beste aus der Situation machen, lautete das Motto.
Zweimal habe ich gefastet, dreimal wurde ich geimpft, und an der frischen Luft war ich auch ganz viel. Doch ob das alles ausreicht, um kommenden Corona-Varianten zu begegnen, wird sich erst noch zeigen.
Bellis vom Niederrhein 2007-2021
Erneut sind in diesem Jahr Hunde aus unserer Zucht verstorben. Darunter leider auch die feine Bellis, Mutter unseres C- und D-Wurfes und Claudias ganzer Schatz für mehr als 14 Jahre. Wenige Monate vor ihrem Tod hatten wir sie noch einmal für einige Wochen bei uns, und das war sehr schön.
Auch unsere geliebte Doxi, Tochter von Bellis, hatte heuer in ihrem achten Lebensjahr ihre erste ernste Gesundheitskrise.
Ein Tumor am Gesäuge musste operativ entfernt werden. Glücklicherweise hatte der Krebs noch nicht gestreut und noch wir dürfen hoffen, dass sie ein normales Hundealter erreicht. Auf jeden Fall sind zunächst einmal keine Beeinträchtigungen zurückgeblieben.
Und dann haben wir im Herbst auch noch eine neue Regierung bekommen, die erste Ampel, wie fein. Nach 16 Jahren unter Angela Merkel. Demokratie braucht den Wechsel – ich hoffe, dass damit auch ein ökologischer Aufbruch verbunden sein wird.
Zum Jahresabschluss geht von dieser Stelle ein Gruß an die Welt und ein dicker Schmatz an meinen geliebten Schatz Heike. Und an die Doxi und an meine Mom natürlich auch, die im kommenden Jahr ihren achtzigsten Geburtstag feiert.
Und hier meine Bilder des Jahres 2021 …
Doxi in der Inde kurz hinter Schmithof
Ich liebe das Bunt der Buchen
Panoramablick in den Tagebau Inden
In blaues Licht getaucht: Das LVR Industriemuseum in Oberhausen
Panoramablick vom Aussichtspunkt oberhalb der Moselschleife von Minheim/Piesport
Blick aus den Weinbergen hinunter nach Wittlich
Womo-Stellplatz Wittlich
Blick vom Kraterrand auf das Schalkenmehrer Maar
Meine Möhre
Am Rossmarkt von Alzey
Burg Lichtenberg bei Nacht
Die Alte Wassermühle wird derzeit restauriert
Rastplatz der gefallenen Riesen
Begehbare Skultpur Windklang, Blick vom Hang unterhalb des Gipfels
Heute können die verschiedenen Kammern und Stollen durch Treppen sicher und mühelos begangen werden
Blick in westlicher Richtung vom Nahe Sky Walk in das Nahe Tal
Plfanzmarkt im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum
Steilwand vor der Nahe am Rotenfels
Historisches Häuserensemble an der Löwenapotheke in der Haupteinkaufsstraße (Mannheimer Straße)
Häuser vor dem Drogenapsturm
Kurz vor Sonnenuntergang: Blick von unserem Womo über die Vispoortgracht zum Stadttor
Blick in einen Blumenladen in der Lange Hoofstraat
Blick von der Anlegestelle der Fähre hinüber zur Skyline von Deventer
Mondrian-Pavillon am Houtwal
Historisches Rathaus
Welch eine bezaubernde Nixe ist mir denn da ins Netz gegangen?
Im Hafen von Lauwersoog
Blick in den Ort Heeger
Blick vom Hafenbecken „De Kolk“ auf das Wassertor
Hausboote auf dem Nieuwe Kanaal
Das Eemshotel am Ufer des Dollart
Gesehen an einem Gartenbaubetrieb in Drießen
Das 1904 errichtete, 48 Meter hohe Doppelstrebengerüst von Schacht IV der Grube Rheinpreußen
Shona-Art aus Zimbabwe im Zoo Krefeld
Heideblüte am Übergang zwischen Rheinland und Eifel zwischen Drover und Soller
Doxi auf einem frisch gepressten Strohballen
Historische Fachwerkhäuser von 1670 in der Freiheit Westerholt
Schottische Hochlandrinder im Wald am Rodebach
Zufahrt von Schloss Moyland
Eine von zahlreichen Werken des Künstlers Robert Schad im Schlosspark Moyland
Familienaufstellung bei den Dromedaren
Von der untergehenden Sonne angestrahlte Wolken über den Kraftwerken von Grevenbroich
Figuren am Eingang zum Biergarten am Salinenpark
Innenhof von Gut Füchtel
Garten-Deko am Parkausgang
Auf dem Weg nach Bad Zwischenahn: Die Mühle von Edewecht
Mein persönlicher Viertelpfünder Kabben mit Käse
Schuilfschiff „Großherzogin Elisabeth“ im Hafen von Elsfleth
Einige Wege im Moor sind durch Stege gesichert
Typisches Landschaftsbild im Opperweher Moor: Wollgras an einem moorigen Tümpel
Panoramabild vom Bootssteg am Olgahafen
sechs Uhr Nachts
Blick aus dem Womo auf den Mittellandkanal
Kunstinstallation im Wald westlich des Schlosses
Pferdeskulptur in Warendorf
Auf den Wiesen am Rheinufer blüht der wilde Raps
Doxi im wilden Schnittlauch am Rheinufer gegenüber der Reeser Schanz
Panzersperren des ehemaligen Westwalls
Fisch-Lehrpfad an der Erft kurz vor Neuenhausen
Graffiti in den Kasematten an der Rheinuferpromenade
Wildes Mädchen, schüttel‘ Dein Haar für mich 🙂
Im Kaisergarten: Aufgang zur Fußgängerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal
Die Skulptur „Echo des Poseidon“ auf der Mercator-Insel gegenüber von Duisburg-Ruhrort
Rosenfenster
Seitengalerien
Panoramabild vom Mühlengraben
Panoramabild der Kapelle mit Blick zum Billiger Wald am Horizont
Blühender Winterraps auf den Feldflächen in der Sonsbecker Schweiz
Wassermuseum Aquaris am Schlosspark Styrum
Da sind sie, gleich hinter hinter dem Nikolauskloster am Jüchener Bach
Die große Magnolie bei uns im Garten
Narzissenwiese im Stadtpark
Bellis (links) mit 14 in ihren letzten Lebensmonaten
Fast jeder kennt die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Osterfreitag. Doch der Advent als Fastenzeit ist hierzulande ein wenig in Vergessenheit geraten.
Dabei wurde über viele Jahrhunderte in den verschiedensten Regionen Europas regelmäßig in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest gefastet. Und in den Ostkirchen ist dies noch heute üblich.
Auch ich habe in diesem Jahr von Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten gefastet. 19 Tage habe ich nichts gegessen und nur Tee, Wasser und Gemüsebrühe zu mir genommen.
Es war mein zweites Fasten in diesem Jahr, doch irgendwie war es diesmal viel schwerer, als die vielen Male zuvor, zumindest in die ersten acht bis zehn Tagen. Vielleicht, weil ich mich in diesem Herbst doch ganz schön mit Lebkuchen und Schokolade vollgestopft hatte. Da braucht es eine Weile, bis sich der Körper wieder von all dem Ballast befreit hat.
Aber in der zweiten Hälfte war das Fasten dann wieder ganz leicht, obwohl ich täglich gewandert bin und Yoga praktiziert habe und auch sonst sehr aktiv war. Das finde ich so schön am Fasten, dass es viele Energien freisetzt. Und man bekommt wieder ein anderes Verhältnis zum Essen.
Nach meiner Erfahrung wird es jetzt wieder eine Weile dauern, bis ich erneut ungehemmt zu Süßem greife. Außerdem habe ich ganz viel Lust auf gesunde Ernährung. Mal sehen, wie lange das anhält. Am liebsten bis zum nächsten Fasten 🙂
Fastenbrechen nach 19 Tagen mit Möhre, Apfel und einem leckeren Vollkornbrot
Verdiente Pause – für dieses Jahr ist jetzt erst einmal genug mit Wandern
Mit einer Zehn-Kilometer-Wanderung habe ich heute die 3.000 Wanderkilometer in diesem Jahr voll gemacht.
Ich bin selbst ein wenig überrascht, aber dies entspricht tatsächlich mehr als drei Mal dee Strecke von Flensburg nach Oberstdorf quer durch die gesamte Republik.
So viel bin ich in einem Jahr noch nie gewandert, und diese neue Bestmarke ist ganz sicher auch der Corona-Krise geschuldet. Viele Heimatrunden waren dabei, aber auch zahllose Strecken auf den vier Womo-Wander-Touren, die wir in diesem Jahr unternommen haben.
Rund vierzig Gedichte habe ich unterwegs auswendig gelernt und viel schöne Landschaften an mir vorüber ziehen lassen. Nicht jede Strecke war neu für mich, aber doch ganz viele. Doxi ist fast immer fein mitgelaufen und auch sie freut sich, neue Gegenden mit bislang fremden Hundegerüchen kennen zu lernen.
Auch wenn es im nächsten Jahr nicht erneut so viele Kilometer werden müssen – ich freue mich schon jetzt auf neue Strecken, neue Landschaften und neue Eindrücke. Das Wanderjahr 2022 kann kommen.
In der dunklen Jahreszeit freut man sich ja über jeden Lichtblick, insbesondere in Corona-Zeiten.
Ein ganz besonderes Lichtspektakel kann man jetzt in der Adventszeit im Nordosten von Mönchengladbach bestaunen: Rund um den Weberplatz mit der historischen WebersiedlungEngelbleck von 1927 sind zahlreiche Häuser und Vorgärten liebevoll illuminiert und mit Weihnachtsdekorationen geschmückt.
Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll: Überall leuchtet und blinkt es. Eine der Straßen trägt passenderweise den Namen „Am Tannenbaum“. Man könnte es stellenweise ein wenig übertrieben finden, aber der Gesamteindruck ist absolut stimmig. Toll, wie viel Mühe sich die Bewohner geben. Heike und mir hat es super gefallen. Vielen Dank für dieses kostenlos zu bestaunende Schauspiel!
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.