Der Tag beginnt für uns mit einem Spaziergang durch die alte Hansestadt Buxtehude vor den Toren von Hamburg. Die Stadt liegt am südöstlichen Rand des Obstanbaugebiets Altes Land unweit der Elbe.
Durch die Stadt fließt von Süden nach Norden die Este, die hier eine Breite von drei bis fünf Metern hat.
Da der historische Kern der Stadt erhalten geblieben ist, verfügt Buxtehude über eine sehenswerte Altstadt. Interessant ist die staatliche Zugehörigkeit seit der erstmaligen urkundlichen Erwähnung 959.
Ab dem 11. Jahrhundert unterstand die Stadt dem Fürsterzbischof von Bremen. Dessen Territorium ging am Ende des Dreißigjährigen Krieges an Schweden.
Später wurde die Stadt im Nordischen Krieg von Dänemark erobert, das das Territorium 1715 an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verkaufte.
1803 wurde das Gebiet von den französischen Revolutionstruppen erobert und 1810 von Preußen besetzt. Von 1811 bis 1814 gehörte das Gebiet um Buxtehude wiederum zum Kaiserreich Frankreich.
Nach dem Wiener Kongress kam es zum Königreich Hannover und ging 1871 im Deutsche Reich auf. Eine bewegte Geschichte.
Wanderkarte unserer Tour
Historisches Stadtzentrum
Die Este in Buxtehude
Stadtkirche St.-Petri
Häuser in der Haupteinkaufstraße
Heimatmuseum von 1913
Historisches Haus in der Altstadt
Buxtehuder Fleeth
Der Fleethenkieker
Die Ehemalige Flethmühle am Ende des Buxtehuder Fleeths
Unsere zweite Station im Alten Land heute ist Jorg, die Hauptgemeinde der Region. Am Abend laufe ich mit Doxi auf dem Obstlehrpfad durch endlose Obstplantagen und noch ein wenig weiter zur Elbe.
Dort werden wir auf dem Deich von mächtigen Zäunen gestoppt, die von NATO-Stacheldraht gekrönt werden. Ich denke noch, „so große Schafe werden hier doch gar nicht gehalten“, da offenbart ein Blick in die Karte: Hier beginnt das Gelände einer großen Justizvollzugsanstalt unmittelbar an der Elbe.
In der Ferne sieht man riesengroße Containerschiffe auf der Elbe dahin ziehen. Und darüber Starkstromleitungen, die an den beiden größten Freiluftmasten in Europa befestigt sind.
Die mehr als 200 m hohen Stahlkonstruktionen garantieren, dass die durchhängenden Stromleitungen mindestens 75 Meter Platz über der Wasserkante lassen, damit auch die größten Schiffe gefahrlos hinunter durchfahren können.
Auf dem Obstlehrpfad geben immer wieder Hinweisschilder interessante Informationen zur Obstproduktion. Z.B. warum die Kirschen unter Folie aufwachsen (damit sei nicht von zu viel Sonne aufplatzen) oder warum die CO2-Lagerung heimischen Obstes eine viel bessere Energiebilanz aufweist, als Obst aus fernen Kontinenten über die Weltmeere herbeizuschippern.
Die Obstbaumblüte ist bereits deutlich vorüber und an den Apfelbäumen sieht man bereits die kleinen Äpfel heranwachsen. Ich bin erstaunt, wie viele Äpfel jeder Baum trägt, aber das ist wohl der Sinn des Ganzen 🙂
Wanderkarte unserer Tour
Kreuz am Womo-Stellplatz in Jorg
Die Kirche von Jorg mit Pfarrhaus
Häuser im Zentrum von Jorg
Häuser im Zentrum von Jorg
Häuser im Zentrum von Jorg
Häuser im Zentrum von Jorg
Häuser im Zentrum von Jorg
Endlose Reihen mit Obstbäumen säumen den Weg
Endlose Reihen mit Obstbäumen säumen den Weg
Speicher für die Bewässerung
Hier wurden alte Obstbäume gerodet und neue gesetzt
Ein Symbol des Alten Landes: Die Hogendiek-Brück über die Lühe zwischen Steinkirchen und Grünendeich
Ich bin im Alten Land unterwegs, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Europas. Die Region liegt am Südufer der Elbe zwischen Stade im Westen und Hamburg im Osten.
Einer von zwei Flüssen, die dieses Gebiet durchkreuzen, um in die Elbe zu münden, ist die Lühe. Im Laufe der Geschichte brachte der Fluss über die Verbindung mit der Elbe oft Hochwasser in die Region.
Deshalb wurden seit dem Mittelalter am Flusslauf der Lühe Deiche angelegt und in der Neuzeit auch ein Sperrwerk an ihrer Mündung errichtet. Damit ist die größte Gefahr gebannt.
Mit Doxi laufe ich von Steinkirchen auf dem Lühe-Damm über die Ortschaft Grünendeich zur Elbe und wieder zurück.
Vom leicht erhöhten Damm aus können wir immer wieder weite Blicke in das Land werfen, in dem sich ein Obstbaum an den anderen reiht.
Hinter dem Deich stehen prächtige Häuser und in den Ortschaften sieht man, wer hier traditionell das meiste Geld hat: Die fleißigen Obstbauern.
Wanderkarte unserer Tour
Kirche von Steinkirchen
Pfarrhaus hinter der Kirche
Die Lühe bei Ebbe
Obstplantagen an der Lühe
Häuser hinter dem Lühe-Deich
Häuser hinter dem Lühe-Deich
Häuser hinter dem Lühe-Deich
Häuser hinter dem Lühe-Deich
Häuser hinter dem Lühe-Deich
Obstplantagen, soweit das Auge reicht
Die Süßkirchen brauchen noch ein bisschen
Häuser nahe der Lühemündung
Häuser nahe der Lühemündung
Häuser nahe der Lühemündung
Leuchtturm am Elbedeich beim Sperrwerk
Containerschiff und Fähre auf der Elbe
Lüheschleife kurz vor der Mündung in die Elbe
Lühe-Sperrwerk an der Mündung in die Elbe
Die Hogendieck-Brück
Bei Schiffverkehr kann die Brücke hochgeklappt werden
Stade und Ribe bleiben auf dieser aktuellen Womo-Tour unübertroffen, aber auch im Alten Land gibt es schöne Türen. Und je detailreicher und ziselierter, desto reicher auch die Obstbauern, deren Hauseingänge diese Türen schmücken. Möchte man zumindest meinen.
Manchmal wird man belohnt, wenn man einer spontanen Eingebung folgt. Eigentlich wollte ich nach der Elbüberquerung hinter Wischhafen rechts Richtung Bremervörde abbiegen. Doch dann sah ich an der Kreuzung ein Schild „Stade 23 km“und bin spontan geradeaus gefahren.
Belohnt wurde ich mit einer wunderschönen historischen Altstadt mit ganz vielen tollen Häusern und Portalen. Stade ist wirklich eine Perle an der Unterelbe, rund 40 km westlich von Hamburg am Rande des Alten Landes.
Die 50.000-Einwohner-Stadt liegt am Fluss Schwinge. Das historische Zentrum befindet sich auf der Schwingeinsel innerhalb der ehemaligen Wallanlagen und wird von einem Burggraben umgeben.
Darin befindet sich auch der Alte Hansehafen mit einem historischen Ladekran, einem Museum, Gastronomien und vielen schmucken Häusern.
Offensichtlich wurde Stade im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört, denn die Altstadt präsentiert sich als ein intaktes Ensemble aus Fachwerkhäusern. Die Mehrheit stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Doch es gibt auch wesentlich ältere Häuser aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand von 1659. Dieser zerstörte elf Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges zwei Drittel aller Stader Gebäude. Was für eine hübsche Stadt!
Wanderkarte unserer Tour
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.