Ein wunderbarer Ort, um zu verweilen und die Natur zu genießen, ist die Museum Insel Hombroich an der Erft kurz vor Neuss.
Ich habe da eine Lieblingsbank direkt am Fluss, wo man sich schön zum Lesen zurückziehen kann. Heute Morgen allerdings nicht, denn es gibt dort keinen Schatten und in der Sonne ist es einfach viel zu warm.
Länger als fünf Minuten halte ich das nicht aus. Das hatte ich wohl falsch eingeschätzt. Aber dafür blüht und grünt es um mich herum ganz unglaublich. Einfach herrlich.
Werke aus der aktuellen Sonderausstellung von Anke Eiligerhard
Langsam habe ich alle Museen gesehen, die ich mit meiner Düsseldorfer ArtCard kostenlos besuchen kann. Gestern war ich endlich auch im „HETJENS – Deutsches Keramikmusuem“ in der Düsseldorfer Altstadt.
Ich dachte ja, Keramik, das sei nicht so spannend. Aber weit gefehlt. Das Museum präsentiert einen tollen Rundblick über mehrere tausend Jahre menschlicher Kultur- und Kunstgeschichte am Beispiel der Keramik.
Von den alten Griechen und Römern, über die indianischen Kulturen in Mittel- und Südamerika, dem berühmten chinesischen Porzellan, Mosaik-Keramiken in Europa und Vorderasien, europäischer Barock-Kultur bis hin zu ganz modernen Arbeiten – das Spektrum ist wirklich umfassend.
Beeindruckend auch die aktuelle Sonderausstellung „Dolcissima“ mit Keramik-Skulpturen der in Berlin lebenden Künstlerin Anke Eilergerhard. Prächtig wie aus der Hofkonditorei eines barocken Fürstenhofs, spielen die überdimensionalen, mehrstöckigen Zuckerwerk-Gebilde mit der Augenlust des Publikums. Da mag man gar nicht wegschauen.
Seit mehr als einhundert Jahren bietet der Düsseldorfer „Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen“ einmal im Jahr Künstlern die Gelegenheit, aktuelle Arbeiten vor einem größeren Publikum zu präsentieren.
Alle Arbeiten können erworben werden. Wie üblich markiert ein roter Punkt Werke, die bereits vergeben sind.
Die Auswahl der Künstler erfolgt durch eine wechselnde Jury. Außerdem werden jährlich Kunstpreise, Förderpreise und Publikumspreise vergeben.
Die Ausstellung findet heuer wieder im Kunstpalast mit Werken aus Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Installation und Video statt. Hier die Werke, die mir in diesem Jahr am besten gefallen haben.
Das Museum Quadrat ist ganz wesentlich dem Werk und dem Wirken von Josef Albers (1888-1976) gewidmet.
Der Maler, Kunsttheoretiker und -pädagoge wurde in Bottrop geboren, war als Künstler und Lehrer am Bauhaus in Dessau tätig und floh vor den Nazis in die USA, wo er bis zu seinem Tod verschiedene Professuren innehatte.
Die Sammlung zeigt Werke seines Schaffens, die seine Frau Anni Albers der Stadt Bottrop nach seinem Tod schenkte. Außerdem werden Werke aus der Kunstsammlung der Beiden ausgestellt, und Werke, die inhaltlich in Beziehung zu Albers Schaffen stehen.
Ich habe das Glück, am frühen Sonntagmorgen als erster Besucher in den Räumen unterwegs zu sein und bin total beeindruckt nicht nur von der gezeigten Kunst, sondern auch von ihrer großzügigen Präsentation in den wunderbaren Räumlichkeiten. Ein wirklich tolles Museumserlebnis.
Wenn nicht Doxi im Wohnmobil auf mich warten würde – ich hätte den ganzen Vormittag im Museum verbringen können. Hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.
Meine letzte Station auf dieser langen Reise ist Bottrop, weil ich unbedingt einmal das Museum Quadrat Bottrop besuchen wollte. Und Bottrop liegt quasi auf dem Heimweg kurz vor dem Rheinland.
Da das Museum am späten Samstagnachmittag bereits geschlossen hat, schaue ich mir zunächst den Skulpturenpark rund um das Museum an. Dort sind Plastiken international bekannter Künstler ausgestellt.
Anschließend laufe ich mit Doxi ein wenig durch die Stadt und verbringe die Nacht in der Nähe, um das Museum am nächsten Morgen zu besuchen.
Das Museumsareal liegt im schönen Stadtpark von Bottrop. Das Quadrat im Namen bezieht sich zum einen auf die gezeigte Kunst.
Denn im Mittelpunkt der Dauer-Ausstellung steht das Werk von Josef Albers, einem Sohn der Stadt, der berühmt wurde für seine Farbstudien mit quadratischen Formen.
Quadratisch ist aber auch die Form des Museums, die damit auf das Werk Albers Bezug nimmt. Im Laufe der Zeit wurde es mehrmals durch zusätzliche Quadrate erweitert, um mehr Ausstellungsfläche zu schaffen.
In der Verbindung mit der umgebenden Natur, den Skulpturen und den vielen offenen Glasflächen wirkt das gesamte Ensemble auf mich sehr harmonisch und einladend. Ich freue mit auf den Besuch morgen früh und habe hier schon einmal einige Bilder davon einfließen lassen.
Manchmal lohnt es sich, vor einem Stadtbesuch ins Internet zu schauen. Ich dachte, Bremverhörde, zwischen Hamburg und Bremerhaven gelegen, sei ebenfalls eine „Außenstelle“ von Bremen.
Aber weit gefehlt. Die Stadt im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks an der Oste war schon immer unabhängig.
Bremervörde gelangte im Mittelalter zu einem gewissen Wohlstand, weil von hier der in den umliegenden Mooren gewonnene Torf über die Oste in Richtung Elbe verschifft wurde.
Allerdings wurde die Stadt in den Kriegen des Mittelalters mehrmals komplett zerstört. Historische Bausubstanz ist heute deshalb rar gesät.
Schön ist der Vörder See, der unmittelbar an das Stadtzentrum grenzt und wunderbare Erholungsmöglichkeiten bietet. Dort machen wir kurz halt und beginnen anschließend unsere Rückreise Richtung Niederrhein.
Altes Rathaus
Galerie, eingeleidet im Mondrian-Stil
Alte Apotheke
Schöne Blüte an der Kirche
Skulptur „Menschen im Moor“ Claus Homfeld Rathausmarkt
Skulptur „Wassertrinker“ von Claus Homfeld Brunnenstraße
Gedenkstein für die Oper des Nationalsozialismus in den Moorlagern am Vörder See
Blick auf den Vörder See
Panoramabild vom Vörder See
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.