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Deutsche Kunst nach 1945

Deutsche Kunst nach 1945
Bonn, 24. Juni 2023

Raum mit großformatigen Werken im Obergeschoss des Kunstmuseums Bonn

Den Schwerpunkt der Sammlung des Kunstmuseums Bonn bilden Werke deutscher Künstler, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Die Sammlung zeichnet wichtige Strömungen der Kunstgeschichte nach.

Aus den Fünfzigerjahren stammen Werke von Fritz Winter, Willi Baumeister, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher und Ernst Wilhelm Nay.

Auf sie folgte eine jüngere Generation mit Sigmar Polke, Gerhard Richter und Georg Baselitz, die in der Künstlergruppe ZERO engagiert waren.

Dem angestaubten Konzept der Skulptur verhalfen Joseph Beuys und Franz Erhard Walther durch radikale Impulse zu neuem Ansehen. Beuys-Schüler wie Blinky Palermo, Imi Knoebel und Anselm Kiefer wurden zu führenden Künstlern des Rheinlands.

In den frühen 1980er Jahren waren es die Neuen Wilden um Hans Peter Adamski, Werner Büttner, Walter Dahn und die Oehlen-Brüder, die Furore machen.

Außerdem sind in der umfangreichen Sammlung Werke von Rosemarie Trockel, Ulrich Rückriem, Hanne Darboven, Reinhard Mucha, Andreas Gursky, Georg Herold und Katharina Grosse vertreten.

Unter dem Titel „Raum für phantasievolle Aktionen“ werden zur Zeit viele Werke der Sammlung präsentiert. Sehr sehenswert finde ich das.

( MITI )

Kunstmuseum Bonn

Kunstmuseum Bonn
Bonn, 23. Juni 2023

Kunst vor einem der beiden Eingänge zum Kunstmuseum Bonn

Das Kunstmuseum Bonn ist Teil der Museumsmeile Bonn und ein faszinierender Bau, der von dem Berliner Architekten Axel Schultes entworfen und 1992 eröffnet wurde. Schultes ist auch Architekt des Bundeskanzleramts in Berlin.

Mit seinem „fließenden“ Raumkonzept gilt das Kunstmuseum Bonn als Musterbeispiel neuer Museumsarchitektur in Deutschland. Gleich gegenüber befindet sich die Bundeskunsthalle.

Markant sind die weit gespannten Dachlandschaften, der kreisförmig gefasste Treppenaufgang sowie die Sammlungs- und Ausstellungsräume mit ihren über Eck gelegten Durchgängen.

Das Treppenhaus wirkt wie ein modernes Amphitheater und bildet den Mittelpunkt des Hauses, das auf einem quadratischen Grundriss basiert.  Es verbindet das Foyer mit den oberen Sammlungsräumen.

Diese werden durch großzügige Dachfenster mit Tageslicht geflutet. Nach außen öffnet sich das Museum durch markante Fensterfronten. Nicht nur die gezeigte Kunst, sondern auch der Bau selbst sind absolut sehenswert, wie ich finde.

( MITI )

Die 1920er in der Bundeskunsthalle

Die 1920er in der Bundeskunsthalle
Bonn, 18. Juni 2023

Revolution des Möbelbaus in den 1920er Jahren

Ich bin nach Bonn gekommen, um das Arithmeum zu besuchen. Aber wenn ich schon einmal da bin, lasse ich mir auch die aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle nicht entgehen.

Die 1920er Jahre sind das Thema einer großen Show, die die Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg beleuchtet in Gesellschaft, Kultur, Medien, Sport und Arbeitswelt.

Es war eine Zeit des Aufbruchs. Frauen wurden unabhängiger, gingen arbeiten, ließen ihre langen Haare und überkommene Kleiderordnungen fallen. Es wurde sich amüsiert, getanzt, geflirtet und Drogen konsumiert.

Viele Gemälde aus dieser Zeit bringen diese Entwicklungen zum Ausdruck, daneben audiovisuelle Medien, Möbel, Kleider und Designobjekte.

Einhundert ist das nun her, doch es weht ein Geist der Modernität durch diese Zeit, der bis heute anhält.

( MITI )

Geometrie und Raum

Geometrie und Raum
Bonn, 17. Juni 2023

Roberto Miniati, „Pioggia Miracolosa“ von 2017

Das Arithmeum in Bonn verfügt neben unzähligen Exponaten aus der Kulturgeschichte des Rechnens und Zählens auch über eine beeindruckende Bildersammlung zumeist zeitgenössischer Geometrisch-konstruktiver Kunst.

Die Idee, Geometrie aus der Fläche in den Raum zu transferieren, findet sich bereits bei Euklid in seinem Werk „Elemente“ aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.

Ab ca. 1500 n. Chr. tauchen dann die ersten Umsetzungen in der Illustration und Malerei auf, etwa bei Dürer.

In der Neuzeit entsteht schließlich die Geometrisch-abstrakte Kunst als eigenständige Kunstrichtung. Mit Farbe und Form wird dabei auf ganz unterschiedliche Weise versucht, aus der Fläche in den dreidimensionalen Raum vorzudringen. Spannend finde ich das.

( MITI )

Otl Aicher

Otl Aicher
Kunst aus der KI, 13. Juni 2023

Alle Bilder erstellt nach meinen Vorgaben

Frisch aus der KI auf meiner Festplatte: Neu erträumte Architektur-Bilder im Stile von Otl Aicher.

Eine meiner ersten Berührungspunkte als Kind mit modernem grafischen Design waren die Piktogramme für die verschiedenen Sportarten, die Otto „Otl“ Aicher (1922-1991) als Gestaltungsbeauftragter für die Olympischen Spiele von München 1972 geschaffen hatte.

Am Radsport-Leistungszentrum in meinem Heimatort und am Schwimmbad hingen sie als lebensgroße Schilder und faszinierten mich sehr.

Otl war einer der prägendsten deutschen Gestalter bzw. Grafikdesigner des 20. Jahrhunderts und Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung Ulm. Er war ein entschiedener Gegner der Nazis und stand der Familie Scholl nahe, deren älteste Tochter Inge er später heiratete.

Aicher gilt als einer der Wegbereiter des Corporate Designs: Er schuf bzw. prägte das Design vieler namhafter Unternehmen von der Lufthansa über die Sparkassen bis zum ZDF. Hier habe ich Variationen seiner Architektur-Zeichnungen erzeugen lassen.

( MITI )

Deutsches Keramikmuseum

Deutsches Keramikmuseum
Düseldorf, 8. Juni 2023

Werke aus der aktuellen Sonderausstellung von Anke Eiligerhard

Langsam habe ich alle Museen gesehen, die ich mit meiner Düsseldorfer ArtCard kostenlos besuchen kann. Gestern war ich endlich auch im „HETJENS – Deutsches Keramikmusuem“ in der Düsseldorfer Altstadt.

Ich dachte ja, Keramik, das sei nicht so spannend. Aber weit gefehlt. Das Museum präsentiert einen tollen Rundblick über mehrere tausend Jahre menschlicher Kultur- und Kunstgeschichte am Beispiel der Keramik.

Von den alten Griechen und Römern, über die indianischen Kulturen in Mittel- und Südamerika, dem berühmten chinesischen Porzellan, Mosaik-Keramiken in Europa und Vorderasien, europäischer Barock-Kultur bis hin zu ganz modernen Arbeiten – das Spektrum ist wirklich umfassend.

Beeindruckend auch die aktuelle Sonderausstellung „Dolcissima“ mit Keramik-Skulpturen der in Berlin lebenden Künstlerin Anke Eilergerhard. Prächtig wie aus der Hofkonditorei eines barocken Fürstenhofs, spielen die überdimensionalen, mehrstöckigen Zuckerwerk-Gebilde mit der Augenlust des Publikums. Da mag man gar nicht wegschauen.

( MITI )