Bergischer Panoramasteig ab Hommerich

Bergischer Panoramasteig ab Hommerich
Lindlar-Linde, 13. Februar 2022

Doxi auf dem Hohenberg bei Ebbinghausen

Gestern ging es für mich nach Westen, heute bin ich Richtung Osten ins Bergische Land bei Lindlar unterwegs. Im alten Lindlarer-Industriegebiet Hommerich starte ich mit Doxi eine 15 km lange Wanderung, die in vielen Abschnitten dem Bergischen Panoramasteig folgt.

Unmittelbar am Start geht es steil einen rutschigen Hügel ohne präparierte Wege hinauf, und so wird es sich auf dieser Tour noch mehrmals wiederholen.

Dafür werden wir nach jedem Anstieg mit herrlichen Fernblicken ins Bergische Land verwöhnt.

Und weil die Bäume noch unbelaubt sind, reicht der Blick tief in die Wälder hinein. So geht es zwischen den kleinen Orten auf den Hügeln hin und her.

Dazwischen kreuzen wir mehrmals die Sülz, alte aufgegebene Eisenbahnstrecken sowie enge kurvige Landstraßen, auf denen sich heute die Motorradfahrer austoben.

Die Waldwege sind stark vermatscht, weil derzeit viel Holz geschlagen werden, aber so ist das ja immer im Winter. Der Boden ist stellenweise noch gefroren und Doxi genießt es, vereiste Pfützen mit ihren Pfoten aufzudrücken.

Einmal müssen wir oberhalb der Sülz auf allen vieren eine steile Bruchkante hochsteigen. Der eigentlich vorgesehen Weg liegt unter umgestürzten Bäumen verschüttet und ein Parallelweg ist nicht auszumachen. Aber es funktioniert.

So sind wir bei kaltem Wind und schönem Sonnenschein knapp vier Stunden unterwegs. Im Frühjahr und Sommer ist diese Tour sicher noch reizvoller zu laufen, weil man dann weniger ins Rutschen kommt und nicht alle paar Meter Matschlöchern ausweichen muss, aber auch so hat es viel Spaß gemacht.

( MITI )

An der Wesertalsperre

An der Wesertalsperre
Eupen (B), 12. Februar 2022

Blick hinter die Staumauer mit dem großen Überlauf im Hintergrund

Bei herrlichem Hochdruck-Winterwetter habe ich heute gemeinsam mit Doxi eine Runde um die Wesertalsperre bei Eupen gedreht.

Der Stausee nahe der deutschen Grenze, auch als „Eupener Talsperre“ bekannt, ist das wichtigste Trinkwasserreservoir in Belgien.

Er staut das Wasser der Bäche Weser und Getzbach und versorgt damit u. a. das Eupener Land, das Herver Land, die Vororte von Lüttich und die Stadt Spa.

Mit dem Bau der Staumauer wurde 1936 begonnen, doch konnte das Projekt erst nach dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt werden. Sie ist damit fast einhundert Jahre jünger als die nicht weit entfernte Gileppe-Talsperre.

Die Wesertalsperre und die umliegenden Wälder sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Landschaft des Hohen Venns mit direkter Anbindung an die Eifel auf deutscher Seite bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wanderer und Radfahrer.

Wie ich heute auf unserer 14 km langen Tour feststellen konnte, ist hier deutlich weniger los als im nahe angrenzenden Venn. Mir hat die Tour sehr gut gefallen, auch wenn es ordentlich kalt und stellenweise sehr glatt war.

( MITI )

Issumer Fleuthkuhlen

Issumer Fleuthkuhlen
Issum, 7. Februar 2022

Übergang über die Issumer Fleuth am Mehrgenerationenspielplatz

Gemeinsam mit meiner Wanderfreundin Gabi war ich heute rund um Issum an nördlichen Niederrhein unterwegs.

Unsere 19 km lange Wanderung folgte hauptsächlich der Issumer Fleuth (gespr. Flöt), einem rechten Nebenfluss der Niers. Der träge dahin strömende, 25 km lange Fluss beginnt bei Kamp-Lintfort und mündet bei Winnekendonk (Kevelaer) in die Niers.

In Issum befindet sich das Stammhaus der Altbierbrauerei Diebels. Hier wurde auch der heute bundesweit agierende Tiefkühlvertrieb Bofrost gegründet.

Im Ort mündet die Nenneper Fleuth in die Issumer Fleuth. Nördlich liegt das Naturschutzgebiet Fleuthkuhlen, ein Niedermoorkomplex, den wir auf unserer Wanderung durchqueren.

Typisch für das Landschaftsbild sind Felder, Wiesen und Waldabschnitte rund um 53 flache Seen, die im 18. und 19. Jahrhundert durch bäuerlichen Torfabbau entstanden sind.

Auf unserem Weg kreuzen wir auch die Fossa Eugenia, ein nie fertig gestelltes Kanalprojekt, das ab 1626 errichtet wurde, um die abtrünnigen niederländischen Provinzen im Spanisch-Niederländischen Krieg vom gewinnbringenden Handel auf dem Rhein abzuschneiden.

Leider hatten wir nicht ganz so viel Sonne, wie die Wettervorhersage in Aussicht gestellt hatte. Außerdem wehte stellenweise ein kräftiger, eisiger Wind. Dennoch war es eine schöne Tour durch ein interessantes Landschaftsbild.

( MITI )

Heimattour zum Rhein

Heimattour zum Rhein
Neuss, 5. Februar 2022

Wassertor am Erftmühlengraben vor dem Clemens-Sels-Museum, dahinter der alte Neusser Wasserturm

Eine unserer größten Runden in der Region ist die knapp 25 km lange Tour von zu Hause zum Yachthafen Neuss-Grimlinghausen und zurück. Eigentlich wollte ich heute gar nicht so weit laufen, aber dann schien die Sonne so schön und das wollten meine Füße ausnutzen.

Etwas mehr als fünf Stunden waren wir unterwegs auf unserem Weg von Büttgen über Lanzerath, den Eselspfad, die Neusser Pomona und den Reuschenberger Busch zum Rheinpark und dem Yachthafen an der Mündung der Erft in den Rhein.

Am Rhein haben wir einen Moment Innegehalten, Doxi hat Stöckchen aus dem Wasser gefischt, bevor es durch die Neusser Innenstadt und über die Felder zwischen Neuss und Büttgen wieder zurückging.

Fast die gesamte Zeit waren wir im Grünen unterwegs und konnten beobachten, wie die Natur langsam wieder Fahrt aufnimmt: Die Vögel werben bereits fleißig um Partner und die Erlen hängen ihre Samen in den Wind. Und wenn dazu noch so schön die Sonne scheint, ist meine kleine Welt trotz Winter schon wieder in Ordnung 🙂

( MITI )

Brackvenn zwischen Schnee und Eis

Brackvenn zwischen Schnee und Eis
Monschau / Kalterherberg, 25.01.2022

Doxi rollt sich am Rande des Brackvenn im Schnee ab

Auf in die Sonne, heute geht’s ins Venn! Wir starten kurz vor Kalterherberg (Monschau) an der Norbertuskapelle unmittelbar an der Rur und sind nach wenigen Schritten auf belgischem Staatsgebiet. Anschließend kreuzen wir den beliebten Vennbahnradweg und laufen bergauf zum „Kreuz im Venn“ auf der Reichelsley, einer markanten Felsformation.

Das 1890 errichtete Kreuz ist dem Mönch Stephan Horrichem gewidmet. Der Geistliche aus dem nahegelegenen Prämonstratenserkloster Reichenstein wurde in den Zeiten des 30-jährigen Krieges als „Apostel des Venns“ verehrt.

Dahinter geht es durch den tiefen Wald im belgischen Staatsforst Stellerholz. Auf dem Waldboden liegt noch Schnee, die Wege sind teilweise bereits schneefrei, aber stellenweise noch stark vereist. Mehrmals komme ich auf der 14 km langen Tour ins Rutschen, kann mich nur mit Mühe abfangen.

Am Rande des von Holzstegen durchzogenen Brackvenns, einem Hochmoor, führt uns der Weg entlang des Eupener Grabens. Dieser entwässert das Venn in Richtung Eupen. Auf den vereisten Holzstegen kann man heute wegen der Glätte gar nicht laufen – ist mit Hunden aber ohnehin verboten, von daher kein Problem.

Während das gesamte Rheinland und große Teile der Nordeifel in dichtem Nebel versinken, scheint hier auf knapp 600 Meter Höhe die Sonne von einem wolkenfreien Himmel auf uns herab. Es weht kein Wind, die Luft ist ganz klar und im Schnee spiegelt sich das Licht. Bezaubernd ist das.

So laufen wir zwischen Wald und Venn zum Gipfel des Pannensterzkopf. Dort beginnen wir unseren Abstieg zurück zur Rur, die wir nach knapp vier Stunden wieder erreichen. Wir sind im Auto keine zehn Minuten unterwegs, da hat uns der Nebel bereits wieder eingeholt. Und so bleibt es auf dem gesamten Rückweg Richtung Heimat. Alles richtig gemacht heute, denke ich …

( MITI )

Von Simmerath ins Tiefenbachtal

Von Simmerath ins Tiefenbachtal
Simmerath, 15. Januar 2022

Vereiste Landschaft im Tiefenbachtal

Noch einmal Sonne in der Nordeifel. Heute wandern Heike und ich auf einer 11 km langen Tour von Simmerath zunächst durch eine noch halb schneebedeckte Landschaft in den Nachbarort Huppenbroich. Dahinter steigen wir in das Brombachtal hinab, wo der Brombach auf das Rurtal trifft und in die noch junge Rur mündet.

Am Talgrund wechseln wir ins malerische Tiefenbachtal. Dort folgen wir dem lieblich rauschenden Tiefenbach durch den eisigen Talgrund stromaufwärts wieder zurück hinauf nach Simmerath.

Die Tour ist ein krasses Wechselspiel der Farben: Auf der Nordseite der Täler liegt noch Schnee. Reif kleidet die Pflanzen und Sträucher in ein zuckriges Gewand.

Außer Weiß, Braun und Grau gibt es keine Farben. Die Wege sind stellenweise schwierig zu gehen, weil rutschig und vereist.

Auf der Südseite der Täler taucht die Sonne die Landschaft hingegen in ein rot warmes Licht. Von Schnee und Eis keine Spur. Der Waldboden ist mit Moos bedeckt und leuchtet sattgrün. Fast möchte man meinen, der Frühling stünde vor der Tür.

Wir lassen uns viel Zeit und genießen die Sonnenstrahlen auf unseren Gesichtern. Für uns ist es der erste Schnee in diesem Jahr, und auch Doxi hat wie immer unheimlich viel Spaß, sich auf dem weißen Untergrund abzurollen. So macht das Winterwandern richtig Freude.

( MITI )