Die größte Gemeinde der Drie Eigen ist das frühere kaiserlich-freiweltliches Stift Thorn, rund zwölf Kilometer südwestlich von Roermond nahe der Maas.
Die Gemeinde ist aus der gleichnamigen Abtei im heutigen Altstadtzentrum hervorgegangen.
Diese gehörte ab dem 10. Jahrhundert zum Benediktinerorden, wurde aber im 12. Jahrhundert in ein freiweltliches Stift für Damen aus dem hohen Adel umgewandelt.
Aufgrund der Unabhängigkeit seines Stifts konnte Thorn im Tauziehen verschiedener weltlicher Mächte viele Jahrhunderte seine Eigenständigkeit bewahren.
Bis es 1794 unter französische Herrschaft kam, bildete es einen souveränen Ministaat im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
Heute ist Thorn ein touristischer Besuchermagnet an der Maas. Wegen der zahlreichen weiß getünchten Häuser nennt man Thorn auch „das weiße Städtchen“ (niederländisch „het witte stadje“).
Mehr als 100 Häuser in der Altstadt stehen heute unter Denkmalschutz. Die Straßen im Ortszentrum sind mit Maaskies gepflastert. Sehr schön sieht das aus.
Unterwegs im Naturschutzgebiet Koningssteen an der Maas südlich von Thorn zwischen den Maasseen Vissenakkerplaas und Kessenichplas.
Ich wundere mich, warum im Uferbereich so viele Bäume darniederliegen und ins Wasser ragen.
Als ich näher herantrete, will ich meinen Augen zunächst nicht trauen: Nirgends kann ich die glatten Schnitte moderner Kettensägen erkennen. Dafür überall Bissspuren von Bibern.
Rund um die Einkerbungen liegen am Boden die großen Späne verteilt, die die possierlichen Nager herausgebissen haben. Knapp unterhalb dieser Rundum-Einkerbungen sind viele Bäume umgeknickt, ich vermute im Sturm.
Andere stehen noch, sind aber bereits ordentlich angeknabbert und damit vermutlich angezählt.
Hier im Naturschutzgebiet dürfen die Biber offensichtlich schalten und walten, wie sie wollen. Selbst meterdicke Stämme sind vor ihnen nicht sicher. Fleißig, fleißig.
Thorn an der Maas in der niederländischen Provinz Limburg hat die Kriege des 19. und 20. Jahrhundert weitgehend unbeschadet überstanden. Die Häuser im Ortszentrum stehen größtenteils unter Denkmalschutz und sind fast ausnahmslos weiß getüncht. Ihre Haustüren sind nicht protzig, verraten aber dennoch etwas vom Wohlstand und einer gewissen Gediegenheit, die zu Limburg gehört.
Bei herrlichem Sonnenschein waren wir heute auf einer ganz bezaubernden Wanderung im wasserreichen Gebiet um Roermond (NL) und Maaseik (B) unterwegs.
Die Region zwischen der Maas und dem Julianakanal wird seit den 1960er Jahren als „Maasplassen“ (dt. Maasseen) bezeichnet. Damals wurde dort intensiv Kiesabbau betrieben, aus dem heute nach aufwändiger Renaturierung zahlreiche Seen und Naturschutzgebiete hervorgegangen sind.
Der gewonnene Sand und Kies wurde seinerzeit für die gewaltigen Bauvorhaben im Bereich der niederländischen Nordseeküste bdnötigt.
Als Reaktion auf die verheerende Flut von 1953 (Hollandsturmflut) wurden dort zahlreiche Deiche und Sperranlagen errichtet. Alle niederländischen Provinzen mussten etwas dazu beitragen.
Heute gilt das rund 3000 Hektar große Gebiet der Maasplassen als das größte Binnen-Wassersportrevier der Niederlande. Annähernd zwei Dutzend Sportboothäfen und zahlreiche Campingplätze prägen das Landschaftsbild.
Wir starten am Ortsrand von Ohé en Laak und wandern zunächst um den großen See Molenplas bis zur historischen Hompeschen Mühle. Wie die gesamte Region ist auch dieser See ein Paradies für Wasservögel.
Dahinter geht es zwischen Wiesen und Feldern zum Naturschutzgebiet am Teggerse Plas, an dem frei lebende Wildpferde und Wildrinder zu Hause sind.
Die Hompesche Mole am Molenplas
Eine Rinderherde lagert direkt auf dem Wanderweg. Weil keine Umgehung möglich ist, schleichen wir langsam, leise und vorsichtig an den schwarzen Kolossen vorbei. Zwei große Bullen kebbeln sich gerade und stoßen ihre mächtigen Schädel aneinander. Aber für uns interessiert sich glücklicherweise niemand.
Gleich dahinter erstreckt sich die Maas, der wir über den Leigrafpad und den Dilkensweerdpad bis zum Dilkensplas folgen. Der Fluss bildet in diesem Bereich die Grenze zwischen der Niederlande und Belgien und wird deshalb als Grenzmaas bezeichnet.
Dieser Flussabschnitt wird von zahllosen Sportbooten befahren, ist aber seit 1822 nicht mehr für Frachtschiffe passierbar. Deshalb wurde zwischen 1925 und 1935 wenige Kilometer weiter östlich der breite Julianakanal errichtet.
An den Dilkensplas schließt sich der große Yachthafen De Maasterp mit Wohnmobilstellplatz und Hausbooten an. Immer am Wasser entlang laufen wir von dort zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach vier Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen.
Wanderkarte unserer Tour
Infotafel am Molenplas
Am Südrand des Molenplas
Wanderschilder im Naturschutzgebiet
Wasserpflanzen lieben das Gebiet
Blick vom Vogelbeobachtungspunkt auf den Molenplas
Infotafel am Vogelbeobachtungsstand
Eine Gruppe Wasservögel hebt ab
Übergang zwischen Molenplas und Biltplas
Reste der Fliederblüte
Blick in den Biltplas
Hier sprießen die Pilze
300 Jahre alt: Die Hompesche Mühle
Pferde- und Hundepension hinter der Hompeschen Mühle
Zuchtrehe in Maashoeve
Blick über den Teggerse Plas
Herbstfrüchte am Teggerse Plas
An der Grenzmaas: Links Belgien, rechts die Niederlande.
Wilderinder am Teggerse Plas
Niederländischer Grenzstein an der Grenzmaas
Auf dem Maasdeich: War hier ein Bieber aktiv?
Yachthafen De Maasterp
Prächtiger Gutshof an Daalderweg
Blick über die Felder Richtung Ohé en Laak
Panoramabild vom Übergang zwischen Molenplas und Biltplas
„Nun nimmt das Jahr die Sense hoch und mäht die Sommertage wie ein Bauer“, so beginnt ein Vers aus dem von mir sehr geschätzten Gedichtzyklus von Erich Kästner, der ein ganzes Jahr abbildet.
Noch vor wenigen Tagen waren wir mitten drin in einem wochenlangen Hochsommer, der scheinbar niemals enden wollte. Und nachdem es seit gefühlt drei Monaten nicht geregnet hatte, führte der Rhein kaum noch Wasser.
Doch nach einigen kühlen Regentagen scheint es heute Morgen so, als habe der Herbst im Galopp Einzug gehalten.
Wir sind mit Doxi am Düsseldorfer-Rheinknie unterwegs und können kaum bis zum anderen Ufer blicken, so dunstig ist die Luft.
Keine Farben sind mehr zu sehen, außer auf den wenigen noch blühenden Pflanzen, die der Sommer bei seiner überstürzten Abreise zurückgelassen hat.
Außerdem ist es ganz schön frisch geworden. Kein Wunder, dass jetzt am frühen Morgen noch kaum jemand auf den Rheinwiesen unterwegs ist. Was für ein rasanter und intensiver Wechsel der Jahreszeiten.
Wir haben einen schönen Schattenplatz unter Bäumen direkt am Kurpark ergattert
Wir haben den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Europa hinter uns. Wochenlang herrschten Temperaturen weit jenseits der 30 Grad – zu warm für mich und Doxi, um mit dem Wohnmobil wegzufahren.
Nun geht es endlich wieder. Weil Heike mit ihren Kindern unterwegs ist, fahre ich einfach für ein paar Tage auf meinen Lieblings-Womostellplatz im Nationalpark Eifel in Gemünd/Schleiden.
Nach dem Ende der Sommerferien ist der Platz immer noch knapp zur Hälfte gefüllt. Es geht gemütlich und entspannt zu.
Ich genieße es, morgens in der aufgehenden Sonne im Kurpark Yoga zu praktizieren und anschließend mit Doxi durch den schattigen Wald zu streifen.
Den Rest des Tages verbringe ich mit Lernaufgaben, die ich mir von zu Hause mitgebracht habe. Ich will meine Kenntnisse in verschiedenen Bibliotheken der Programmiersprache Python vertiefen und das macht mir richtige Freude.
Fahrrad, Markise, Doxi – alles dabei
Blick aus dem Womo in den Kurpark
Doxi rollt sich nach dem Spielen auf der Kurparkwiese ab
Abendsonne über dem Kurpark
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