Falafel mit Zaalouk

Falafel mit Zaalouk
Büttgen, 25. März 2023

Hmmm, wie schön orientalisch das duftet

Endlich habe ich einen Weg gefunden, mir zu Hause schnell und ohne großen Aufwand köstliche Falafel zuzubereiten. Die liebe ich seit meiner ersten Israel-Reise vor vielen Jahren. Dort bekommt man die frisch frittierten Bällchen aus Kichererbsenbrei an jeder Straßenecke.

Mein Empfehlung: Einfach eine vorbereite Falafel-Trockenmischung (z. B. von Alnatura) mit heißem Wasser aufgießen, fünfzehn Minuten quellen lassen, zu Kugeln formen, mit Öl bestreichen und dann ab in die Heißluft-Fritteuse (Airfryer).

Das finde ich tausendmal besser, als die Falafel in einer herkömmlichen Fritteuse oder mit ganz viel Öl in der Pfanne zuzubereiten. Erstens macht es nicht so viel Dreck und zweitens bleibt nicht jedes Mal eine enorme Menge an Rest-Öl, das man aufbewahren oder entsorgen muss.

Dazu gibt es heute eines der vielen wunderbaren Auberginengerichte aus der marokkanischen Küche: Zaalouk. Das sind gegaarte Auberginenstücke mit Tomaten, Tomatenmark und vielen Gewürzen in der Pfanne gebraten und gekocht. Einfach köstlich!

( MITI )

Runde ab Haus Hohenbusch

Kirche von Doveren

Vor dem Wochenende, das ziemlich ungemütlich und gar nicht frühlingshaft werden soll, schnell eine kleine Wanderung. Es geht ab Haus Hohenbusch, einem früheren Kloster, 12 km rund um die Dörfer südwestlich von Erkelenz.

Die Landschaft, 40 km westlich von uns, ist nicht komplett flach, sondern von kleinen Taleinschnitten durchzogen, in denen sich Bäche in den Waldgrund gegraben haben.

Wir wandern in einer Schleife durch Feldflächen und kleine Waldgebiete am Rand der Dörfer Hetzerath, Doveren, Baal und Granterath.

Die Tour führt zwischen Doveren und Baal an einigen größeren Beständen von blauen Hasenglöckchen vorbei, einer in Deutschland seltenen Waldblume.

Doch deren Blüte beginnt erst in vier bis fünf Wochen. Noch sehen die Flächen eher nach Bärlauch aus. Von Blüten und Blütenstängeln keine Spur. Müssen wir wohl noch einmal wiederkommen.

( MITI )

Alles nur geträumt

Alles nur geträumt
Büttgen, 24. März 2023

Produkte der Bild-KI midjourney.com

Ja, sehe ich denn aus wie der junge Patrick Swayze? Leider nein, aber auf den Bildern, die die KI midjourney auf meinen Zuruf hin generiert hat, wirkt es teilweise so.

Ich habe zurzeit viel Spaß, ein wenig mit künstlicher Intelligenz zu experimentieren. ChatGPT als Textgenerator und Geschichtenerzähler ist gerade in aller Munde und hat es bereits in die großen Publikumsmedien geschafft.

Mindestens genauso interessant finde ich aber KI-Bildgeneratoren, die man mit einer textlichen Beschreibung eines gewünschten Motivs füttert und sich dann überraschen lässt, was herauskommt.

Hier habe ich ein Foto von mir genommen, das in meinen frühen Zwanzigern im Auftrag eines Buchverlags entstanden ist. Dazu habe ich Anweisungen gegeben, wie etwa „male mich im Stil von Keith Haring“ oder Caspar David Friedrich, oder Banksy, oder Art Deco und und und.

Vieles, was dabei herauskommt, ist wenig ansehnlich, anderes hingegen sehr wohl. Und so ist es bei diesen KIs oft. Man muss ein wenig mit den Ansagen (in Englisch) herumprobieren und mehrere Anläufe starten. Dann bekommt man irgendwann ein sehenswertes Ergebnis. Sehr spannend finde ich das.

( MITI )

Refik Anadol im Kunstpalast Dus

Refik Anadol im Kunstpalast Dus
Düsseldorf, 22. März 2023

Refik Anadol erklärt seine Kunst in einem Video

Als Programmierer und Kunstliebhaber bin ich fast zwangsläufig ein Fan der „generative art“, von Computern erzeugter Kunst. Vor einigen Jahren habe ich ein Programmier-Handbuch zu diesem Thema ins Deutsche übersetzt und auch selbst schon viel mit generativen Algorithmen herumexperimentiert.

Sehr gespannt war ich deshalb auf die Ausstellung mit Werken des türkischen Media-Künstlers Refik Anadol, der als Professor an der US-amerikanischen Westküste lehrt.

Die Ausstellung besteht im Wesentlichen aus drei Werken, allesamt Animationen mit fließenden Formen, die sich fortlaufend verändern und die Grenzen der Vorstellungskraft ausloten.

Zwei werden von Beamern auf riesige Wandflächen projiziert, die Dritte läuft auf drei großen Flachbildschirmen. Dazu wird im Hintergrund passende Ambient-Musik abgespielt.

Die Animationen sind sehr farbenfroh und laden in ihrer fortwährenden Veränderungen zum anhaltenden Betrachten ein. Ich konnte beobachten, dass sie viele Museumsbesucher ganz in ihren Bann ziehen.

Mir hat die Präsentation der Werke sehr gut gefallen, es war aber nichts dabei, was ich in der einen oder anderen Form noch nie gesehen hätte. Schön, dass diese Kunstform jetzt auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Thema profitiert auf jeden Fall vom aktuellen Hype um das Thema Künstliche Intelligenz.

Refik Anadol im Kunstpalast Dus
Refik Anadol im Kunstpalast Dus

( MITI )

Currywurst indisch

Currywurst indisch
Büttgen, 21. März 2023

Ghatta Curry, eine Spezialität aus Rajasthan

Ruhrpott meets Rajasthan, oder wie Helge Schneider (aus Mülheim an der Ruhr) einst sang: Es gibt Reis, Baby! Dazu serviere ich ein Gatta Curry. Aber natürlich nicht mit Schweinewurst, sondern mit Fleischersatzstücken aus Kirchererbsenteig.

Den Teig habe ich mit Joghurt und Gewürzen angerührt, zu Würsten geformt, gekocht und dann in mundgerechte Stücke geschnitten.

Diese kommen in eine feurige Curry-Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Ingwer, etwas Joghurt und vielerlei Gewürzen. Serviert wird das Ganze auf Reis und dazu gibt’s bei mir heute Gelsenkirchner Bohnensalat. Schmeckt fabelhaft. Wie gesagt, Ruhrpott meets Rajasthan.

( MITI )

Helge von hinten

Helge von hinten
Düsseldorf, 19. März 2023

Helge Schneider mit Band

Die Tonhalle am Rheinufer in Düsseldorfer verfügt über 1854 Sitzplätze. Als ich dieser Tage nach Kulturveranstaltungen für das Wochenende Ausschau hielt, war für das anstehende Konzert von Helge Schneider und Band noch genau ein Platz frei. Den habe ich mir geschnappt.

War natürlich nicht der beste denkbare Sitzplatz, sondern im Oberrang hinter der Bühne. So sitze ich nun keine fünf Meter von Helge Schneiders Rücken entfernt.

Aber während der zweistündigen Show dreht er sich immer mal wieder um und wenn er am Klavier sitzt, kann ich ihn schön von der Seite beobachten.

Nicht unerwartet präsentiert Schneider, der im 25 km entfernten Mülheim an der Ruhr beheimatet ist, einen abwechslungsreichen Mix aus Klamauk und ganz viel Jazz.

Im Verlauf des Konzerts wechselt er immer wieder zwischen Gesang und den verschiedensten Instrumenten: Klavier, Keyboard, Trompete, Saxophon, Gitarre, Xylophon, Schlagzeug und Perkussion.

Als regelmäßiger Jazz-Konzertgänger ist das Programm für mich keine Offenbarung. Aber es ist ein kurzweiliger Abend mit immer wieder überraschenden Requisiten und Einlagen, der das Publikum stellenweise zu lang anhaltendem Applaus animiert. Und das in einem architektonisch wirklich tollen Ambiente.

( MITI )