Ich bin nach Lüttich gekommen, um einer Urban-Art Route zu folgen, die ich im Internet entdeckt hatte. Die Tour verspricht viele sehenswerte Motive und bietet genau das.
Rund dreieinhalb Stunden bin ich mit Doxi auf dieser Tour unterwegs. Ich muss aufpassen, keines der Motive zu verpassen, weil sich manche erst im Rückblick offenbaren.
Vielleicht wäre es am besten, ich würde die Tour gleich im Anschluss noch einmal in umgekehrter Richtung laufen. Aber warum, ich habe auch so viele spannende Arbeiten entdeckt.
Manche Großstadt bietet mehr schöne Türen, als man an einem Tag einfangen kann. So ist es mir auch in Lüttich ergangen. In den gut erhaltenen Bürgervierteln rund um das Zentrum reiht sich ein prächtiges Portal an das nächste. Hier meine Favoriten.
Einen überaus vielschichtigen Blick hinter die Kulissen des Düsseldorfer Schauspielhauses durfte ich heute bei einer öffentlichen Führung werfen.
Rund zwei Dutzend Interessierte folgten den Ausführungen eines versierten Theaterpädagogen bei einem 90 Minuten langen Rundgang durch die „Innereien“ des Hauses.
Spannend zu erfahren, wie viele Menschen hier arbeiten, wie gigantisch die Kulissen sind und welch enormer Aufwand für Kostüme, Perücken, Maske und die gesamte Technik betrieben werden muss.
So sind bei jeder Aufführung mindestens 40 Techniker zugegen, zehn Personen kümmern sich um Kostüme und Maske und vor jeder Aufführung muss testweie der tonnenschwere Metallbrennschutz zwischen Bühne und Besucherraum heruntergelassen werden.
Dinge, die man sich sonst gar nicht bewusst macht, weil sie im Dunkel hinter der Bühne verborgen bleiben. Das hat auf jeden Fall Lust auf mehr Theater gemacht, und das ist wohl auch die Intention dieser Führung, die einmal im Monat angeboten wird.
Blick über den Gustav-Gründgens-Platz zum Schausielhaus
Das Museum Folkwang zeigt derzeit in einer groß angelegten Ausstellung unter dem Titel „Color, Code, Communication“ digitale und analoge Werke Rafaël Rozendaals. Der in New York lebende Niederländer (*1980) zählt aktuell zu den weltweit bekanntesten Akteure im Bereich der digitalen Kunst.
Seine Ideen entwickelt er aus Zeichnungen und Skizzen, die durch Programmierung und Codierung ihre Verbreitung auf unterschiedlichen digitalen Distributionskanälen finden.
In seinen abstrakten Arbeiten setzt sich Rozendaal oft mit kunsthistorischen Bilderformen und mit Wegbereitern der Kunst des 20. Jahrhunderts auseinander.
Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die Präsentation von 81 Horizons (2021) als begehbare Video-Installation in der großen Ausstellungshalle, die zum kontemplativen Flanieren einlädt.
Außerhalb der großen Ausstellungshalle präsentiert Rozendaal seine Werke an weiteren Standorten innerhalb und außerhalb des Museumgebäudes.
Einige Werke der Ausstellung gefallen mir ausnehmend gut. Aber als jemand, der sich intensiv mit dem Thema „generative art“ beschäftigt, können mich insbesondere die Grafikanimationen wenig begeistern. Da gibt es heute schon viel Spannenderes, finde ich.
Einer von zahlreichen Innenhöfen im Museum Folkwang
Nach meiner Wanderung besuche ich das architektonisch sehr ansprechende Museum Folkwang im Herzen von Essen.
Neben der Sonderausstellungen wird dort permanent die umfangreiche Sammlung Folkwang mit Kunst der Moderne präsentiert. Der Eintritt ist frei und zieht deshalb auch viele Schulklassen an.
Namhafte Künstler sind in der Sammlung vertreten. Große Namen, die die Kunst des 20. Jahrhunderts geprägt haben, von Kirchner bis Picasso. Wirklich sehenswert!
Imre Bak, Ohne Titel, 1971
El Lissitzky, „Sieg über die Sonne“ Blatt 10, 1923
Frank Stella, Tomlinson Court Park I, 1959
Franz Marc, Spielende Formen, 1914
Paul Klee, Feuer bei Vollmond, 1933
Heidi Specker, Brüssel, 1997
Franz Marc, Pferd in Landschaft, 1910
Bern Zimmer, Erde – Feuer – Wasser (Nuku Hiva), 1996
Zoran Antonio Music, Luft und Sonne C2, 1958
Phung-Tien Phan, Volkswagen, 2019
Pablo Picasso, Frau in blauer Bluse, 1942
Heinrich Kühn, Sommerliche Studie, 1907
Robert Delauny, Kreisformen Sonne, 1912
Ernst Wilhelm Nay, Rhythmen in Grau und Weiß, 1957
Arnold Böcklin, Pan im Kinderreigen, 1884
Pablo Picasso, Flasche, Gittarre und Pfeife, 1912
Eliza Douglas, Untitled, 2022
Zao Wou-Ki, 31.01.63, 1963
Max Beckmann, Perseus, Triptychon, 1941
Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf, 1915
Max Beckmann, Quappi und Inder, 1941
Joan Miro, Landschaft, 1924
Ernst Ludwig Kirchner, Dorf Monstein bei Davos, 1927
Heinrich Kley, Hochöfen der Friedrich Alfred Hütte, undatiert
Otto Dix, Nelly mit Blumen, 1924
Karl Otto Götz, Bild vom 30.12.57, 1957
Henri Matisse, Stillleben mit Affodillen, 1907
Karl Otto Götz, Bran – Bild vom 25.11.57, 1957
Alexander Kanoldt, Olevano, 1924
Roberto Sebastian Antonio Matta, Ohnte Titel, 1961
Marc Chagall, Marsfeld, 1954
Maria Helena Viera da Silva, Graue Stadt, 1956
Vincent van Gogh, Der Garten des Hospitals Saint-Remy, 1889
Auguste Rodin, Das eherne Zeitalter, 1880
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