Klusentour durch Essen

Klusentour durch Essen
Essen, 27. April 2023

Industriedenkmal Halbachhammer

Wunderbares Frühlingswetter heute. Das nutze ich für eine 12 km Wanderung mit Doxi durch Essen und anschließend für einen Besuch des Folkwangmuseums.

Die Tour dreht eine Schleife durch die Stadtteile Margarethen-Höhe, Bredeny, Baldeney und Rüttenscheid und führt dabei zu 80 % durch Grünflächen.

Viele Bäche, lauschige Bachtäler und Parks liegen auf unserem Weg. Die Laubbäume sind gerade so richtig ergrünt, die Kirschbäume voll erblüht – ganz bezaubernd ist das.

Benannt ist die Tour nach dem Kotten Klusemann und der zugehörigen Klusenkapelle St. Ägidius im Kruppwald. Auf dem Gelände des ehemaligen Kottens ist heute ein beliebter Biergarten untergebracht.

Dahinter passieren wir den Stadtwald, laufen durch die Einkaufstraße von Rüttenscheid und entlang des Grugaparks, wo ich ein farbenfrohes Hundertwasser-Haus entdecke. Sehr interessant, Essen einmal auf diese grüne Weise kennenzulernen.

( MITI )

Siedlung Margarethenhöhe

Siedlung Margarethenhöhe
Essen, 27. April 2023

Gastfhof/Hotel Kleiner Markt auf der Margarethenhöhe

Unsere Wanderung „Klusentour“ führt uns auch um die historische Siedlung auf der Margarethenhöhe vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Mir sagte das bislang nichts, aber ein Blick in die Wikipedia macht mich neugierig.

Bevor ich den Heimweg antrete, streife ich deshalb noch ein wenig mit Doxi durch den heutigen Essener Stadtteil, der nach dem Zweiten Weltkrieg eingemeindet wurde.

Wie ich erfahre, gilt die Siedlung Margarethenhöhe als erste Gartenstadt in Deutschland.

Ihre Errichtung geht auf die Margarethe Krupp-Stiftung zurück. Ziel war es, bezahlbares und menschenfreundliches Wohnen nah am Grünen zu ermöglichen – für Menschen, die sich das sonst niemals leisten könnten.

Die Siedlung verfügt über rund 3000 Wohneinheiten in 935 Gebäuden. Sie wurde maßgeblich vom Architekten Georg Metzendorf entwickelt und in mehr als dreißig Bauabschnitten zwischen 1906 und 1938 realisiert.

Äußerst grün und heimelig ist es hier. Das gesamte Bauensemble wirkt sehr stimmig und keinesfalls altbacken, Kein Wunder, dass die Siedlung 1987 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Man kann sich gut vorstellen, dass es sich hier gut leben lässt.

( MITI )

Speeddating mit Sittard

Speeddating mit Sittard
Sittard (NL), 26. April 2023

Marktplatz von Sittard

Nach unserer Wanderung im Selfkant bei Waldfeucht fahre ich zehn Kilometer weiter in der erste größere niederländische Stadt, nach Sittard.

Für die Bewohner des deutschen Selfkants ist dies die nächste größere Einkaufsmöglichkeit mit allen Arten von Geschäften und viel näher gelegen als beispielsweise Aachen oder Mönchengladbach.

Da ich ein wenig unter Zeitdruck stehe, wird es ein Speeddating mit Sittard. Ich parke zentral in der Nähe des Marktes und laufe in einer halben Stunde schnellen Schrittes das historische Zentrum ab.

Für die Menschen in meiner Heimatregion zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach ist Sittard ein wenig eine Unbekannte, weil der Weg Richtung Westen viel einfacher und direkter nach Venlo oder Roermond führt.

Aber Sittard ist auch total hübsch, sehr belebt und mit vielen Einkaufsmöglichkeiten ausgestattet, wie ich nun feststelle.

Der Ort ist in karolingischer Zeit zwischen 700 und 1000 entstanden. Er gehörte lange zu Herzogtum Limburg, wurde aber um 1400 an das Herzogtum Jülich verkauft, bei dem es bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 verblieb. Erst seit 1839 gehört die Stadt zu den Niederlanden.

( MITI )

Grenzwanderung bei Waldfeucht

Grenzwanderung bei Waldfeucht
Waldfeucht, 25. April 2023

Motte Bolleberg

Heute war ich mit Doxi auf einer schönen kleinen Grenzwanderung ganz im Westen Deutschlands im sogenannten Selfkant unterwegs, nur wenige Kilometer vom westlichsten Punkt der Bundesrepublik entfernt.

Wir starten am Womo-Stellplatz am Rande der Gemeinde Waldfeucht und erreichen bereits nach wenigen hundert Metern die niederländische Grenze.

Die Niederlande sind an dieser Stelle gerade einmal sechs Kilometer breit. Es ist der schmalste Teil der Niederlande. eingezwängt zwischen Deutschland und Belgien.

Nach Norden Richtung Roermond und nach Süden Richtung Maastricht wird das Land dann wieder breiter.

Wir laufen durch den Annendaalsbos, den Wald am Rand der Gemeinde Annendaal, und kehren nach einer größeren Schleife wieder auf deutsches Staatsgebiet zurück.

Die Wanderung ist nett, aber wenig spektakulär. Mir ging es vor allem darum, das Wandern mit dem Smartphone als Wanderführer zu testen, da ich bislang immer auf Standalone-Navi-Geräte gesetzt hatte.

Doch mein geliebtes „Teasi“ gibt nach vielen tausend Wanderkilometern langsam aber sicher den Geist auf und wird bereits seit längerer Zeit nicht mehr produziert. Deshalb muss ich mir etwas Neues einfallen lassen.

Mir kam es heute nicht nur auf die Wanderführung, sondern auf zusätzliche Details an: Wie schalte ich effizient immer wieder zwischen Fotoaufnahme und Navigation um, wie zeichne ich meine Wanderung auf und wie bekomme ich die aufgezeichnete GPX-Datei anschließend auf meinen PC. Best Practices sind also gefragt. Und das hat eigentlich auch alles ganz gut geklappt.

( MITI )

Friedensreich Hundertwasser

Friedensreich Hundertwasser
Kunst aus der KI, 24. April 2023

Alle Bilder erzeugt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch generierte Kunstwerke im Stile von Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt (bürgerlich: Friedrich Stowasser).

Ich glaube, Hundertwasser war der erste Künstler in meinem Leben, den ich bewusst wahrgenommen habe, vielleicht als Zehn- oder Elfjähriger. Einfach, weil mein Vater damals ein Preisausschreiben mit dem Künstlernamen als Lösungswort gewonnen hatte.

Erst einmal war es der Name, der mich fasziniert hat und dann die Bilder, die mein Vater mir zeigte. Die Buntheit, das Organische, die Vorstellung, dass man auch so bauen könnte, hat mich damals total geflasht.

Denn der österreichische Künstler (1928-2000) opponierte zeitlebens gegen gerade Linien und jegliche Standardisierung. Vor allem mit seinen Arbeiten im Bereich der Baugestaltung sorgte er für Aufsehen.

Er schuf Werke, die sich durch eine fantasievolle Lebendigkeit und Individualität und die Einbeziehung der Natur in die Architektur auszeichnen.

Damit eng verbunden war sein ökologisches Engagement. Hundertwasser setzte sich für die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes der Menschen ein und forderte ein Leben in Einklang mit den Gesetzen der Natur. Für mich ein Supertyp, auch wenn er als schwieriger Einzelgänger galt.

( MITI )

Erst mal wieder ankommen

Erst mal wieder ankommen
Düsseldorf, 23. April 2023

Doxi am Rhein

Puh, nach zwei Wochen on-the-road mit mehr als 30 Ortswechseln und ungezählten Wanderkilometern, bin ich doch ein wenig k.o. und muss erst einmal wieder zu Hause ankommen. Am besten mit einem kleinen Ausflug in vertraute Umgebung.

Deshalb fahre ich mit Doxi am Sonntagvormittag nach Düsseldorf und wir laufen ein wenig am Rhein entlang und durch die Altstadt.

Am Rheinufer sind die Bäume bereits massiv ergrünt und gegenüber der Tonhalle wurde gerade die Frühlingskirmes eröffnet. Gut, dass wir früh am Tag unterwegs sind, denn noch scheint die Sonne und es sind keine Menschenmassen auf den Beinen.

Als wir nach zwei Stunden wieder das Auto erreichen, haben sich Wolken breitgemacht und es beginnt zu regnen. Aprilwetter halt.

( MITI )