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Kunstpalast: Die Grosse 2023

Kunstpalast: Die Grosse 2023
Düsseldorf, 7. Juni 2023

Seit mehr als einhundert Jahren bietet der Düsseldorfer „Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen“ einmal im Jahr Künstlern die Gelegenheit, aktuelle Arbeiten vor einem größeren Publikum zu präsentieren.

Alle Arbeiten können erworben werden. Wie üblich markiert ein roter Punkt Werke, die bereits vergeben sind.

Die Auswahl der Künstler erfolgt durch eine wechselnde Jury. Außerdem werden jährlich Kunstpreise, Förderpreise und Publikumspreise vergeben.

Die Ausstellung findet heuer wieder im Kunstpalast mit Werken aus Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Installation und Video statt. Hier die Werke, die mir in diesem Jahr am besten gefallen haben.

( MITI )

Sammlung Josef Albers

Sammlung Josef Albers
Bottrop, 5. Juni 2023

Ein typischer Albers

Das Museum Quadrat ist ganz wesentlich dem Werk und dem Wirken von Josef Albers (1888-1976) gewidmet.

Der Maler, Kunsttheoretiker und -pädagoge wurde in Bottrop geboren, war als Künstler und Lehrer am Bauhaus in Dessau tätig und floh vor den Nazis in die USA, wo er bis zu seinem Tod verschiedene Professuren innehatte.

Die Sammlung zeigt Werke seines Schaffens, die seine Frau Anni Albers der Stadt Bottrop nach seinem Tod schenkte. Außerdem werden Werke aus der Kunstsammlung der Beiden ausgestellt, und Werke, die inhaltlich in Beziehung zu Albers Schaffen stehen.

Ich habe das Glück, am frühen Sonntagmorgen als erster Besucher in den Räumen unterwegs zu sein und bin total beeindruckt nicht nur von der gezeigten Kunst, sondern auch von ihrer großzügigen Präsentation in den wunderbaren Räumlichkeiten. Ein wirklich tolles Museumserlebnis.

Wenn nicht Doxi im Wohnmobil auf mich warten würde – ich hätte den ganzen Vormittag im Museum verbringen können. Hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal.

( MITI )

Museum Quadrat Bottrop

Museum Quadrat Bottrop
Bottrop, 4. Juni 2023

Skulpturenpark am Museum

Meine letzte Station auf dieser langen Reise ist Bottrop, weil ich unbedingt einmal das Museum Quadrat Bottrop besuchen wollte. Und Bottrop liegt quasi auf dem Heimweg kurz vor dem Rheinland.

Da das Museum am späten Samstagnachmittag bereits geschlossen hat, schaue ich mir zunächst den Skulpturenpark rund um das Museum an. Dort sind Plastiken international bekannter Künstler ausgestellt.

Anschließend laufe ich mit Doxi ein wenig durch die Stadt und verbringe die Nacht in der Nähe, um das Museum am nächsten Morgen zu besuchen.

Das Museumsareal liegt im schönen Stadtpark von Bottrop. Das Quadrat im Namen bezieht sich zum einen auf die gezeigte Kunst.

Denn im Mittelpunkt der Dauer-Ausstellung steht das Werk von Josef Albers, einem Sohn der Stadt, der berühmt wurde für seine Farbstudien mit quadratischen Formen.

Quadratisch ist aber auch die Form des Museums, die damit auf das Werk Albers Bezug nimmt. Im Laufe der Zeit wurde es mehrmals durch zusätzliche Quadrate erweitert, um mehr Ausstellungsfläche zu schaffen.

In der Verbindung mit der umgebenden Natur, den Skulpturen und den vielen offenen Glasflächen wirkt das gesamte Ensemble auf mich sehr harmonisch und einladend. Ich freue mit auf den Besuch morgen früh und habe hier schon einmal einige Bilder davon einfließen lassen.

( MITI )

Jacob Hashimoto, Teil II

Jacob Hashimoto, Teil II
Kunst aus der KI, 9. Mai 2023

Alle Bilder erzeugt nach meinen Vorgaben

Erneut habe ich Bilder im Stile von Jacob Hashimoto erzeugen lassen, weil mich seine Arbeiten so begeistern.

Diesmal mit der Vorgabe, die imaginierten Werke im öffentlichen Raum und an berühmten Orten zu platzieren: am Eiffelturm, vor dem Koloseum in Rom, im Schloss von Versailles, in gotischen Kirchen, Fabrikhallen und Bahnhöfen.

Hier die für mich schönsten Motive, die dabei entstanden sind.

( MITI )

Menschen, die auf Bilder schauen

Menschen, die auf Bilder schauen
Büttgen, 7. Mai 2023

Passt wie das Hemd aufs Bild.

Ich hatte vor längerer Zeit in einem TV-Kulturmagazin einen Bericht über einen Fotografen gesehen, der Menschen in Museen aufnimmt, wenn diese vor Kunstwerken stehen und sich aufgrund ihrer Kleidung oder Körperhaltung ein zufälliger, aber bildstarker Bezug zum jeweiligen Werk ergibt.

Menschen, die auf Bilder schauenDas fand ich sehr spannend. Nun bin ich zum ersten Mal Aufnahmen aus diesen Serien in „freier Wildbahn“ begegnet und habe mich wieder an den Beitrag erinnert.

Der Fotokünstler heißt Stefan Draschan (*1979), stammt aus Österreich und lebt seit einer Weile in Berlin.

Ich kann gar nicht glauben, dass alle diese Fotografien rein zufällig entstanden sind, so stark sind die Dopplungen. Doch so berichtet es Draschan.

Wie ich bei der anschließenden Recherche festgestellt habe, gibt es von ihm eine ganze Reihe spannender Fotoserien, u. a. mit Fotos von Menschen, die in Museen ermattet von zu viel Kunstgenuss einschlafen.

Ein anderes Projekt zeigt Draschan als Fahrradfahrer bei gestellten Crashs mit Schrottautos, wobei es immer wirkt, als ginge der Fahrradfahrer als Sieger aus der unfreiwilligen Umarmung hervor.

Ich finde dieser Arbeiten super. Es gibt auch bereits ein Kunstbuch von Stefan Draschan mit den Motiven aus seinen Museumsstreifzügen. Das habe ich mir gleich bestellt.

( MITI )

Rafael Rozendaal im Folkwang

Rafael Rozendaal im Folkwang
Essen, 28. April 2023

Installation 81 Horizons von 2021

Das Museum Folkwang zeigt derzeit in einer groß angelegten Ausstellung unter dem Titel „Color, Code, Communication“ digitale und analoge Werke Rafaël Rozendaals. Der in New York lebende Niederländer (*1980) zählt aktuell zu den weltweit bekanntesten Akteure im Bereich der digitalen Kunst.

Seine Ideen entwickelt er aus Zeichnungen und Skizzen, die durch Programmierung und Codierung ihre Verbreitung auf unterschiedlichen digitalen Distributionskanälen finden.

In seinen abstrakten Arbeiten setzt sich Rozendaal oft mit kunsthistorischen Bilderformen und mit Wegbereitern der Kunst des 20. Jahrhunderts auseinander.

Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die Präsentation von 81 Horizons (2021) als begehbare Video-Installation in der großen Ausstellungshalle, die zum kontemplativen Flanieren einlädt.

Außerhalb der großen Ausstellungshalle präsentiert Rozendaal seine Werke an weiteren Standorten innerhalb und außerhalb des Museumgebäudes.

Einige Werke der Ausstellung gefallen mir ausnehmend gut. Aber als jemand, der sich intensiv mit dem Thema „generative art“ beschäftigt, können mich insbesondere die Grafikanimationen wenig begeistern. Da gibt es heute schon viel Spannenderes, finde ich.

( MITI )