Zwei Jahre Gitarrelernen

Zwei Jahre Gitarrelernen
Büttgen, 27. November 2025

Jetzt sind auch wieder die Weihnachtslieder dran

Heute vor zwei Jahren habe ich begonnen, autodidaktisch das Gitarrespielen zu erlernen. Erst mit einem Lehrbuch, dann auch mithilfe von Online-Videos, die u.a. auf YouTube Legion sind. Jetzt ist es an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Die positive Nachricht: Ich kann einstimmige Melodien – Pop-Songs, Volkslieder, Weihnachtslieder, Kirtans – mittlerweile vom Blatt spielen. Mein Repertoire umfasst mehr als 50 Songs und wenn ich die nacheinander durchspiele, bin ich fast zwei Stunden beschäftigt.

Das macht richtig Freude, sorgt für gute Laune und hat insbesondere bei Kirtans und christlich-religiösen Liedern auch einen wohltuenden Effekt auf die Seele. „Maria durch ein Dornwald ging“, das „Jaya Ganescha“ und viele weitere Songs aus dem Yoga Vidya Kirtanbuch gehören da zu meinen Lieblingsliedern.

Die weniger positive Nachricht: Mit den Akkorden in der linken Hand ist es noch nicht richtig vorangegangen. Da tue ich mich beim Greifen schwer, obwohl ich doch Linkshänder bin und das Akkordspiel an der Orgel seit Kindertagen gewöhnt. Doch irgendwann im zweiten „Lehrjahr“ habe ich das Üben in diesem Bereich auf Pause gestellt, weil es mit dem Melodiespiel so viel besser voranging.

Beim Akkordspiel muss ich also demnächst wieder anknüpfen. Im Moment steht das jedoch noch nicht auf dem Programm, weil ich so intensiv mit dem Studium beschäftigt bin. Ich hoffe, die Zeiten werden in dieser Hinsicht wieder besser, denn das Gitarrespielen ist wirklich etwas Feines, das ich nicht mehr aufgeben möchte. So viel habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt 🙂

( MITI )

Abschieds-Essen

Abschieds-Essen
Büttgen, 26. November 2025

Die letzte Mahlzeit, bevor es für 20 Tage nur noch Flüssiges gibt

Mein Abschiedsessen: sieht es nicht unglaublich üppig aus? Es ist das traditionelle Gedeck zum Anfasten. Heute also noch mal lecker Apfel, Möhre und trockenes Vollkornbrot, ab morgen gibt’s dann gar nichts Festes mehr, nur noch Wasser, Tee und im weiteren Verlauf regelmäßig etwas Gemüsebrühe, der Elektrolyt-Zufuhr wegen. Natrium und Kalium und so …

Das Ziel sind wie immer 20 Tage, aber die wollen erst einmal geschafft sein. In diesem Jahr fange ich bewusst mal vor dem ersten Advent an, damit ich später nicht erst unmittelbar vor dem Fest wieder mit dem Essen starte.

Wie immer bin ich gespannt, was das Fasten mit mir macht und wie gut ich die ersten paar Tage überstehe. Denn anschließend bereitet das Nicht-Essen Körper und Geist erfahrungsgemäß keine großen Schwierigkeiten mehr.

Auf jeden Fall freue mich auf das Mehr an Zeit, das sich ergibt, wenn Einkaufen, Kochen, Essen und Abwaschen wegfällt. Das möchte ich fürs Studium, das Gitarreüben und für Meditation nutzen. Auf geht’s.

( MITI )

Große und kleine Geschichten

Große und kleine Geschichten
Büttgen, 22. November 2025

Die einen hängen noch an Muttis Zitzen, die anderen sind bereits satt

Heute vor 20 Jahren wurde Angela Merkel im Deutschen Bundestag erstmalig zur Kanzlerin gewählt. Und genau an diesem Tag kam unser A-Wurf zur Welt: Amelie, Anastasia, Amanda, Arik, Alwin, Aaron, Adorno und Angie, benannt nach der neuen Regierungschefin.

Damit begann unsere Laufbahn als Hovawart-Züchter. Claudia und ich hatten lange darauf hingearbeitet und obwohl wir zu diesem Zeitpunkt als Paar bereits getrennt waren, haben wir das ganz kameradschaftlich und ohne Probleme durchgezogen. Später kam dann noch meine neue Lebensgefährtin Jutta dazu. Und meine Mutter hat auch fleißig mitgeholfen.

Als Team der Hovawart-Zucht „vom Niederrhein“ haben wir Vier vier Würfe mit insgesamt 30 Welpen hervorgebracht und damit 30 Familien glücklich gemacht. Auch uns selbst, denn Bellis aus dem B-Wurf und Doxi aus dem D-Wurf haben wir behalten.

Die Hunde aus dem A- und B-Wurf sind leider schon eine Weile verstorben, aber Angela Merkel ist noch da – und wir auch. Das ist das Glück, ein Mensch zu sein, und so viele Lenze leben zu dürfen, sofern nicht Hunger, Krieg oder Krankheit dazwischenkommen. Om shanti.

Große und kleine Geschichten

Merkel kontra Schröder im Wahlkampf 2005

( MITI )

Maultaschen in Champignonrahmsauce

Maultaschen in Champignonrahmsauce
Büttgen, 19. November 2025

Schmeckt kräftig und bekommt durch den Tomatensalat mit Balsamico eine frische Note

Maultaschen sind für mich ein echter Herbstklassiker. Traditionell in einer Gemüsebrühe aufgewärmt oder cremig in einer Champignonsauce zubereitet, so wie heute. Die Sauce habe ich mit Sahne, Kräuterschmelzkäse und etwas Mehl angesetzt, das ich zuvor in einem Glas Wasser aufgelöst habe.

Dazu kommen angebratene Zwiebeln, etwas Gemüsebrühe, frisch geschnittene Petersilie sowie Salz, Pfeffer, Muskat und ein Schuss Zitronensaft. Und damit die Maultaschen die Sauce gut aufnehmen, schneide ich sie in Streifen, bevor ich sie in die Pfanne gebe. Das schmeckt!

Maultaschen in Champignonrahmsauce

Ein schnell zubereitetes Essen. Reicht für ein paar Tage.

( MITI )

Der Herbst wird aufgehangen

Der Herbst wird aufgehangen
Büttgen, 18. November 2025

Bäume ohne Blätter, das muss der Herbst sein

Es ist soweit, die Herbstbilder werden aufgehangen – jetzt da es richtig kalt und nass und auch schon ein wenig winterlich geworden ist. In den Mittelgebirgen fällt der erste Schnee, und bei uns im Flachland müssen die frostempfindlichen Pflanzen reingeholt werden. Das passt doch.

Der Herbst wird aufgehangen

Draußen usselig, drinnen heimelig

( MITI )

Die Wörter der Woche, KW47

Die Wörter der Woche, KW47
17. November 2025

Breit, schmal, normal, wie hätten Sie’s denn gern?

Immer wieder lustig, was für exotische und teils skurrile Fachbegriffe im Rahmen meines Studiums auftauchen. Diese Woche: mesokurtisch, leptokurtisch und platykurtisch.

Anders als von mir vermutet, hat das sympathische Zungenbrechertrio gar nichts mit den stark schwankenden Gewichtszuständen meines Kumpels Kurt von Quetschzahn zu tun. Viel mehr geht es um die Kurtosis, die Breit- oder Schmalgipfligkeit einer Normalverteilung, besser bekannt als Gaußsche Glockenkurve.

Solche Verteilungen gibts bei Körpergrößen, Intelligenzquotienten, Aktienrenditen und vielem mehr, wenn man sich größere Mengen von Messwerten anschaut. Am häufigsten sind in der Regel die mittleren Werte, zu den Extrempolen nach links und rechts wird die Anzahl der gefundenen Messwerte immer geringer. So ergeben sich charakteristische Verteilungen, die einen breiter, die anderen schmaler und die Dritten exakt typisch für eine Normalverteilung. Mesokurtisch halt. Das ist ihr Wesen.

Aber so lästige Details muss man sich ja gar nicht merken. Hauptsache, man kann mitreden. Aktuell total angesagt: leptokurtisch, weil’s so schön schlank macht 🙂 „Man, bist du wieder leptokurtisch heute. Hast du etwa abgenommen?“

( MITI )