Aus dem Yoga-Vidya Kirtanheft
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
( Spirituelle Übersetzung: Mögen alle Wesen auf Planeten Glück und
Harmonie erreichen. )
Aus dem Yoga-Vidya Kirtanheft
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu
( Spirituelle Übersetzung: Mögen alle Wesen auf Planeten Glück und
Harmonie erreichen. )

An der Erftmündung in den Rhein
Meine erste richtig lange Wanderung im neuen Jahr führt mich von zu Hause zur Mündung der Erft in den Rhein bei Neuss-Grimlinghausen. Gemeinsam mit Doxi benötige ich für die 25 km lange Strecke exakt 5 Stunden.
Wir laufen von Büttgen über Lanzerath, den Eselspfad und die Neusser Pomona nach Reuschenberg.Am Selilkumer Kinderbauernhof treffen wir auf die Erft, der wir anschließend auf ihren letzten Kilometern bis zur Mündung folgen.
Nach einer kurzen Pause am dampfenden Rheinstrom geht es durch den Rheinpark am Neusser Sporthafen weiter zur Neusser Rennbahn mit dem Globe-Theater und anschließend durch die Neusser Innenstadt zum Nordkanal.
Hinter dem Jostenbusch erreichen wir wieder die Feldflächen zwischen Büttgen und Neuss.
Immer mit Fernblick zum Büttger Kirchturm geht es durch die Felder zurück nach Hause. Die Sonne haben wir auf dieser winterkalten Tour nicht gesehen, aber dafür wirkte die Landschaft im Nebel stellenweise sehr poetisch. Richtig schön war das.

Die Erde hat Corona
Man, war das ein Jahr: Corona, Corona, Corona. Sonst gab es fast nichts, so kommt es einem im Rückblick vor. Und der Albtraum ist noch nicht vorüber, auch wenn zum Jahreswechsel das Impfen begonnen hat.
Wir haben uns sehr zurückgenommen in den vergangenen 12 Monaten, um nicht angesteckt zu werden. Und das hat bislang auch funktioniert.
Doch der Preis dafür war hoch: Viel zu Hause bleiben, keine Freunde treffen, keine Kulturveranstaltungen, nur drei Touren mit dem Wohnmobil, Wanderungen zumeist von zu Hause aus.
Hier waren wir 2020

Alles wird wieder gut – hoffnungsvolle Pflastermalerei bei uns im Dorf
Aber auch daran kann man sicht natürlich gewöhnen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Wir müssen nicht hungern, wir müssen nicht frieren, und wenn die Sonne scheint, ist das Wandern so schön wie immer.
Zahlreiche Gedichte habe ich in diesem Jahr auswendig gelernt, während ich mit Doxi rund 2.200 Kilometer auf Schusters Rappen unterwegs war. Und viel Yoga praktiziert, und musiziert und programmiert und vor allem Zeit mit meinem Schatz verbracht.
Deshalb denke ich zum Jahreswechsel an alle, die unter Corona viel mehr zu Leiden hatten und haben: gesundheitlich, ökonomisch, sozial. Das Leben kann so grausam sein, auch ohne die Pandemie. Möge es allen, die gerade leiden, im kommenden Jahr besser gehen! Dafür bete ich: Om namah shivaya.
Hier meine schönsten Impressionen des Jahres, aufgenommen auf unseren Wanderungen und den 60 Tagen, die wir zwischen den Lockdowns auf Reisen waren. Wenn man sich die Fotos anschaut, könnte man meinen, es wäre ein ganz normales, wunderschönes Jahr gewesen. Aber das ist heuer leider nur ein kleiner Teil der Wahrheit.

November 2020: Doxi und das Damenkränzchen in Moers
Hier die schönsten Doxi-Bilder, die auf unseren Ausflügen und Reisen im Jahr 2020 entstanden sind.
Übrigens: Mehr von „Best of Doxi“ gibt es hier.

„Kaiserstuhl“ auf der Museumsinsel Hombroich an der Erft zwischen Holzheim und Kapellen
Hurra: Mit meiner heutigen 22 km-Wanderung zur Insel Hombroich an der Erft habe ich die 2.000 Kilometer-Marke auch in diesem Jahr wieder überschritten. Und das, obwohl es im Sommer gar nicht so aussah, dass ich dieses Ziel heuer erreichen könnte.
Denn in den ersten acht Monaten des Jahres waren gerade einmal 1.300 km zusammen gekommen. Einfach, weil wir Corona-bedingt so wenig mit dem Wohnmobil unterwegs waren.
Doch als klar wurde, dass sich die Pandemie-Situation in diesem Jahr nicht mehr entscheidend ändern würde, habe ich mir ein Herz gefasst und bin regelmäßig von zu Hause aus losgelaufen. Im September, Oktober und November habe ich dadurch rund 700 Kilometer zurückgelegt. Und das Jahr ist ja noch nicht vorüber.
Weil kulturell und mit Freunden in der aktuellen Situation gerade nicht viel geht, verspüre ich einen besonderen Drang, draußen in der Natur unterwegs zu sein. Vor allem, wenn die Sonne scheint, so wie in diesem goldenen November.
Und vielleicht bringt uns ja auch Dezember noch einige schöne Tage. Dann werden die Wanderschuhe wieder hervorgeholt. Mal sehen …
Hier aber erst einmal der Link zu unseren schönsten Wanderungen des Jahres 2020.

Doxi vor dem Eingang der Langen Foundation
Mit Doxi habe ich heute die Raketenstation Hombroich auf den Kapellener Höhen zwischen Neuss-Holzheim und Kapellen besucht. Dort, vor den Toren von Düsseldorf, befindet sich das international anerkannte Museum „Langen Foundation“, das derzeit wg. des Corona-Lockdowns geschlossen ist.
Aber das große Freigelände der Raketenstation mit seinen Ateliers und Künstlerhäusern ist zugänglich.Es ist Teil des visionären Projektes des Sammlers Karl-Heinrich Müller (1936 – 2007), auf einem „vernachlässigten Fleckchen Erde“ in Nordrhein-Westfalen Kunst und Natur zu einer einmaligen Synthese zusammenzubringen.
Jahrzehntelang diente das auf keiner Landkarte verzeichnete Gelände in den Erftauen bei Neuss der NATO zu Abwehrzwecken und zur Lagerung von Spreng-Köpfen für Cruise Missiles und Pershing-Raketen.
1992/93 wurde die Einrichtung im Zuge der Abrüstungsabkommen zwischen den NATO-Staaten und der ehemaligen UdSSR stillgelegt.
1994 erwarb Karl-Heinrich Müller die 13 Hektar große Fläche und entwickelte gemeinsam mit Erwin Heerich, Oliver Kruse und Katsuhito Nishikawa ein einmaliges Kultur- und Kunstraumprojekt.
1994 besuchte der Star-Architekt Tadao Ando die Raketenstation und sah diese in ihrem Urzustand. Begeistert von Müllers Plänen entwickelte Ando ein Architekturmodell, das 1996 auf der Biennale in Venedig vorgestellt und bis heute in wesentlichen Teilen umgesetzt wurde.
Die Architektur ist ein Meisterwerk aus Glas, Beton und Stahl, in dem die Besucher ein faszinierendes Spiel von Innen und Außen, Kunst und Natur, Licht und Schatten erleben. Ein wirklich einzigartiger Ort, der sich bei unserem Besuch heute durch die kräftige Herbstsonne in all seiner Strahlkraft präsentieren konnte.