Hoch auf dem Ardeykamm

Hoch auf dem Ardeykamm
Witten, 20. Februar 2021

Blick vom Harktortturm über den Harkortsee in Richtung Herdecke

Mit meiner Wanderfreundin Gabi war ich heute bei herrlichem Sonnenschein in den Ruhrwäldern bei Witten, Wetter und Herdecke unterwegs. Wir folgten dabei der Tour 5 aus dem Rother Wanderführer „Ruhrgebiet“.

Auf der 18 km langen Wanderung ging es stetig auf und ab durch Täler und die Höhenzüge zwischen der Ruhr und dem Ardeykamm.

Das Ardeygebirge ist die Verlängerung des sog. Haarstrangs, eines schmalen, aber in in Ost-West-Richtung langgezogenen Höhenzugs. Er trennt die flache Westfälische Bucht im Norden vom hügeligen Niederen Sauerland im Süden.

Im Wald stießen wir dabei auf prächtige Herrenhäuser der Industriellenfamilie Harkot, private Waldfriedhöfe und die ersten blühenden Krokusse in diesem Jahr.

Oberhalb der Harkotsees, der die Ruhr aufstaut, erreichen wir auf der Hälfte der Tour den Harkortturm mit toller Fernsicht in Richtung Herdecke.

Nach Überquerung des Ardeykamms laufen wir alsbald bergab ins Endertal und weiter über die Ortschaften Westende und Borbach zurück zu unserem Startplatz, den wir nach knapp fünf Stunden wieder erreichen.

Mittlerweile sind im Wald Himmel und Menschen unterwegs. Gut, dass wir so früh gestartet sind, denn an diesem ersten schönen Vorfrühlingswochenende nach dem langen Corona-Winter wollten einfach alle hinaus in die Natur. Das wurde aber auch Zeit.

( MITI )

Alter und neuer Stahl in Duisburg

Alter und neuer Stahl in Duisburg
Duisburg, 19. Februar 2021

Der letzte vebliebene Hochofen 5 des ehemaligen Hüttenwerks in Duisburg-Meiderich

Heute war ich mit Heike und Doxi bei herrlichem Vorfrühlingswetter in Duisburg unterwegs. Im Norden und Süden der Industriemetropole am Rhein haben wir zwei beeindruckende Monumente aus Stahl besucht: das 1901 gegründete ehemalige Meidericher Stahlwerk im heutigen Landschaftspark Nord und die Landmarke „Tiger and Turtle – Magic Mountain“ auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen.

Die einer Achterbahn nachempfundene Großskulptur ist ein Werk von Heike Mutter und Ulrich Genth, das im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 entstand. Derzeit ist der Zugang wg. der Corona-Pandemie versperrt. Doch in „normalen Zeiten“ kann die 20 Meter hohe Skulptur bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Zum Flanieren lädt auch der Landschaftspark Duisburg-Nord ein. Das rund 180 Hektar große begrünte Areal erstreckt sich rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich an der alten Emscher. Der Landschaftspark ist einer der Ankerpunkte der europäischen Route der Industriekultur sowie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Einstmals beherbergte das Werk fünf Hochöfen, die ab den 1970er Jahren nach und nach stillgelegt wurden. In den 84 Jahren seiner Existenz wurden in dem Werk 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen verhüttet und in den umliegenden Stahlwerken von Thyssen weiter verarbeitet.

Von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände umgestaltet und ab 1994 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem hat sich rund um die Reste des Hüttenwerks eine enorm artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Eine tolle Kombination, wie ich finde.

( MITI )

Land unter Schnee

Land unter Schnee
Büttgen, 12. Februar 2021

Die St. Aldegundis Kirche am Marktplatz von Büttgen

Bereits seit einer Woche liegt bei uns Schnee und es ist bitterkalt. Nachts erreicht das Thermometer kaum mehr als -10 Grad. Doch dafür scheint seit einigen Tagen richtig schön die Sonne und lässt die schneebedeckte Landschaft erstrahlen.

So auch heute auf einer 15 km-Heimattour von Büttgen über die Skihalle Neuss und die Raketenstation Hombroich zum Birkhof bei Lüttenglehn. Teilweise glitzert der Schnee in der Sonne so hell, dass man ohne Sonnenbrille kaum die Augen offen halten kann. Doch ich genieße das.

( MITI )

Geburtstag im Schnee

Geburtstag im Schnee
Büttgen, 8. Februar 2021

Doxi möchte ein Geburtstagsküsschen geben

Das hat es bei uns im lauwarmen Rheinland gefühlt seit 20 Jahren nicht mehr gegeben: Dass an meinem Geburtstag Schnee lag, und zwar für unsere Verhältnisse richtig viel.

Doch eine seltene Grenzwetterlage hat vor allem der Mitte Deutschlands vom nördlichen NRW bis hinüber nach Thüringen eisige Temperaturen und bis zu 40 cm Neuschnee gebracht.

Heike, Doxi und ich genießen es, durch den Schnee vor unserer Haustür zu stapfen. Zwischendurch kommt sogar die Sonne raus und lässt die Landschaft rund um mein Dorf wie ein Winterwonderland erstrahlen. Herrlich ist das.

( MITI )

Die ersten Schneeglöckchen 2021

Die ersten Schneeglöckchen 2021
Kinderbauernhof Selikum, 4.02.2021

Schneeglöckchen am Selikumer Kinderbauernhof

Unglaublich, schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist bei uns im Rheinland die Sonne zu sehen. Wer hat das denn erlaubt?

Eigentlich wollte ich mit Doxi nur zwei Stunden unterwegs sein, aber mit der wunderbaren Sonne im Gesicht bin ich einfach immer weiter gelaufen.

Letztendlich haben wir in fünf Stunden rund 26 km zurückgelegt. Und ich konnte dabei zum ersten Mal in diesem Jahr unterwegs sogar die Jacke ausziehen.

Wir sind über die Skihalle Neuss und die Langen Foundation zur Museumsinsel Hombroich gelaufen. Immer an der Erft entlang ging es dann in Richtung Rhein zur Eppinghover Mühle und dem Reuschenberger Park.

Dort habe ich am Kinderbauernhof Selikum auch meine ersten Schneeglöckchen in diesem Jahr entdeckt. Ich hoffe, das heißt, der Abschied vom Winter ist nicht mehr fern.

Dahinter verließen wir die Erft und liefen quer durch Neuss zum Nordkanal, dem wir ein Stück weit in Richtung Kaarst folgten. Auf halber Strecke sind wir dann wieder Richtung Westen abgebogen, um durch die Felder zurück nach Büttgen zu laufen. Eine feine Strecke mit ganz viel Sonne. Das hat richtig gut getan.

( MITI )

300 km durch Shietwetter

300 km durch Shietwetter
Büttgen, 31. Januar 2021

Wo sind nur die Farben geblieben?

Normalerweise ist der Januar kein bevorzugter Wandermonat, aber in Corona-Zeiten ist ja bekanntlich alles anders. Um der Pandemie auch im Herzen zu trotzen, bin ich in diesem Monat jeden Tag rund zehn Kilometer gelaufen, einige Male auch deutlich länger.

Fast immer war ich bei richtigem Schietwetter unterwegs, denn der erste Monat des Jahres war bei uns im Rheinland übermäßig nass und windig. Jeden Tag konnte man beobachten, wie die Pfützen auf den Feldern und Feldwegen größer und größer wurden.

Aber man kann sich ja an alles gewöhnen und mit der richtigen Kleidung und einem tröstenden Mantra auf den Lippen lässt sich auch das Schietwetter gleich viel besser ertragen. Und so haben wir auch den Januar hinter uns gebracht. Auf dass der Februar wettertechnisch besser werden möge. Das wünsche ich mir.

( MITI )