Mein Alfa Romeo 156 Sportwagon, Baujahr 2000. Bis heute hat er fein durchgehalten.
Ein ausgewiesener Autofan bin ich ja nicht und doch gilt es heute einmal Danke zu sagen, meinem feinen Kraftfahrzeug, das mich seit 20 Jahren brav durch die Gegend kutschiert. Der Anlass: Jetzt sind die ersten einhunderttausend Fahrkilometer erreicht. Ich habe festgehalten, wie der Kilometerzähler von 99999 auf 100.000 umgeschlagen ist.
Gerade einmal fünftausend Kilometer Fahrleistung pro Jahr, das ist natürlich nicht sehr viel. Aber wenn man zu Hause arbeitet, die meisten lokalen Strecken mit dem Fahrrad oder Motorrad zurücklegt und für die langen Reisen das Wohnmobil nutzt, dann kommt genau so etwas dabei heraus.
Also, lieber Alfa, sei gedankt! Du warst mein Bloximobil, mein Bellismobil, mein Doximobil und die Claudi, die Jutti und die Joji hast du auch gerne mitgenommen. Und alle anderen, die mitwollten. Du hast mich nie im Stich gelassen, verbrauchst erstaunlich wenig und kannst auch mal ganz schön schnell, wenn es denn sein muss.
Deshalb bleib mir bitte noch ein wenig treu, denn ich finde es cool, dass Du so lange durchgehalten hast. Und das ist auch das Ökologischste, was man mit einem Auto machen kann, habe ich letztens gelesen: Es möglichst lange fahren und dadurch nicht so viele neue Autos im Laufe seines Lebens anschaffen. Auch wenn die Autoindustrie das natürlich nicht so gerne hört. Aber meine Werkstatt schon 🙂
Also lass uns doch noch ein wenig zusammen bleiben, bis sich E-Autos oder die Wasserstoff-Technologie durchgesetzt haben. Das wäre schön.
Marienwallfahrtsstätte über der Willibrodisquelle im Birgeler Urwald: Das Birgeler Pützchen.
Nahe der Deutsch-niederländischen Grenze bei Wassenberg waren Heike und ich heute im Birgeler Urwald und dem schönen Schagbachtal unterwegs.
Zwei bekannte Wanderwege führen durch das Gebiet: Der Birgeler Urwaldpfad und der Traumweg Wildes Schagbachtal.
Obwohl wir diese Routen mehrmals gestreift haben, waren wir heute zwischen diesen Wegen unterwegs. Dadurch konnten wir einige bislang unbekannte Stellen im Wald entdecken.
Besonders sehenswert: Das Birgeler Pützchen, eine uralte Gebets- und Marienwallfahrtsstätte, die über einer heute noch vorhandenen, heilbringenden Quelle errichtet wurde.
Der Sage nach soll der Heilige Lambertus hier schon im 7. Jahrhundert n. Chr. Gläubige getauft haben. Heute führt ein Kreuzweg von Birgelen zur Kapelle mitten im Wald.
Anschließend sind wir von Wassenberg noch hinunter ins Rurtal gefahren. Vier Kilometer westlich von Wassenberg, beim kleinen Dorf Kempen, mündet die Wurm nach 53 Kilometern in die Rur. Von dort sind wir der Rur auf ihren letzten Kilometern gefolgt, bevor sie wenig weiter stromabwärts die Deutsch-Niederländische Grenze passiert.
Dort konnten wir ein Entenpaar beobachten, das mit zehn Entlein die Rur querte. Drei der kleinen Entchen blieben ein wenig zurück, und als sie das bemerkten, schalteten sie gleich den Turbo an, um zu ihrer Familie aufzuschließen. Ganz süß war das.
Wanderkarte unserer Tour
Altarraum im Birgeler Pützchen
Dankestafeln an die Gottesmutter Maria links vom Eingang
Dankestafeln an die Gottesmutter Maria rechts vom Eingang
Im Birgeler Urwald
Mehrere bekannte Wanderwege kreuzen den Wald
Malerisch schlängelt sich der Schagbach durch den Wald
Malerisch schlängelt sich der Schagbach durch den Wald
Malerisch schlängelt sich der Schagbach durch den Wald
Auch hier muss der sterbende Kiefernwald gefällt werden
Noble Wohnstätte: Der ehemalige Bahnhof Rosenthal.
Lauter als jeder Wachhund: Zwei schreiende Gänse am Gartenzaun
Spargelfelder am ehemaligen Eisenbahndamm bei Rosenthal
Dem Schweizer Friedensheiligen Nikolaus von Flüe gewidmet: Die Bruder-Klaus-Feldkapelle oberhalb von Wachenberg
Auf meiner Burgen- und Schlösserwanderung im Gebiet der Stadt Mechernich besuche ich auch die überregional bekannte Bruder-Klaus-Feldkapelle bei Wachendorf.
Die privat finanzierte und zwischen 2005 und 2007 errichtete römisch-katholische Kapelle steht mitten in den Feldern der Stifterfamilie Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler.
Sie ist dem „Bruder Klaus“ genannten Schweizer Friedensheiligen Nikolaus von Flüe gewidmet, dem Schutzpatron der katholischen Landvolkbewegung und der katholischen Landjugendbewegung.
Die Kapelle weist im Äußeren und im Inneren eine bemerkenswerte Architektur auf, die in Zusammenarbeit mit Schweizer Architekten Peter Zumthor entstand.
Bei der Annäherung durch die Felder präsentiert sich die Kapelle von außen als minimalistischer, blockhafter und fensterloser Turmbau mit einem fünfeckigem Grundriss.
Der Innenraum, den man durch eine schwere, dreieckige Edelstahltüre betritt, wirkt wie eine Höhle aus in den Himmel gerichteten Fichtenstämme, die als Negativform in Beton gegossen wurden.
Der Raum ist nach oben offen, sodass durch eine Rundung in der Decke der Himmel erscheint und Licht und Regen in den ansonsten dunklen Raum fallen.
Es gibt keine elektrischen Anlagen und auch keinen Altar, sondern lediglich eine kleine Bank, einen Opfertock und eine bronzene Stele mit einer Halbfigur des Bruder Klaus. Das Ganze wirkt überaus meditativ und erhaben.
Schon einige Male habe ich von dieser Kapelle gehört und gar nicht damit gerechnet, sie auf dieser Wanderung anzutreffen. Ganz toll ist das.
Markanter Bau mitten im Grünen: Die Bruder-Klaus-Feldkapelle
Vorne die dreieckige Eingangstür
Minimalistisch eingerichtet: Rechts die Bronzestatue mit einem Bildnis des Bruder Klaus
Blick in den Himmel
Kerzlein für unsere Verstorbenen
Panoramabild der Kapelle mit Blick zum Billiger Wald am Horizont
Das hat sich gelohnt heute: Auf einer 20 km langen Wanderung im Gebiet von Mechernich in der Nordeifel habe ich drei Burgen, ein Schloss und eine berühmte Kapelle besucht.
Die viereinhalb stündige Wanderung startet an der Kirche St. Johann Baptist in Antweiler. Durch die Felder mit weitem Blick auf die Erhebungen der Nordeifel geht es von dort ins Nachbardorf Wachendorf.
Ich passiere das schöne Schloss Wachendorf, das um etwa 1780 errichtet wurde und heute unter anderem als Trauort des Standesamts Mechernich sowie als Zen-Tempel genutzt wird.
Hinter Wachendorf laufe ich bergauf bis zur bekannten Bruder-Klaus-Feldkapelle, einem architektonisch bemerkenswerten Bau mitten in den Feldern.
Ich passiere den Weiler Rissdorf und wende mich in Richtung Satzvey. Kurz vor der Unterquerung der Autobahn A1 treffe ich auf eine Ausgrabungsstätte der antiken römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Köln.
Ich wandere durch den großen Wald vor Satzvey und folge dann dem lieblichen Veybach bis zur bekannten Burg Satzvey. Unter Fachleuten gilt sie als besterhaltene Wasserburg des Rheinlandes, als Kleinod des rheinischen Burgenbaus und Denkmal adliger Kultur und Lebensform.
Wunderschöne Frühlingsblüte, gesehen in Satzvey
Immer am Veybach entlang geht es dann auf schmalen Uferpfaden bis Wasserburg Veynau. Die Burg wurde etwa um 1340 begründet und war einst die stärkste Festung der Region.
Von der weitläufigen Burganlage sind die äußere und innere Vorburg mit zwei runden Schalentürmen und die Kernburg mit Palas und zwei Ecktürmen erhalten.
Dahinter unterquere ich erneut die Autobahn A1 und erreiche den zu Euskirchen gehörenden Billiger Wald. Nach der Durchquerung des Walds erreiche ich an dessen Südrand den Golfclub Burg Zievel.
Ich unternehme einen kurzen Abstecher zur namensgebenden Burg Zievel. Weiter geht es am Rand es Billiger Waldes entlang und bald durch die waldnahen Feldflächen zurück zu meinem Startplatz in Antweiler.
Eine lange, aber mit vielen sehenswerten Motiven und schönen Wechseln von Wald- und Fellflächen gespickte Wanderung. Einiges davon habe ich schon oft von der Autobahn aus gesehen. Aber nun war ich einmal mittendrin. Sehr schön!
Wanderkarte unserer Tour
Am Startpunkt: Die Kirche St. Johann Baptist in Antweiler
Luftbild von Schloss Wachenburg (Foto Wolkenkratzer | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
Frontseite von Schloss Wachendorf
Seitenblick auf Schloss Wachendorf
Buddhistische Friedensglocke auf Schloss Wachendorf
Gutshof auf Schloss Wachendorf
Durch die Felder hinter Wachendorf geht es zur Bruder-Klaus-Feldkapelle
Markanter Bau mitten im Grünen: Die Bruder-Klaus-Feldkapelle
Infotafel an einer Ausgrabungsstätte der antiken römischen Wasserleitung aus der Eifel nach Köln
Hübsches Fachwerkhaus in der Siedlung Rißdorf
Straßenbild in Rißdorf
Pferdehof am Rande von Lessenich
Kirschblüte am Pferdehof
Der Veybach kurz vor Satzvey
Schöner Hof an der alten Hauptstraße von Satzvey
Kirche St. Pantaleon neben der Burg Satzvey
Altes Pfarrhaus neben der Kirche in Satzvey
Frühlingsbüte in Satzvey
Luftbild von Burg Satzvey (Foto Wolkenkratzer | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
Blick in den Innenhof durch das Tor der Burg Satzvey
Haupthaus der Burg Satzvey
Rittermotiv am Haupthaus der Burg Satzvey
Reitersattel vor den Stallungen
Wohngebäude auf der Burg
Blick durch das Burgtor in den Ort
Schönes Fachwerkhaus neben der Burg Satzvey
Wildblumen am Veybach hinter Satzvey
Luftbild von Burg Veynau (Foto Wolkenkratzer | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
Wasserschloss Burg Veynau am Rande des Billiger Walds
Wasserschluss Burg Veynau
Luftbild von Burg Zievel (Foto Wolkenkratzer | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
Zufahrt zum Schloss Mickeln in Düsseldorf-Himmelgeist
Auch das gibt es noch: Schöne Stellen am Rhein, kaum 20 km von meinem Zuhause entfernt, die ich noch nie aufgesucht habe. Jetzt aber …
Mit Heike bin ich heute durch den Himmelgeister-Rheinbogen im Süden von Düsseldorfgewandert.
Zwischen der großen Fleher-Rheinbrücke und dem Schloss Benrath erstrecken sich die beiden kleinen Düsseldorfer-Ortsteile Himmelgeist und Itter und dahinter ganz viel Natur.
Auf der gegenüber liegenden Flussseite liegen Uedesheim, Stürzelberg und der Zonser Grind, die zu Neuss bzw. Dormagen gehören. Dort war ich schon ganz oft unterwegs, aber eben nicht auf der anderen Seite, der „schäl‘ Sick“.
Dabei gibt es hier auf der Innenseite des großen Rheinbogens einen kilometerlangen Sand- und Kiesstrand und dahinter schöne Weide- und Feldflächen, die auch als Überflutungsflächen bei Rheinhochwassern dienen.
Und Himmelgeist mit seinem Schloss Mickeln, heute Tagungszentrum und Gästehaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist auch total süß. Hat sich also voll gelohnt, dass wir endlich einmal rübergemacht haben 🙂
Wanderkarte unserer Tour
Nahansicht von Schloss Mickeln
Rückseite des Schlosses, das auf einem quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von jeweils knapp 20 Meter und vier identischen Fassaden besteht
Weideflächen hinter dem Schloss
Hier gab es Jahrhundertelang eine Fährverbindung hinüber nach Uedesheim, bis die große Fleher-Rheinbrücke errichtet wurde
Auf einer schönen Auenwanderung mit ganz viel Wasser und ausgedehnten Bärlauchbeständen waren Heike und ich heute nördlich von Jülich an der Rur (ohne H) unterwegs.
Die Rur kommt aus der Eifel und strebt über Düren, Jülich und Hückelhoven in nordwestlicher Richtung der Maas entgegen, in die sie beim niederländischen Roermond mündet.
Im Bereich zwischen Barmen und Rurdorf zeigt die Rur noch ihr ursprüngliches, mäanderndes Gesicht. Der Auenlandschaft links und rechts des Flusses ist naturbelassen, mit sumpfigen Niederungen und viel Bruchwald. Entsprechend viel Vogelgezwitscher liegt hier in der Luft. Ein wunderbares Stück Natur.
Wanderkarte unserer Tour
Kniefall in Rurnähe in Barmen
Hoftor in Barmen
Wasserschloss Kellenberg
Wasserschloss Kellenberg
Wasserschloss Kellenberg
Wasserschloss Kellenberg
Der Mühlenbach, eine Abzweigung der Rur, speist den Wassergraben von Schloss Kellenberg und zwei Mühlen
Die verfallende Kellenberger Mühle
Gedenkkreuz für einen der Sage nach im Auensumpf versunkenen Ritter
Die Auen links und rechts des Flusses werden von zahlreichen Wasserfälchen durchzogen
Feuchtwiesen rechts der Rur
Wildblumen am Rurufer
Abzweig eines Altarms der Rur
Wasserfläche am Altarm der Rur
Ausgedehnte Bärlauchfleder im Fluß bei Rurdorf
Wehr mit Fischtreppe bei Rurdorf
Mäandernd zieht der Fluss bei Barmen durch die Landschaft
Naturbelassene Landschaft am Fluss
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