Historisches Kettwig

Historisches Kettwig
Kettwig, 27. April 2021

Blick vom Kettwiger Mühlengraben hinauf zur evangelischen Marktkirche

Auf unserer Wanderung in den Sarn-Mintarder-Ruhrauen folgen wir der Ruhr bis nach Kettwig, heute der größte Stadtteil von Essen, gelegen im äußersten Südwesten des Stadtgebiets.

Historisch gehörte Kettwig, zusammen mit Werden und Mülheim an der Ruhr zu den nördlichsten Teilen des Herzogtums Berg, die heute als Niederbergisches Land bezeichnet werden.

Doch im Jahr 1975 wurde die Stadt Kettwig im Rahmen der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen in die Stadt Essen eingemeindet – gegen den massiven Widerstand ihrer Einwohner.

Gleich unterhalb der historischen Altstadt existiert seit dem 12. Jahrhundert die Kettwiger Ruhrbrücke als wichtiger Übergang über den Fluss. Die Brücke war im Dreißigjährigen Krieg hart umkämpft.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Brücke, genau wie die Altstadt, jedoch weitgehend von Schäden verschont.

Die historische Altstadt mit der Marktkirche und zahlreichen Fachwerkhäusern entlang des Mühlengrabens ist richtig hübsch. Schade, dass die vielen Restaurants und Bierterrassen oberhalb der Ruhr derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Sonst wären wir hier gerne eingekehrt.

( MITI )

In den Sarn-Mintarder-Ruhrauen

In den Sarn-Mintarder-Ruhrauen
Essen, 27. April 2021

Landschaft an der Ruhr

Zwischen Mühlheim und Essen-Kettwig erstrecken sich entlang der Ruhr die Sarn-Mintarder-Ruhrauen. Das Schutzgebiet umfasst einen etwa 1.600 m langen Streifen Brachfläche am südlichen Ruhrufer. Dort waren Heike und ich heute bei herrlichem Sonnenschein unterwegs.

Ruhr ist in diesem Bereich bis kurz vor Kettwig schiffbar, doch außer den Ausflugsbooten der Weißen Flotte sind hier vor allem Ruderer, Paddler und kleine Motorboote unterwegs.

Gleich hinter dem Naturschutzgebiet befinden sich Feldflächen und einige prächtige Bauernhöfe. Mehrere Bäche, die von den Ruhrhängen herabströmen, münden hier in den Fluss.

Und als ikonisches Bauwerk überquert die mit 1.830 Meter längste deutsche Straßenbrücke aus Stahl in 65 Meter Höhe das Ruhrtal: Die Mintarder Ruhrtalbrücke.

Darauf verbindet die Autobahn 52 die Städte Düsseldorf und Essen. Von unten betrachtet ein wirklich beeindruckend hohes Bauwerk, das noch heute zu den wichtigsten Brückenbauprojekten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg zählt.

( MITI )

Wasserreiches Eifgenbachtal

Wasserreiches Eifgenbachtal
Wermelskirchen, 26. April 2021

Unterwegs im Eifgenbachtal

Diese Wanderung hatte ich lange schon auf meiner Wunschliste: Bei Wermelskirchen läuft der Eifgenbach in südwestlicher Richtung malerisch durch ein langgestrecktes Tal.

Aus zahlreichen Seitentälern streben dem Bach weitere Wasserläufe entgegen. Und mehrere alte Mühlen – heute als Wohnhäuser oder Restaurants genutzt – säumen den Bachlauf. Die älteste davon, die Coenenmühle, wurde bereits 1382 erstmals urkundlich erwähnt.

Die 15 km lange Tour startet an der Neuemühle und folgt dem Eifgenbachtal, um dann einmal den Ort Dabringhausen zu umrunden. Dabei folgt der Weg dem Tal der Linnefe.

Anschließend geht es über die Höhen bei Grünwald und Stumpf wieder zurück in das Eifgenbachtal. Eine bezaubernde Runde mit ganz vielen murmelnden Bächen, Wiesen, Wald und überall Singvögeln in den Bäumen.

( MITI )

Panorama-Rundweg Prüm

Panorama-Rundweg Prüm
Prüm, 25. April 2021

Wanderpause an der Prüm kurz vor der Dausfelder Mühle

Heute war ich in der Schnee-Eifel rund um Prüm unterwegs. Der „Panorama-Wanderweg 120 – Rund um Prüm“ wurde anlässlich des 120-jährigen Geburtstags des Eifelvereins/Sektion Prüm im Jahre 2008 ausgeschildert.

Er führt auf einer Länge von 21 km einmal rund um die Kreisstadt Prüm und verläuft größtenteils km über die Höhen oberhalb des Prümtals . Dadurch bietet der Weg immer wieder herrliche Ausblicke hinunter nach Prüm und in das Prümmer Land.

Irgendwie wollte der GPX-Track in meinem Wander-Navi aber nicht so recht mit dem ausgeschilderten Weg harmonieren.

Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass ich dadurch an einigen Stellen einen deutlich anderen Weg genommen habe. 21 Kilometer waren es aber trotzdem.

Ich vermute, dass die Streckenführung in den letzten Jahren noch einmal geändert wurde und dass ich einfach eine ältere Version der Strecke heruntergeladen hatte.

Zwischendurch war ich an einigen Stellen etwas verwirrt, aber irgendwann habe ich beschlossen, dass ich meinem Wandernavi folge, und das habe ich nicht bereut, denn es war eine sehr schöne Runde. Und immer in der prallen Sonne, wenn auch bei kühlen Temperaturen.

( MITI )

An der Sankt-Salvator-Basilika

An der Sankt-Salvator-Basilika
Prüm, 25. April 2021

Die Basilika Sankt-Salvator im Herzen von Prüm

Auf dem letzten Abschnitt meiner Wanderung rund um Prüm verlasse ich am Ausgang des Tettenbuschs die Höhen oberhalb des Prümtals und steige zum Wahrzeichen von Prüm, der Sankt-Salvator-Basilika, hinab.

Die heutige Kirche wurde ab dem Jahr 1721 errichtet. Im Jahr 1748 begann man mit dem Bau der barocken Nebengebäude. Sie beherbergen heute das Regino-Gymnasium, benannt nach einem berühmten Abt des Klosters.

Das Kloster existierte an dieser Stelle bereits seit dem achten Jahrhundert n. Chr. Es wurde 1222 Mittelpunkt eines selbständigen Fürstentums, das 1576 vom Kurfürsten von Trier annektiert wurde. .

Beim Abbau des Hochaltars der Klosterkirche entdeckte man im Jahr 1860 die Gebeine Kaiser Lothars (795 – 855 n. Chr) aus dem Geschlecht der Karolinger, sowie die Reliquien der Märtyrer Primus und Felicianus, die im Rom des vierten Jahrhunderts n. Chr. hingerichtet wurden.

Beim Rückweg zu meinem Startpunkt am Rande von Niederprüm stoße ich auf ein weiteres ehemaliges Kloster: König Pippin schenkte 762 dem Kloster Prüm das Hofgut Niederprüm. Dort entstand ab 1190 das Kloster der Benediktinerinnen. Das Klostergebäude wurde 1670 neu gebaut und beherbergt heute ein Progymnasium der Vinzentiner.

( MITI )

Danke, liebes Hundemobil

Mein Alfa Romeo 156 Sportwagon, Baujahr 2000. Bis heute hat er fein durchgehalten.

Ein ausgewiesener Autofan bin ich ja nicht und doch gilt es heute einmal Danke zu sagen, meinem feinen Kraftfahrzeug, das mich seit 20 Jahren brav durch die Gegend kutschiert. Der Anlass: Jetzt sind die ersten einhunderttausend Fahrkilometer erreicht. Ich habe festgehalten, wie der Kilometerzähler von 99999 auf 100.000 umgeschlagen ist.

Gerade einmal fünftausend Kilometer Fahrleistung pro Jahr, das ist natürlich nicht sehr viel. Aber wenn man zu Hause arbeitet, die meisten lokalen Strecken mit dem Fahrrad oder Motorrad zurücklegt und für die langen Reisen das Wohnmobil nutzt, dann kommt genau so etwas dabei heraus.

Also, lieber Alfa, sei gedankt! Du warst mein Bloximobil, mein Bellismobil, mein Doximobil und die Claudi, die Jutti und die Joji hast du auch gerne mitgenommen. Und alle anderen, die mitwollten. Du hast mich nie im Stich gelassen, verbrauchst erstaunlich wenig und kannst auch mal ganz schön schnell, wenn es denn sein muss.

Deshalb bleib mir bitte noch ein wenig treu, denn ich finde es cool, dass Du so lange durchgehalten hast. Und das ist auch das Ökologischste, was man mit einem Auto machen kann, habe ich letztens gelesen: Es möglichst lange fahren und dadurch nicht so viele neue Autos im Laufe seines Lebens anschaffen. Auch wenn die Autoindustrie das natürlich nicht so gerne hört. Aber meine Werkstatt schon 🙂

Also lass uns doch noch ein wenig zusammen bleiben, bis sich E-Autos oder die Wasserstoff-Technologie durchgesetzt haben. Das wäre schön.

( MITI )