Am späten Nachmittag passen wir die Ebbe im Dollart ab für eine kleine Wattwanderung. Allzu weit kommen wir jedoch nicht, denn kaum 30 Meter vom Strand entfernt, ist der Schlick bereits knietief, sodass man kaum noch vorankommt.
Wir wollen kein Risiko eingehen, und wagen uns nicht weiter hinaus. Ist aber auch nicht schlimm. Auch so macht es Spaß, durch den Matsch zu stapfen und auf den entleerten Dollart zu blicken.
Einige Siele in Strandnähe führen zwar noch Wasser, doch weiter draußen können wir große Flächen ausmachen, die komplett trockengefallen sind. Toll sieht das aus, wie sich die Wolken in den nassen Flächen spiegeln.
In Strandnähe wirkt es noch wie ein Sandwatt, doch kurz darauf beginnt der Schlick
Blick in den Dollart
Unterschiedlicher Bewuchs an der befestigen Küstenlinie
Heike hilft den Seeleuten bei ihrer Arbeit auf dem Marktplatz an der historischen Holländer-Turmwindmühle
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Camperplaats Delfzijl
Ort:
Delfzijl
Adresse:
Zeebadweg 7
NL 9934 AV Delfzijl
Preis pro Nacht:
15,10 € / Strom verfügbar (Daten vom 21.09.2021)
Zusatzinfo:
Recht neuer Platz unmittelbar hinter dem Deich. Nahe am Zentrum und mit großzügigen Parzellen. Komplette Infrastruktur.
Den zweiten Tag unserer Nordholland-Tour verbringen wir in Delfzijl am Dollart, der großen Meeresbucht, in der die Ems in die Nordsee übergeht. Delfzijl liegt an der Mündung des Delf, einem Kanal, der Groningen mit dem Dollart und der Nordsee verbindet.
Die Stadt war deshalb über viele Jahrhunderte ein strategisch wichtiger Vorposten und deshalb u. a. im 80-jährigen Krieg zwischen Spanien und seinen rebellierenden holländischen Provinzen hart umkämpft.
Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem schönen Stellplatz gleich hinter dem Deich unmittelbar am Aquarium und dem kleinen öffentlichen Sandstrand am Dollart. Von dort unternehmen wir mit Doxi eine große Runde durch die Stadt und die ausgedehnten Hafenanlagen.
Vom Deich aus haben wir an diesem sonnenklaren Morgen einen wunderbaren Blick über den Dollart, der gerade durch die Flut komplett gefüllt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Dollart liegt in rund 16 Kilometer Entfernung das deutsche Emden.
Interessant finde ich, dass der genaue Grenzverlauf im Dollart zwischen Deutschland und den Niederlanden bis heute umstritten ist. Jede Partei beansprucht einen größeren Anteil für sich. Ein Teil der rund 16 km² großen Wasserfläche steht deshalb unter gemeinsamer Verwaltung und für die Schifffahrt gilt die spezielle binationale Schifffahrtsordnung „Emsmündung“.
Wanderkarte unserer Tour
Auf dem Deich am Dollart
Blick vom Deich auf den Womo-Stellplatz
Wir erreichen den Dollart genau im Moment der Flut
Stele zu Ehren von Ede Staal, einem lokal bekannten Mundartdichter und Sänger
Das Eemshotel am Ufer des Dollart
Begehbares Kunstwerk am Hafen
Umriss der mittelalterlichen Bastion Delfzijl, die heute nicht mehr existiert
Holländer-Turmwindmühle Adam im Herzen des historischen Zentrums von Delfzijl
Baulücke mit einem historischen Foto der Straße an dieser Stelle vor 80 Jahren
Historisches Motiv auf einer Brücke an der Schleuse des Eemskanals
Hubbrücke vor der Schleuse am Eemskanaal in den Hafen
Blick von der Hubbrücke an der Schleuse in den Eemskanal
Yachthafen am Eemskanal
Yachthafen im Seehafen von Delfzijl
Kirche von Farmsum
Altes Pfarrhaus gegenüber der Kirche von Farmsum
Kanal in Farmsum
Großes Seeschiff im Trockendock
Blick vom Deich in das historische Zentrum der Stadt
Strand von Delfzijl
Das Wasser schwindet – die ersten Wattwanderer sind unterwegs
Provinciehuis hinter der Martinskerk – Sitz der Provinzregierung
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Parking Kardinge
Ort:
Groningen
Adresse:
Bieskemaar 1
NL 9735 AE Groningen
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 21.09.2021)
Zusatzinfo:
Für Womos reserviertes Areal am Rande eines Großparkplatzes mit schönem Blick ins Grüne, 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Nachtgs ruhig. See und Freizeitanlagen in unmittelbarer Nähe. Keine Infrastruktur.
Wir beginnen unsere Womo-Tour durch Nordholland mit einem Besuch der 230.000-Einwohner-Stadt Groningen.
Von unserem Stellplatz im Erholungsgebiet Kardinge im Nordosten der Stadt laufen wir mit Doxi rund 4 Kilometer ins Zentrum. In den Vororten begegnen uns dabei viele architektonisch interessante Sozialsiedlungen aus den 1920er bis 1940er Jahren.
Zahlreiche Kanäle und Wasserstraßen rahmen das Herz der von 50.000 Studenten geprägten Stadt ein. Das Zentrum ist reich an historischen Bauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Dazwischen erheben sich einige ultramoderne Gebäude wie der Museumskomplex am Bahnhof oder das 54 Meter hohe Forum gleich hinter dem Alter Markt.
Mehr als fünf Stunden sind wir in der quirligen Innenstadt unterwegs und legen dabei mehr als 12 Kilometer zurück. Eine wirklich beeindruckende Stadt, die man an einem Tag gar nicht vollständig erfassen kann. Hier kommen wir bestimmt noch einmal hin.
Wanderkarte unserer Tour
Blick aus unserem Womo am Stellplatz im Erholungsgebiet Kardinge
Freizeitsee im Erholungsgebiet Kardinge
Historischer Wasserturm Noord am Rande des Zentrums
Bauhausnahe Architektur aus den 1930er Jahren in den Außenbezirken
Siedlung außerhalb des Zentrums
Hier feiert jemand Geburtstag
Historische Sozialsiedlung der Drucker
Innenhof der Sozialsiedlung mit vielen hübschen, aber schmalen HJäuschen
Manche lieben es bunt
Am Oosterhaven
Stadthaus am vornehmen Heresingel
Gerade eingerüstet: Die Neugotische katholische Sint-Jozefkathedraal
Blick vom Wasser auf das Groninger Museum
Groninger Museum
Skulptur am Eingang zum Museum
Wasserfiguren am Groninger Museum
Blick vom Groninger Museum zum Bahnhof
Hübsche Streetafrt in Banhofsnähe
Die jüdische Synagoge
Stadthuis am Grote Markt
Eines der ältesten erhaltenen Häuser am GroteMarkt hinter dem Stadhuis
Blick durch eine Gasse am Alter Markt zum Forum
Das 54 Meter hohe Forum am Alter Markt
Blick vom Forum zur Martinskerk
Turm der Martinkerk am Alter Markt
Blick vom Chor der Martinskerk zum Turm
Provinciehuis hinter der Martinskerk – Sitz der Provinzregierung
An diesem Morgen komplett verwaist: der Strandbereich
Vor drei Jahren war ich zum ersten Mal am schönen Blausteinsee bei Eschweiler. Damals war dort richtig viel los und es reichte nur für eine kleine Stippvisite. Heute habe ich etwas mehr Zeit mitgebracht.
Mit Doxi laufe ich eine erweiterte, rund 10 km lange, Runde um den See und die angrenzende Hochfläche. Und an diesem verschlafenen Montagmorgen haben wir den See fast für uns alleine. Da stört es niemanden, wenn ich Doxi am Strandbereich des Sees ein wenig im Wasser schwimmen lasse.
Der See mit seinem rund 5 Kilometer langen Uferweg ist im Prinzip ein großes Loch innerhalb der durch Aufschüttungen aus dem nahe liegenden Tagebau Inden entstandenen Hochfläche. Mehrere Dörfer, von denen heute nur noch Gedenksteine zeugen, mussten dafür in den 1970er Jahren weichen.
Lange dauerte es, bis dieses Loch komplett mit Wasser gefüllt war. Heute kann man dort wunderbar schwimmen, segeln, paddeln, surfen und tauchen. Der Nordostrand des Sees ist als Naturschutzgebiet gesperrt, doch am Südwestrand befindet sich ein Wassersportzentrum mit Seebrücke, Gastronomie, Badestrand, Segelhafen und Parkplätzen. Ich glaube, auf dem schönen See müssen Heike und ich auch mal ein wenig paddeln …
Wanderkarte unserer Tour
Infotafel am Parkplatz
Zufahrt zum See
Blick zur Seebrücke
Panoramabild vom Freizeitbereich
Doxi hat sich nach dem Baden schön im Sand gewälzt
Holzfigur auf dem Kinderspielplatz
Nilgänse auf dem See
Der historische Wanderweg führt an den ausgesiedelten Dörfern auf der Hochfläche vorbei
Das Erbericher Kreuz am Orstrand von Fronhoven
Die Hagebutten sind reif
Einer von mehreren Gedenksteinen für die verschwundenen Dörfer
Blick über die rekultivierte Hochfläche mit Feldern und Windkraftanlagen
Nördlich des Düsseldorfer-Flughafens, im Grenzgebiet zwischen Ratingen und Angermund, waren Heike, Doxi und ich heute im schönen Waldgebiet des Hinkesforst und der Überanger Mark unterwegs.
Im Wald treffen wir auf einige Bäche, die jetzt am Ende des Sommers trocken gefallen sind. Das gilt jedoch nicht für den Angerbach, einem 38 km langen rechten Zufluss zum Rhein, der aus dem Bergischen Land kommt und das Waldgebiet auf seinem Weg in Richtung seiner Mündung bei Duisburg passiert. Er ist gut gefüllt.
Am Angerbach liegt auch die „Kellnerei“, die ehemalige Bug Angermund, die einst von den Kölner Erzbischöfen erbaut und den Grafen von Berg vom 15. bis ins 19. Jahrhunderte als Landesburg und nördlichster Grenzposten ihres Territoriums diente.
In den 1980er Jahren wurde die vom Verfall bedrohte Wasserburg umfassend saniert und dient heute als moderne Wohnanlage.
Dahinter treffen wir auf den glasklaren Angermunder See, der zwischen dem Wald und der viel befahrenen Eisenbahnstrecke zwischen Düsseldorf und Essen liegt. Mit einem Stöckchen können wir Doxi überreden, ein wenig im See zu schwimmen, was sie dann auch macht.
Beim Blick über den See sehen wir immer wieder große Passagierflugzeuge im Tiefflug auf den Düsseldorfer Flughafen herabschweben. Beeindruckend sieht das aus.
Hinter dem See erreichen wir wieder das Waldgebiet, das hier zum Düsseldorfer Stadtwald gehört und einen liebevoll gestalteten Waldlehrpfad enthält. Durch die Tiefenbroicher Mark laufen wir anschließend zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach zweieinhalb Stunden und zehn Wanderkilometern wieder erreichen.
Wanderkarte unserer Tour
Noch ist der Wald im Hinkesforst spätsommerlich grün gekleidet
Wohnhaus mit eigener Kletteranlage in Angermund
Zufahrt zur „Kellnerei“, der ehemaligen Burg Angermund
Innenhof der zu einer Wohnanlage umgebauten Burg
Rückseite der Burg vom Angerbach aus gesehen
Der Angerbach auf seinem Weg Richtung Mündung in den Rhein bei Duisburg
Doxi schwimmt im Angermunder See
Über dem See sieht man immer wieder Flugzeuge über dem Düsseldorfer Flughafen einschweben
Blick vom Süden über den glasklaren Angermunder See
Infotafel beim Eintritt in den Düsseldorfer Stadtwald
Station auf dem Waldlehrpfad im Düsseldorfer Stadtwald
Häuser am Fischmarkt in Rheinberg, im Hintergrund das Underberg-Palais
Nach unserer Wanderung auf dem Hasenpfad am Polder Hasenfeld unternehme ich mit Doxi noch einen kleinen Bummel durch das Zentrum von Rheinberg. Die Stadt befindet sich rund 11 km nördlich von Moers und 16 km südlich von Xanten am Niederrhein nordwestlich des Ruhrgebiets.
Jahrhundertelang lag die Stadt unmittelbar an einem Rheinarm und war eine wichtige Zollstation der Kölner Erzbischöfe. Heute befindet sich das Flussbett rund fünf Kilometer vom historischen Zollturm am Rande der Altstadt entfernt.
Das Ortszentrum ist von einem gut erhaltenen ehemaligen Wallgraben umgeben, der zwischen 1290 und 1311 für die erste Befestigungsanlage mit Stadtmauer und Türmen erbaut wurde.
Die Stadt war zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert immer wieder stark umkämpft: zunächst zwischen Spaniern und Holländern, später zwischen den verschiedenen Fraktionen des Dreißigjährigen Krieges, dann zwischen Holländern und Franzosen und erneut zwischen Franzosen und Preußen. Es machte das Wort die Runde, „Rheinberg ist eine Hure des Krieges“.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt hingegen nur wenig beschädigt. Dadurch sind im historischen Zentrum vergleichsweise viele Häuser – größtenteils aus dem 19. Jahrhundert – erhalten.
Unübersehbar ist die Stadt durch die Firma Underberg geprägt, die hier ihren Stammsitz hat. Neben dem Rathaus im Zentrum befindet sich das protzige Underberg Palais, daneben die ursprüngliche Produktionsstätte mit dem hoch aufragenden ehemaligen Kräuterturm.
Stadtplan von Rheinberg am Stadthaus
Häuser am Fischmarkt
Underberg Palais, das Stammhaus der Firma Underberg
Underberg Turm, der ehemalige Kräuterturm der Underberg Produktion
Stadthaus am Großer Markt
Gastronomie am Stadthaus
Kath. Kirche St. Peter
Altes Pfarrhaus gegenüber der Kirche
Haus „zum weißen Raben“ am Holzmarkt
Kamper Hof, eine mittelalterliche Außenstelle des Klosters Kamp
Prächtige Stadtvilla
Stadthäuser in der Underberg-Straße
Haus in der Rheinstraße
Haus in der Rheinstraße
Portal am Underberg-Palais
Portal am Underberg-Palais
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