Bummel durch Rheinberg

Bummel durch Rheinberg
Rheinberg, 11. September 2021

Häuser am Fischmarkt in Rheinberg, im Hintergrund das Underberg-Palais

Nach unserer Wanderung auf dem Hasenpfad am Polder Hasenfeld unternehme ich mit Doxi noch einen kleinen Bummel durch das Zentrum von Rheinberg. Die Stadt befindet sich rund 11 km nördlich von Moers und 16 km südlich von Xanten am Niederrhein nordwestlich des Ruhrgebiets.

Jahrhundertelang lag die Stadt unmittelbar an einem Rheinarm und war eine wichtige Zollstation der Kölner Erzbischöfe. Heute befindet sich das Flussbett rund fünf Kilometer vom historischen Zollturm am Rande der Altstadt entfernt.

Das Ortszentrum ist von einem gut erhaltenen ehemaligen Wallgraben umgeben, der zwischen 1290 und 1311 für die erste Befestigungsanlage mit Stadtmauer und Türmen erbaut wurde.

Die Stadt war zwischen dem 16.  und dem 18. Jahrhundert immer wieder stark umkämpft: Erst zwischen Spaniern und Holländern, später zwischen den verschiedenen Fraktionen des Dreißigjährigen Krieges, dann zwischen Holländern und Franzosen und später zwischen Franzosen und Preußen. Es machte das Wort die Runde, „Rheinberg ist eine Hure des Krieges“.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt hingegen nur wenig beschädigt. Dadurch sind im historischen Zentrum vergleichsweise viele Häuser – grötenteils aus dem 19. Jahrhundert – erhalten.

Unübersehbar ist die Stadt durch die Firma Underberg geprägt, die hier ihren Stammsitz hat. Neben dem Rathaus im Zentrum befindet sich das protzige Underberg Palais, daneben die ursprüngliche Produktionsstätte mit dem hoch aufragenden ehemaligen Kräuterturm.

( MITI )