Rauf zur Mildenburg

Rauf zur Mildenburg
Miltenberg, 10. Mai 2022

Häuser am Marktplatz am Aufgang zur Burg (durch den Torbogen rechts)

Weithin sichtbar erhebt sich die Mildenburg über der Stadt Miltenburg, deren Keimzelle die Burg ist.

Die Mildenburg wurde am Ende des 12. Jahrhunderts vom Mainzer Erzbischof zur Grenzsicherung seines Einflussbereiches errichtet und 1226 erstmals urkundlich erwähnt.

Zunächst wurde der knapp 30 Meter hohe Bergfried errichtet. Später kamen weitere Gebäude hinzu. Mehrmals wurde die Burg teilweise zerstört und wieder aufgebaut.

Bis ins 18. Jahrhundert diente sie als Sitz der erzbischöflichen Burggrafen.

Seit 1979 befindet sich die Burg im Besitz der Stadt Miltenberg. Eine mehrjährige Sanierung und Restaurierung wurde im Jahr 2011 abgeschlossen.

Im Burginneren befindet sich heute das Museum Burg Miltenberg mit der Kunstsammlung der Diözese Würzburg.

Der Weg hinauf zur Burg lohnt sich. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und auf den Main.

( MITI )

Besuchermagnet Miltenberg

Besuchermagnet Miltenberg
Miltenberg, 10.05.2022

Blick von der Mainbrücke auf das historische Zentrum von Miltenberg

Also, diese Stadt hat etwas. Miltenberg, in einer Biegung des Mains am Übergang zwischen Spessart und Odenwald gelegen, versprüht mit seiner historischen Altstadt viel Charme und lockt damit Besucher an.

Wir stehen mit dem Womo in wunderbarer Lage auf dem gegenüberliegenden Ufer direkt am Main.

Von dort blicken wir auf die historische Mainbrücke vor dem Panorama der Altstadt mit ihren Kirchen, den Resten der Wehranlagen und vielen historischen Fachwerkhäusern.

Überragt wird das alles von der Mildenburg, die wir im Laufe unserer zweistündigen Stadtwanderung ebenfalls besuchen werden.

Die strategische Bedeutung des Ortes am Engpass am Mainknie zwischen Odenwald und Spessart war bereits den Menschen in vorchristlicher Zeit bewusst.

Schon die Kelten errichteten hier Siedlungen und mächtige Ringwälle auf dem Greinberg oberhalb des späteren Miltenbergs.

Später ließen die Römer den fast schnurgerade nach Süden verlaufenden „Vorderen Limes“ hier am Main auslaufen. Denn in nördlicher Richtung bildetet der Fluss ab hier die natürliche Grenze zwischen den „zivilisierten“ Römern und den „barbarischen“ Germanen.

Hoch über dem Flussufer errichteten die Römer ein Kastell, auf dessen Gelände in nachrömischer Zeit, etwa um das Jahr 1200, die Burg Mildenberg entstand. Im Schutze dieser Burg entwickelte sich später die heutige Stadt Miltenberg, die 1237 erstmals urkundlich erwähnt wird.

Im 14. Jahrhundert entstanden die beiden Stadttürme, das Mainzer und das Würzburger Tor, am Rande des zwischen Fluss und Berghang eingezwängten Altstadtbereichs, wie er bis heute existiert.

Von Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben, präsentiert sich das historische Zentrum noch vielfach in seiner ursprünglichen Fachwerkbebauung mit eingesprenkelten Barockelementen. Ein wirklich pittoreskes und absolut lohnenswertes Ausflugsziel.

( MITI )

Die Türen von Miltenberg

Die Türen von Miltenberg
Miltenberg, 10. Mai 2022

Danke liebes Miltenberg, so viele historische Türen und Portale habe ich lange in keiner Stadt mehr fotografiert. Unser zweistündiger Stadtspaziergang hat sich wirklich gelohnt – nicht nur in dieser Hinsicht.

( MITI )

Von Külsheim zur Tauber

Von Külsheim zur Tauber
Kühlsheim, 9. Mai 2022

Sonnendurchfluteter Wald oberhalb der Tauber

Bei unserer herrlichen Wandertour heute aus der Reihe „liebliches Taubertal“ haben wir die Tauber gar nicht erreicht, denn die liegt etwas abseits von Külsheim. Das wollen wir auf unserer Abendwanderung nachholen.

Mit Doxi laufe ich deshalb in nordöstlicher Richtung und oberhalb des Amorsbachs aus Külsheim heraus.

Nach rund zwei Kilometer erreichen wir eine kleine Mariengrotte mit angrenzender Kneipp-Anlage. Diese wird von einem Bach gespeist, der hier dem Amorsbach zustrebt.

Nach weiteren drei Kilometern geht es steil abwärts. Wir kommen dort aus, wo der Amorsbach in die Tauber mündet. Allerdings ist die Tauber zunächst nirgends zu sehen.

Denn die Wiesen auf dieser Seite des Flusses sind unzugänglich und eine Brücke gibt es hier nicht. Also suche ich eine Stelle mit wenig Brennnesseln und schlage mich mit Doxi zum Tauberufer durch. So haben wir doch noch einen Blick auf den Fluss erhascht, bevor wir auf gleichem Wege zurückwandern.

( MITI )

LT6 – Wasser.Wein.Weite.

LT6 – Wasser.Wein.Weite.
Külsheim, 9. Mai 2022

Weite Blicke in die Landschaft am Aussichtspunkt Hoher Herrgott mit dem Caravanca Kreuz

Wir sind weiter im Main-Tauber-Kreis südlich des Spessarts, im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, unterwegs. Von Tauberbischofsheim fahren wir in den schön gelegenen Ort Külsheim oberhalb des Amorbachtals.

Külsheim trägt den Beinamen Brunnenstadt, weil es im Stadtgebiet nicht weniger als 18 Brunnen gibt. An der sehenswerten Burg Külsheim startet der Rundweg LT6, eine von insgesamt 30 Wanderungen aus der Reihe „Liebliches Taubertal“.

Nachdem wir uns auf dem schönen Womo-Stellplatz zwischen Burg und Gesamtschule eingerichtet haben, starte ich mit Doxi auf die mit dem Prädikat „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete Tour LT6.

Zunächst geht es hinab in die Altstadt, vorbei an hübschen Fachwerkhäusern, zahlreichen Brunnen und Bildstöcken, bis zum nördlichen Ortsrand. Dahinter laufen wir durch die Felder mit schönen Fernblicken bis zum Galgenberg und weiter zur Hofsiedlung Roter Rain.

Dort erreichen wir bald den frisch ergrünten Buchenwald. In einem Bogen steigen wir auf bis zu den Kokstannen und zum Waldrand am Aussichtspunkt „Hoher Herrgott mit dem Caravaca-Kreuz.

LT6 – Wasser.Wein.Weite.

Der Kollege wartet auf Arbeit

Dort geht der Wald in die Weinberge nördlich von Külhsheim über, und wir können vom Rastplatz wunderbare Fernblicke in das Tal des Amorbachs und darüber hinaus genießen. Am Horizont taucht der blühende Raps die Feldflächen in leuchtendes Gelb.

Wir laufen weiter entlang des Übergangs zwischen Wald und Weinberg und steigen dann in das Tal des Amorsbachs ab. Dabei folgen wir ein Stück auf naturnahen Wegen dem geologischen Lehrpfad. Ein großes Steinbruchstück zeigt farblich hervorgehoben die Hand- und Fußabdrücke mindestens eines vorzeitlichen Sauriers. Faszinierend!

Im Tal des Amorsbaches angekommen, lässt es sich Doxi nicht nehmen, eine ungenutzte Weide zum Amorsbach hinabzusteigen und sich dort zu stärken. Anschließend laufen wir bergauf zurück nach Hülsheim, wo wir nach rund drei Stunden und 11 Wanderkilometern glücklich wieder eintreffen. Das war wirklich sehr, sehr schön. Ihr Prädikat hat diese Wanderung auf jeden Fall verdient.

( MITI )

Hübsche Burg Külsheim

Hübsche Burg Külsheim
Külsheim, 9.05.2022

Frontseite der Burg Külsheim

Unmittelbar neben unserem Stellplatz in Külhseim befindet sich die Burg Kühlsheim, auch Schloss Külsheim genannt. Die mittelalterliche Vierecksburg stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Die Burg steht neben der kath. Pfarrkirche St. Martin am Rand der Ortsbebauung von Külsheim am Ende eines Bergrückens, der nach Westen ins Tal des Amorsbachs abfällt.

Der zugehörige Ort Külsheim wurde urkundlich im Jahre 1144 erstmals erwähnt. Der Bergfried der Burg stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert, der Palas aus dem Ende des 15. Jahrhunderts.

Im 16. Jahrhundert wurden weitere Wohnbauten ergänzt. 1687 erfolgte aufgrund Zerstörung ein ausgiebiger Umbau der Burg. Über die früheren Herren der Burg ist wenig bekannt.

Heute beherbergt die sehenswerte Burg das Rathaus der Stadt und weitere städtische Einrichtungen. Über ihre äußere Wehranlage lässt sie sich vollständig umrunden.

( MITI )