Spaß mit Python und OpenData

Die Benzinpreise in meiner Umgebung. Tagsüber sind die Differenzen noch wesentlich größer, als hier im Bild.

Eine typische Winterbeschäftigung, wenn draußen mit Wandern und Womo-Fahren nicht so viel geht, ist für mich das Lernen und Programmieren. Im Moment habe ich viel Freude beim Anzapfen öffentlich zugänglicher Datenbestände mit Hilfe von selbst entwickeltem Python-Programmen.

Seit einigen Wochen überwache ich auf diesem Wege ja bereits den Füllstand der deutschen Gasspeicher. Nun habe ich auch die Diesel-Preise von vier Tankstellen in meiner Nähe immer im Blick.

Es ist spannend zu beobachten, wie stark die Preise im Tagesverlauf schwanken und welche Anbieter im Preisduell mal vorne, mal hinten liegen. Auch wenn das Bild auf den ersten Blick chaotisch wirkt – nach einigen Tagen erkennt man wiederkehrende Muster, und dass die Anbieter durchaus auf die Preissprünge der Konkurrenz reagieren.

So sinken bei allen Anbietern die Preise im Tagesverlauf deutlich und ein Anbieter ist fast immer der günstigste. Die Preisdifferenzen sind teilweise beachtlich. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Die Preise schwanken im Tagesverlauf stark, teilweise um bis zu 15%

( MITI )

Librela wirkt!

Librela wirkt!
Büttgen, 5. Januar 2023

Doxi rennt und springt wieder – trotz Arthrose

Heute hat Doxi zum zweiten Mal Librela erhalten. Vier Wochen nach der ersten Spritze kann ich freudig vermelden: Das Medikament wirkt! Es ist wirklich erstaunlich, wie schmerzfrei und unbelastet Doxi unter Librela wieder laufen, springen und toben kann.

Wir wollen es nicht übertreiben, denn am Fortbestand der Arthrose ändert die Substanz nichts. Aber Doxi hat wieder viel mehr Spaß in der Bewegung, und das ist wirklich toll. Hoffentlich bleibt das so, wenn auch immer nur bis zur nächsten Spritze in vier bis fünf Wochen.

( MITI )

Der Januar der 72 Türchen

Der Januar der 72 Türchen
Büttgen, 2. Januar 2023

Diese drei prall gefüllten Adventskalender warten noch auf mich

Das Jahr 2022 ist passé, doch für mich gibt es noch etwa Wichtiges nachzuholen, eine große Aufgabe, der ich mich als ganzer Mann stellen muss. Denn ich habe meine Adventskalender nicht angerührt.

Der Grund für diesen Frevel? Weil ich doch am Fasten war, vom ersten bis zum vierten Advent. Deshalb und nur deshalb sind alle Türchen verschlossen geblieben.

Ob ich die Kalender nun einfach liegen lassen soll, bis in elf Monaten ein neuer Advent beginnt? Vielleicht merkt’s ja keiner. Aber nein, das bringt großes Unglück, habe ich mir von namhaften Weihnachtsexperten aus Funk und Fernsehen sagen lassen.

Also muss ich da jetzt durch, ich opfere mich, und so wird dieser Januar der Monat der 72 Türchen. Da heißt es: Mund auf und herzhaft zugebissen. Dreimal täglich. Ganz schrecklich 🙂

( MITI )

Ein Neujahrsmorgen in Gütersloh

Ein Neujahrsmorgen in Gütersloh
Gütersloh, 1.01.2023

Häuser am Alten Kirchplatz vor der Apostelkirche

Wie leer kann das Zentrum einer Großstadt am helllichten Tag sein? Sehr leer, vor allem nach einer langen Silvesternacht. Das will ich ausnutzen.

Früh am Morgen habe ich nach zehn schönen Tagen etwas wehmütig das Gelände Yoga Vidya in Bad Meinberg verlassen und bin mit Doxi rund 60 km in nordwestlicher Richtung nach Gütersloh gefahren.

Die Stadt, die überregional als Sitz von Bertelsmann und von Miele bekannt ist, fehlt mir noch im Dreiklang der ostwestfälischen Großstädte Bielefeld, Paderborn und Gütersloh.

Gütersloh bietet einen nahezu kostenlosen Womo-Stellplatz (1€ pro Tag) in zentraler Lage am Wochenmarkt, nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt. Von dort breche ich mit Doxi zu einer knapp zweistündigen Stadtbesichtigung auf.

Von der historischen Bausubstanz an Fachwerkhöfen ist nicht mehr viel erhalten, wenn man einmal von dem kleinen Rondell rund um den Alten Kirchplatz absieht.

Aber es gibt eine Reihe markanter Bauten aus verschiedenen Stilepochen zwischen 1880 und 1930 und bis zur Moderne zu entdecken. Ikonisch ist sicher das kubische Stadttheater von 2010. Ein interessanter Stadtrundgang als Auftakt zu einem neuen hoffentlich ereignisreichen Womo-Jahr.

( MITI )

Die Türen von Gütersloh

Die Türen von Gütersloh
Gütersloh, 1. Januar 2023

Historischer Hof am Kirchplatz

Für meine Sammlung schöner Türen und Portale könnte das neue Jahr 2023 nicht besser beginnen.

Am Neujahrsmorgen bin ich in Gütersloh unterwegs und entdecke im Zentrum der ostwestfälischen Großstadt einige schöne Exemplare, insbesondere rund um den alten Kirchplatz. Hier meine Ausbeute.

( MITI )

Mein Jahresrückblick 2022

Auf Tour im Spessart: Doxi im Kurpark von Bad Orb

Das dritte Corona-Jahr neigt sich dem Ende zu. Vollkommene Normalität hat sich noch nicht wieder eingestellt, auch wenn der Schrecken ein gutes Stück gewichen ist. Weiterhin trage ich Maske im Einzelhandel, doch ich war wieder regelmäßig auf Konzerten in der Jazz-Schmiede und jetzt zum Jahresende auch endlich wieder bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

Spätestens mit dem Ende des Winters wird die Pandemie in eine Endemie übergehen, sagen die Experten voraus. Wenn nur nicht China nach seinem radikalen Kurswechsel in der Corona-Politik und vielen Millionen daraus resultierender Infektionen wieder neue gefährliche Corona-Varianten in die Welt setzen wird.

Doch die Schlagzeilen bestimmt hat in diesem Jahr vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise in Bezug auf die Preise und Verfügbarkeit von Gas und Strom. Noch sitzen wir nicht kalt, aber die Energiepreise haben sich verdoppelt und hätten sich verdreifacht, würde unser Staat nicht ordentlich Geld zuschießen.

Die Dame fragt, wo bleibt die Sonne?

Und so war es in Teilen erneut ein komisches Jahr, auch wenn ich viel Schönes erlebt habe. Mehr als 3.200 Kilometer bin ich in den vergangenen 12 Monaten gewalkt/gewandert, habe 200 Mal Yoga praktiziert und gemeinsam mit Heike viele inspirierende Kunstausstellungen besucht, u.a. die Documenta XV. in Kassel. Fast 240 Blogbeiträge sind dabei entstanden.

Aber ich war nur einmal richtig groß und für längere Zeit mit dem Wohnmobil unterwegs: Im Mai auf einer Tour rund um und durch den Spessart. Mehr als 15 Städte habe ich dort besucht und bin mit Doxi durch frisch erblühte Frühlingslandschaften gewandert. Das war wirklich toll. Davor war noch zu viel Corona fürs Verreisen, danach war der Sommer unglaublich lang und heiß. Das wärmste Jahr in Mitteleuropa (zusammen mit 2018) seit langer Zeit.

Tief im Westen – hier waren wir 2022 unterwegs

Erneut hatten wir im Herbst mit der nun neunjährigen Doxi eine Gesundheitskrise zu bestehen. Im letzten Jahr musste ein Gesäugetumor operativ entfernt werden, heuer hatte sich ein Eierstock und die Gebärmutter entzündet. Doxi musste deshalb sterilisiert werden. Das bedeutete erneut einen langen Schnitt unter dem Bauch und mehrere Wochen intensive Nachsorge.

Röntgenbild von Doxis linkem Fußgelenk

Und weil sie seit dem Sommer immer schlechter lief und vorne links arg humpelte, wurden bei dieser Gelegenheit gleich auch ihre Gelenke geröntgt. Die Diagnose bestätigte unserer Vermutung: Schlimme Arthrose.

Genau wie beim Menschen kann man dagegen nur wenig tun, außer die Schmerzen zu lindern. Und dafür gibt es seit zwei Jahren ein Tiermedikament, das allen bisherigen Schmerzstillern weit überlegen ist: Librela, ein monoklonaler Antikörper, der ca. alle vier Wochen gespritzt werden muss. Das Medikament ist nicht günstig, hilft aber fantastisch und wirkt sich in der Daueranwendung nicht negativ auf Magen/Darm, Leber und Niere aus.

Doxi läuft und rennt damit wieder, als gäbe es die Arthrose gar nicht. Ich bin total begeistert, auch wenn klar ist, dass ich sie trotzdem nicht mehr wie früher beim Wandern fordern darf. Aber das bekommen wir hin.

Kein Adventskalendernaschen für mich in diesem Jahr – ich bin am Fasten

Wie schon in den Vorjahren habe ich auch heuer im Dezember wieder gefastet und drei Wochen nicht gegessen, vom ersten bis zum vierten Advent. Und es ging mir richtig gut dabei: Voller Kraft und Energie, emotional sehr ruhig und fokussiert.

Und das, obwohl am ersten Fastentag meine dreijährige Beziehung mit Heike in die Brüche gegangen ist. Am Fasten lag es nicht, auch nicht an mangelnder gegenseitiger Zuneigung und Respekt. Aber als Mann und Frau sind wir gescheitert. Leider!

Nun hoffe ich, dass sich daraus eine intensive Freundschaft entwickeln kann. Denn wir teilen so viele Interessen und eine kostbare Herzensverbindung.

Auch wegen dieser Trennung hat es mir gutgetan, Weihnachten und Silvester mit Doxi und dem Womo im Ahsram von Yoga Vidya in Bad Meinberg zu verbringen. Die intensive Yoga-Praxis, das viele Meditieren, das gesunde Essen und die ausgedehnten Spaziergänge in den umliegenden Wäldern haben mich schön zur Ruhe gebracht.

Auch wenn ich jetzt erst einmal wieder ohne Partnerin durchs Leben schreiten muss: Ich bin dankbar dafür, dass es mir gutgeht, dass ich genug zu essen habe, dass niemand Gewalt über mich gebracht hat, dass meine Mutti noch lebt und vieles mehr. 2022 gehe ruhig dahin, ich freue mich auf das kommende Jahr. Möge es vor allem der Ukraine wieder Frieden bringen.

Und hier meine Bilder des Jahres 2022

( MITI )