Mein erster selbstgemachter Käse

Käsezubereitung auf dem heimischen Herd

Ich bin völlig überrascht, wie einfach man zu Hause Käse herstellen kann. In Indien macht das jede Hausfrau regelmäßig. Dort kennt man genau eine Sorte Käse: Den Paneer. Über unsere Käsevielfalt können Inder deshalb nur den Kopf schütteln: „Wofür soll das gut sein?“

Nach Vorgabe habe ich einfach zwei Liter fettreiche Milch aufkochen und ordentlich aufschäumen lassen. Dann Zitronensaft als Gerinnungsmittel hinzugeben, durchrühren und durch ein Küchenhandtuch in einem Sieb passieren.

Unten läuft die Molke hinaus, oben bleibt der Käse übrig. Die verbliebene Flüssigkeit im Handtuch gut ausdrücken, das Tuch dann mit zwei Hantelscheiben beschweren, und nach einer halben Stunde ist ein leckerer Frischkäse fertig. Wahnsinn!

( MITI )

Auf der Bethlehemer Höhe

Auf der Bethlehemer Höhe
Bergheim, 22. Juli 2023

Gipfelkreuz am ehemaligen Kloster

Man muss nicht ins Heilige Land reisen, um die Bethlehemer Höhe zu erklimmen. Zwischen Bergheim und Oberaußem erstreckt sich eine rekultivierte Höhe des ehemaligen Tagebaus Fortuna-Bergheim.

Hier beginnt die Ville, ein Höhenzug, der bis Bonn reicht und die Kölner Bucht von Westen her abschirmt.

Auf dem Areal befand sich u. a. das 1655 eingeweihte Franziskaner Kloster Bethlehem, das in den 1960er Jahren dem Braunkohleabbau weichen musste.

Im Gedenken an dieses Kloster wurde bei der Rekultivierung nach dem Ende des Tagebaus ein Pilgerpfad mit „Gipfelkreuz“ eingerichtet und die gesamte Höhe nach der früheren Pilgerstätte benannt.

Etwa ein Drittel des ehemaligen Tagebaus ist heute wieder bewaldet und enthält auch den kleinen Bergheimer See. Zwei Drittel sind Feldflächen. Dort war ich heute mit Doxi unterwegs, während gerade die Rapsernte eingebracht wurde.

Auf den offenen Flächen hat man einen weiten Blick Richtung Westen zur Sophienhöhe bei Jülich und weiter bis zu den ersten Höhenzügen der Eifel in rund 30 Kilometern Entfernung.

Die Runde um das gesamte Areal ist 12 Kilometer lang. Weil jedoch die Sonne auf den unbeschatteten Feldflächen ganz schön brannte, haben wir ein wenig abgekürzt.

Am Rande der Waldwege ducken sich unter den ersten Baumreihen immer wieder Brombeersträucher. Und die ersten Brombeeren sind auch schon reif. Habe ich gleich eine Tüte Beeren mit nach Hause genommen. Lecker!

( MITI )

Die unhintergehbare Verflechtung aller Leben

Die unhintergehbare Verflechtung aller Leben
Düsseldorf, 21. Juli 2023

Werk von Soraya Sharghi

Das Kunstjahr strebt gerade erst dem zweiten Semester entgegen, aber das Rennen um den metaphorischsten Ausstellungstitel 2023 könnte bereits entschieden sein, zumindest hier bei uns im Rheinland.

„Die unhintergehbare Verflechtung aller Leben“ nennt sich die aktuelle Ausstellung im Kunstverein der Rheinlande und Westfalen. Gezeigt werden Werke von sechs sehr unterschiedlichen und zumeist jungen Künstlerinnen, wobei mir zwei Sets gefallen haben.

Soraya Sharghi

Soraya Sharghi (*1988 im Iran) lässt in ihren leuchtenden und materialreichen Kompositionen ein opulentes und utopisches Matriachat entstehen. Ihre Heldinnen warten nicht auf männliche Retter und leben ihre eigene Ästhetik fernab der Stereotype männlicher Betrachtungsweisen.

Hayv Kahraman

Das malerische Werk von Hayv Kahraman (*1981 im Irak) widmet sich den Körpern geflüchteter Menschen mit ihren sichtbaren und unsichtbaren Narben, ihren Verletzungen und traumatischen Erfahrungen, und verwebt diese zu einer gemeinsamen Geschichte.

( MITI )

Reibekuchen mit …

Was macht man, wenn man vom Vortag noch etwas Reibekuchen übrig hat, außerdem ein gekochtes Ei und etwas Ziegenkäse? Genau …

Einfach Reibekuchen noch mal kurz anbraten, jeweils eine Scheibe Ei darauflegen und etwas Ziegenkäse darüber anschmelzen lassen. Duftet wunderbar!

Ich habe dazu ein kleines Forellenfilet, etwas Tomate und Gurke serviert. Köstlich! Und der Kühlschrank ist auch gleich schon wieder ein gutes Stück weniger voll.

( MITI )

Heiß und dampfig

Heiß und dampfig
Büttgen, 18. Juli 2023

Heute habe ich meinen neuen Schnellkochtopf eingeweiht. Die Inder kochen traditionell viel im Schnellkochtopf, weil es deutlich rascher geht und Energie spart.

Bei uns ist diese Methode nicht so verbreitet und so hatte auch ich gewisse Berührungsängste. Denn wenn etwas schiefläuft, kann man sich am heißen Dampf ordentlich verbrennen.

Vielleicht habe ich mich deshalb für ein Markengerät entschieden. Und die Bedienungsanleitung sorgfältig studiert 🙂

Als Erstes habe ich mich an einem indischen Dal mit fünf verschiedenen Sorten von Linsen versucht. Und, was soll ich sagen, die waren tatsächlich viel schneller weich gekocht, als in einem herkömmlichen Topf: in nur 15 Minuten statt sonst 30 Minuten.

Das hat sich schon einmal gelohnt, denn das Dal war sehr lecker. Und es ist nichts passiert!

( MITI )

Der Sonntag der vier Museen

Der Sonntag der vier Museen
Düsseldorf, 16. Juli 2023

Selbstaufnahme im Filmmuseum Düsseldorf

Was man so alles anstellen kann, wenn man im Besitz einer ArtCard ist: Heute Vormittag haben wir gleich vier Düsseldorfer Museen besucht.

Anlass war der letzte Tag der Etel Adnan-Ausstellung im K20, die Heike noch nicht gesehen hatte. „Poesie der Farben“ lautet der Titel der sehr sehenswerten Schau mit den Werken der libanesisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Malerin, die 2021 im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

Anschließend sind wir rüber ins Museum der „Kunstvereins für der Rheinlande und Westfalen“. Unter dem Titel „Calling“ werden dort gerade sehr diverse Arbeiten unterschiedlichster Künstler präsentiert.  Nicht alles hat uns gefallen, aber einiges sehr wohl.

Dann ging es durch die Altstadt zum Deutschen Keramikmuseum, das zurzeit eine tolle Sonderausstellung mit Keramik-Skulpturen der in Berlin lebenden Künstlerin Anke Eilergerhard zeigt. Die mehrstöckigen, überdimensionalen Zuckerwerk-Gebilde wirken wie aus der Hofkonditorei eines barocken Fürstenhofs entsprungen.

Und schließlich haben wir noch das gleich daneben liegende Filmmuseum mit seiner aktuellen Sonderausstellung „Animal Actors“ besucht. Das war dann aber auch genug für diesen Tag. Anschließend waren wir gut gesättigt von so vielen Museumseindrücken, man könnte auch sagen: ein wenig erschlagen 🙂

( MITI )