Die anhaltenden Niederschläge im Westen und Südwesten des Landes haben dafür gesorgt, dass der Rhein wieder ordentlich Wasser führt – ganz anders als in den Hitzesommern der vergangenen Jahre. Die Schifffahrt freut’s.
Früh am Sonntagmorgen bin ich mit Doxi in der Ilvericher-Altrheinschlinge zwischen Meerbusch und Krefeld unterwegs. In der sumpfigen Niederung hinter dem Rheindeich steht das Wasser in den vielen kleinen Kanälen und Tümpeln hoch.
Der Himmel zeigt sich wolkenverhangen. Doch wir haben Glück und kommen ohne nennenswerten Regen durch die 11 km lange Runde, die uns bis zur Rheinfähre Langst-Kierst gegenüber von Kaiserswerth führt.
Heute bin ich südlich von Mönchengladbach von Wanlo zum Quellgebiet der Niers gewandert. Der Hinweg führt mich am Rande des großen Braunkohletagebaus Garzweiler II vorbei.
Ein Teil meines heute geplanten Wanderweges existiert dort bereits nicht mehr, weil die riesigen Bagger das Land verschlungen haben. So werden aus den geplanten 13 Kilometern am Ende nur noch zehn.
Überall am Rande des Tagebaus sieht man Pumpstationen, die das Eindringen des Grundwassers in das 48 km² große Loch verhindern sollen.
Wie ich feststelle, gibt es hier im flachen Land zwischen Mönchengladbach und Erkelenz noch viele alte Bauernhöfe, die von mächtigen Wassergräben umgeben sind.
Die Tour startet an einem solchen Hof, dem Rittergut Wildenrath, das heute zum Golfclub MG-Wanlo gehört. Im nächsten Ort folgt das Haus Keyenberg und in Kuckum der Zourshof.
Dort befindet sich auch das Quellgebiet der Niers, die von dort ihre 113 km lange Reise links des Rheins antritt, bis sie hinter Geldern und Goch bei Gennep in die Maas mündet.
Doch hier ist die Niers noch ein ganz dürres Flüsslein, dem ich nun zurück zu meinem Startpunkt am Golfclub Wanlo folge.
Wanderkarte unserer Tour
Kniefall am Rittergut Wildenrath
Innenhof des Ritterguts Wildenrath
Die noch junge Niers hinter Kuckum
Von der Niers gespeister Teich auf dem Golfclub MG-Wanlo
Hof Neulen Carsten am Rande von Wanlo
Blick über ein Rübenfeld zum Niersbruch
Neugieriges Jungvieh am Rande von Kuckum
Haus Keyenberg
Kirche „Heilig Kreuz“ in Keyenberg
Hübscher Hof in Keyenberg
Blick in den Tagebau Garzweiler II
Blick in den Tagebau Garzweiler II
Sonnenblumen am Rande des großen Lochs
Auffällig dekorierter Kniefall am Rande des großen Lochs
Kurz vor ihrem Ende habe ich heute die Nay-Ausstellung im Museum Küppersmühle, Duisburg, besucht und an einer sehr interessanten Führung teilgenommen.
Ernst Wilhelm Nay (1902 – 1968) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der deutschen Nachkriegs-Moderne. Im letzten Jahr wäre er 120 Jahre alt geworden. Einige seiner Werke erzielen am Kunstmarkt heute Preise im Millionen-Bereich.
Die Ausstellung vermittelt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers mit Werken aus fünf Jahrzehnten. Sie zeigt sehr schön, wie sich Nay’s Stil und seine Bildinhalte über die Zeit gewandelt haben.
In den wohl bekanntesten Bildern des Künstlers, den sogenannten „Scheibenbildern“ (1954–1962), wurde die Kreisform der Scheibe in allen Abwandlungen zum dominierenden Motiv.
Mit diesen Bildern war er am erfolgreichsten, doch davor und danach gab es noch viel mehr, was es in der Ausstellung zu entdecken gibt. Gut, dass ich das noch geschafft habe, bevor in wenigen Tagen Schluss ist.
Das erste Gericht mit meinem selbstgemachten Paneer-Käse: Cremiges Tomaten-Curry mit Champignons und Paneer-Stücken. Mit ganz vielen indischen Gewürzen.
Das Tomaten-Curry nach Zugabe von etwas Wasser einfach mit dem Mixerstab pürieren, Dann über die angebratenen Champignons geben und etwas Sahne oder Crème fraîche hinzufügen. Gibt ein ganz feines Aroma.
Serviert mit gutem Basmati-Reis und etwas Chapata-Brot. Ich bin begeistert.
Hier noch einmal ein Schwung an frisch von der KI erträumten Kunstwerken in der Art von Willi Baumeister. Ich kann mich gar nicht sattsehen an diesem Stil. Das geometrische Konzept der Kompositionen, ihre Farbigkeit – ich liebe es.
Heute war ich auf dem renaturierten, früheren Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Fortuna-Garsdorf zwischen Grevenbroich, Bedburg und Bergheim unterwegs.
Entlang des 13 km langen Wanderweges erinnert kaum noch etwas daran, dass sich hier einst der größte und tiefste Braunkohletagebau Europas befand – außer vielleicht einige Gedenktafeln an die Orte, die für den Tagebau weichen mussten.
Zwischen 1955 und 1993 wurden auf Fortuna-Garsdorf in der Summe mehr als eine Milliarde Tonnen Braunkohle gefördert und ganz in der Nähe verfeuert. Die größte Tiefe des offenen Tagebaus betrug imposante 360 m unter Gelände.
Nach Ende des Abbaus hat man das riesige Loch mit dem Abraum aus dem nahegelegenen Tagebau Hambach aufgefüllt und bis 2004 vollständig rekultiviert. Neben Feldflächen entstand ein 120 ha großes Naherholungsgebiet mit dem Peringssee.
Auf den offenen Flächen geht heute der Blick Richtung Westen zur Sophienhöhe und weiter bis zu den ersten Höhen der Eifel in 40 km Entfernung.
Blickt man nach Norden und Osten, erheben sich die riesigen Türme gleich dreier Braunkohlekraftwerke: Neurath I (außer Betrieb), Neurath II und Niederaußem.
Die beiden letztgenannten sind zurzeit die leistungsstärksten in Deutschland und stehen europaweit auf Platz 1 und 3 hinsichtlich ihrer jährlichen CO₂-Emissionen. Zu Niederaußem gehört darüber hinaus der mit 200 Metern zweithöchste Kühlturm der Welt. Ob man auf diese Superlative stolz sein darf? Ich weiß es nicht.
Wanderkarte unserer Tour
Im Norden der Fläche: Neurath I und Neurath II
Im Osten der Fläche: Niederaußem
Im Hintergrund: Die Sophienhöhe am Tagebau Hambach
Erinnerung an aufgegebene Ortschaften
Am Horizont: Die ersten Höhenzüge der Eifel
Windkraftfelder am Rande der Fläche
Zwiebelanabau auf den renaturieren Flächen
Annäherung an das Peringsmaar
Schwimmen leider verboten
Vogelbeeren
Lage von Fortuna-Garsdarf im Rheinischen Braunkohlerevier
Panoramabild von der renaturierten Fläche
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