Archiv der Kategorie: Unterwegs

Mittags in Mayen

Blick von der Genovevaburg auf den Marktplatz von Mayen
Mayen, 6.12.2016

Blick von der Genovevaburg auf den Marktplatz von Mayen

Wir sind unterwegs zwischen Vulkaneifel und Mosel. Heute stehen wir auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am alten Viehmarkt in Mayen. Die Stadt liegt am Übergang zwischen dem Neuwieder Becken und der Geländestufe der Eifel und schmückt sich deshalb mit dem Titel „Mayen, das Tor zur Eifel“.

Die Siedlung existiert bereits seit der Römerzeit und lag seinerzeit an der bedeutenden Römerstraße von Trier nach Andernach.

Vom Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter waren hier zahlreiche Töpfereien angesiedelt. Deren Produkte fanden in ganz Mitteleuropa Verbreitung und verhalfen der Region zu einem gewissen Wohlstand.

Mayen wurde 1041 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt am 29. Mai 1291 die Stadtrechte. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die zu Kurtrier gehörende Stadt besetzt und stark zerstört, aber später wiederaufgebaut.

Schlimmer waren jedoch die Verwüstungen im Zweiten Weltkrieg. Bei Luftangriffen im Dezember 1944 und Januar 1945 wurde die Stadt zu 90 Prozent zerstört. Erst durch eine besondere Abstimmung unter den Bürgern wurde der Wiederaufbau beschlossen.

Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Marktplatz mit dem alten Rathaus von 1717 und der Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist in der Burg das Eifelmuseum mit dem Deutschen Schieferbergwerk untergebracht. Hier gibt es eine Menge Interessantes über die Eifel zu entdecken.

( MITI )

Frost im Advent

Alle so schön weiß und blau hier
Büttgen, 4. Dezember 2016

Alle so schön weiß und blau hier

Es ist der zweite Advent und über Nacht hat es bei uns richtig gefroren. Am Morgen sind alle Sträucher und Bäume mit Raureif überzogen, während die Sonne vor einem strahlend blauen Himmel aufsteigt. Beste Gelegenheit für einen ausgiebigen Morgenspaziergang rund um unser Dorf.

https://youtu.be/PHy7PSJAoFs/?rel=0&showinfo=0modestbranding=1

( MITI )

Auf der Dreiborner Hochfläche

 Dreiborn, 30. November 2016


Panoramaaufnahme der Hochfläche

Heute ist der vorerst letzte Tag mit sonnigem, kaltem Winterwetter – ideal, um noch einmal eine schöne große Runde zu wandern. Von Gemünd sind wir acht Kilometer weiter in Richtung Westen auf die Dreiborner Hochfläche gefahren.

Nördlich des Ortes Dreiborn befindet sich ein ehemaliger Truppenübungsplatz der belgischen Armee, der heute zum Nationalpark Eifel gehört. Die Hochfläche ist vor allem mit Gras und Ginster bewachsen.

Außer in drei Taleinschnitten fehlen Bäume fast völlig, sodass der Blick an vielen Stellen ungestört in die Ferne schweifen kann.

Östlich schließt sich an die Hochfläche die Burg Vogelsang und dahinter der Rur- bzw. Urftstausee an, nördlich und westlich wird die Hochfläche von Wäldern begrenzt, die zur Rur hinabfallen.

Wir parken am Wanderparkplatz bei der Hirschempore am nördlichen Ortsausgang von Dreiborn. Von der Hirschempore hat man einen wunderbaren Blick über die Hochfläche und kann vor allem während der Brunftzeit im Oktober zahlreiche Hirsche beobachten, die auf der Hochfläche und in den angrenzenden Wäldern leben.

An diesem kalten Vormittag ist vom Rotwild aber nicht viel mehr als seine Hinterlassenschaften auf den Wanderwegen zu sehen. Wir wandern einmal kreisförmig über die Hochfläche und genießen dabei die Sonne und die herrlichen Fernblicke in der kalten, klaren Luft.

Über den zehn Kilometer entfernten Rursee und die sich daran anschließenden Höhenzüge hinweg kann man in der Ferne die Dampfwolken aus den Kraftwerken im Rheinland sehen. Ein toller Anblick.

( MITI )

Sonne und Kälte in der Nordeifel

Am Morgen ist die Landschaft von Raureif überzogen
Gemünd, 29.11.2016

Am Morgen ist die Landschaft von Raureif überzogen

Minus sieben Grad Celsius – seit mehr als zehn Jahren war es bei uns im Rheinland in einer Novembernacht nicht mehr so kalt. Aber dafür ist es tagsüber auch wunderbar sonnig.

Wir stehen mit dem Wohnmobil am Kurpark von Gemünd. Am Morgen ist die große Wiese und alle umliegenden Bäume von Raureif überzogen.

Wir nutzen das schöne kalte Wetter und wandern am Vormittag und am Nachmittag jeweils rund zehn Kilometer durch den Nationalpark Eifel.

Die Buchen haben mittlerweile alle ihre Blätter abgeworfen. Die Wege sind hochvoll mit Laub und der Wald ist total licht geworden. Man sieht dadurch viel mehr Rotwild als sonst. Doxi findet das super. Ich auch. Ein herrlicher Tag.

( MITI )

Emmerich im Vollnebel

Die Rheinbrücke ist kaum zu sehen, obwohl nur wenige hundert Meter entfernt
Emmerich, 26.11.2016

Die Rheinbrücke ist kaum zu sehen, obwohl nur wenige hundert Meter entfernt

Heute war ich am oberen Niederrhein unterwegs, um mir einige Womo-Stellplätze zwischen Goch und Emmerich anzuschauen.

Während in Düsseldorf bei plus 8 Grad noch freundliches Wetter herrschte, wurde es Richtung Norden immer kälter und diesiger.

Als ich schließlich an der Rheinpromenade in Emmerich aus dem Auto steige, um mit Doxi eine Runde durch die Innenstadt zu drehen, herrscht dort Vollnebel bei minus 0,5 Grad. Puh ist das kalt. Und entsprechend wenig los.

( MITI )

Blick in den Tagebau Garzweiler II

Man, ist das ein Loch
Jüchen, 25. November 2016

Man, ist das ein Loch

Auf dem Rückweg aus der Eifel kommen wir am Tagebau Garzweiler II zwischen Bedburg, Grevenbroich, Jüchen und Mönchengladbach vorbei.

Die Sonne steht tief und leuchtend rot über dem Horizont. Ich bin gespannt, wie der Tagebau in diesem Licht wirkt. Also steuere ich die Besucherplattform bei Jackerath, gleich neben der Autobahn A61, an.

Vor mir öffnet sich ein riesiges Loch von nahezu fünf Kilometern Länge, das bereits mehrere Dörfer „verschluckt“ hat.

Ich zähle sieben Riesenbagger, die gleichzeitig damit beschäftigt sind, das Erdreich abzutragen, um an die Flöze mit der begehrten Braunkohle zu gelangen.

Leider steht die Sonne doch schon zu tief, um den Grund des Loches noch richtig zu erleuchten. Beeindruckend ist der Anblick aber dennoch.

Garzweiler II besitzt nach geologischen Schätzungen Reserven von 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle. Diese sind im Laufe von etwa 25 Millionen Jahren aus der Verrottung von weitflächigen Wäldern und Mooren entstanden. Teilweise erreichen die Flöze eine Dicke von bis zu 100 Metern.

Bis zum Jahre 2045 soll hier gebaggert werden, sofern die Energiepolitik der CO2-intensiven Braunkohleverbrennung nicht schon vorher den Garaus macht. Anschließend soll der Tagebau mit Wasser verfüllt werden, damit ab dem Jahre 2100 Wassersport auf dem riesigen Areal betrieben werden kann. Aber das werde ich und meine Generation wohl nicht mehr erleben.

( MITI )