Archiv der Kategorie: Unterwegs

Rund um Alt-Kaster

Rund um Alt-Kaster
Alt-Kaster, 1.02.2017

Das Agatha-Tor am Ortseingang von Alt-Kaster

Heute war ich mit Doxi rund um Alt-Kaster bei Bedburg unterwegs. Das hübsche befestigte Landstädtchen an der Erft lag im Mittelalter an einer wichtigen Handelsroute von Köln nach Jülich. Außerdem war und ist Kaster eine Station auf dem Jacobs-Pilgerweg von Dortmund über Düsseldorf nach Aachen.

Die gut erhaltenen Häuser stammen weitgehend aus der Zeit nach dem letzten Stadtbrand von 1624. Die Parzellierung weist noch auf den dörflichen Zustand vor der Stadterhebung hin.

1955 war Kaster die nach Einwohnern zweitkleinste Stadt der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dem weiteren Vordringen des Braunkohletagebaus wurden die benachbarten Dörfer Epprath, Morken-Harff und Königshoven nach Kaster umgesiedelt.

Nur seiner denkmalgeschützten mittelalterlichen Bausubstanz verdankt Kaster, dass es nicht in den Tagebau einbezogen wurde.

Nachdem wir den Ort durchquert hatten, wanderten wir zunächst am Kasterer See entlang und stiegen dann auf die Kasterer Höhe hinauf, die durch die Aufschüttung des Abraums aus dem angrenzenden Tagebau entstanden ist.

Oben angekommen, liefen wir unverhofft einer kleinen Rotte von Rehen über den Weg, die auf einem der Felder geäst hatten. Als sie uns erblickten, trotteten sie relativ gemütlich von dannen, in Richtung der bewaldeten Seitenhänge der Höhe. Von Panik keine Spur. Nur gut, dass ich Doxi in diesem Moment angeleint hatte.

Später begegneten wir dann einer weiteren Gruppe von Rehen auf einem frisch gepflügten Acker. Die vier Tiere liefen gar nicht erst weg, sondern legten sich einfach hin, um uns aus der Ferne zu beobachten. Dank ihres dunkelbraunen Fells waren sie dabei im Lehmboden kaum auszumachen. Doxi jedenfalls hat sie gar nicht gesehen. Glück gehabt.

( MITI )

Am höchsten Punkt der Niederlande

Am höchsten Punkt der Niederlande
Aachen, 31. Januar 2017

Doxi am höchsten Punkt der Niederlande auf dem Vaalsberg

Heute habe ich mit Doxi eine sehr schöne Dreiländertour im Grenzgebiet bei Aachen unternommen. Die 13 Km lange Wanderung beginnt auf deutschem Gebiet am Rande des Aachener Waldes und führt im weiteren Verlauf sowohl über niederländisches, als auch über belgisches Staatsgebiet.

In diesem Abschnitt sind zahlreiche Wanderwege ausgewiesen und jeweils dreisprachig beschildert: in Deutsch, Niederländisch und Französisch. Und auch drei Türmen sollten wir auf dieser Wanderung begegnen – einem in jedem Land.

Nach einem Aufstieg durch Wald und Feld entlang des mittelalterlichen „inneren Landgrabens“ (mit schönem Blick auf Aachen) erreichten wir unterhalb des Vaalsbergs den ersten Aussichtsturm auf niederländischem Staatsgebiet.

Kaum mehr als zwei Kilometer weiter passierten wir das eigentliche Dreiländereck am Vaalsberg, wo sich der höchste Punkt der Niederlande auf dem europäischen Festland befindet (ein Berg auf den Niederländischen Antillen ist noch höher).

Auf der belgischen Seite des Dreiländereckes ragt ebenfalls ein Aussichtsturm in den Himmel, der Baudouinturm. Leider waren beide Türme – der belgische und der niederländische – jetzt im Januar geschlossen, ebenso wie die angrenzende Gastronomie. Dabei hatte sich mein Magen schon so auf echte Flaamse Frites gefreut ….

Entlang der Deutsch-Belgischen-Grenze wanderten wir weiter durch den Wald und in ein kleines Tal, bis wir am Aufstieg zum Preußberg wieder deutsches Gebiet erreichten. Dort konnten wir schon von weitem den „Mulleklenkes“ erblicken, den Aachener Fernmeldeturm. Mit dem Erreichen des Turms waren es nur noch rund zwei Kilometer bis zu unserem Ausgangspunkt an der Waldschenke.

( MITI )

Entlang der Indeaue

Entlang der Indeaue
Jülich, 29. Januar 2017

Die Inde wenige hundert Meter vor ihrer Mündung in die Rur

Heute waren wir mit Doxi in einer sehr interessanten Landschaft unterwegs: Am Nordwestrand des Braunkohletagebaus Inden

Zwischen Jülich, Aldenhoven und Eschweiler wurde der Fluss Inde vor rund zehn Jahren in ein neues Bett geleitet, um Platz für den Tagebau zu schaffen.

Die Inde kommt aus der Eifel, fließt über Kornelimünster (bei Aachen) und Eschweiler bis an den Westrand von Jülich, wo sie in die Rur mündet.

Der Fluss, der sich heute mäandernd durch die Jülicher Börde schlängelt, durchzog zuvor als begradigter Kanal die Fläche des heutigen Tagebaus. So ist hier ein kleines Naturparadies entstanden, in dem es sich vortrefflich wandern lässt.

( MITI )

Traumpfad Hochbermeler

Traumpfad Hochbermeler
Fensterseifen, 27. Januar 2017

Blick vom Hochbermeler in das Mayener Land

„Schnell noch mal in den Schnee, bevor ab der kommenden Woche Tauwetter einsetzt.“ Unter diesem Motto bin ich heute mit Doxi spontan in die Eifel gefahren, um einen der wenigen Traumpfade zu laufen, die auf unserer Liste noch fehlen.

Der Traumpfad Hochbermeler startet im idyllischen Eifelörtchen Fensterseifen und führt zunächst über den Schälskopf, einem Minivulkan, hinunter ins Thürelzer Bachtal. Vor uns waren schon einige andere Wanderer im tiefen Schnee unterwegs, dennoch ist der Weg nicht einfach zu laufen.

Die Landschaft präsentiert sich unter einem wolkenverhangenen Himmel im winterlichen Weiß, Schwarz und Grau. Kein Geräusch ist zu hören, kein Wind, keine Vogelstimmen, keine Autos oder Flugzeuge. Für einen Moment kommt es mir vor, als sei ich in einem Schwarzweiß-Stummfilm gelandet. Fehlen eigentlich nur die Texteinblendungen.

Weiter geht es ins verträumte Kimpelbachtal, wo unser Aufstieg zum erloschenen Vulkan Hochbermel beginnt. Wir umrunden die Bergkuppe knapp unterhalb des Gipfels und genießen oberhalb eines alten Basaltsteinbruchs den weiten Blick in das Mayener Land. Anschließend geht es auf Waldwegen stetig abwärts zurück nach Fensterseifen.

Mit einer Länge von 10 Kilometern ist die Tour eigentlich etwas kurz für unsere Verhältnisse. Aber im tiefen Schnee reicht diese Distanz absolut aus. Fast dreieinhalb Stunden haben wir benötigt und dabei den Winter noch einmal so richtig genossen.

( MITI )

Entlang der Wuppertalsperre bei Hückeswagen

Entlang der Wuppertalsperre bei Hückeswagen
Hückeswagen, 19. Januar 2017

Blick über die Wupper auf Hückeswagen

Gestern (be-)suchten wir den Schnee in der Eifel, heute haben wir die Seiten gewechselt und sind auf der anderen Rheinseite durch die weiße Pracht gestapft: bei Hückeswagen im Bergischen Land.

Die schöne Tour aus dem Rother-Wanderführer „Bergisches Land“ folgt auf der Hälfte der rund 12 Km langen Strecke dem Ufer der Wuppertalsperre. Anschließend geht es durch Wald und über Höhenlagen zurück nach Hückeswagen. Und alles im Schnee, bei strahlender Sonne und -3 Grad. Sehr schön!

( MITI )

An der Oleftalsperre im Schnee

An der Oleftalsperre im Schnee
Hellenthal, 18. Januar 2017

Blick von der Staumauer über die Oleftalsperre

In vielen Teilen Deutschlands liegt in diesen Tagen Schnee – bei uns im Rheinland natürlich nicht. Aber 50 Kilometer weiter westlich in der Eifel sehr wohl.

Ich bin mit Doxi an der Oleftalsperre bei Hellenthal unterwegs.

Dort liegen rund 40 cm Schnee, die unter einem strahlend blauen Himmel wunderbar in der Wintersonne funkeln.

Der Weg um die Talsperre ist weitgehend geräumt, sodass wir gut vorankommen.

Wir umrunden die Talsperre zunächst auf der sonnigen Südseite und entschließen uns anschließend, auf der gleichen Seite wieder zurückzulaufen, weil die andere Seite vollständig im Schatten liegt.

Der Weg ist länger, als ich vermutet hatte. Als wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren, meldet das Wandernavi eine Wegstrecke von fast 16 Kilometern. Allerdings ohne nennenswerte Höhenmeter. Eine perfekte Winterwanderung.

( MITI )