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Vom Bend zur Vollrather Höhe

Rehe im Tiergehege im Bend

Improvisiert geht auch: Ohne Wanderkarte oder GPX-Track bin ich heute gemeinsam mit meiner Wanderfreundin Gabi einfach der Nase nach eine sehr schöne 20 km lange Tour rund um Grevenbroich gelaufen.

Wir starten am Sportplatz in Wevelinghoven und folgen der Erft bis ins Zentrum von Grevenbroich. Dann geht es durch den Stadtpark und das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in den Bend. Wir passieren das Tiergehege und laufen durch den Gustorfer-Wald bis nach Neuenhausen.

Dort steigen wir am Welchenberg auf und blicken aus dem Wald auf das riesigie Gelände des stillgelegten Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf. Dahinter beginnt unser Aufstieg auf die rund 170 Meter Hohe Vollrather Höhe.

Auch heute ist die weithin sichtbare Abraumhalde wieder das Ziel vieler Radsportler, weil man dort richtig schön Höhenmeter „machen“ kann. Man muss nur ein paar Mal rauf und runter fahren.

Wir überqueren die Höhe und steigen auf der anderen Seite beim Allrather Friedhof wieder herab. Unten angekommen umrunden wir den Nordteil der Halde. Dann folgt ein nicht ganz so schöner Teil durch die Grevenbroicher Südstadt zurück nach Wevelinghoven, wo wir nach rund vier Stunden wieder eintreffen.

Obwohl wir die Tour nicht geplant hatten, hat das alles super geklappt, sicher auch, weil wir Beide in der Vergangenheit getrennt voneinander schon oft mit dem Fahrrad in dieser Gegend unterwegs waren.

( MITI )

Grüne Seiten von Grevenbroich

Grüne Seiten von Grevenbroich
Gustorf, 31. März 2021

Narzissen im Stadtpark von Grevenbroich

Auf einer 17 km langen Wanderung bin ich heute durch die grünen Flächen im Südwesten von Grevenbroich gelaufen.

Ich starte am Rande des Stadtwalds und laufe zunächst durch Gustorf und hinauf auf die Gustorfer Höhe. Die knapp 100 Meter hohe Halde entstand zwischen 1967 und 1981 aus dem Aushub des angrenzenden Braunkohletagebaus Garzweiler I Nord.

Die Höhe ist längst wieder begrünt. Es gibt dort zahlreiche Feldflächen, kleine bewaldete Abschnitte und einen Segelflughafen. Mehrere Gedenksteine zeugen davon, dass hier einstmals kleine Ortschaften standen, die bei der Aufschüttung der Höhe weichen mussten.

Am Ostrand der Höhe überquere ich die Autobahn A540 und laufe am Rande der Ortsteile Neuelfgen und Laach zum Tiergehege im Bend. Dort treffe ich auf die Erft, der ich ein Stück flußaufwärts folge.

Durch den Stadtwald geht es anschließend zurück zu meinem Startpunkt am Rande von Gustorft. Danach besuche ich noch den Stadtpark im Herzen von Grevenbroich, wo auf einer großen Streuobstwiese an der Erft gerade tausend von Osterglocken blühen. Ganz bezaubernd sieht das aus.

( MITI )

Fastentour Kloster Langwaden

Fastentour Kloster Langwaden
Münchrath, 16. Januar 2021

Doxi und die süßen Rindviecher auf einer Winterweide an der Erft zwischen Hombroich und Münchrath

Ich möchte essen! Seit drei Tagen sind Heike und ich am Heilfasten. Jetzt gibt es für eine Weile nur noch Wasser, ungesüßten Früchtetee und Gemüsebrühe.

Noch knurrt der Magen und die Gedanken kreisen immer wieder um die Frage, was man denn jetzt gerne Essen würde. Aus Erfahrung weiß ich, das ist bald passé. Dann haben sich Körper und Geist auf die reduzierte Nahrungsaufnahme eingestellt.

Trotz Hunger bin ich heute mit Doxi 27 km gelaufen, von zu Hause über die Skihalle Neuss und die Raketenstation bei Kapellen weiter zur Museumsinsel Hombroich. Dahinter ging es an der Erft entlang zum Schloss Hülchrath und weiter zum Kloster Langwaden. Das war unser Wendepunkt.

Als es auf dem Rückweg dieser fünfeinhalbstündigen Tour mit dem Hunger ärger wurde, habe ich einfach angefangen, immer wieder Mantras aus dem Yoga zu wiederholen. Das hat die Essensgelüste schnell aus dem Geist vertrieben. Und zu Hause gab es dann als Belohnung eine Tasse herrlich warmer Gemüsebrühe 🙂

( MITI )

Kunst an der Erft

Kunst an der Erft
Grevenbroich, 19. September 2020

Das „Ettlrad“ an einem Seitenarm der Erft am Rande der Innenstadt von Grevenbroich

Bei wunderbarem Spätsommerwetter war ich heute mit Heike und Doxi an der Erft bei Grevenbroich unterwegs. Dabei sind uns einige interessante Kunstwerke aufgefallen.

Frisch gestrichen und rennoviert ist das große Braunkohle-Rad des Künstlers Georg Ettl, das zu den künstlerischen Höhepunkten der Landesgartenschau 1995 in Grevenbroich gehörte.

Die Skulptur ist dem Schaufelrad eines Braunkohlebaggers nachempfunden, wie man ihn im nahegelegenen Braunkohletagebau Garzweiler antreffen kann.

Anstelle der Stahlschaufeln fressen sich Menschenköpfe in das Erdreich. So soll symbolisiert werden, dass es der Mensch ist, der über die Maschine in die Natur eingreift.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtparks entdecken wir einen großen Blitz aus Edelstahl. Mit dem Kunstwerk „Permanent Lightning“ hat der Schweizer Bildhauer Thomas Stricker den Himmel auf die Erde geholt, und den Schreckensmoment eines Blitzeinschlags in eine permanente Skulptur verwandelt.

Etwas weiter in der Innenstadt laufen wir an der Skulptur „Turmkater“ von Ottmar Alt vorbei. Dahinter biegen wir in den Bend mit dem schönen Wildfreigehege ein, in dem rund 200 Tiere aus zehn Arten leben, darunter Sikawild, Damwild, Moorschnucken, Gänse, Esel und Ziegen. Ein sehr schöner Mix aus Kunst und Natur auf dieser kleinen Tour rund um Grevenbroich.

( MITI )

Klosterwald in Flammenfarben

Klosterwald in Flammenfarben
Grevenbroich-Langwaden, 17. November 2019

Kloster Langwaden an der Erft zwischen Neuss und Grevenbroich

Ein Wald so rot, als stünde er in Flammen. Wir sind am Gilbach zwischen Hülchrath und dem Kloster Langwaden bei Grevenbroich unterwegs.

Heute Nacht hat es bei uns am Niederrhein zum ersten Mal gefroren. Die Luft ist kalt und dunstig, aber das lässt die bunten Farben des Herbstwaldes noch intensiver hervortreten.

Auf der Suche nach den farbenprächtigsten Bäumen arbeite ich mich immer tiefer in den Wald vor. Kein Laut ist zu vernehmen, nur das Laub knarzt leise unter meinen Füßen. So fühlt sich der Herbst an.

( MITI )

Von Wevelinghoven in den Bend

Von Wevelinghoven in den Bend
Grevenbroich, 8. November 2018

Herbstidylle an der Erft mitten in Grevenbroich

Eine äußerst kurzweilige Wanderung habe ich heute an der Erft zwischen Wevelinghoven und Grevenbroich unternommen. Der Startpunkt lag gerade einmal 13 Kilometer von meinem Zuhause entfernt, am Sportplatz von Wevelinghoven. Wieder einmal durfte ich feststellen, dass ich bei uns in der Gegend noch längst nicht jede Ecke kenne – trotz ungezählter Wanderungen und Fahrradtouren in den letzten als 25 Jahren.

Vom Startpunkt ging es direkt zur träge dahinfließenden Erft, in der sich zur Zeit die herbstlich bunten Laubbäume spiegeln. Heute sogar unter einem fast makellos blauen Himmel.

Obwohl der weitere Weg durch Grevenbroich führt, bleiben wir fast die gesamte Zeit im Grünen. Wir laufen durch Parks und Grünflächen, die zur Landesgartenschau 1995 entstanden sind und weiterhin gepflegt werden. So hatte ich die „Schloss-Stadt“ am Rande der großen Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf und Neurath noch gar nicht kennen gelernt

Hinter Grevenbroich kommen wir in den Bend, ein Waldgebiet, in dem ein großes Wildgehege mit Rotwild, Schwarzwild, Kühen und Gänsen beheimatet ist. Wir laufen bis kurz vor die Autobahn A540 und folgen dann wieder der Erft zurück in Richtung des Zentrums.

Dabei passieren wir die Wildwasser-Kajak-Strecke an der Erft, das Alte Schloss und die Innenstadt rund um die Kirche. Dann geht es auch schon wieder ins Grüne und an der Erft entlang zurück nach Wevelinghoven, das wir nach zweieinhalb Stunden und elf Wanderkilometern wieder erreichen. So eine schöne Tour, so nah bei uns zu Hause. Die werden wir bestimmt im Winter oder im Frühling noch einmal laufen.

( MITI )