Die erste Frühlingsblüte ist vorüber – jetzt dominiert das frische Grün
„Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun‘ und Fass“, weiß der Volksmund zu berichten. Und so wie in dieser Bauernregel wirkt es gerade auch in den Feldern und Baumschulen rund um mein Heimatdorf: seit es in den letzten zwei Wochen ordentlich geregnet hat, grünt und sprießt und wächst alles wie verrückt.
Am Ende eines wechselhaften Tages laufe ich zehn Kilometer über Land, um meinen Schatz in die Arme zu schließen. Und staune nicht schlecht, wie verschwenderisch die Natur jetzt mit ihren Talenten um sich wirft.
Der Raps ist in dieser Woche gefühlt noch einmal einen halben Meter in die Höhe geschossen. Die filigranen Samen der Löwenzähne segeln wie kleine Fallschirmspringer zu hunderttausenden im Wind.
Sogar der Weizen hat sich bereits geöffnet und seine jungen Ähren freigelegt. Dazu ein kontrastreicher Himmel zwischen Wolkenloch und der nächsten Regenfront – das alles sieht so richtig satt aus.
Blick von den Poller Wiesen zu den Kranhäusern, zur Deutzer Brücke und zum Dom
Heute an Christi Himmelfahrt haben wir Freunde von Heike in Köln besucht und sind mit ihnen eine große Runde durch das Stadtzentrum gelaufen.
Wir besuchen den Dom, die Große Sankt Martinus Kirche, die Rheinpromenade mit dem Schokoladenmuseum und den Kranhäusern.
An der Südbrücke wechseln wir auf die andere Rheinseite („Schäl Sick“). Dort genießen wir von den Poller Wiesen aus den Panoramablick auf die Stadt.
Normalerweise wären an diesem Tag überall in der Stadt Väter mit Bollerwagen und Bier unterwegs. Aber das muss unter Corona-Bedingungen natürlich ausfallen.
Dennoch sind die zentralen Plätze an diesem Feiertag und bei herrlichem Sonnenschein gut besucht. Wir bemühen uns Abstand zu halten und ziehen unsere Masken auf, wo es eng wird.
Unsere Tour durch Köln
Kölner Stadtmuseum
Balkonblick auf das Kölner Stadmuseum mit der Skulptur „Flügelauto“ von HA Schult
Balkonblick auf den Kölner Dom
Frontseite des Kölner Doms
Südportal des Kölner Doms
Jan-van-Werth-Brunnen am Alter Markt
Blick vom Fischmarkt zur Kirche Groß St. Martin
Innenraum der Kirche Groß St. Martin
Skulptur in der Kirche Groß. St. Martin
in der Kirche Groß. St. Martin
Historische Schankwirtschaft am Fischmarkt
Schokoladenmuseum am Malakoffturm
Kirche St. Maria Lyskirchen am Schokoladenmuseum
Alter Hafenkran
Hafenamt
Bayenturm
Blick von der Südbrücke in Richtung Rhodenkirchen mit dem Siebengebirge im Hintergrund
Auf der Mercator-Insel zwischen Rhein und Hafenmund
Wasser, Wiesen, Kunst und Industrie, das waren die beherrschenden Eindrücke auf der Wanderung, die ich heute in Duisburg gelaufen bin. Die 19 km lange Tour führt mich vom Rhein bei Duisburg-Homberg zunächst über die Friedrich-Ebert-Brücke auf die Mercator-Insel.
Dort treffe ich auf die markante Skulptur „Echo des Poseidon“. Das von Markus Lüpert geschaffene Kunstwerk blickt über den Hafenkanal auf den Rhein und grüßt die vorbeiziehenden Schiffe.
Über die Karl-Lehr-Brücke erreiche ich bald die schmale Inselzunge Pontwert zwischen der Ruhr und dem Hafenkanal – der Verbindung des größten Deutschen Binnenhafens zum Rhein.
Von der Aakerführbrücke beobachte ich, wie ein Schäfer seine Herde auf die saftig grünen Wiesen an der Ruhr führt. Dann geht es durch die Kleingartensiedlung Neuland, bevor ich kurz dahinter den alten Innenhafen erreiche.
Das frühere Industrieareal wurde in den letzten 25 Jahren neu gestaltet. Aus den alten Lagerhallen wurden Museen und Restaurants, die Brachflächen wurden mit modernen Wohn- und Geschäftsgebäuden bebaut.
Dort ist u. a. das Museum Küppersmühle für moderne Kunst angesiedelt, ebenso das Explorado Kindermuseum, das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg, das Landesarchiv NRW und die neue Synagoge.
Dr Duisburger Roland am Alter Markt
Entlang der Reste der historischen Stadtmauer von 1130 unternehme ich einen kurzen Abstecher zur Salvatorkirche und dem historischen Rathaus von Duisburg mit dem berühmten Roland am Alter Markt.
Ich folge den Wasserstraßen durch das Industriegebiet zwischen Außenhafen und Parallelhafen und erreiche bald die Rheinwiesen an der Mündung des Parallelhafens in den Rhein. Auf dem Rheindeich laufe ich bis zur Autobahnbrücke der A40.
Dort wechsele ich die Flussseite und laufe nun linksrheinisch immer am Rhein entlang zurück nach Homberg.
Auf der gegenüberliegenden Seite erscheint wieder die Ruhrmündung mit der markanten orangefarbenen Betonstele. Kurz darauf erreiche ich hinter dem Hebeturm Homberg und den angrenzenden Rheinanlagen wieder meinen Startpunkt an der Auffahrt zur Friedrich-Ebert-Brücke.
Viereinhalb Stunden war ich auf dieser Tour größtenteils in der Sonne unterwegs und habe wirklich viel vom Duisburger Hafen gesehen. Das hat sich voll gelohnt, finde ich.
Wanderkarte unserer Tour
Der alte Homberger Hafen mit dem historischen Hebeturm
Schulschiff „Rhein 1“ im Homberger Hafen
Homberger Hafenausfahrt an der Friedrich-Ebert-Brücke
Blick von der Friedrich-Ebert-Brücke auf den Rhein und zur Ruhr-Mündung (orange Stele), wo gerade ein Frachtschiff wendet
Die Skulptur „Echo des Poseidon“ auf der Mercator-Insel gegenüber von Duisburg-Ruhrort
Blick zur Pegeluhr am Duisburger Hafenmund
Im Hintergrund: die letzte Schleuse der Ruhr vor der Mündung in den Rhein
Blick vom Pontwert in den Hafenkanal und der Einfahrt zum Hafenbecken A
Streuobstwiese mit Bienenstöcken auf dem Pontwert an der Ruhr
Strauchblüte nahe der Ruhr
Schäfer mit seiner Herde auf den Ruhrwiesen
Blick von der Aakerfährbrücke auf die Ruhr
Ich erreiche das Ende des Innenhafens
Museum Küppersmühle für moderne Kunst am Innenhafen
Die neue jüdische Synagoge im Innenhafen
Reste der historischen Stadtmauer am Innenhafen
Historisches Stadtmodell am Innenhafen
Mosaik am Gemeindehaus der Karmelkirche
Die ev. Salvatorkirche am Alter Markt
Das historische Duisburger Rathaus am Alter Markt
Nebeneingang am Rathaus
Blick zum Beginn des Innenhafens
Das Landesarchiv NRW im Innenhafen
Blick vom Außenhafen in den Innenhafen
Graffiti am Außenhafen
Rheindeich mit Industrieanlagen auf Homberger Seite
Blick von Homberg hinüber zur Ruhrmündung in den Rhein
Panporamabild von der Mercator-Insel mit dem Rhein (links), der Friedrich-Ebert-Brücke, dem Hafenmund (rechts) und Duisburg-Ruhrort
Blick von den Höhen hinter Richrath in Richtung Kimbeckskothen
Nach rund drei Jahren war ich heute wieder einmal in der lieblichen Hügellandschaft rund um Neviges im Bergischen Land unterwegs. Die 11 km lange Wanderung startet am hübschen Schloss Hardenberg und führt über die Höhen und durch die Bachtäler zwischen Neviges und Velbert.
Unser Ziel ist der Mariendom, die nach Sitzplätzen zweitgrößte Kirche in Nordrhein-Westfalen mit ihrer einzigartigen und unverwechselbaren Beton-Architektur im Stile des Brutalismus. Dort zünde ich einige Kerzen für meinen Freund Reinhard an, der unter einer schweren Erkrankung leidet. Lieber Reinhard, ich denke an Dich!
Wanderkarte unserer Tour
Vorburg von Schloss Hardenberg, in dem u.a. das Kulturamt der Stadt Neviges residiert
Graffiti auf der neuen Eisenbahnbrücke über den Nordkanal an der Stadtgrenze zwischen Kaarst und Neuss
Heute habe ich meine neuen Wanderschuhe eingeweiht: Ein Paar Meindl Nebraska, bestimmt mein fünftes oder sechstes in Folge. Ich liebe diesen Schuh, weil er so schön leicht und bequem ist und nicht groß eingelaufen werden muss.
Dafür hält er aber leider auch nicht sehr lange – kaum einmal 2.500 Wanderkilometer und damit bei mir gerade einmal ein Jahr.
Und das sogar dann, wenn man ihn nach Herstellerangaben liebevoll pflegt und regelmäßig mit Lederpflege einsprüht.
Liebe Firma Meindl, das könnte schon ein bisschen mehr sein, finde ich! Aber sei’s drum.
48 Stunden musste ich warten, bis sich das Sturmtief Eugen endlich verzogen hat. Dann habe ich mich gleich in meine neuen Wanderschuhe geworfen und bin von zu Hause aus eine 12 km lange Runde gelaufen.
Dabei habe ich das hübsche Graffiti oben entdeckt und auch gleich den passenden Kontrapunkt dazu: ganz viele bunt blühende Bäume und Sträucher in den Baumschulen rund um mein Heimatdorf. Das schafft nur der Mai.
Wanderkarte unserer Tour
Meine neuen Wanderschuhe: Ein Paar Meindl Nebraska
Rapsfelder zwischen Büttgen und Neuss-Grefrath
Blick zur Neusser Skihalle
Eine Botschaft gegen des Betongrau und für die Buntheit der Natur
Wilder Flieder an der Neuss Bauerbahn
Astern in einem Garten an der Neusser Bauerbahn
Ziegen mit ihren Jungen auf dem Gelände des BUND an der Neusser Bauerbahn
Da war sie endlich, die untergehende Sonne über dem Rheinpark Neuss. Aufgenommen aus der begehbaren Skulptur „N“.
An diesem Wochenende ist bei uns im Rheinland der kälteste April seit 40 Jahren zu Ende gegangen. Und der Mai hat genau so begonnen. Zwar grünt und blüht es überall, aber die Temperaturen erinnern doch eher an den Spätwinter, als an den Frühling.
Als wir uns zum Ausklang des ersten Maiwochenendes auf die Fahrräder schwingen, um zum Rhein zu radeln, haben wir deshalb auch Mütze und Handschuhe im Gepäck.
Wir starten unter einer abendlich grauen Wolkendecke, die wenig erwarten lässt. Doch als wir am Neusser Sporthafen eintreffen, lugt die untergehende Sonne gerade unter den Wolken hervor und taucht den Rheindeich in ein wunderbar warmes Licht. Toll sieht das aus!
Der Rheindeich am Neusser Sporthafen
Sonnenuntergang über dem Rheinpark Neuss
Dick eingepackt, aber perfekt ausgeleuchtet durch die untergehende Abendsonne
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