Wanderung zum Nahe Skywalk

Wanderung zum Nahe Skywalk
Johannisberg / Hochstetten-Dhaun, 10.10.21

Blick nach Westen vom Nahe Skywalk in das Nahe-Tal Richtung Kirn. Neben dem Fluss, der Nahetalbahn und der Bundesstraße B41 ist dort nicht viel Platz.

Ich hatte gesehen, dass es zwischen Monzingen und Kirn hoch über dem Nahe-Tal einen „Nahe Skywalk“ gibt. Aber da ich vermutet hatte, dass es dort für Fahrzeuge ziemlich steil und eng hinauf geht, wollte ich den Aufstieg lieber nicht mit dem Wohnmobil wagen.

Stattdessen wandere ich mit Doxi knapp sechs Kilometer von Kirn dorthin. Wir folgen dabei der Wegführung der dritten Etappe des Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderwegs, der über insgesamt 150 km von Idar-Oberstein zur Nahe-Mündung bei Bingen führt.

Wir steigen am östlichen Ortsrand von Kirn auf und laufen durch schönen Eichenwald immer weiter hinauf auf die Hochfläche zwischen Kirn und Hochstetten-Dhaun. Im Bereich des Itzbachs passieren wir einige Weiden, bevor es wieder durch Wald zur kleinen Siedlung am Johannisberg geht.

Neben der Stiftskirche St. Johannis, einem beliebten Landgasthof und einigen wenigen Häusern gibt es dort vor allem den Nahe Skywalk als beliebtes Ausflugsziel. Die 2014 errichtete stählerne Aussichtsplattform schwebt frei über einer Steilwand, die früher als Steinbruch genutzt wurde und fast senkrecht zur Nahe hin abfällt.

Nach rechts hat man an einen tollen Blick durch das Nahe-Tal nach Kirn, nach links geht der Blick in Richtung Hochstetten-Dhaun. Doxi ist ganz mutig und kommt problemlos mit auf den durchsichtigen Boden des Skywalks.

Gerne würde ich anschließend einen anderen Weg nach Kirn zurücklaufen, aber weil es vom Johannasberg nur hinunter ins Nahe-Tal in Richtung Hochstette-Dhaun geht, wählen wir einfach denselben Weg zurück. Ist in der wunderschönen Herbstsonne aber eine äußert angenehme Wiederholung.

( MITI )

Kirn – Stadt unter Steinbruch

Kirn – Stadt unter Steinbruch
Kirn, 10.10.2021

Unübersehbar erhebt sich der Steinbruch Kelberg über Kirn, obwohl er geografisch zur Nachbargemeinde Hochstetten-Dhaun gehört

Unsere nächste Station an der Nahe ist die 8.000-Einwohner-Gemeinde Kirn, wo das Tal des Hahnenbachs auf das Tal der Nahe trifft. Kirn wird von mehreren Bergen eingerahmt.

Auf einem sitzt die Ruine der Kyrburg, das Wahrzeichen der Stadt. Ein anderer Berg weist eine markante Delle auf. Hier wird seit vielen Jahrzehnten im Steinbruch am Ellenberg Basalt abgebaut.

Obwohl sich der Steinbruch weithin sichtbar unmittelbar über Kirn erhebt, hat er der Stadt niemals Geld gebracht – denn er befindet sich bereits auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Hochstetten-Dhaun.

Die Landschaft in den Tälern von Nahe und Hahnenbach ist dicht besiedelt. Der Hahnenbach läuft mitten durch die beschauliche Altstadt und mündet wenig später in die Nahe.

Die steilen Hänge der umliegenden Höhen sind größtenteils unbebaut und bewaldet. An einigen Stellen ragen frei stehende, bis zu 30 Meter hohe Quarzitfelsen über die Baumkronen hinaus , die sogenannten „Kirner Dolomiten“.

In der Gegend um Kirn trieb am Ende des 18 .Jahrhunderts der Räuber Johannes Bückler, der „Schinderhannes“, sein Unwesen. Er wurde 1796 in Kirn verhaftet und erhielt eine Prügelstrafe. Doch konnte er bereits in der ersten Nacht fliehen. Später begingen er und seine Kumpanen in der Gegend zahlreiche Viehdiebstähle.

Wir stehen auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am Rande der Altstadt, unmittelbar am Fuße der Kyrburg – ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in und um Kirn. Mir gefällt es richtig gut hier.

( MITI )

Schöne Aussicht Monzingen

Schöne Aussicht Monzingen
Monzigen, 10.10.2021

Häuser im historischen Herzen von Monzingen auf dem Kirchberg

Bei der Studie der Karte für den Weg zu meinem nächsten Halt in Kirn hatte ich auf halber Strecke eine „Schöne Aussicht“ entdeckt. Das schaue ich mir doch einmal an, dachte ich, und lande im beschaulich-süßen Monzingen.

Die kleine Gemeinde an der Mittleren Nahe blickt auf eine mehr als 1.200-jährige Weinbautradition zurück.

Die Stadt liegt in einem Seitental, das vom Gaulsbach durchflossen wird. Zu drei Seiten wird der Ort von 250 bis 300 Meter hohen Bergen eingerahmt, nach Süden öffnet sich das Tal zur Nahe hin.

Wir parken am Bahnhof an der Nahe und laufen zunächst ins Zentrum auf den 200 Meter hohen Kirchberg.

Dort steht die aus dem 13. Jahrhundert stammenden Martinskirche und darum herum einige prächtige erhaltene Fachwerkhäuser und das steinerne Rathaus. Klein, aber süß ist es hier.

Beim Abstieg vom Kirchberg kommen wir an zahlreichen kleinen Weinbauhöfen vorbei. Kurz vor der Nahe steigen wir dann über den Nachtigallenweg zur angekündigten „Schönen Aussicht“ auf. Und tatsächlich: Von der Spitze des Weinbergs hat man einen wunderbaren Blick in das Nahetal und über Monzingen.

Gut, dass wir diesen kleinen Abstecher auf unserer Weiterreise unternommen haben.

( MITI )

Bummel durch Bad Sobernheim

Bummel durch Bad Sobernheim
Bad Sobernheim, 9.10.2021

Häuser am Marktplatz vor der evangelischen Pfarrkirche St. Matthias. Vorne der kleine Rathausturm.

Am Abend schaue ich mir mit Doxi Bad Sobernheim an. Die Stadt liegt an der mittleren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein. Nördlich erhebt sich der Hunsrück, südlich das Nordpfälzer Bergland.

Bad Sobernheim gehört zum Weinbaugebiet Nahe, die Großlage nennt sich „Paradiesgarten“. Darüber hinaus spielt der Tourismus eine wichtige Rolle.

Überregional bekannt ist Bad Sobernheim durch das Wirken des Naturheilkundlers Emanuel Felke, der hier einen Kurbetrieb aufbaute. Neben einem Denkmal erinnert heute vor allem ein 3,5 km langer Barfußpfad an Felke, der sich links und rechtes der Nahe erstreckt und viele Besucher anzieht.

In der Innenstadt von Bad Sobernheim stoße ich auf einen spannenden architektonischen Stilmix von Spätmittelalter über Klassizismus bis zu Gründerzeit und Moderne. Die Innenstadt erweckt den Eindruck, als hätte sie schon einmal bessere Zeiten gesehen. Viele Geschäfte stehen leer.

Doch an diesem lauschigen Herbstnachmittag lassen sich die Einwohner die Stimmung nicht vermiesen. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus sind die Cafés und Sitzgelegenheiten gut besetzt. Es wird fleißig Eis geschleckt, vielleicht bereits das letzte der Saison …

( MITI )

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Herbstzeit ist Pflanzzeit
Bad Sobernheim, 9. Oktober 2021

Auslage auf einem Verkaufsstand auf dem Pflanzmarkt

Nach dem Ende der Vegetationsperiode, Anfang Herbst, werden noch viele Pflanzen und Strächer gesetzt. Deshalb finden in dieser Zeit auch noch vielerorts Plfanzmärkte statt. Heute auch im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum Bad Sobernheim, das ich mit Doxi besuche.

In der Kulissse der historischen Häuser bilden die vielen bunten Herbstplfanzen ein besonders pittorekes Bild. Das ist richtig schön anzuschauen und viele Besucher scheinen nicht zuletzt deshalb deshalb gekommen zu sein.

( MITI )

Freilichtmuseum Bad Sobernheim

Freilichtmuseum Bad Sobernheim
Bad Sobernheim, 9. Oktober 2021

Häuser im Freilichtmuseum

Meinen Besuch in Bad-Sobernheim nutze ich, um mit Doxi das schöne Rheinland-Pfälzer Freilichtmuseum zu besuchen, das hier ab 1975 errichtet wurde.

Im Nachtigallental oberhalb der Nahe wurden vier historische Dörfer aus den verschiedenen Regionen des Bundeslandes wieder aufgebaut, um das dörfliche Leben aus der Zeit zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert wieder zum Leben zu erwecken.

Die insgesamt mehr als 40 historische Gebäude wurden in aufwändiger Arbeit an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut und hier im Museum wieder originalgetreu aufgebaut.

Sie repräsentieren die Regionen Hunsrück/Nahe, Mittelrhein/Westerwald, Mosel/Eifel und Rheinhessen/Pfalz.

Bauernhäuser und Ställe, eine Bäckerei, Wassermühle, Standesamt, Kapelle, ja sogar eine Metzgerei können hier erlebt werden. Teilweise wird auch das komplette Mobiliar bzw. die Geschäftseinrichtung ausgestellt.

Eingebettet ist das Ganze in ein großzügig gestaltetes Parkareal mit vielen Obstbäumen, schönen Sitzgelegenheit und auch kleinen Tierherden. Gefällt mir sehr gut hier.

( MITI )