Wankumer Heide und Heronger Buschberge

Wankumer Heide und Heronger Buschberge
Nettetal, 9. November 2021

Anglersteg am Poelvenn

Endlich mal wieder Sonnenschein! Bei wunderbarem Licht waren wir heute auf einer abwechslungsreichen Wanderung nahe der Krickenbecker Seen zwischen Nettetal und Herongen unterwegs.

Auf der 12 km langen Tour durch das Naturschutzgebiet Heronger Buschberge und Wankumer Heide kurz vor Venlo konnten wir noch einmal so richtig im bunten Herbstwald baden.

Die Nette durchfließt das Gebiet und speist mehrere Seen, darunter das Poelvenn, wo unsere Wanderung beginnt. Die Seen bieten unter anderem Entenvögeln, Graureihern, Haubentauchern, Rallen und Rohrsängern eine Heimat.

Bereits die Römer hatten hier einen Marschweg für ihre Legionen angelegt, der die Nette an einer Furt im Wald kreuzte. Gut möglich, dass schon Julius Cäsar hier durchgeritten ist.

Eintausendachthundert Jahre später lies Napoleon im Wald Gräben ausheben. Sie sollten Teil des Nordkanals werden, um Neuss am Rhein mit Venlo an der Maas zu verbinden.

Als Reaktion auf die Kontinentalsperre der Engländer wollte Napoleon damit seine Gegner vom Handel mit den nordholländischen Seestädten abschnüren. Doch das Projekt wurde auf halbem Weg der Fertigstellung aufgegeben.

Es ist so schön im Wald heute, dass wir uns richtig viel Zeit lassen. Mehr als drei Stunden sind wir auf der Wanderung unterwegs und genießen jeden Moment, in dem die Sonne durch die Bäume scheint.

( MITI )

Zwischen Langel und Worringen

Zwischen Langel und Worringen
Köln-Langel, 6. November 2021

Am Fähranleger wird gearbeitet

Ganz im Norden des Kölner Stadtgebiets war ich heute mit Doxi in den Rheinauen zwischen Langel und Worringen unterwegs. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt Hitdorf, wo die Wupper in den Rhein mündet.

Vom Anleger der Rheinfähre Langel-Hitdorf laufen wir in nördlicher Richtung durch die Rheinauen, bis uns das kleine Hafenbecken von Worringen, in das der Pletsbach mündet, den Weg versperrt. Dahinter sind bereits die Verladeanlagen von Bayer Dormagen zu sehen, an denen mehrere Schiffe vor Anker liegen.

Wir drehen eine kurze Runde durch Worringen auf der Suche nach historischen Bauten aus der Zeit, als das Städtchen noch unabhängig war und nicht wie heute zu Köln gehörte. Doch da gibt es nicht viel zu entdecken.

Dann wenden wir uns wieder dem Rhein zu und laufen auf dem Rheindeich zurück in Richtung Langel.

Weil Doxi noch gerne ein wenig im Rhein plantschen möchte, verlassen wir auf halber Strecke den Deich und laufen noch ein Stück am Wasser entlang, bis wir nach etwas mehr als drei Stunden und 11 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt an der Fähre erreichen.

( MITI )

Stahlwerk bei Nacht

Stahlwerk bei Nacht
Duisburg-Meidereich, 5. November 2021

Blick ins illuminierte Gebläsehaus

Nach meinem Besuch bei der Lichtinstallation WATERLICHT besuche ich auf dem Rückweg noch den nur wenige Kilometer entfernten Landschaftspark Nord rund um das ehemalige Stahlwerk in Duisburg-Meiderich.

Im Laufe der letzten Jahre war ich schon mehrmals dort, aber nur bei Tage. Und ich habe gehört, dass Teile des Areals nachts beleuchtet sein sollen. Das möchte ich mir gerne ansehen.

Tatsächlich bin ich überrascht, wie viel hier noch am späten Abend los ist: Junge Leute, verliebte Pärchen, Eltern mit Kindern und Fotoclubs durchstreifen das Areal.

Dazwischen ich, völlig fasziniert von der roten, grünen und blauen Beleuchtung der mächtigen Industrieanlagen von der Gebläsehalle bis zum Hochofen.

Die Dunkelheit verleiht dem Ganzen noch einmal einen besonderen Reiz. Unten weht ein mittlerer Wind, aber oben auf dem Hochofen in 70 Metern Höhe scheint es regelrecht zu stürmen. Richtig aufregend ist das. Weit reicht von dort der Blick in das abendlich illuminierte Ruhrgebiet. Ich bin schwer begeistert.

( MITI )

Waterlicht in Oberhausen

Waterlicht in Oberhausen
Oberhausen, 5. November 2021

In blaues Licht getaucht: Das LVR Industriemuseum im Peter-Behrens-Bau in Oberhausen

Ich bin nach Oberhausen gefahren, um mir die Lichtinstallation WATERLICHT des Niederländers Daan Roosegaarde anzuschauen. Zum Auftakt der FUTUR 21 werfen Laser an zwei Abenden gigantische Wasserwellen in den Himmel rund um den Peter-Behrens-Bau am LVR-Industriemuseum.

FUTUR 21 steht unter dem Motto „kunst industrie kultur“ und will anregen, über die Zukunft der Arbeit, über Nachhaltigkeit und Klimakrise, den Einfluss der Digitalisierung sowie über die Grenzen von Wachstum und Konsum nachzudenken.

An 16 Industriemuseen in Nordrhein-Westfalen entstehen dazu von November 2021 bis April 2022 digitale Kunstwerke, Lichtinstallationen und räumliche Interventionen.

Die monumentale Lichtinstallation WATERLICHT zeigt symbolisch die Kraft des Wassers. Eine virtuelle Flut taucht die Vorder- und Rückseite des Industriemuseums großräumig in blaues Licht.

Die Installation bezieht sich auf die Ewigkeitsaufgaben, die der Bergbau im Ruhrgebiet hinterlassen hat und will gleichzeitig das Bewusstsein für steigende Wasserstände weltweit schärfen.

Als Folge des Steinkohle-Bergbaus hat sich das Ruhrgebiet in den letzten 200 Jahren um bis zu 25 Meter abgesenkt. Ohne das ständige Abpumpen des Grundwassers würden weite Teile der Region überschwemmt und eine Seenlandschaft von bis zu 90 km Länge entstehen.

Rund um den Peter-Behrens-Bau verteilte Nebelmaschinen schaffen dazu Projektionsflächen. Blaue Laser projizieren darin dreidimensionale Wellen, die über die Köpfe der Besucher hinwegrauschen und am Gebäude aufschlagen.

Mich zieht die Installation völlig in ihren Bann. Gespannt verfolge ich das Wabern der Wellen und fühle mich für einen Moment wie am Grund eines Meeres, den Blick nach oben zur Oberfläche gerichtet. Einfach spektakulär.

( MITI )

Herbst in der Mendener Ruhraue

Herbst in der Mendener Ruhraue
Mülheim/Ruhr, 4. November 2021

Landschaft am Fluss, in Hintergrund die große Rurtalbrücke

Puh, ist das usselig heute, richtiges Novemberwetter. Ich bin mit Doxi an der Ruhr zwischen der großen Mintarder Ruhrtalbrücke bei Essen und der Stadt Mülheim unterwegs.

Der schmale Uferweg in der Mendener Ruhraue wurde früher zum Treideln der Schiffe gegen die Strömung genutzt und ist als „Leinpfad“ bekannt.

Die Luft ist so feucht und kalt, dass die wenigen Ruderer auf der Ruhr bereits mit Handschuhen unterwegs sind. Auch ich bin froh, dass ich meine Mütze dabei habe.

Das Areal zwischen Essen und Mülheim ist sonst ein beliebter Rad- und Spazierweg, aber heute begegnen uns hier nur wenige Menschen.

Es ist ganz still, kaum ein Laut liegt in der Luft. Und von den bunten Farben der Bäume am Ruhrhang auf der anderen Flussseite dringt nur ein schwacher Abglanz zu uns herüber.

Und weil Doxi etwas unrund läuft und vorne links ein wenig humpelt, drehen wir schon nach drei Kilometern wieder um und laufen über den Leinpfad zurück zum Auto.

( MITI )

Das Herbstbunt ist da 2021

Das Herbstbunt ist da 2021
Büttgen, 2. November 2021

Da ist richtig Farbe drin

Als ich vor einer Woche mit dem Womo in die Vulkaneifel aufgebrochen bin, war in den Baumschulen rund um mein Heimatdorf noch nicht viel vom Herbstbunt zu sehen. Hier und da etwas Gelb, nur ganz wenig Rot und noch ganz viel Grün.

Doch das hat sich in den letzten acht Tagen dramatisch geändert. Nun hat das Herbstbunt seine ganze Farbenpracht entfaltet. Auf Sonnenschein darf man in dieser Woche zwar nicht hoffen, aber dafür entschädigt das Leuchten der Bäume.

( MITI )