Fachwerkweg Ruppichteroth

Fachwerkweg Ruppichteroth
Ruppichteroth, 20. März 2021

Fachwerkhäuser in Lindscheid

Wie aus Balken, Ruten und einem Gemisch aus Lehm und Mist – ganz ohne Schrauben und Eisennägel – ein Fachwerkhaus entsteht, das konnten wir heute auf einer schönen Wanderung im Bergischen Land erfahren.

Bei Ruppichteroth, rund 40 km südöstlich von Köln, führt der Fachwerkweg durch mehrere Dörfer, in denen sich zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten haben.

Der als Bergischer Streifzug Nr. 22 bestens ausgeschilderte Weg bietet einen interessanten Wechsel aus Wald und Flur, hübschen Siedlungen und weiten Blicken in die Landschaft zwischen Bergischem Land und Siegerland.

Zahlreiche Informationstafeln entlang des Weges berichten von der Kunst der Zimmerleute und der Geschichte der Fachwerkarchitektur in dieser Region.

Ein wunderbarer 12 km langer Wanderweg, den wir bei herrlichem Sonnenschein gefolgt sind. Gerne wieder.

( MITI )

Storchenroute bei Bislich

Storchenroute bei Bislich
Bislich, 19. März 2021

Bauernhofidylle hinter dem Rheindeich mit Pferden, Schafen und Störchen (Im Hintergrund Bildmitte)

Bei herrlichem Sonnenschein bin ich mit Doxi heute die 15 km lange Storchenroute bei Bislich am nördlichen Niederrhein zwischen Wesel und Rees gelaufen. Im ersten Teil der Strecke, die zahlreiche Storchennester verbindet, laufen wir immer am Rhein entlang.

Über den Strom hinweg geht der Blick zum Dom von Xanten. Dessen Innenstadt befindet sich jenseits der Bislicher Insel, einem ehemaligen Rheinarm und heutigem Vogel- und Naturschutzgebiet auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

Für die Störche ist es noch früh im Jahr, dennoch sind einige Nester entlang des Weges bereits mit Storchenpaaren besetzt. Der Nestbau ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, trotzdem hört man es hier und da bereits klappern.

Im zweiten Teil führt die Tour weg vom Rhein über Land, vorbei an schönen Bauernhäusern und zahlreichen Kiesgruben, die das Gebiet durchziehen. Südlich von Bislich stoßen wir dann wieder auf den Rhein und folgen diesem zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach knapp vier Stunden wieder erreichen.

( MITI )

Spaziergang durch Bislich

Spaziergang durch Bislich
Bislich, 19. März 2021

Blick durch die Rheinaue hinüber nach Bislich

Nach meiner Wanderung auf der Storchenroute rund um Bislich laufe ich mit Doxi noch ein wenig durch den kleinen Ort direkt hinter dem Rheindeich. Das Dorf gehört zu Wesel, liegt aber ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Wesel und Rees.

Unter den fünf Stadtteilen von Wesel ist Bislich der flächengrößte, hat jedoch die geringste Bevölkerungszahl und mit deutlichem Abstand die geringste Bevölkerungsdichte. Sehr ländlich ist es hier und ausgesprochen ruhig. Schön ist das.

( MITI )

Entdeckerschleife Haan

Entdeckerschleife Haan
Haan, 7. März 2021

Am Morgen ist auf der beschatteten Seite im Talgrund des Ittertals noch alles gefroren

Den letzten schönen Sonnentag, bevor es wieder wechselhaft wird, nutzen wir für eine Wanderung rund um Haan. Die Stadt liegt am Übergang zwischen dem flachen Rheinland und dem Bergischen Land kurz vor Wuppertal.

Die „Entdeckerschleife“ führt uns aus dem Zentrum hinunter ins bezaubernde Ittertal, wo wir auf den Neanderlandsteig treffen. Diesem folgen wir bis zum Übergang des Ittertals in den bereits flachen Hildener Stadtwald.

Dort drehen wir um und laufen auf dieser 12 km langen Tour durch Haan zurück zu unserem Startpunkt. Von der städtischen Bebauung sehen wir dabei nur wenig, weil der Weg geschickt durch verschiedene Parks und Grünanlagen der Stadt führt. Eine wirklich gelungene kleine Tour.

( MITI )

Rhein und Momm-Niederung

Rhein und Momm-Niederung
Voerde, 6. März 2021

Anlegestelle am Rhein im Stadteil Götterswickerhamm

Bei herrlichem Sonnenschein haben Heike und ich heute eine schöne Wanderung am nordwestlichen Rand des Ruhrgebiets unternommen.

Von der Rheinpromenade im Voerder Stadtteil Götterswickerhamm ging es mehrere Kilometer in nördlicher Richtung am Rhein entlang und anschließend in einer großen Schleife durch die Momm-Niederung mit dem Mommbach zurück zu unserem Startpunkt.

Die Landschaft auf dieser 12 km langen Tour ist ganz flach und verwöhnt uns mit weiten Blicken über den Rhein und die von Kopfweiden durchsetzten Feld- und Wiesenflächen. Im Hintergrund ist immer wieder das mächtige Steinkohlekraftwerk von Voerde zu sehen, das 2017 stillgelegt wurde.

Unterwegs begegnet uns am Rheindeich an der starken Krümmung des Orsoyer Rheinbogens ein Kuriosum: Dort stand bis 1971 ein historisches Leichenhäuschen.

Denn an dieser Stelle des Flusses wurden durch die Strömung und die weit in den Fluß hineinreichende Uferbefestigung immer wieder Leichen angetrieben – oftmals zehn bis 12 pro Jahr. Weil es früher keine Leichenschauhäuser gab, wurden die Ertrunkenen dort bis zu ihrer endgültigen Identifikation aufgebahrt. Bestimmt kein besonders schöner Anblick.

( MITI )

Stadtbummel durch Wesel

Stadtbummel durch Wesel
Wesel, 6. März 2021

Das Berliner Tor, das einzige erhaltene von ehemals vier prächtigen Stadttoren

Nach unserer Wanderung bei Voerde fahren wir weiter in das nur zehn Kilometer entfernte Wesel am Rhein. Wir wollen uns die Innenstadt anschauen, doch da gibt es nicht viel zu entdecken, wie wir schnell feststellen.

Der Hintergrund wird bei einer kurzen Internet-Recherche klar: Die Stadt war bis ins 20. Jahrhundert militärisch geprägt. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurde sie im Zweiten Weltkrieg beim Vorrücken alliierter Truppen über den Rhein fast vollständig zerstört.

Von der ab 1861 durch die Preußen eingerichteten Festung sind lediglich Teile der zwischen 1688 und 1722 errichtete Zitadelle Wesel und das Berliner Tor erhalten geblieben. Die anderen drei prächtigen Stadttore wurden bereits 1886 nach der Entfestigung Wesels abgerissen.

Auch das historische Rathaus mit seiner prächtigen gotischen Fassade ist lediglich eine Rekonstruktion von 2011. Es steht am Marktplatz neben dem evangelischen Willibrordi-Dom, der von 1498 bis 1540 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut wurde. Auch der Dom wurde im Krieg erheblich zerstört. Obwohl der Wiederaufbau bereits 1948 begann, wurde er erst in den 1990er Jahren komplett abgeschlossen.

Was uns in der Stadt auffällt: Überall stehen Esel herum. Keine echten, aber lebensgroße, zumeist bunt bemalte Plastiken. Dies geht auf einen bekannten Merksatz aus dem 19. Jahrhundert zurück: „Wie heißt der Bürgermeister von Wesel? Esel.“ So wurde der Esel zum Symboltier der Stadt. Immerhin ein kleiner bunter Lichtblick zwischen der ansonsten doch recht trostlosen Nachkriegsarchitektur im Stadtzentrum.

( MITI )