Wie aus Balken, Ruten und einem Gemisch aus Lehm und Mist – ganz ohne Schrauben und Eisennägel – ein Fachwerkhaus entsteht, das konnten wir heute auf einer schönen Wanderung im Bergischen Land erfahren.
Bei Ruppichteroth, rund 40 km südöstlich von Köln, führt der Fachwerkweg durch mehrere Dörfer, in denen sich zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten haben.
Der als Bergischer Streifzug Nr. 22 bestens ausgeschilderte Weg bietet einen interessanten Wechsel aus Wald und Flur, hübschen Siedlungen und weiten Blicken in die Landschaft zwischen Bergischem Land und Siegerland.
Zahlreiche Informationstafeln entlang des Weges berichten von der Kunst der Zimmerleute und der Geschichte der Fachwerkarchitektur in dieser Region.
Ein wunderbarer 12 km langer Wanderweg, den wir bei herrlichem Sonnenschein gefolgt sind. Gerne wieder.
Karte der Tour
Kath. Pfarrkirche St. Severin in Ruppichteroth
Fachwerkhäuser im alten Ortskern von Ruppichteroth
Haus in der Burggasse
Details an einem Fachwerkhaus
Historisches Ortsbild von Ruppichteroth
Satellitenschüsseln bei Axess Networks Solutions Germany
Anglerteich am Dehrenbach
Auf den Höhen oberhalb von Lindbach
Hübsches Haus in Lindbach
Trafohäuschen in Lindbach
Infotafel vor Weide mit Eselchen in Lindbach
Historische Fachwerkscheune in Oeleroth
Aufwändige Schieferarbeit in Oeleroth
Loren am Eingang zu einem früheren Bergwerksstollen im Tal des Waldbrölbachs
Bauernhofidylle hinter dem Rheindeich mit Pferden, Schafen und Störchen (Im Hintergrund Bildmitte)
Bei herrlichem Sonnenschein bin ich mit Doxi heute die 15 km lange Storchenroute bei Bislich am nördlichen Niederrhein zwischen Wesel und Rees gelaufen. Im ersten Teil der Strecke, die zahlreiche Storchennester verbindet, laufen wir immer am Rhein entlang.
Über den Strom hinweg geht der Blick zum Dom von Xanten. Dessen Innenstadt befindet sich jenseits der Bislicher Insel, einem ehemaligen Rheinarm und heutigem Vogel- und Naturschutzgebiet auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Für die Störche ist es noch früh im Jahr, dennoch sind einige Nester entlang des Weges bereits mit Storchenpaaren besetzt. Der Nestbau ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, trotzdem hört man es hier und da bereits klappern.
Im zweiten Teil führt die Tour weg vom Rhein über Land, vorbei an schönen Bauernhäusern und zahlreichen Kiesgruben, die das Gebiet durchziehen. Südlich von Bislich stoßen wir dann wieder auf den Rhein und folgen diesem zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach knapp vier Stunden wieder erreichen.
Wanderkarte unserer Tour
Wir sind auf der Storchenroute an der Rheinaue Bislich
Blick vom Deich über den Rhein hinüber zum Dom von Xanten
Im Hintergrund der Dom zu Xanten
Historischer Markierungsstein am Rhein
Doxi prüft die Wasserqualität des Rheins
Viele Storchennester sind noch leer
Doch einige Nester sind bereits belegt
Die Osterlämmchen sind auch schon da
In einem Vorgarten an der Storchenroute
Prächtige Bauernhäuser säumen unseren Weg
Rastplatz in einer Obstbaumplantage
Einer von zahlreichen Baggerseen in der Gegend, die durch den Sand- und Kiesabbau entstanden sind
Über lange Förderbänder wird der Aushub aus den Kiesgrubern durch Feldern und Obstplantagen zu einem zentralen Sammelpunkt transportiert
Verladestation für Kies und Sand an der Rheinaue Bislich
Geopfad mit Findlingen aus dem Rhein
Verschiedene Gesteinsarten aus den Gebirgslandschaften entlang des Rheins
Tausende von Wildgänsen bevölkern die Rheinauen
Typisches Landschaftsbild südlich von Bislich
Panoramabild vom Rand des Flürener Altrheins
Panoramabild von den Rheinauen zwischen der Fähre und dem Dorfkern von Bislich
Nach meiner Wanderung auf der Storchenroute rund um Bislich laufe ich mit Doxi noch ein wenig durch den kleinen Ort direkt hinter dem Rheindeich. Das Dorf gehört zu Wesel, liegt aber ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Wesel und Rees.
Unter den fünf Stadtteilen von Wesel ist Bislich der flächengrößte, hat jedoch die geringste Bevölkerungszahl und mit deutlichem Abstand die geringste Bevölkerungsdichte. Sehr ländlich ist es hier und ausgesprochen ruhig. Schön ist das.
Blick vom Deich über den Rhein hinüber zum Dom von Xanten
Die kath. Dorfkiche St. Johannes von Bislich
Ehemaliges Pfarrhaus neben der Kirche
Evangelische Kirche in Bislich
Das Fährhaus Bislich
Ferienhaus hinter dem Deich
Zum Wohn- und Bürohaus umgebaute Scheune hinter dem Rheindeich
Am Morgen ist auf der beschatteten Seite im Talgrund des Ittertals noch alles gefroren
Den letzten schönen Sonnentag, bevor es wieder wechselhaft wird, nutzen wir für eine Wanderung rund um Haan. Die Stadt liegt am Übergang zwischen dem flachen Rheinland und dem Bergischen Land kurz vor Wuppertal.
Die „Entdeckerschleife“ führt uns aus dem Zentrum hinunter ins bezaubernde Ittertal, wo wir auf den Neanderlandsteig treffen. Diesem folgen wir bis zum Übergang des Ittertals in den bereits flachen Hildener Stadtwald.
Dort drehen wir um und laufen auf dieser 12 km langen Tour durch Haan zurück zu unserem Startpunkt. Von der städtischen Bebauung sehen wir dabei nur wenig, weil der Weg geschickt durch verschiedene Parks und Grünanlagen der Stadt führt. Eine wirklich gelungene kleine Tour.
Wanderkarte unserer Tour
Hübsches Haus auf unserem Weg durch Haan
Wir folgen dem Neanderlandsteig, der hier parallel zur Haaner Entdeckerschleife läuft
Anlegestelle am Rhein im Stadteil Götterswickerhamm
Bei herrlichem Sonnenschein haben Heike und ich heute eine schöne Wanderung am nordwestlichen Rand des Ruhrgebiets unternommen.
Von der Rheinpromenade im Voerder Stadtteil Götterswickerhamm ging es mehrere Kilometer in nördlicher Richtung am Rhein entlang und anschließend in einer großen Schleife durch die Momm-Niederung mit dem Mommbach zurück zu unserem Startpunkt.
Die Landschaft auf dieser 12 km langen Tour ist ganz flach und verwöhnt uns mit weiten Blicken über den Rhein und die von Kopfweiden durchsetzten Feld- und Wiesenflächen. Im Hintergrund ist immer wieder das mächtige Steinkohlekraftwerk von Voerde zu sehen, das 2017 stillgelegt wurde.
Unterwegs begegnet uns am Rheindeich an der starken Krümmung des Orsoyer Rheinbogens ein Kuriosum: Dort stand bis 1971 ein historisches Leichenhäuschen.
Denn an dieser Stelle des Flusses wurden durch die Strömung und die weit in den Fluß hineinreichende Uferbefestigung immer wieder Leichen angetrieben – oftmals zehn bis 12 pro Jahr. Weil es früher keine Leichenschauhäuser gab, wurden die Ertrunkenen dort bis zu ihrer endgültigen Identifikation aufgebahrt. Bestimmt kein besonders schöner Anblick.
Wanderkarte unserer Tour
„Rheinturm“ im Ortsteil Götterswickerhamm
Blick vom Rheindeich zum stillgelegten Kraftwerk Voerde
Erinnerungstafel an das ehemalige Leichenhäuschen
Die Rheinwiesen werden von tausenden von Wildgänsen bevölkert, die hier überwintern
Hier schwimmen an uns Traktoren und Zugmaschinen im Schätzwert von mehr als 10 Millionen Euro vorbei
Hübsche Allee in der Mommniederung
Haus Voerde, ein hübsches Wasserschloss, das ab 1200 n.Chr. errichtet wurde
Das Berliner Tor, das einzige erhaltene von ehemals vier prächtigen Stadttoren
Nach unserer Wanderung bei Voerde fahren wir weiter in das nur zehn Kilometer entfernte Wesel am Rhein. Wir wollen uns die Innenstadt anschauen, doch da gibt es nicht viel zu entdecken, wie wir schnell feststellen.
Der Hintergrund wird bei einer kurzen Internet-Recherche klar: Die Stadt war bis ins 20. Jahrhundert militärisch geprägt. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurde sie im Zweiten Weltkrieg beim Vorrücken alliierter Truppen über den Rhein fast vollständig zerstört.
Von der ab 1861 durch die Preußen eingerichteten Festung sind lediglich Teile der zwischen 1688 und 1722 errichtete Zitadelle Wesel und das Berliner Tor erhalten geblieben. Die anderen drei prächtigen Stadttore wurden bereits 1886 nach der Entfestigung Wesels abgerissen.
Auch das historische Rathaus mit seiner prächtigen gotischen Fassade ist lediglich eine Rekonstruktion von 2011. Es steht am Marktplatz neben dem evangelischen Willibrordi-Dom, der von 1498 bis 1540 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut wurde. Auch der Dom wurde im Krieg erheblich zerstört. Obwohl der Wiederaufbau bereits 1948 begann, wurde er erst in den 1990er Jahren komplett abgeschlossen.
Was uns in der Stadt auffällt: Überall stehen Esel herum. Keine echten, aber lebensgroße, zumeist bunt bemalte Plastiken. Dies geht auf einen bekannten Merksatz aus dem 19. Jahrhundert zurück: „Wie heißt der Bürgermeister von Wesel? Esel.“ So wurde der Esel zum Symboltier der Stadt. Immerhin ein kleiner bunter Lichtblick zwischen der ansonsten doch recht trostlosen Nachkriegsarchitektur im Stadtzentrum.
Wesel am Ende des Zweiten Weltkriegs
Rathaus mit gotischer Fassade
Das Haupttor der Zitadelle Wesel vom zentralen Waffenplatz aus gesehen
Gebäude der Zitadelle
Rückseitiger Blick auf das Haupttor der Zitadelle
Festungsgraben an der Zitadelle Wesel
Fast jedes Geschäft in der Haupteinkaufsstraße schmückt sich mit einem buntbemalten Esel
Willibrordi-Dom, Ansicht von Westen
Blick in das Kirchenschiff des Willibrordi-Dom
Brautportal am Willbrordi-Dom
Gedenkmal für die zerstörte Synagoge neben dem Willibrordi-Dom
Das 1729 errichtete Lutherhaus, die ehemalige Kirche der Lutherischen Gemeinde
Seitlicher Blick auf ds Berliner Tor
Im Hintergrund der 1968 errichtete Sender Wesel
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