Blick Richtung Urfttal mit dem Turm der Burg Vogelsang im Hintergrund
Ohne Doxi, die sich den linken Vorderlauf vertreten hat, bin ich heute Abend 7 km von Gemünd in das Naturschutzgebiet des Horrenbachtals gelaufen.
Nach dem Aufstieg durch das Bachtal auf die Höhen südlich von Herhahn erwartete mich dabei ein farbintensiver Sonnenuntergang mit herrlichen Fernblicken auf den Kermeter.
Unterwegs habe ich einen Podcast des bekannten Buchautors Peter Wohlleben über die Zukunft des deutschen Waldes gehört, was irgendwie passend war, aber auch recht wenig optimistisch.
In zehn bis zwanzig Jahren sind alle Fichtenplantagen und damit fast 40 % des deutschen Waldes tod, sagt er voraus.
Die große Holzlücke kommt und mit ihr eine enorme Knappheit an Holz, weil es dauert, bis die abgestorbenen oder abgeholzten Flächen wieder einen Holzertrag liefern werden. Alles ganz schön düster.
In der Nordeifel erstreckt sich zwischen Zingsheim und Weyer eine ganz bezaubernde Hügellandschaft, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird und mit mehreren kleinen Naturschutzgebieten durchsetzt ist.
Die Hügel entstanden, als der kalkhaltige Boden von Oberflächenwasser ausgespült wurde und sich dadurch Mulden bildeten. Wenige Kilometer weiter in Sötenich wird dieser Kalk seit Jahrhunderten abgebaut.
Die Naturschutzgebiete tragen die Namen „Kalkmagerrasenkomplex bei Weyer“ und „Kalkkuppen auf der Hochfläche der Sötenicher Kalkmulde“.
Als wir von Zingsheim kommend das Gebiet erreichen, kreisen über uns mehrere Milane mit beeindruckender Flügelspannweite in der Thermik der frühlingshaften Mittagssonne.
Wir haben eine 14 km lange Tour vorbereitet, doch das ist uns heute ein wenig zu lang. Deshalb laufen wir immer der Nase nach rund zwei Stunden durch das schöne Gebiet und genießen die Sonne und den weiten Blick in die Landschaft.
In diesem Jahr beginnt die Saison des Draußen-Yoga für mich nicht im eigenen Garten, sondern im Kurpark von Gemünd in der Nordeifel. Dort stehen wir gerade mit dem Wohnmobil und es sind nur drei Schritte bis zur großen Wiese.
In der wärmenden Morgensonne und mit Blick auf die erblühenden Narzissen kann man dort wunderbar praktizieren. Ich liebe es!
Kirche St. Martin auf dem Kirchberg im Zentrum von Nettersheim
Heute ist Frühlingsanfang und in dieser Woche soll es in der Eifel bis zu 16 Grad warm werden. Aber heute Morgen werden wir im Wohnmobil von leichtem Schneefall geweckt!
Es ist ein windiger, nasskalter Sonntag und bevor wir eine 9 km Runde bei Nettersheim laufen, kehren wir dort erst einmal zum frühstücken im beliebten Bäckerei-Cafe „Zur Römerquelle“ ein.
Römisch ist viel in Nettersheim, weil die einstigen Beherrscher Europas hier zahlreiche Siedlungsspuren hinterlassen haben.
Der Ort liegt an der früheren Römerstraße von Trier nach Neuss. Es finden sich dort Spuren alter Tempel, Landgüter und die nördlichste Quellfassung der römischen Wasserleitung nach Köln.
Unsere Tour bewegt sich zwischen Genfbach und Urft, die auch in Nettersheim beim Juli-Hochwasser des vergangenen Jahres zahlreiche Schäden hinterlassen hat.
Das Landschaftsbild rund um Nettersheim wird von Wiesen mit kleineren und größeren Waldabschnitten bestimmt.
Wir laufen entlang des Genfbachs bis zur hübschen Ahekapelle und weiter ins Naturschutzgebiet Dallbach. Dann geht es von den Höhen hinunter ins Urfttal, wo zahlreiche Spuren der römischen Besiedlung gefunden wurden.
Entlang der Urft laufen wir schließlich zurück nach Nettersheim, wo wir nach knapp drei Stunden wieder eintreffen.
Wanderkarte unserer Tour
Wir frühstücken im beliebten Bäckerei-Café „Zur Römerquelle“
Kirchberg mit historischen Fachwerkbauten im Zentrum von Nettersheim
Altarraum der Kirche St. Martin
Pfarrhaus neben der Kirche
Hübscher Hof am Kirchberg von Nettersheim
Blick ins Genfbachtal
Am Genfbach
Ahekapelle am Genfbach
Altarraum der Ahekapelle
Abstieg aus dem NSG Dallwegen hinunter ins Urfttal
Rekonstruierte Grundmauern von Römerbauten an der Urft
Die Urft am Römerweiher kurz vor Nettersheim
Infotafel am Archäologischen Landschaftspark Nettersheim
Hier kann man feiern – Römische Taverne Nettersheim
Heute war gleich zwei Mal ein toller Himmelüber Gemünd zu beobachten: Am Morgen, weil nach dem Regen der vergangenen Nacht ein zarter Dunst über der Landschaft lag.
Und am Abend beim Sonnenuntergang, als Saharastaub den Himmel in großen Teilen der Republik und auch hier blutrot färbte.
Leider war ich da gerade im Wald auf der falschen Seite des Urfttals, um das Ereignis aus der besten Perspektive festzuhalten, aber auch so sah es absolut bemerkenswert aus.
Eine tolle Aussicht am Morgen
Ich war noch mit Doxi im Wald, als der Himmel sich färbte
Das Geburtstagskind des Tages heute ist meine Wanderfreundin Gabi (happy birthday and a big hug to you!). Mit ihr bin ich auf einer 14 km langen Tour im Kermeter unterwegs. Und die Doxi ist auch dabei.
Vom Kurpark in Gemünd wandern wir zunächst hinauf in den Kermeter bis kurz vor Wolfgarten.
Wir umrunden das Dorf auf der Westseite und steigen dann durch das malerische Tal des Großen Böttenbachs zur Urft hinab.
An der tiefblauen Urft suchen wir uns einen schönen Rastplatz und genießen ein wenig die herrliche Sonne vor der Kulisse des Flusses und der steil aufragenden Hänge, die komplett mit Buchen bewachsen sind.
Dann geht es zurück mach Gemünd, wo wir nach rund viereinhalb Stunden wieder eintreffen. Anschließend gibt es erst einmal Kuchen, wie sich das für einen Geburtstag gehört 🙂
Wanderkarte unserer Tour
Der Tag beginnt mit Yoga
Aufstieg durch den Wald
Kleines Feuchtgebiet am Ortsrand von Wolfgarten
Wir überqueren den Großen Böttenbach
Mein erstes Pfauenauge in diesem Jahr
Die Landschaft hier ruht auf Schiefergestein
Wir machen Pause an der Urft
Doxi hat sich ein gemütliches Plätzchen gesucht
Die ersten Gehölze fangen an zu blühen
Die Urft kurz vor Gemünd
Panoramabild vom Großen Böttenbach
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