Hombroich im Herbst

Hombroich im Herbst
Neuss-Holzheim, 16. November 2022

Ein letzter Herbstbesuch auf der Museum Insel Hombroich, bevor der Wind die verbliebenen Blätter von den Bäumen scheucht. Weiterhin ist aufgrund von Bauarbeiten nur ein Teil des Geländes zugänglich. Doch auch das bietet jetzt einige spektakuläre Ansichten.

( MITI )

Dyck kurz vor dem Advent

Dyck kurz vor dem Advent
Schloss Dyck, 16. November 2022

Blick über die Barockbrücke im Park von Schloss Dyck

Im Park von Schloss Dyck wird gerade fleißig gehämmert: In zehn Tagen beginnt der große Adventsmarkt, der jährlich viele Besucher aus nah und fern anlockt.

Die letzten Sommer- und Herbstpflanzen im Park sind nun verblüht und viele Bäume haben bereits ordentlich Blätter gelassen.

Doch im starken Licht der tief stehenden Sonne erstrahlen die verbliebenen Blätter noch einmal in kräftigstem Gelb und Rot. Wenige Wochen noch, dann werden alle Laubbäume kahl sein und winterliche Tristesse einkehren. Aber noch ist der Park eine echte Pracht.

( MITI )

Mit dem Rad zur Burg Vogelsang

Mit dem Rad zur Burg Vogelsang
Morsbach, 13. November 2022

Ganz schön leer: Der Urftstausee unterhalb der Burg Vogelsang im Sonnenuntergang

Jetzt, Mitte November, geht die Sonne bei uns bereits um 17 Uhr unter. Als ich am Ende eines wunderschönen Wochenendes gegen 16 Uhr vom Womo-Stellplatz zu einer Fahrradtour in Richtung der Burg Vogelsang aufbreche, steht die Sonne bereits tief über dem Horizont.

Beim steilen Aufstieg von Gemünd noch Herhahn leuchtet sie mir voll ins Gesicht – ich kann voraus kaum etwas erkennen. In der Sonne ist es noch richtig schön warm, im Schatten jedoch bereits herbstlich kühl.

Als ich die Burg Vogelsang erreiche, leuchten die von den Nazis errichteten Gebäude im letzten Sonnelicht des Tages. Der gegenüber liegende Kermeter und der Urftstausee unterhalb der Burg liegen bereits im Schatten. Laut schreiend zieht ein Schwarm von Gänsen hoch in der Luft über den See. Majestätisch sieht das aus.

Auf der Rückseite der Anlage nehme ich den schmalen Weg hinunter zur Urft. Bei 16% Steigung muss ich mich ordentlich in die Bremsen legen, damit ich nicht zu sehr Fahrt aufnehme.

Unten angekommen bin ich überrascht, wie leer der Urftstausee gerade daliegt. Der gesamte Seeboden liegt frei, überall wachsen bereits Gräser und die Urft ergießt sich als schmaler Streifen in den See. Ob an der Staumauer gerade Wartungsarbeiten durchgeführt werden oder ob es in der letzten Zeit einfach so wenig geregnet hat – ich weiß es nicht.

( MITI )

21 km rund um Gemünd

21 km rund um Gemünd
Olef, 12. November 2022

Blick vom Knoppenpunkt hinunter nach Olef

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts im Nationalpark Eifel unternehme ich eine ausgedehnte Wanderung rund um unseren Womo-Stellplatz in Gemünd. Heike und Doxi müssen leider am Womo bleiben: Heike laboriert weiterhin an einer Bänderdehnung und Doxi an einer schlimmen Arthrose.

Meine Tour führt mich zunächst entlang der Olef von Gemünd nach Olef-Ort und von dort durch den Olefer Kirchenwald nach Kall. Dort quere ich die Urft und steige auf urigen Pfaden auf die Höhen östlich des Urfttals.

Ich wandere ohne Karte, aber da ich in der Region schon häufig unterwegs war, ist die grundsätzliche Orientierung kein Problem. Dennoch muss ich ein Stück frei durch den Wald laufen, bis ich wieder auf einen befestigten Pfad treffe. Ich orientiere mich dabei an den Spuren der Wildtiere, allen voran des reichlich vorhandenen Damwilds.

Dann erreiche ich den Kammweg, dem ich über mehrere Kilometer zum Parkplatz Tönnieshäuschen folge. Dahinter geht es über den Jägerpfad bis zum Bergweg oberhalb der Jugendherberge von Gemünd. Nach dem steilen Abstieg zur neu gebauten Jugendherberge erreiche ich nach viereinhalb Stunden wieder das Wohnmobil, wo ich von meinen Lieben begeistert empfangen werde.

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Herbstfrühling in der Eifel

Herbstfrühling in der Eifel
Gemünd, 11. November 2022

Doxi auf ihrer Lieblingswiese im Kurpark von Gemünd

Volle Sonne und 15 Grad Mitte November – das gibt es bei uns selten. Kein Wunder, dass der beliebte Womo-Stellplatz von Gemünd im Nationalpark Eifel an diesem Wochenende überaus gut besucht ist. Auch wir sind für ein paar Tage in die Eifel gekommen und genießen die wunderbare Sonne und das leuchtende Gelb der Buchenwälder. Einfach herrlich.

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Mondrian Evolution im K20

Mondrian Evolution im K20
Düsseldorf, 10. November 2022

Mondrian, wie wir ihn heute kennen: Komposition mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz, 1921.

Eine neue Ausstellung in der Kunstsammlung NRW zeigt die künstlerische Entwicklung des Malers Piet Mondrian von klassischer Landschaftsmalerei über den Fauvismus und Kubismus bis zu den abstrakten Farbflächen, für die er heute berühmt ist.

Als Protagonist der klassischen Moderne wird Mondrian gerne mit seinen strengen geometrischen Kompositionen mit rechtwinkligen Linien in Schwarzweiß und Farbfeldern in Rot, Blau oder Gelb assoziiert. Doch dieser Stil steht am Ende eines langen Weges, der mit Windmühlen, Leuchttürmen, Dünen und Bauernhöfen begann.

Die Ausstellung in Düsseldorf zeigt, dass sowohl das frühe naturalistische Werk als auch die spätere Abstraktion das Resultat eines intuitiv gelenkten Vorgehens sind und keineswegs das Ergebnis mathematischer Rationalität.

Mondrian, der vor 150. Jahren im niederländischen Amersfoort geboren wurde, begann um 1900 im impressionistischen Stil der Haager Schule zu malen. Ab etwa 1908 arbeitete er unter dem Einfluss von Vincent van Gogh und des Fauvismus.

Nach seiner Übersiedlung 1911 nach Paris wandte er sich unter dem Einfluss von Georges Braque und Pablo Picasso dem Kubismus zu. Ab den 1920er Jahren schuf Mondrian die bekannten streng geometrischen Gemälde, die dem Neoplastizismus zugerechnet werden.

Auch sein Pariser Atelier gestaltete er vollkommen im Stil seiner geometrischen Bilder und zog damit viele Besucher an. Als Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl gab Mondrian wichtige Impulse für die Bauhausbewegung.

1938 emigrierte er nach London, ab 1940 lebte er in New York, wo er 1944 an einer Lungenentzündung verstarb. Das pulsierende Leben der Metropole und seine Begeisterung für den zeitgenössischen Jazz lieferten ihm wichtige Impulse für sein Spätwerk.

Auch wenn Heike und mir die ab 1920 entstandenen geometrischen Werke mit Abstand am besten gefallen, ist es interessant zu sehen, wie und unter welchen Einflüssen sich der Maler entwickelt hat. Eine spannende Ausstellung.

( MITI )