Süßes Kulmbach

Süßes Kulmbach
Kulmbach, 18.04.2023

Rathaus von Kulmbach

Von Wunsiedel fahren über die Fichtelgebirgshochstraße B 303 einmal quer durch das Fichtelgebirge ins oberfränkische Kulmbach, 20 km nördlich von Bayreuth.

Die Stadt ist überregional bekannt für die mächtige Plassenburg oberhalb des Orts, sowie für die dort ansässige Brauerei und die Kulmbacher Bratwurst.

Am westlichen Ortsrand vereinigen sich die beiden Quellflüsse, der Weiße Main und der Rote Main, zum „endgültigen“ Main.

300 km weiter westlich wird er bei Mainz als mächtiger Strom in den Rhein münden. Doch hier ist er noch ein schmales Flüsschen, das sich mäandernd durch das Tal schlängelt.

In der Altstadt hat sich der historische Stadtkern Kulmbachs in großen Teilen erhalten.

Viele Häuser stammen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurden im Renaissance-Stil errichtet. Bei Bauten aus dem 17. Jahrhundert trifft man auch auf frühbarocke Formen.

Als wir an der barocken Petri-Kirche vorbeikommen, übt dort gerade der Organist an der Orgel. Ich lausche im Kirchenschiff für ein paar Minuten und bin beeindruckt von dem intensiven und voluminösen Klangerlebnis.

Und dann kommt tatsächlich zum ersten Mal seit fünf Tagen die Sonne heraus. Das passt doch zum Lobgesang der Orgel auf den Schöpfergott.

( MITI )

Auf der Plassenburg

Auf der Plassenburg
Kulmbach, 18. April 2023

Innenhof der Plassenburg

Aus der Altstadt von Kulmbach sieht man an vielen Stellen zur mächtigen Plassenburg hinauf, die als Wahrzeichen der Stadt auf einem Hügel über dem Ort thront.

Es lohnt sich, zur Burg hinaufzulaufen, denn die Anlage ist gut erhalten und beeindruckt durch ihre Mächtigkeit.

Als eines der imposantesten und größten Renaissancebauwerke Deutschlands galt sie über lange Zeit als Vorbild im Festungsbau.

Die Anlage, wie sie sich heute präsentiert, wurde zwischen 1557 und 1607 auf den Resten einer vorherigen, zerstörten Burg errichtet.

Optisch beeindruckend ist der als „Schöner Hof“ bekannte Innenhof des Schlosses mit aufwändigen Zierarbeiten im Bundsandstein-Gemäuer. Das künstlerische Element steht dabei in einem spannenden Widerspruch zur Mächtigkeit des Steins.

( MITI )

Die Türen von Kulmbach

Die Türen von Kulmbach
Kulmbach, 18. April 2023

Renaissance, Barock und Gründerzeit haben ihre Spuren in Kulmbach hinterlassen. Hier die schönsten Türen, die ich auf meiner Stadterkundung entdeckt habe.

( MITI )

Wunsiedel im Fichtelgebirge

Wunsiedel im Fichtelgebirge
Wunsiedel, 18. April 2023

Osterbrunnen

Ich bin an der östlichsten Station meiner aktuellen Womo-Tour angekommen: In Wunsiedel im Zentrum des Fichtelgebirges.

Die Kultur der Region wurde durch das benachbarte Böhmen (heute Tschechien) geprägt. Trotz der Zugehörigkeit zu Oberfranken spricht man einen nordbairischen Dialekt.

Berühmtester Sohne der Stadt ist der Dichter Jean Paul (1763 – 1825), der mit bürgerlichem Namen Johann Paul Friedrich Richter hieß. Ihm ist der Platz neben der evangelischen Stadtkirche und ein Denkmal gewidmet.

Wunsiedel war in den letzten Wochen bundesweit in den Schlagzeilen, weil ein zehnjähriges Mädchen in einem städtischen Kinderheim umgebracht wurde.

Tatverdächtig oder zumindest an der Tat beteiligt soll ein Elfjähriger aus der Einrichtung sein. Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist groß: An der katholischen Kirche haben Bürger Kerzen und Blumen abgelegt.

Ich bin mit Doxi rund eine Stunde in der Stadt unterwegs. Spektakulär ist das alles hier nicht, aber ich wollte es gerne einmal gesehen haben.

( MITI )

Die Türen von Wunsiedel

Die Türen von Wunsiedel
Wunsiedel, 18. April 2023

Hofeinfahrt in Wunsiedel

Hier die schönsten Türen und Portale, die ich auf meinem Stadtspaziergang durch Wunsiedel entdeckt habe.

( MITI )

Am Magnetberg

Am Magnetberg
Zell im Fichtelgebirge, 17.04.2023

Auf dem Gipfel des Haidbergs

Weil es in den letzten Tagen viel geregnet hat, war ich auf meiner Saale-Tur vorwiegend in Städten unterwegs. Aber jetzt zieht es mich wieder hinaus in die Natur – und Doxi sowieso.

Der Haidberg kurz hinter Zell im Fichtelgebirge ist überregional als Magnetberg bekannt, weil Kompassnadeln hier verrückt spielen und an verschiedenen Punkten in unterschiedliche Richtungen weisen.

Erstmals fiel dies dem berühmten Naturforscher Alexander von Humboldt im Jahre 1797 auf. Als preußischer Oberbergmeister war er von dieser Entdeckung elektrisiert – wenn nicht gar magnetisiert (haha).

Ursache ist der vergleichsweise hohe Anteil an ferromagnetischen Mineralen, vor allem Magnetit. Am Haidberg rührt die stärkste Magnetisierung vermutlich aus Blitzeinschlägen.

Über den Haidberg verläuft die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Sächsischer Saale und Main bzw. Elbe und Rhein.

Ein mit Grundwasser gefüllter ehemaliger Steinbruch an der Ostflanke des Berges hat den Schutzstatus eines Geschützten Landschaftsbestandteiles und Geotops.

Es ist mein erster Kontakt mit dem Fichtelgebirge, und das Landschaftsbild rund um den Haidberg gefällt mir gut. Vor allem scheint der Kiefernwald noch nicht so stark angegriffen zu sein wie bei uns in NRW.

( MITI )